Mein Norderney

Mein Norderney

So zum Abschluss 2018 möchte ich noch einen Blogpost loswerden. Ich war mir nicht sicher, soll es ein Reisebericht werden oder eine Erfahrungsbericht eines Workshops. Ich habe mich für eine Mischung entschieden.

Als ich auf dem Youtube-Channel von Thomas Hintze von dem Landschaftsfotgrafie-Workshop mitbekommen habe und das auch noch im November, habe ich nicht lange gezögert. Nicht nur der Grund, dass mich Landschaftsfotgrafie interessiert, nein auch, dass ich im Prinzip meine Ferien in der Kindheit sehr häufig auf Norderney verbracht habe, war der Grund den Workshop zu buchen. Es war ein Grund mal wieder nach Norderney zu fahren. Ok, ich könnte auch sonst immer hierher fahren, Ihr wisst was ich meine 😉

Mir sind zwar eigentlich die Bearbeitungen von Thomas mittlerweile oft zu extrem geworden, aber jeder kann bei so einen Workshop seinen eigenen Stil finden oder ausbauen.

Ursprünglich wollte ich mit der Bahn anreisen, da ich aber einen kleinen Umweg über Norderstedt machen musste, um meine Nikon D850 aus der Reparatur abzuholen, bin ich mit dem Auto angereist. Dummerweise habe ich nicht genau die E-Mails und Doodle gelesen und habe das Auto mit auf die Insel genommen, was eine doofe Idee war. Denn es waren schon genug Autos der Teilnehmer vor Ort, um vom Zentrum Norderney zu den Fotolocations zu fahren. Da man auf Norderney nur auf bestimmten Parkplätzen parken darf, habe ich die Fährüberfahrt bezahlt und das Auto auf dem im Winter kostenlosen Parkplatz abgestellt und nach dem Workshop erst wieder genutzt. Also hier der Tipp, wer nicht zuviel Gepäck dabei hat, entweder mit der Bahn anreisen oder das Auto auf dem Festland abstelle und mit der Fähre als Fahrgast fahren. Selbst wenn man Taxi fährt, dann ist das immer noch günstiger, als sein Auto mit rüber zu nehmen. Wer gut zu Fuß ist, kann von der Fähre zum Hotel auch laufen.

Der Anreisetag war im Prinzip zur freien Verfügung, da wir erst am Abend einen Kennlerntreffen hatten, um auch die Abläufe und die weitere Vorgehensweise zu erfahren. So konnte ich auf den “alten” Pfaden wandern und gucken, was hat sich verändert. Ich muss sagen, es hat sich nicht sooo viel verändert, allerdings macht Norderney einen moderneren Eindruck. D.h. so ein bisschen sind die mit der Zeit gegangen. Einige Läden gibt es noch, einige haben sich verändert und natürlich sind einige dazu gekommen.

Aber ich musste eine große Enttäuschung hinnehmen, weil ich mich da sehr darauf gefreut habe, die Milchbar ist keine Milchbar mehr, sondern eher so eine Hipster-Strandbar, wo man sicher cool chillen und leckere Cocktails genießen kann. Nur hatte ich sauleckeren Milchreis, Jogurt mit Schokoraspel, Germknödel, Quark mit Früchten usw. erwartet. Vor lauter “Schock” habe ich nichtmal ein Foto von der Milchbar.

In dem Jack Wolfskin Laden habe ich von einen jungen Mitarbeiter den Tipp einer Kneipe erhalten, die sehr gediegen ist und auch noch Norderneyer Bier ausgeschenkt wird. Super “Geheimtipp”.

Bevor ich dort hingegangen bin, war erstmal das gemeinsame Treffen mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel. Wir haben hier uns kennengelernt und auch die Abläufe der nächsten Tage. Aufgrund November brauchten wir nicht zu unchristlicher Zeit aufstehen, sondern ganz normal mit gemütlichem Frühstück und dann Abreise zu den Fotolocations. Alles recht entspannt und bei bestem Herbstwetter. Es war zwar kühl, aber sonnig und diese hat auch in der Mittagszeit aufgrund des Herbstes lange Schatten geworfen.

Die nächsten Tage gestalteten sich dann so, dass wir vormittags auf Tour gegangen sind und nachmittags die Theorie hatten und am letzten Tag dann auch eine Bildbesprechung. Hier hätte ich mir gewünscht, wenn wie diese öfter gehabt hätten, um auch zu sehen, was die anderen so machen und die Tipps von Thomas umsetzen. Es versteht ja jeder immer mal was anderes.

Das Schöne war, dass Thomas an den Fotolocation selber nicht fotografiert, sondern sich um die Teilnehmer gekümmert hat und mit Rat und Tat zur Seite stand. Da habe ich auch schonmal an anderen Workshops teilgenommen, wo der/die Workshopleiter auch damit beschäftigt waren entweder zu vloggen und/oder Fotos für ihr Portfolio zu suchen.

Der Workshop war eine gesunde Mischung aus Praxis und Theorie nebst Bildbearbeitung und auch auf “Sonderwünsche” ist Thomas eingegangen, denn wir waren zwei Teilnehmer, die sehr gerne etwas mehr über Langezeitbelichtung etwas erfahren wollten, was wir dann auch bekommen haben. Denn Norderney eignet sich eher nicht so für das Thema Langzeitbelichtung.

Die Tage an der frischen Luft waren sehr anstrengend, sodass ich es gar nicht geschafft habe, nach dem Abendessen noch auf Tour zu gehen. Nur am letzten Abend musste ich unbedingt noch das leckere Bier genießen und da ich davon so geschwärmt habe, kam auch noch ein weiterer Teilnehmer mit.

Alles in Allem war es ein gelungener Workshop, der sehr viel Spaß gebracht hat, ich viel mitgenommen, nette Teilnehmer kennen gelernt habe und ich sicher im nächsten Jahr nochmals nach Norderney kommen werde. Auch kann ich Workshops von und mit Thomas empfehlen, da er sehr gut anhand guter Beispiele erklären kann und auch die Theorie nicht langweilig wurde. Auch dass er “draußen” sehr präsent war zeichnet ihn aus. Ich glaube Bretagne könnte interessant werden.

Achja noch was zur Ausrüstung. Ich hatte eine Nikon D850 und das Tamron 17-35mm f2.8-4. Ferner ein Berlebach-Stativ mit Sirui-Kopf und Rollei-FIlter. Ich hatte zwar auch andere Objektive dabei, wo ein zwei Fotos mit dem AF-P 70-300mm gemacht habe. Das Tamron habe ich allerdings nach dem Workshop wieder zurückgegeben, da es mir die Verarbeitung nicht gefallen hat. Der Zoom- und auch der Fokusring waren mir zu leichtgängig und auch insgesamt wirkte es mir zu klapprig, auch wenn die Bildqualität sehr gut ist. Ich habe mir lieber ein gebrauchtes Nikkor 16-35mm f/4 gekauft.

 

Mein Antwerpen

Mein Antwerpen

Irgendwie bekomme ich derzeit nicht den Dreh mich mal an den Bericht über meine Vietnam-Reise zu erstellen. Dann erstmal ein Kurztripp nach Antwerpen.

Da ich mir bzgl. des 03. Oktober eine Brücke gebaut habe, sind wir am Freitag Richtung Antwerpen gestartet. Das hatte ich ja schon in meinem Brüssel Beitrag angedroht.

Das Schöne ist, dass die Fahrten über oder auch nach Holland meist problemlos laufen und der Verkehr in Belgien überschaubar ist, sodass wir recht entspannt in Antwerpen angekommen sind. Der Verkehr in Antwerpen war dann leider nicht mehr so locker, da recht viele Autos und auch Fahrräder unterwegs waren und auch gefühlt bestand Antwerpen aus einer Baustelle.

Parken im Diamantenviertel gleicht auch eher einem Glücksspiel, aber Gott sei Dank hatte das Hotel einen eigene Parkplatzmöglichkeit in der Tiefgarage. Die hatte mich aber irgendwie an Prag erinnert, denn ich musste auch den Schlüssel abgeben, falls mein Auto umgeparkt werden müsste.

Antwerpen ist aber eine übersichtliche Stadt, denn man kann dort alles fussläufig oder mit dem Fahrrad, was man sich überall (und wirklich überall) ausleihen kann, erreichen kann. Leider zeigt die (deutschsprachige) Velo-App nur die Standorte an, aber man kann dort leider nicht buchen. Man muss über die Webseite, was aber auch kein Problem darstellt. Man bekommt einen Code, den man an den Stationen eingibt. Man bezahlt pro Tag 8€ und hat die jeweils ersten 30min. inkl. In der Zeit erreicht man i.d.R. alles, notfalls hängt man das Fahrrad innerhalb der halben Stunde in die Station ein und nimmt dann das Nächste. Ich finde diese Lösung wirklich sehr gut und benutzerfreundlich. Im übrigen werden die Stationen hauptsächlich von Antwerpern genutzt, die eine eigene Karte dafür haben.

Die Fahrradwege sind zwar nicht so toll, wie in Kopenhagen und die Fahrräder sind keine Highendgeräte, aber ich finde es wirklich toll. Sowas würde ich mir für Bremerhaven (da erfährt man nichtmal die Stationen auf der Webseite) auch wünschen.

Wir waren im Hotel Eden untergebracht, welches im Diamantenviertel ist und auch in der Nähe der Centraal Station, welche im übrigen wirklich so sehenswert und überwältigend ist, wie man häufig hört. Das Hotel war einfach, aber sauber und das Personal sehr nett. Die Gegend ist etwas anrüchig, vor allem in der Richtung, wo uns die Dame von der Rezeption abgeraten hat spät abends lang zu laufen. Allerdings war es wohl eher eine vorsichtige Warnung, denn so schlimm empfand ich es nicht.

In Antwerpen angekommen konnten wir den ersten Nachmittag bei bestem Wetter genießen und durch die Stand bummeln, lecker essen und Bierchen trinken. Wir sind erstmal zum Brabo-Brunnen mit der werfenden Hand (man munkelt, daher kommt (H)Antwer(f)pen) 😉 . Weiter dann zu den Scheldenkaaien und dort gebummelt.

Dort angekommen haben wir das Wetter genossen, uns den Wind um die Nase wehen lassen und an der “Promenade” gebummelt.

Wir wollten dann ins Modemuseum, aber leider hatte es geschlossen, sodass wir Bierchen trinken “mussten” 😉

Abends haben wir dann einen Bekannten getroffen und so leicht versackt. Dadurch den Samstag bis Mittags verpennt.

Nichtsdestotrotz haben wir uns natürlich Antwerpen angesehen und das Mas-Museum darf dann nicht fehlen. Vorher haben wir aber im Pelican Rouge gefrühstückt. Das ist eine sehr zu empfehlende Kaffeebar mit sehr leckerem Cappuccino und Croissants.

Das Mas-Museum ist auch sehr zu empfehlen, um einen Überblick über Antwerpen zu erhalten, da man kostenlos nach oben darf. Auch eine kleine Ausstellung ist kostenfrei und sehr schön zu sehen, was es sonst noch so gibt. Leider war nicht genug Zeit, um richtig ins Museum zu gehen.

Natürlich darf nach einem so anstrengendem Besuch ein Mittagessen mit einem Bierchen nicht fehlen. Hier sind wir im De Burgerij direkt gegenüber vom Museum fündig geworden. Sehr lecker und ein bisschen stylisch. Vor allem bei schönstem Wetter draußen am Wasser.

Nachmittags haben wir uns dann Fahrräder gemietet und sind dann zu De Koninck der Stadtbrauerei von Antwerpen gefahren. Hier war ein Bierfest und richtig was los. Nicht nur die eigenen Biere wurden präsentiert, sondern auch viele andere. Schön in kleinen Probiergläser und zu einem übersichtlichen Preis. Leider hatten wir uns bereits mit jemandem verabredet, wir wären gerne noch länger hier geblieben. Ich muss sagen, dass die Belgier ähnlich entspannt und gut gelaunt sind, wie die Holländer, die Atmosphäre war sehr angenehm, obwohl es sehr voll war.

Abends waren wir dann im Bier Central und haben sehr lecker und gutbürgerlich gegessen und natürlich Bierchen getrunken. Obwohl ich erst den Eindruck hatte, dass das aufgrund der zentralen Lage eher eine Tourikneipe ist, aber ich war angenehm überrascht. Vor allem ist der Keller eine Augenweide, wenn man sieht, wieviel Fässer alleine angeschlossen sind und auch das restliche Lager sich betrachtet.

Den Partyabend haben wir dann im Que Pasa eingeläutet und leider habe ich vergessen und auch nicht notiert, wo wir die restliche Nacht verbracht haben 😉

Am nächsten Tag wollten wir uns eigentlich noch das Hafenhaus ansehen, was wir leider aufgrund der fehlenden Zeit nicht mehr gemacht haben. Eigentlich sehr schade.

Insgesamt kann ich Antwerpen sehr empfehlen und man sollte sich noch etwas mehr Zeit nehmen und Nachts nicht so lange feiern, damit man tagsüber mehr sehen kann 😉 . Wir hatten allerdings auch sehr viel Glück mit dem Wetter, sodass wir uns auch sehr viel draußen aufhalten konnten. Also da werden wir sicher nochmals hinfahren.

Wir wurden im übrigen von WDR-Reisen inspiriert.

Mein Brüssel

Mein Brüssel

Ja ich weiß, dass ich schon lange nichts mehr von mir hab hören lassen. Eigentlich müsste hier erstmal meine Vietnam-Tour auftauchen, die ist aber noch umfangreicher und ich zu faul derzeit dazu.

Ich habe mit allerdings gedacht, dass ich mal über die spontane Tour nach Brüssel berichte, bevor ich mich morgen für ein verlängertes Wochenende nach Antwerpen aufmache.

Ursprünglich nicht geplant, aber irgendwie stellten wir fest, dass Pfingsten ein langes Wochenende ist, sodass wir irgendwo hinwollten. Flüge waren kurzfristig zu teuer, sodass ich mit einem Zirkel auf der Landkarte eine Fahrtzeit von 5-6h max geschlagen habe. U.a. tauchte da Brüssel auf. Bis zu diesem Zeitpunkt dachten wir eigentlich, dass Brüssel eine langweilige Europahauptstadt sei, wir wurden eines besseren gelehrt.

Wir haben uns über Booking.com ein IBIS-Hotel in der Nähe vom Grand Place gebucht. Es hatte von den Bildern her ein tolles Frühstücksbuffet und schöne Zimmer. Hier muss ich sagen, dass der Fotograf eine tolle Arbeit geleistet hat, denn leider war es nicht so toll, wie auf den Bildern. Das Zimmer war unter dem Dach mit Schräge und sehr klein und das Frühstücksbuffet war sehr gut, wenn auch nicht so, wie auf den Bildern. Allerdings muss ich sagen, würde ich das Hotel immer wieder buchen, weil es ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat und eine tolle Lage. Und das Personal war sehr nett und aufmerksam, was m.E.n. auch sehr wichtig ist.

Während wir immer weiter in die Innenstadt zum Hotel fuhren, fiel uns auf, dass viele junge Menschen mit regenbogenfarbenden Flaggen und Klamotten durch die Gegend liefen. Ups, sollten wir direkt in einen CSD-Umzug geraten? Also mit dem Auto erstmal nicht.

Nach dem Checkin sind wir erstmal Richtung Grand Place und die deren entsprechenden Sehenswürdigkeiten gelaufen und dann ein Kleinigkeit essen gegangen. Hier ein typisches Sandwich mit Käse und natürlich Bier. Als Biertrinker, was ich bin, ist Brüssel bzw. Belgien schon ein Mekka. Auch wenn man sich erstmal an den einen oder anderen Geschmack gewöhnen muss und auch darauf achten sollte, wie stark das Bier ist. Denn so ein belgisches Bier kann schonmal so um die 8-9% haben.

Auch in diesem Lokal wurde wir sehr herzlich bedient und als wir dann raus sind, sind wir in den CSD-Umzug geraten. Ich habe ja den einen oder anderen Umzug u.a. Hamburg, Berlin, Oldenburg und Bremen mitgemacht und muss sagen, dass die Stimmung hier in Brüssel sowas von ausgelassen und gut war. Keine Spannungen oder Aggressionen kamen uns entgegen und das tolle Wetter tat sein übriges. Sehr positiv, dass man im Prinzip mittendrin war, da die Gassen eng und dadurch die LKWs eher Transporter waren. Also erstmal Bierchen und rein in das Getümmel.

Was mir hier aufgefallen ist, dass die Stadtreinigung direkt hinter der Parade aufgeräumt und sauber gemacht hat. Hut ab, eine tolle Organisation.

Wir sind dann irgendwann in der Szene in einige Kneipen gegangen, wo wir dann ausgelassen bei warmen Wetter und netten Leuten gefeiert haben. Eigentlich wollten wir dann noch kurz ins Hotel und uns frisch machen, allerdings haben wir hier die Rechnung ohne das belgische Bier gemacht, was wir so schnell getrunken haben, wie hier in Deutschland. So genau wissen wir nicht mehr wann und wie wir ins Hotel gekommen sind, aber das letzte Foto habe ich von Manneken Pis irgendwie kurz nach 23 Uhr gemacht.

Nunja, so ging es uns am nächsten Tag gut und wir sind erstmal bei bestem Wetter Richtung Palais Royal gelaufen und hier ist uns aufgefallen, dass in Brüssel an jeder Ecke ein kleiner oder auch großer Park ist, wo wir dann auch eine kleine Cappuccino-Pause eingeschlagen haben. Nach der Besichtigung Palais Royal und umzu konnten wir das Brandenburger Tor von Brüssel sehen, wo wir dann auch hingelaufen sind. Hier muss ich sagen, wow, der Triumph-Bogen ist gefühlt deutlich größer, als das Brandenburger Tor.

Nachdem wir natürlich erstmal eine typische belgische Waffel gegessen haben, konnten wir den Mittelalter-Markt der hinter dem Bauwerk war genießen. Auch hier wieder eine ausgelassene Stimmung mit netten Menschen und bestem Wetter. Danach sind wir dann erstmal durch das grüne und entspannt wirkende Brüssel Richtung Hotel gewandert, um uns im Hotel frisch zu machen und dann den Abend genießen. Auf dem Grand Place ist uns aufgefallen, dass die brüsseler Jugend hier sich einfach auf dem Platz niederlassen und bei einem Kaltgetränk den Abend genießen.

Am nächsten Tag sind wir dann zur Kathedrale St. Michel gefahren, um uns auch mal den Überblick über Brüssel zu verschaffen. Das ist auch eine absolute Empfehlung und man kann sehen, wie groß und grün Brüssel ist. Man kann sich kaum vorstellen, dass hier mehr Menschen pro Quadratkilometer wohnen, als in jeder deutschen Stadt.

Bevor wir dann auf die Rückreise gingen, sind wir natürlich auch noch zum Atomium gefahren, denn das ist Pflicht, wenn man in Brüssel ist. Oben waren wir aber nicht, da es einfach zu voll war. Eigentlich wollten wir noch zum Abschluss typische belgische Pommes essen, aber das war leider nicht, denn es waren m.E.n. stinknormale.

Tja und schon war die Städtereise mal wieder zu schnell vorbei und kann nur sagen, dass wir sehr angenehm überrascht waren, wie schön Brüssel ist. Zumindest am Wochenende liegt eine entspannte Atmosphäre in der Luft. Die Menschen waren sehr freundlich und entgegen den Amsterdamer, wurden wir erstmal in der Muttersprache angesprochen und erst dann in Englisch. Also man geht hier nicht davon aus, dass man Tourist ist oder man ist einfach stolz Brüssler zu sein, ohne dass das unangenehm aufgefallen ist.

Also Brüssel ist eine absolute Empfehlung

 

Mein Sizilien

Mein Sizilien

Heute möchte ich mal einen etwas anderen Reisebericht schreiben. Bisher habe ich immer nur von Reisen oder Kurztripps geschrieben, die ich privat vorgenommen habe, aber diesmal hatte ich eine Incentivetour gewonnen, die von unserem Distributor in Zusammenarbeit von Samsung und Telekom ausgelobt wurde.
Daher konnte ich in der Zeit vom 08.09.2017 – 11.09.2017 nach Sizilien reisen. Es war zwar eine Reise mit kaum Freizeit (max. vor dem Abendessen zwei Stunden), aber mit viel Erleben.

Die haben keine Kosten und Mühen gescheut und eine sehr professionelle Eventagentur beauftragt für unser Vergnügen zu sorgen, was sehr gut gelungen ist.
Die Reise ging Freitags morgens am Münchener Flughafen los, was für mich bedeutete, dass ich individuell von Bremen aus angereist bin. Aufgrund des weiten Weges bin ich auch geflogen. Da es alles mit der Lufthansa bzw. Partnerfluggesellschaften ging, konnte man auch das Gepäck durchchecken. Im übrigen spart es deutlich Zeit und Nerven, wenn man schon 24h vorher online oder per Lufthansa-App eingecheckt hat, sodass man nur das Gepäck abgeben musste. In den Flieger ging es denn mit der App, die auch auf der Watch läuft, aber beim Einchecken zu einer doofen Verrenkung sorgt, sodass es besser ist, das iPhone zu nutzen. In Sizilien war ich mal kurz am Zweifeln, ob das papierlose Einchecken eine gute Idee war, da der Scanner des Sicherheitspersonals nicht bei jedem funktioniert hatte. Bei mir aber ja.
In Catania angekommen sind wir in einen kleinen gemütlichen Bus eingestiegen, um nach Taormina zu fahren. Die Stunde Fahrt wurde uns von und mit einer Reiseleiterin versüßt, die uns etwas über Sizilien und Taormina erzählt hat.

Dort angekommen ging es erstmal an den Strand zum Mittag essen. Der Strand dort war kein Sandstrand, sondern mit Steinen belegt und Schuhe sind notwendig.
Da es leider an dem Tage regnete sind wir erstmal dort geblieben, weil die Besichtigung des Amphitheater im Regen nur wenig Spaß gemacht hätte.

Nachdem wir dann im Hotel eingecheckt haben, konnten wir noch etwas ausruhen und sind dann zum “Welcome-Dinner” ind “La Cambusa” in Giardini Naxos gefahren. Hier musste ich mich richtig ärgern, da ich leider die Kamera im Hotel gelassen habe, sodass ein paar Fotos mit dem iPhone ausreichen müssen. In dem Restaurant hatten wir dann gemerkt, dass das Essengehen in Italien deutlich später passiert, denn wir waren erst ziemlich allein dort und erst gegen 21 Uhr fing sich langsam an, das Restaurant zu füllen.

Der nächste Tag begann mit einer Geländewagentour Richtung Ätna. Nachdem wir aus dem Verkehr von Taormina gefahren wurden, durften wir auch selber das Steuer übernehmen, was ich allerdings nicht gemacht habe, da ich lieber die Gegend genießen wollte. Das Schöne war im übrigen, dass unser “Reiseleiter” Hauptberuflich Vulkanologe ist und wir sehr viel über Vulkane und vor allem dem Ätna erfahren haben. Ganz bis zum Krater sind wir nicht gefahren, da es touristisch sehr überlaufen ist und wir aber eben viel von der Gegend und erloschene Magmaströme sehen und erfahren haben.

Unser Mittagessen haben wir dann auf dem Weingut & Restaurant “Gambino” genießen können. Selbstverständlich war es auch eine kleine Weinprobe. Im übrigen alles sehr lecker.

Nach der Rückkehr in Taormina hatten wir dann mal kurz Zeit für uns und eigene Erkundungen und dann ging es auch wieder zum Abendessen in “Villa Zuccaro“, wo wir unsere eigene Pizza machen durften. Die Pizza war zwar saulecker, aber lag sehr schwer im Magen. Ich hatte auf einen kleinen Verdauungsspaziergang gehofft, wir sind aber leider nicht weit gekommen und konnten aber die laue Spätsommernacht bei einem Cocktail genießen. Auch ein Clubbesuch war dann auch noch dabei und irgendwann in der Nacht konnte ich dann ins Bettchen.

Der nächste Tag ging dann auf ein typisch sizilianisches Segelboot, der “Caicco”, was vor der Küste vor Anker ging. Hier konnten wir dann den Tag genießen und mit einem kühnen Strung ins Wasser habe ich das Baden eröffnet. Leider war etwas Strömung da, sodass es in Arbeit ausartete. Also wieder an Bord und relaxen. Da der Seegang immer stärker wurde hat unsere liebe Annika “mal eben schnell” unser Mittagessen an Land organisiert, was sehr gut war, denn auf der Rückfahrt konnte ich dann merken, dass auch der Vorabend noch etwas für Unruhe in der Magengegend gesorgt hat 😉

Nach dem Mittagessen sind wir dann mit der Seilbahn wieder hoch und das Amphitheater besucht. In dieser Kulisse würde ich gerne mal ein kleines Konzert erleben. Sehr beeindruckend. Ebenso beeindruckend war zu sehen, wie die einzelnen Epochen das Amphitheater geprägt hat.

Danach war wieder ausruhen angesagt und ich habe dann endlich mal Taormina auf eigene Faust erkundet. Hier ist mir aufgefallen, dass es zwar sehr voll war (die Geschäfte haben nicht nur bis spät abends geöffnet, sondern auch Sonntags), aber richtig hektisch oder stressig war es nicht. Da habe ich schon andere Städte kennenlernen dürfen.

Später ging es dann zu unserem letzten Abendessen zum “La Baronessa“, wo wir vom Dach aus mit Blick auf den “Piazza XIV Aprile” unser leckeres Abendessen genießen konnten. Den Abend haben wir in Ruhe ausklingen lassen.

Ja und dann war auch schon wieder Montag und es ging zurück zum Flughafen und Richtung Heimat. Dreieinhalb stressige aber sehr schöne Tage sind wie im Fluge vergangen und bei meinem erstes Mal Italien hat sich Italien von seiner besten Seite gezeigt. Sehr angenehme Menschen, tolle Landschaften und Örtchen. Was die Italiener nicht können, sind kleine Portionen Essen und Trinken 😉
Nicht unerwähnt möchte ich die tolle Organisation durch “Creative Travel” und namentlich Annika lassen, denn hier wurde mal wieder klar, wenn jemand mit Herzblut seinen Job macht, dann bekommt man als Gast nichts von eventuellen Planänderungen während der Tour nicht mit.

Und zu guter Letzt, bis auf die Bilder vom ersten Abend im Restaurant sind alle mit der Fuji X-T2 und dem XF16mm f/1.4 entstanden. Ich hatte zwar auch das 23er und 35er dabei, aber keine Lust zu wechseln und irgendwie habe ich maximal zwischendurch mal an ein Telezoom gedacht. Aber es ging auch so sehr gut.

Mein Amsterdam

Mein Amsterdam

In 2016 war ich irgendwie achtmal in Amsterdam. Gott sei Dank immer privat, sodass ich diese Stadt geniessen konnte.
Es war immer ein Wochenende oder ein verlängertes Wochenende. Ich habe überlegt wie soll ich meine Erlebnisse und Erfahrungen niederschreiben, weil ich zwar hier gesagt habe, dass ich mal von der einen oder anderen Reise berichten will. Nur bin ich kein Reiseblogger und habe mir natürlich keinerlei Notizen von Hotels, Kneipen usw. gemacht und es im Nachhinein sehr schwer ist alles so nachzuvollziehen. Aber ich will dann mal einigermaßen strukturiert loslegen.

Anfahrt und Parken:
Ich bin bis auf einmal immer mit dem Auto gefahren, was von Bremerhaven aus i.d.R. recht entspannt geht, da ich erst Landstraße und dann Autobahn gefahren bin. Die Autobahnen in den Niederlanden sind meist entspannt zu fahren. Nur je nach Tageszeit ist manchmal um Groningen Verkehr und nach Amsterdam rein. Letzteres hatte ich nur die ersten beiden Male gemacht, aber parken innerhalb des Stadtrings ist einfach mit 35-45€ pro Tag zu teuer. Falsch parken wird meist mit einer Parkkralle und hohen Strafen quittiert. Durch einen Bekannten bin ich dann auf Diemen gekommen, wo u.a. auch kostenlos P+R-Parkplätze angeboten werden. Hier mal eine Adresse für das Navi:

Diemen Zuid
Diemerdreef 2
1112 CK Diemen
Niederlande

Wie gesagt, derzeit noch kostenlos, ob es so bleibt sei mal dahingestellt. Ich hab allerdings gelesen, dass andere P+R Parkplätze auch nich so teuer sind.

Dieser Parkplatz ist direkt an einer Metrostation, wo man dann für 2,90€ nach Amsterdam Centraal-Station fahren kann.
Einmal bin ich mit Fernbus nach Amsterdam gefahren, muss aber sagen, dass es zwar sehr günstig ist und man sich das Autofahren spart, allerdings kann es auch nervig sein. Auf der Hinfahrt waren ein paar Proleten im Bus, die der Meinung waren, sie sind alleine und die Rückfahrt ging mit deutlicher Verspätung los, sodass ich mit vier Stunden Verspätung in Bremen angekommen bin.

Öffentliche Verkehrsmittel:
Noch ein Grund warum es sich nicht lohnt nach Amsterdam mit dem Auto reinzufahren, sind die guten öffentlichen Verkehrsmittel. Das Auto bleibt eh dort stehen, wo man es (teuer) abgestellt hat, denn Auto fahren lohnt sich nicht, weil Parkplätze findet man eh nicht und der Verkehr ist für einen Provinzler eine Herausvorderung. Radfahrer haben immer Vorfahrt, auch wenn die Straßenverkehrsordnung was anders sagt, in Amsterdam gilt das nicht 😉
Daher lohnt es sich, gleich eine Karte zu kaufen, die man mit einem Guthaben aufladen kann. Beim Einsteigen hält man es vor den Automaten (ja die Holländer haben es mit NFC verstanden) und beim Aussteigen hält man die Karte wieder davor. Es wird dann die Fahrt belastet. Wenn man innerhalb von 30 Minuten wieder fährt, wird ein Umsteigertarif abgerechnet. Wenn man beim Aussteigen vergisst die Karte vorzuhalten, dann ist diese glaube ich mit 8€ belastet. Aber insgesamt ist man entweder zu Fuss unterwegs oder mit ÖPNV. Wenn man mal Taxi fahren will oder muss, bitte darauf drängen, dass das Taxameter eingeschaltet wird, weil man sonst abgezockt wird. Aber auch mit Taxameter hat man den Eindruck 😉

Unterkunft:
Anfangs hatte ich im Hotel übernachtet, nachher Gott sei Dank privat. Hotelempfehlungen kann ich keine richtigen aussprechen, weil sich je nach Veranstaltung das Preis-/Leistungsverhältnis verschieben kann. Ein Hotel, was an einem Wochenende günstig war, kann an einem anderen sehr teuer sein. Vermeintlich günstige können aber auch sehr teuer sein, weil es Absteigen sind. Wenn Ihr eine Tour plant und das eine oder andere Hotel ins Auge gefasst habt, dann fragt mich ruhig, vielleicht kann ich dann was dazu sagen. Zumindest zu der Gegend.
Die Hotels habe ich entweder mit HRS oder booking.com rausgesucht. Man kann zwar auch Hostels nehmen, die aber nur dann günstiger sind, wenn man Mehrbettzimmer bucht. Doppelzimmer sind mindestens genauso teuer, wie ein Hotel. Insgesamt sind die Übernachtungsmöglichkeiten im Zentrum von Amsterdam recht “anspruchsvoll”.
Achja, Frühstück muss man nicht immer mitbuchen, denn man kann eigentlich überall frühstücken. Entweder das Schnelle auf die Faust von Albert Heijn oder Backery. Einen Coffeshop sollte man nicht nehmen, es sei denn man möchte das Gebäck mit Marihuana 😉

Kneipen-/Nachtleben:
Auch hier kann ich keine generellen Tipps abgeben, nur dass ich selten enttäuscht wurde. Das Personal ist eigentlich immer gut gelaunt und sehr aufmerksam und auch beim Essen wurden wir selten enttäuscht. Auch hier kann ich anbieten, dass ihr bei Bedarf einfach mal fragt.
Aber auch tagsüber kann man an jeder Ecke ein kleines Bierchen bekommen und auch bei kaltem Wetter kann man unter Heizsonnen sein Bierchen genießen. Im übrigen mag ich die Niederländischen Biere sehr gerne. Ok kommen vielleicht nicht so ganz an die Prager Bier ran.
Was ich Amsterdam auch sehr gut finde, nicht nur dass in der Innenstadt immer mal Pissoirs sind, nein Abends werden auch noch welche aus dem Boden hochgefahren, wo man als Mann seine Notdurft verrichten kann, anstatt in die Ecke zu pullern. Für die Frauen ist insofern gesorgt, dass man sich in keinem Restaurant oder Kneipe dafür entschuldigen muss, dass man die Toilette benutzen kann. Bezahlung meist negativ.

Shopping:
Da kann ich sehr wenig zu sagen, da ich kein Shopping-Typ bin, nur, dass Amsterdam immer voll ist und auch die Geschäfte Sonn- und Feiertags geöffnet haben. Also Partner in der Shoppingmeile “entlassen” und an die nächste Ecke nen Bierchen trinken und die Leute beobachten.

Museen und Freitzeit:
Auch kulturell wird in Amsterdam einiges geboten und ich kann gar nicht alles aufzählen, aber zumindest wo wir waren, kann ich empfehlen:

Bolsmuseum: alles um Schnaps

Heinekenmuseum: alles um Bier. Achtung beim Kauf von Klamotten, es waren zu diesem Zeitpunkt eher italienische Schnitte, d.h. selbst XXL saß bei mir eher tailliert. Also in Amsterdam noch anprobieren. Ein Tausch auch hinterher ist überhaupt kein Problem. In meinem Fall mit Geld zurück.

Amsterdammuseum: naja sagt der Name schon und sehr interessant

EYE Filmmuseum: hier muss man an der Centraal-Station auf die andere Seite mit der Fähre wechseln

van Gogh-Museum: habe ich noch nicht geschafft, soll aber sehr interessant sein, auch für Fotografen

Ansonsten kann ich auch den Vondelpark empfehlen. Hier kann man schön die Seele baumeln lassen und mittendrin ist auch ein Veranstaltungszentrum, wo immer mal wieder Live-Events sind. Sehr entspannend.

Ausflüge:
Da waren wir nur einmal außerhalb von Amsterdam in Zaanse Schans, was bei schöne Wetter richtig schön und erholsam ist. Hier kann man schön spazieren gehen, sich Windmühlen und traditionelle Häuser ansehen.

Veranstaltungen:
Man kann immer nach Amsterdam fahren, es gibt glaube ich kein Wochenende, wo nicht irgendeine Veranstaltung ist. Daher ist auch immer was los in Amsterdam. Ob es Kingsday ist oder Bloemchenmarkt, Tulpenfest, Gay-Pride (hier feiert ganz Amsterdam, da sind bei Diesel u.a. zwei männliche Schaufensterpuppen, die sich die Hand halten oder bei Albert Heijn “to go” heisst dann “to Gay” und das Personal trägt ausnahmslos entsprechende T-Shirts). Auch das Lightsfestival, was zwischen November und Februar Amsterdam mit Lichtinstallationen von internationalen Künstlern bereichert ist sehenswert. Vor allem vom Wasser aus. In der Weihnachtszeit gibt es keine Weihnachtsmärkte wie wir sie kennen. Lediglich bei Museum-Plejn ist eine Schlittschuhbahn aufgebaut und drumherum ein Weihnachtsmarkt, wo man auch mal einen Glühwein erhält.

Marihuana:
Da ich selber Nichtraucher bin und so ein Zeug auch nicht rauche, kann ich da nur wenig Tipps geben. Es ist ja in den sogenannten “Coffeeshops” erlaubt Marihuana zu konsumieren, aber Achtung, da es legal ist, ist die Qualität sehr gut und auch nicht gestreckt. Vor allem Amerikaner kommen schnell an ihre Grenzen. Da vor allem im Sommer die Türen immer offen stehen, riecht man überall in Amsterdam den süßlichen Duft von Marihuana. Nach ein bis zwei Tagen hat man sich aber daran gewöhnt.

Redlight Distrikt:
Auch, wenn man die Dienste nicht in Anspruch nehmen möchte, ist er ein Besuch wert, aber bitte aus Respekt vor den Damen keine Fotos!

Homosexualität:
Auch hier ist Amsterdam m.E.n. eine Hochburg. Ich glaube, es gibt keine Stadt, die toleranter ist, als Amsterdam. In Amsterdam wurde im übrigen das erste homosexuelle Paar getraut und hier heisst es auch “verheiratet” und nicht wie in Deutschland “verpartnert”! Wie oben beschrieben macht die ganze Stadt bei Gay-Veranstaltungen mit. Egal ob Hetero- oder Homosexuell. Aber Achtung für die, die aus einer Provinz kommen, bei z.B. der Gaypride bekommt man schon ziemlich schillernde Gestalten zu sehen. Auch sieht man recht häufig die regenbogenfarbene Flagge vor der einen oder anderen Kneipe. Wer hier ein ein paar Tipps benötigt, kann mich gerne anschreiben.

Fotografie:
Was soll ich dazu schreiben. Für Streetphotographen sicher spannend, aber auch für die Urban-Exploration-Photographen sehr interessant. Ob auch für Architektur kann ich mangels Ahnung wenig sagen, außer, dass da für mich schon sehr interessante Bauwerke stehen. Ich denke, dass es auch interessant sein könnte, mit Models dort hinzufahren, da es einige schöne Hotspots gibt. Nur meist voll. Bis auf meinen ersten Besuch zum Jahreswechsel 2015/2016 habe ich meine Leica M 262 oder 246 dabei gehabt und auch immer nur ein Objektiv. Akku habe ich übers Wochenende nicht leer bekommen und die Speicherkarte (32GB) nicht voll. Der Grund, warum ich nicht alle meine Linsen mitgenommen habe, ich habe nebenbei fotografiert und wollte keinen Stress aufkommen lassen: “Oh welches Objektiv und welche Kamera ist jetzt die Richtige?” “Ach Mist, verpasst”. Nein mit nur einer Kamera und einem Objektiv schult man sein Blick für die Motive, die damit möglich sind und wenn man seinen Kopf davon freimacht, was man alles verpasst haben könnte, ist es super entspannend und man kommt auch mit keinem vermeintlich verpassten Motiv nach Hause. Probiert es mal.

Also insgesamt muss ich sagen, ist Amsterdam eine sehr schöne Stadt, die Amsterdamer sind meist sehr entspannt und können auch immer Englisch. Mir ist auch aufgefallen, dass sie deutlich weiter sind, als wir Deutschen. Die Mitarbeiter, die arbeiten müssen, fügen sich ihrem Schicksal und sind meist gut gelaunt und sehr freundlich und so geht der Arbeitstag eben schneller und entspannter zu Ende.
Auf Radfahrer muss man auch als Fußgänger aufpassen, denn Rücksicht kennen die nicht und man wird zur Seite geklingelt, aber selten unfreundlich oder aggressiv.

Bargeld benötigt man selten, da man überall mindestens mit EC zahlen kann, egal welcher Betrag. Und auch überall kontaktlos, sofern die Karte das unterstütz. Wenn man ein Niederländisches Konto hat, kann man sich auch einen Betrag von 20€ freischalten lassen, wo man keinen PIN benötigt, sondern einfach vor das Gerät hält. Finde ich sehr gut. Sporadisch oder bei höheren Summen muss man den PIN eingeben.
Was ich auch interessant finde, es wird immer auf- oder abgerundet. 1 oder 2 Cent Stücke gibt´s da im Prinzip nicht.

Apropos Geld, da benötigt man schon recht viel. Für ein verlängertes Wochenende mit Hotel und Verpflegung kann man schon eine Woche Kos all incl. buchen. Wenn man sich die Mieten und Immobilienpreise so ansieht, dann ist Amsterdam kein Schnäppchen.
Puh, ich könnte noch soviel schreiben und Ihr könnt meine Begeisterung von Amsterdam merken und der der schonmal da war vielleicht auch verstehen.
Mal sehen, wie häufig ich in diesem Jahr dort hinfahre, wobei ich mir eigentlich schon ein paar andere Ziele gesetzt habe, denn Europa hat noch ein paar andere schöne Ecken.

 

Mein Prag

Mein Prag

Dieser Bericht ist eigentlich schon sehr lange überfällig. Ich wollte neben den etwas sehr technischen Themen auch mal zwischendurch über Freizeitaktivitäten berichten. Kopenhagen habe ich ja bereits und nun soll ein Kurztripp nach Prag folgen.

Diese Städtereise hatten wir im letzten Jahr vom 06.-09. November durchgeführt.

Da ich gerne vor Ort unabhängig sein möchte und auch der Weg mit dem Auto nicht zu lang ist, sind wir auch wieder mit dem Auto die ca. 680km von Bremerhaven aus gefahren. Gemütlich gefahren,  mit der einen oder anderen Pause, sind wir nach ca. 6,5 Stunden dort angekommen. Wir hatten uns im Hotel Clement in Mitten von Prag eingenistet und ich muss sagen, dass das genau die richtige Entscheidung war. Wir konnten im Prinzip alles zu Fuss (wir sind 58.000 Schritte = 50 KM gelaufen) erreichen, sodass das Auto die ganze Zeit in der sehr engen Tiefgarage stehe geblieben ist. Im übrigen gibt man seinen Schlüssel an der Rezeption ab, da die zwischendurch das Auto auch mal umparken müssen. Wer also Angst um sein Fahrzeug hat, sollte sich eine andere Lösung suchen. Allerdings hatte unser Auto keine einzige Schramme oder Beule mehr. Das Hotel habe ich im übrigen bei Booking.com gefunden. 291,-€ für zwei Personen und drei Übernachtungen inkl. Frühstück und Garage empfand ich für diese Lage als nicht zu teuer.

Von Tripadvisor hatte ich mir die City-App und das Kartenmaterial von Prag in Deutschland schonmal heruntergeladen, sodass wir uns auch offline orientieren konnten.

Da es schon fast Abend war, sind wir erstmal Richtung den ersten Tipp mit dem Altstädter Ring mit den beiden Türmen “Adam&Eva” der Teynkirche gelaufen. Hier sind wir an einen kleinen Platz mit einem kleinen Markt vorbeigekommen, wo man ein wenig Kleinkunst, Essen und natürlich auch Bier kaufen konnte. Wir haben natürlich an den weiteren Tagen das eine oder andere dort gekauft. Schön war auch am letzten Abend war auch noch eine tolle Livemusik dort.

 

Am Altstädter Ring angekommen haben wir uns erstmal ein Restaurant gesucht, um die böhmische Küche probieren zu können. Bei leichten Nieselregen habe wir auch ein nettes Restaurant gefunden, wo wir dann draußen überdacht und unter Heizpilzen das sehr leckere Essen genießen konnten. Natürlich durfte auch das Bierchen nicht fehlen. Ich denke, dass neben Deutschland die Tschechische Republik das leckerste Bier am Start hat.

Wir sind dann noch ein bisschen umhergeschlendert, uns die kleinen Märkte angesehen, noch den einen oder anderen Nachtisch zu uns genommen und dann Richtung nach Hause gelaufen. Natürlich durfte auch ein kleiner Halt in einer kleinen Kneipe nicht fehlen.

Leider hat mir die App von Tripadvisor einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass ich nicht mehr nachvollziehen kann, in welchen Kneipen und Restaurants wir überall waren. Die App hatte beim iPhone 6 so ihre Probleme, sodass ich leider durch eine Neuinstallation die Daten verloren haben. Also werde ich beim nächsten Mal noch mehr in die Dayone-App reinschreiben werde.

Im übrigen werden in vielen Restaurants, Cafés und Bars auch kostenloses WLAN angeboten.

Am nächsten Tag sind wir dann nach einem guten und reichhaltigen Frühstücksbuffet zu Fuss auf Erkundungstour gegangen. Natürlich darf dabei die Karlsbrücke nicht fehlen. Diese war natürlich reichlich besucht und viele kleine Händler und Kleinkünstler haben Ihre Waren und Künste dargeboten. An dem Tag hatten wir leider ein etwas trübes Wetter, aber im November kann man auch keinen Hochsommer erwarten. Die richtige Kleidung sei Dank, hat es uns nichts ausgemacht. Selbstverständlich sind wir in dem einen oder anderen Café eingekehrt und auch ein leckerer Burger in einem kleinen Bistro an der Moldau durfte nicht fehlen. Hier war auch ein kleiner Ofen an, der eine schöne Gemütlichkeit ausstrahlte.

Auf dem Rückweg sind wir dann auch wieder an dem kleinen Markt vorbeigekommen, wo wir uns einige Souvenirs gekauft, ein Bierchen getrunken und einer Straßenband gelauscht haben. Später waren wir dann bei einer Tripadvisor-Empfehlung in der Nähe des Prager Rings einem Mexikaner essen. Zwar nicht typisch böhmisch, aber lecker. Das Restaurant war nicht einfach zu finden, da das GPS aufgrund der engen Gassen nicht so wirklich genau war und mit den Adressangaben ist es in Prag auch nicht so ganz einfach.

Am nächsten Tag sind wir dann Richtung der Prager Burg gelaufen, haben allerdings noch eine kleine Bootstour auf der Moldau gemacht. Aus Erfahrung von unserer Kopenhagen-Tour, kann ich es immer empfehlen, wenn möglich eine Stadterkundung auch auf dem Wasser zu machen.

Auf dem Weg zur Burg konnten wir uns auch der Prager Süßspeisen mit einem Glühwein dazu erfreuen. Überall wurden einem natürlich auch Souvenirs angeboten und man hatte dann auch von oben einen schönen Ausblick über Prag. Im übrigen war das Wetter auch deutlich besser. Auch wenn es ziemlich gut besucht ist da oben und man für den Weg zu Fuss dorthin auch nicht fusslahm sein darf, kann ich es empfehlen dorthin zu gehen. Ich denke aber auch, dass auch Touren mit dem Bus dorthin angeboten werden.

Abends waren wir dann auch wieder untypisch beim Argentinier essen. Das Restaurant war riesengroß, was man von außen nicht gesehen hat, weil es noch sehr weit und verwinkelt reinging. Es war supervoll, aber wir haben noch einen kleinen dunklen Platz bekommen. Da die Speisekarte mit einem iPad präsentiert wurde war das schummrigere Licht kein Problem. Das Essen war superlecker und auch der ausgesuchte Wein ging ohne Schmerzen runter, um nicht zu sagen, saulecker. Zwischendurch wurde dann auch noch eine kleine Tanzeinlage dargeboten. Also insgesamt ein gelungehttps://www.photoauge.de/wp-admin/post-new.phpner Abend.

Mit ein paar Bierchen bewaffnet sind wir dann zum Hotel zurück, da wir keine Lust hatten und schon wieder in eine Kneipe zu begeben.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück haben wir uns dann auf dem Wege nach Hause gemacht. Allerdings möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass die Garage schon sehr eng ist, denn mein Auto war eingeparkt, sodass eine Mitarbeiterin dann ein Fahrzeug eines anderen Gastes erstmal rausrangieren wollte und das rückwärts in den sehr engen Fahrstuhl. Das hat eine gefühlte halbe Stunde gedauert. Aber ohne Beulen und Kratzer. Als ich dann mit meinen Golf Variant in den Fahrstuhl gefahren bin, kann ich nur sagen, gut, dass ich keine S-Klasse o.ä. habe, denn so eine Kommode geht dort nicht rein! Im übrigen hat der Abgasalarm in der Tiefgarage mittlerweile ausgelöst.

Also insgesamt hat mir die Städtetour nach Prag sehr gut gefallen. Das Hotel war sehr gut, das Personal sehr nett und zuvorkommend. Auch unterwegs ist uns in Sachen Freundlichkeit nichts negatives aufgefallen. Allerdings im Vergleich zu Kopenhagen sind die Prager etwas reservierter, ohne unfreundlich zu sein. Nur die Kopenhagener waren herzlicher. Prag möchte ich gerne mal im Sommer, aber auch mal im Winter erleben. Nur muss man dann mal gucken, wann so wenig wie möglich Touristen dort sind. Eine klare Reiseempfehlung.

Und hier noch ein paar Eindrücke:

 

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