Meine Leica M10

Meine Leica M10

Ich glaube, einige denken jetzt ist der völlig durchgedreht. Hat er doch kürzlich einige Berichte zu Fuji geschrieben und nun “Meine Leica M10”?

Naja wer mich kennt weiss, dass ich ein Leica Fan bin und auch manchmal wechselfreudig. Nachdem ich im letzten Jahr weitestgehend mit Fuji unterwegs und auch sehr zufrieden war, bekam ich kürzlich einen Impuls, sodass ich mir mal meine Bilder auf dem iPhone/iPad näher betrachtet habe. Man muss dazu sagen, dass bei mir in Fotos weitestgehend bearbeitete Bilder aus meinen Kameras befinden und nur vereinzeln welche vom iPhone. Bei der Durchsicht wurde ich sentimental, weil mir die Leica-Bilder besser gefielen, was sicher auch an den damit verbundenen Erinnerungen liegt. Wenn ich so zurückgedacht habe, dann musste ich feststellen, dass ich am meisten Spass beim Fotografieren mit der Leica hatte. Die Fuji ist zwar toll und bringt auch Spass, aber anders. Gut Leica hat es eben drauf, nicht nur einen Fotoapparat zu liefern, sondern auch Emotionen. Kann vielleicht nicht jeder nachvollziehen, ist in meinem Fall so.

Dann machte ich auch den Fehler, einen Freund zu fragen, ob er seine M10 immer noch verkaufen möchte (er bot sie mir schonmal an). Er verwies mich dann an einen weiteren M10-Nutzer, der seine loswerden wollte und mit dem nahm ich dann Kontakt auf. Der unterbreitete mir dann so ein Angebot, wo ich nicht nein sagen konnte, obwohl die Leica silber ist.

Letzten Sonntag haben wir uns dann getroffen und der Zustand entsprach 100% dem wie er sie beschrieb. Er sagte mir allerdings, dass er kurz überlegte, ob er den Termin absagen soll, weil er auch etwas sentimental wurde. Gott sei Dank kam er 😉

Nun habe ich eine M10 mit drei Akkus, dem Visoflex und als Dreingabe ein Minolta M Rokkor 1:2/40mm in einem hervorragenden Zustand.
Was soll ich sagen, es fühlt sich wieder richtig gut an eine Leica M zu besitzen und ich werde erstmal damit losziehen, damit wir uns schön kennenlernen, denn der Vietnam-Urlaub kommt immer näher.

 

So, weitere Berichte werden sicher folgen und bitte schimpft nicht zu doll mit mir.

Fujinon XF 10-24mm

Fujinon XF 10-24mm

Evtl. wisst Ihr, dass ich ein Weitwinkel-Fan bin, aber auch ein Festbrennweiten-Fan. Ich besitze das XF 16mm F1.4 und wollte eine Erweiterung nach unten. Seitens Fuji gibt es nur noch das 14mm F2.8, was mir aber zu dicht beim 16er ist und dann gibt es noch das Zeiss 12mm F2 und das Samyang/Walimex/Rokinon 12mm f2. Das Zeiss hat zwar AF und die elektronische Verbindung zur Fuji, ist aber auch entsprechend teuer und das Samyang hat keine Elektronik und somit auch keinen AF, aber dafür deutlich günstiger. Beide haben den Ruf ein hervorragende Abbildungsleistung zu besitzen.

Als Alternative von Fuji gibt es nur das 10-24mm, was auch vermeintlich flexibler klingt. OK der Preis ist auf dem Niveau des Zeiss, aber eben ein Zoom. Auch gilt es als ein sehr gutes Objektiv, wie die meisten Fujinons.

Nun bin ich im DSLR-Forum fündig geworden und konnte eins relativ günstig erwerben.

Vorab muss ich mich fragen, warum ich es nicht bei der Fuji X-Roadshow mal getestet habe, dazu später mehr.

Also, es ist recht groß für ein Objektiv mit einer größten Blende von 4 und es fühlt sich sehr wertig an, ich konnte es kaum erwarten, damit loszuziehen. Hier im Norden ist es ja immer um diese Jahreszeit eher grau, sodass ich dann einfach mal durch den nahe gelegenen Park gewandert bin. Mein Ziel war es einfach mit 10mm ohne zu zoomen. Ich muss sagen, dass die 6mm mehr schon eine Herausforderung sind, aber nach dem Lesen von Chris‘ Buch über die Weitwinkelfotografie ist es ja kein Problem mehr 😉 . Es hat sehr viel Spass gebracht und ich finde die Wasserwaage der X-T2 großartig, so habe ich auch nach der Nachbearbeitung noch die 10mm 😉 . Was mir hier schon aufgefallen ist, dass man mit 10mm schon recht eingeschränkt ist, denn wo man im Prinzip mit 16mm fast alles machen kann, wenn man einen Spaziergang macht, muss man hier schon suchen.

So und vorletzten Sonntag war nicht nur tolles Wetter in Bremerhaven, sondern auch noch verkaufsoffener, sodass ich dann mit der X-T2 und dem 10-24mm losgezogen bin, wohlwissend, dass ich es sicher nicht schaffen werde nur mit 10mm, sondern auch gezielt mal mich auf 12 und 14mm zu begrenzen. Beim komponieren ist man dazu verleitet am Zoom zu drehen, man hat zwar dann einen anderen (evtl. passenderen Ausschnitt, aber keine andere, vielleicht bessere, Perspektive). Ich war ziemlich mit dem Teil beschäftigt.

Und was habe ich mal gelernt, die Technik soll Dich unterstützen und nicht behindern und ich glaube, daher haben wir uns wieder getrennt und ich ärgere mich, dass ich das Objektiv nicht auf der Fuji-Roadshow getestet habe. Ich konnte es aber gegen ein 12mm f/2 Samyang tauschen und habe auch noch Geld erhalten. Nun werde ich die Tage mal mit dem mechanischen 12mm Objektiv losziehen.

Meine Fuji X100F

Meine Fuji X100F

Im Nachgang zu meinem Fuji-Beittrag möchte ich mal meine Erfahrung mir der X100F schreiben.

Ich habe vor kurzem mal einen kleinen Spaziergang gemacht und hierbei einfach mal die Kleine mitgenommen. Wenn man schon eine Fuji hat wird man sich sofort zurechtfinden, wobei ein paar Kleinigkeiten im Menü sind schon anders. Das ist auch u.a. damit begründet, dass sie einen sogenannten Hybridsucher hat, d.h. man kann entweder das Orignalbild sehen, wie bei einer (Mess)Sucherkamera oder man schaltet mit einem kleinen Hebel vorn auf den elektronischen Sucher um. Denn gerade im Nahbereich kommt es zu einer Paralaxenverschiebung, die man aber erst sieht, wenn der Autofokus das Ziel gefunden hat. Das kenne ich aber auch von der Leica, wenn auch nicht so extrem. Hier fällt es auch nicht so stark auf, da sich der Sucherrahmen nicht so schnell (weil manueller Fokus) und auch nicht so weit verschiebt. Man kommt mit der Leica i.d.R. nicht näher als 70cm.

Ansonsten bringt der “analoge” Sucher insofern Spass, dass man auch außerhalb des Ausschnitts sieht was passiert. Das ist im übrigen bei der X-Pro 2 genauso. Dann kann man sich in den Sucher auch noch einen kleinen elektronischen Sucher einblenden lassen, der das AF-Feld zeigt, um zu kontrollieren, ob der Fokus sitzt oder aber im manuellen Betrieb sieht man auch das Fokuspeaking.

Mir ist aufgefallen, das gefühlt der Autofokus etwas langsamer ist, als der der X-T2, was ich bei Gelegenheit mal testen möchte. Auch liegt die X100F, wenn man nicht fotografiert, nicht so gut in der Hand, weil der Halt fehlt. Hier werde ich mir wohl noch einen Thumbs Up gönnen, damit der Daumen Halt findet. Da muss ich aber noch genau suchen, denn der darf nicht das hinter Rädchen verdecken.

Die X100F habe ich,wie auch die X-T2 i.d.R. in der Zeitautomatik, d.h. ich wähle die Blende vor und der Rest macht die Kamera. ISO-Automtik habe ich auf 6400 begrenzt und ich kann die minimale Zeit aus drei Voreinstellung auswählen. Hier habe ich 1/60, 1/125 und 1/250 konfiguriert. Da Rad für die Belichtungskorrektur habe ich auf “C”, damit ich mit dem vorderen Rad die Belichtung korrigieren kann.

Was am Anfang etwas verwirrt ist der sehr leise Verschluss, der ein sogenannter Zentralverschluss ist. Hier läuft kein Verschluss vor dem Sensor hin- und her, sondern er ist im Objektiv verbaut. Das hat auch den Scharm, dass sehr schnelle Blitzsychronzeiten “drin” sind. Allerdings blitze ich gar nicht soviel, sodass ich es wahrscheinlich nie ausprobieren werde 😉

So, das soll ee erstmal gewesen sein und ich bin gespannt, wie die “Kleine” sich im Alltag weiterhin schlagen wird.

Warum Fuji?

Warum Fuji?

Ich bin ja eigentlich ein Leica-Fan und bin in diesem Jahr zu Fuji gewechselt. Ich hatte ja schonmal Fuji-Kameras und bin damit im Prinzip zufrieden gewesen. Von daher habe ich auch immer mal in diese Richtung geschaut.

Der Grund, warum ich mir die X-T2 gekauft hatte, war, dass ich mal wieder mit einer Kamera mit Autofokus unterwegs sein wollte. Hier hat Fuji in den letzten Jahre stark aufgeholt und der AF ist schnell und sehr präzise geworden. Durch ein gutes Angebot bei Probis bin ich an die Fuji X-T2 mit dem Kit-Objektiv XF18-55mm F2.8-4 R LM OIS gekommen. So nach und nach sind dann auch noch ein paar Festbrennweiten von 16mm bis 35mm und ein Telezoom dazugekommen.

Dann war ich auf dem RAW-Festival in Worpswede und der X-Roadshow in Hamburg und konnte mit der X100F rumspielen. Die hat mir dann so gut gefallen, dass ich sie mir jetzt gebraucht gekauft habe.

Da es für mich keinen Sinn macht mit zwei Systemen zu fotografieren, habe ich mich von Leica getrennt, nachdem die Gebrauchtpreise wieder gestiegen sind.

Was mir außerdem an den Fujis gefällt ist bei der X-T2 auch das Klappdisplay, was auch im Hochformat funktioniert, Im übrigen neben der Pentax K1 und der Fujifilm GFX50s die einzige Kamera, wo das funktioniert. Klar bei Schwenkdisplays funktioniert das auch, aber man muss es eben immer erst rausschwenken und drehen, was mich nervt. Im übrigen finde ich es auf Youtube immer witzig, wenn der Tester bemängelt, dass eine Kamera “nur” ein Klappdisplay hat. Das ist für mich kein Mangel, im Gegensatz zu einem Schwenkdisplay. Aber das ist nunmal meine Meinung.

Außerdem ist die Updatepolitik bei Fuji sehr gut, was man derzeit nur noch bei Olympus hat, dass über die Laufzeit nicht nur Fehler behoben werden, sondern auch Features dazukommen.

Und wenn man zwei aktuelle, aber unterschiedliche Fuji-Modelle hat, sie basieren auf der selben Technik. D.h. Sensor, Prozessor und Akku sind gleich. Im Bedienkonzept sehr ähnlich, sodass es zu keinen Überraschungen kommt. Sehr gut finde ich auch, dass man den, zumindest die X-T2 und X100F, in der Kamera laden kann. Als iPhone-Besitzer hat man auf längeren Touren eh eine Powerbank dabei und wenn mal alle Akkus der Kamera schlapp gemacht haben, kann man dann die Fujis mit nem Micro-USB-Kabel und einer Powerbank oder am 12V-Anschluss eines Autos laden. Das kommt mir sicher bei der Abenteuer Vietnam Tour im April zu Gute.

So das waren mal ein paar Gedanken, als ich meiner “Über mich” Seite überarbeitet habe.

 

Phase One ist komisch

Phase One ist komisch

Wie vielleicht der Eine oder Andere weiß, bin ich Nutzer der Software Capture One Pro, nachdem sich Apple entschlossen hat Aperture nicht mehr weiter zu entwickeln. Ein Vergleichstest hatte bestätigt, dass zwar Capture One in der Verwaltung nicht an Aperture oder Lightroom herankommt, aber die Bildergebnisse für mich eben besser waren und das ist für mich das Wichtige.

Da der Entwickler der Software auch Mittelformatkameras herstellt, ist es eine Unternehmensentscheidung andere Hersteller von Mittelformatkameras nicht zu unterstützen. Da kann man gut finde oder nicht, ich kann es etwas nachvollziehen. Allerdings muss man sagen, dass es eine Software ist, für die man bezahlen muss und das auch noch mehr, als bei den meisten Wettbewerbern.

Ich nutze zwar keine Mittelformatkameras, trotzdem beobachte ich den Markt. Vor allem, da mit Pentax, Hasselblad und auch Fuji mittlerweile einigemaßen bezahlbar Kameras herausgebracht haben. Es ist zwar nicht das “richtige” Mittelfomat (6×6), aber es ist nunmal größer als das 35mm Format. Aber das soll nicht das Thema sein.

Als Pentax mit der 645Z rauskam, war es schon sehr interessant, da diese immerhin unter 10.000€ kostete und auch u.a. in DNG seine RAWs abspeichert. So nun schnell man ein paar Originaldateien runterladen und in C1 mal testen, wie man die so bearbeiten kann. Ups, C1 erkennt sie nicht, obwohl DNG. Auch wenn eine Kamera mit DNG nicht unterstützt wird, kann C1 DNG-neutral – eigentlich, aber die Pentax nicht. Sehr komisch, denn die DNGs der Leica S werden als DNG-neutrag erkannt. Dann habe ich mal mit einem Exif Editor das “z” aus dem Namen der Kamera gelöscht und siehe da, das DNG-neutral wird erkannt.

Irgendwie lächerlich, als ob die 645z ein Wettbewerb des XF-System wäre…

Nun habe ich mir mal die Dateien der Hasselblad X1D und der Fuji GFX50s besorgt, als DNG umgewandelt und versucht mit C1 zu importieren. Aber auch diese werden nicht erkannt. Mit dem Exif Editor muss ich sogar noch den Schritt vollziehen, den Namen der Kamera und des Herstellers rauszulöschen, damit sie als DNG-neutral erkannt werden. Geil ist aber, dass in den Exif-Daten nach dem Import sowohl Hersteller, als auch die Kamera sehen.

Ich könnte diese Einschränkungen nachvollziehen, wenn die Software, wie die Phocus-Software von Hasselblad kostenlos wäre, ist sie aber nicht. Und liebe Leute von Phase One, ist das nicht peinlich, dass Ihr Angst habt vor dem Wettbewerb, der keiner ist? Vor allem, als ob diese Einschränkung jemand abhalten würde, eine dieser Kameras zu kaufen.

Capture One Pro könnte jetzt, wenn sie Gas geben würde, wo man von Lightroom große Unzufriedenheit hört, deutlich dazugewinnen können.

Alles nicht nachvollziehbar.

Immer wieder Kameragurte

Immer wieder Kameragurte

Ich glaube bei Fotografen ist neben der Suche nach der richtigen Tasche, die Suche nach dem richtigen Gurt die wichtigste Sache, wenn es um Zubehör für die geliebten Kameras geht. So ist es zumindest bei mir und wenn ich mich mit anderen Fotografen unterhalten scheint es dort ähnlich zu sein.

Aber was macht es so schwierig. Eigentlich nichts, man kann schliesslich den beiliegenden Gurt meist gut verwenden, wenn es nicht stört, dass man dann auch Werbung für die Kameramarke läuft und man den Gurt entweder um den Hals, über die Schulter oder um das Handgelenk gewickelt tragen möchte. Mit allen drei Versionen habe ich so meine Probleme:

  1. Um den Hals hat den Nachteil, dass es nicht nur wie ein Touri aussieht, sondern die Kamera auch schnell das Baumeln anfängt, wenn man sie loslässt
  2. Über die Schulter hat den Nachteil, dass der Gurt häufig runterrutscht
  3. Um das Handgelenk ist meist einfach nur nervig, vor allem wenn der Gurt breit und steif ist

Ich selber trage die Kamera am Liebsten diagonal, wenn ich z.B. auf Reisen bin und zwischendurch mal fotografiere oder mit einer Schlaufe am Handgelenk, wenn ich Hauptsächlich fotografiere. Das hat den Nachteil, wenn ich den Gurt befestige, wie normal es üblich ist, dass man nicht “mal eben schnell” zwischen den beiden Varianten wechseln kann. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, wie z.B. Blackrapid, Peak Design und Miggö, um ein paar zu nennen. Als ich noch mit DSLR fotografierte, war erst der Blackrapid und dann Peakdesign meine erst Wahl, weil vor allem letztere ein tollen System hat. Bei der DSLR habe ich auch gerne mit einer Handschlaufe gearbeitet.

Seitdem ich mit der Leica fotografiere, hat sich die Befestigung am Stativgewinde nicht bewährt, weil man zuviel rumtüddeln muss, wenn man den Akku oder Speicherkarte wechseln möchte.

Auf der Photokina 2016 habe ich bei Compagnon einen Ledergurt gewonnen, der lang und glatt genug ist, dass man ihn als Diagonalgurt verwenden kann. Leider ohne die Möglichkeit schnell zu wechseln. Da ich mir mal vor Jahren einen Gurt von Eddycam gegönnt habe, habe ich erstmal die Schnellverschlüsse von denen probiert, die allerdings den Nachteil haben, dass die ziemlich eng am Gehäuse der Leica liegen und immer einen gewissen Hebel auf die Ösen ausüben.

So bin ich wieder bei Peak Design gelandet. Zwar nicht schön, aber sehr praktisch. Die Nupsis an einen kleinen Schlüsselring an den Ösen der Leica und die Gegenstücke am Compagnon-Gurt. Wenn ich den Gurt nicht benötige, dann kommt dieser ab und die Eddicam Handschlaufe einfach in den Schlüsselring.

Alles in allem praktisch, aber nicht schön, denn der Gurt ist nicht Komplettleder und das Peak Design Geraffel ist nunmal nicht schick. Und dann bin ich auf Jörg Langer aufmerksam geworden, der auch noch unter Taschenfreak, Stativfreak und Gurtfreak zu finden ist. Bei seinem weiteren Blog (wie macht der das nur?) bin ich dann auf sein Gurtprojekt aufmerksam geworden, denn Jörg hat ein ähnliches “Problem” wie ich. Auf seiner Facebook-Seite habe ich dann mal mein Interesse gekundet.

Irgendwann kam Jörg auf mich zu, ob ich mal für ihn einen Beta-Test für den Gurt machen möchte, was ich natürlich nicht abgelehnt habe. Für sowas bin ich ja immer zu haben. Feedback hat er schon von mir erhalten und ich gehe mal von seinem Einverständnis aus, dass ich hier auch mal was kundtue.

Ich denke, auf die Einzelheiten der Gurte, bzw. Handschlaufen gehe ich nicht so ein, denn die technischen Daten könnt Ihr auch bei ihm nachlesen. 

Schön ist, dass das Leder komplett ist und nicht das letzte Stück mit einem Autogurt versehen wurde. Der Gurt und die Nähte sind schön verarbeitet. Anfangs noch etwas steif wird das Leder mit dem Gebrauch immer weicher. Auch ist die Innenseite noch etwas rau und stumpf, allerdings wird es nach kurzer Zeit glatter, sodass er schön über die Schulter gleitet. Ich habe auch noch mit dem Lederfett von Compagnon nachgeholfen.

Was ich nicht so Schick finde, sind die recht großen Schlüsselringe. Wenn ich kleinere verwende, dann passt leider die Länge des Kantenschutz nicht mehr und macht eine kleine Beule. Das ist zwar für die Funktion unerheblich, aber sieht doof aus. Man könnte aber kleinere Ringe bei der Produktion berücksichtigen, was aber keinen Sinn ergibt. Die großen Ringe sind notwendig, damit das Verhaken der Ringe in dem Schlitz zur Durchführung verringert wird. das Verhaken macht sich schnell bemerkbar, wenn man die Kamera am Gurt hochhebt. Hier habe ich den Fehler gemacht, dass ich auf der einen Seite den Schlitz verlängert habe, weil er zu eng war. Leider zu weit verlängert, sodass der Schlitz etwas instabil wurde. Mein Fehler.

Den Gurt abzunehmen und dann eine eine andere Kamera dranzumachen funktioniert tadellos – so soll es sein. Also die erste Etappe mit Bravour gemeistert.

Kürzlich kam dann die Handschlaufe raus und hier hatte ich auch um eines gebeten und auch schnell erhalten. Das Prinzip ist das selbe und der Wechsel zwischen Gurt und Handschlaufe klappt tadellos. Ich war gestern dann mal mit der Leica und der Handschlaufe unterwegs und hier konnte sich meine Begeisterung im Vergleich zum Eddycam-Sling nicht so auftun. OK, das Leder wird und wurde weicher. Das ist eine nunmal eine Eigenart von Leder, dass es erstmal etwas härter ist, aber dann schön anschmiegsam und weich, außer man nimmt den fast 100€ teureren Eddycam-Sling aus Elchleder. 😉 Was mich aber bei der Schlaufe etwwas gestört hat, dass er für mich zu lang und auch für mich die Schlaufe zu groß ist. Einfach die Kamera am Handgelenk baumeln lassen ist nicht. Nun ich habe eher kleine Hände und Handgelenke, bei größeren Händen und Gelenke mag es besser passen. Die Schlaufen hat sich nunmal Jörg gemacht und wer ihn kennt weiss, dass die bei ihm passen 😉

Mein Fazit:
Den Gurt mag ich sehr, weil er sehr praktisch, handlich ist und auch schick anzusehen ist. Die Handschlaufe ist auch soweit ok, passt mir aber nicht ganz.

Werde ich das System weiter nutzen? Nein ich denke nicht, denn in der Summe der Eigenschaften (die Optik außen vor) passt für mich die Kombination Peak Design mit Compagnon-Gurt und Eddicam-Sling besser. Aber wie ich mich kenne wechsle ich eh immer mal zwichendurch 😉