Geodaten in meinen Bildern

Geodaten in meinen Bildern

Ich hatte ja schonmal kurz beschrieben, dass ich i.d.R. meine Bilder mit Geodaten versehe. Die mache ich nicht mit einem GPS-Tracker in bzw. auf der Kamera, sondern ich nutze die App Geotag Photos 2, die Anfangs die Uhrzeit mit Sekunden anzeigt, was den Vorteil hat, dass man entweder gleich oder in der Software die Uhrzeit der Kamera stellt bzw. die Uhrzeit in den Fotos anpasst, sofern man ein Bild von der Uhr gemacht hat. Der Stromverbrauch der App hält sich auch in Grenzen und man kann auch die Abstände der Punkte einstellen, falls einem der Stromverbrauch doch zu groß sein sollte.

Bisher hatte ich erst die Bilder in Capture One Pro importiert und dann mit der Mac App MyTracks die Geo-Daten in die Exifs der DNGs geschrieben hatte. Die iPhone App lädt die Spur automatisch auf die iCloud Drive und von hier aus importiere ich mir die GPX-Datei in MyTracks als Spur und dann ziehe ich die Bilder per Drag&Drop in das Programm und schreibe die Daten in die Exifs.

Vor Kurzem habe ich aber den Workflow geändert, da ich mich gewundert hatte, dass einige Bilderserien neben den Geo-Koordinaten auch die Ortsbeschreibung in den ITPC-Daten hatte. Das bedeutet, dass nicht nur die reinen Geo-Daten als Zahlen drinstehen, sondern auch Aufnahmeort (meist der Stadtteil), der Ort und das Land.

Das fand ich sehr geil, aber wusste nicht warum das einige Bilder drin hatten und einige nicht. Ich hatte dann mal probiert, erst die Bilder von der Speicherkarte in das Dateisystem zu kopieren, die Geodaten reinzuschreiben und erst dann die Bilder in Capture One zu importieren ohne die Bilder zu verschieben, da sie schon da sind, wo sie sein sollen. Eigentlich nicht mehr Aufwand, aber dafür noch genauere Ergebnisse. Nur darf ich nicht vergessen, die App auf dem iPhone zu starten 😉

„Du bist ja immer nur unterwegs“

„Du bist ja immer nur unterwegs“

Diese Frage höre ich in letzter Zeit öfter. Der Hintergrund ist, dass die Bilder, die ich über Instagram poste und auch über TwitterTumblr und Facebook verteilt werden mit Geotags versehen sind. Dadurch entsteht der Eindruck, dass ich zu dem Zeitpunkt an dem Ort bin.

Das ist aber ein „Fake“, denn ich habe es gerne, wenn die Bilder mit GPS-Daten versehen sind und ich sehen kann, wo ich überall war.

Durch die o.g. Fragen, möchte ich mal meinen „Workflow“ aufzeigen, wie ich die Bilder, die ich nicht mit dem iPhone oder der SL schieße nachträglich mit den Daten versehen. Da ich kein Lightroom verwende, muss ich leider einen Schritt (ist es wirklich ein Schritt?) mehr tun bzw. außerhalb meines RAW-Converters.

Ich verwende ja Capture One Pro, welches zwar (noch) kein Kartenmodul hat, aber die Geo-Daten in den Exif anzeigt und auf Klick auf Maps geht.

Auf dem iPhone habe ich GeotagPhotos, was den Vorteil hat, dass es wenig Strom verbraucht und ich auch die Uhrzeit mit Sekunden angezeigt bekomme, d.h. ich kann die Uhrzeit der Kamera mit der App abgleichen. Ferner kann ich auch noch einstellen, wie oft getagt werden soll. Ich habe genau eingestellt, was zwar mehr Strom verbraucht, aber mit dem iPhone 6/6s komme ich über den Tag, beim SE brauche ich evtl. eine Powerbank, je nachdem, was ich noch so nebenbei mit dem iPhone mache.

Wenn ich die Aufzeichnung stoppe, wird automatisch eine GPX-Datei zum eigenen Dienst hochgeladen oder man kann auch die Dropbox oder iCloud-Drive (verwende ich) auswählen. Es wir diese Datei immer aktuallisiert, solange ich keine neue Route anlege.

Wenn ich dann zu Hause bin, lade ich als erstes die Bilder in Capture One. Irgendwann öffne ich dann myTracks und ziehe mir die GPX-Daten aus der iCloud-Drive und die Bilder aus dem Finder dort rein.

Dann kann ich kontrollieren, ob es einigermaßen passt und dann die Route mit den Bildern „verbinden“. Kurz danach werden die Koordinaten in Capture One Pro angezeigt.

Ich glaube, der einzige Unterschied zu Lightroom ist, dass ich einmal aus Capture One rausmuss, aber ich glaube der Aufwand im Kartenmodul ist ähnlich.

So und wisst Ihr, dass ich zwar mal an dem Ort, wo das Bild entstanden ist war, aber es muss nicht aktuell sein, aber es kann. Ich denke, die Verwirrung bleibt und das ist auch gut so 😉

 

Photoauge bei der Bildbesprechung

Photoauge bei der Bildbesprechung

Also erstmal ein frohes neues und vor allem ein gesundes Jahr.

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr auch einen kleinen Rückblick machen und vor allem auf die Dinge eingehen, die ich in meinem letztjährigen ersten Blogbeitrag gesagt hatte. Im Kopf habe ich es auch weitestgehend schon soweit fertig, möchte es aber noch etwas verfeinern. Also habt Geduld.

Allerdings möchte ich trotzdem einen kleinen Beitrag schonmal in Ergänzung zu meinem Workshop in der Lüneburger Heide loswerden.

Frank hatte uns gebeten, wenn wir Lust haben, dass Bilder von uns bei seiner Bildbesprechung teilnehmen können, was jetzt auch geschehen ist. Leider haben nur vier Leute Bilder abgegeben.

Aber eines meiner Bilder war auch dabei und ist auch ganz gut weggekommen. Ich hatte eigentlich mit etwas mehr gerechnet, muss aber dazu sagen, dass es schon im Vorfeld dort vor Ort besprochen wurde. Ich habe allerdings nur den Zaun weggenommen und meine mehr oder weniger Standardbearbeitung durchgeführt habe.

Hier mal das Ursprungsbild unbearbeitet über Capture One in JPEG umgewandelt und das besprochene:

Wenn man sich das so ansieht, dann ist es schon Erstaunlich, wie man mit relativ wenig Aufwand eine andere Lichtstimmung hinbekommt. Und bis auf den Zaun, war es wirklich recht schnell. Aus heutige Sicht hätte ich es sogar noch etwas dezenter gemacht.

 

Welches ist besser?

So das nur mal ein kleiner Beitrag.

Lightroom 6 vs. Capture One Pro 8

Lightroom 6 vs. Capture One Pro 8

Gestern wurde ja das langersehnte neue Lightroom herausgebracht und ich habe überlegt, ob auch ich da meinen Senf dazu geben soll. Im Prinzip werden ja auf vielen Seiten die neuen Features runtergebetet, getestet usw. und eigentlich alles gesagt und mit Sicherheit auch oft auch fundierter als von mir.

Aber warum soll ich nicht einfach mal meine Eindrücke und Meinung kundtun und das mache ich einfach mal.

Apple hat ja lange in Bezug auf die Weiterentwicklung von Aperture geschwiegen, daher war ich dann kurz mal bei Lightroom und bin dann aber bei Capture One Pro 8 gelandet. Mittlerweile hat Apple ja auch offiziell Aperture aufgekündigt und ersatzlos gestrichen. Man kann zwar sein Library in die neue Foto-App migrieren, aber das ist für mich kein Ersatz. In der letzten Lightroom 5 Version konnte man ja auch seine Aperture Bilder rüberbekommen, was allerdings bei Capture One schon vorher ging. Wobei ich davon keinen Gebrauch gemacht habe, sondern nur die Bilder alle importiert und die neuen entsprechend bearbeitet. Wenn ich dann mal auf ältere zurückgreife, bearbeite ich entweder neu oder ziehe sie mir aus Aperture raus. Das Programm läuft ja noch.

So nun aber zu dem Upgrade von Adobe und mal einen kleinen Kurzvergleich zu Capture One Pro. Nun will ich aber sagen, dass ich nur die stinknormale Bearbeitung verglichen habe, die ich den Großteil meiner Bildern zuteil kommen lasse. Weil für mich ist es wichtig, dass ich schnell zu den für mich richtigen Ergebnissen komme. Um mal einen Vorgeschmack zu geben habe ich hier mal so drei Bilder angefügt und Ihr könnt raten, mit welchem Programm die entwickelt wurden. Aus den Exifdaten könnt Ihr nichts rauslesen :D. Um die Verwirrung perfekt zu machen ist eines der Bilder auch noch mit Aperture entwickelt worden.

Ausnahmsweise habe ich die Bilder in Originalgröße hinterlegt und wie gesagt, mit meinem Standardworkflow bearbeitet. Ein bisschen Belichtung, Kontrast, Lichter, Schatten, Klarheit, Schwarz und Weißwert. Keine Sättigung, Dynamik oder andere farblichen Beeinflussung. Auch keine Schärfe. Mal gucken, wer drauf kommt 😉

Eins möchte ich noch erwähnen, der Unterschied von LR zu den anderen beiden wäre noch größer gewesen, wenn ich nicht 2x noch nachgebessert hätte!

So was kann Lightroom jetzt neu, was vielleicht wichtig scheint:

  1. HDR für mich (noch) nicht wichtig
  2. Panorama ebenso
  3. schneller, konnte ich nicht so nachvollziehen, da ich nicht meine ganzen Bilder reingezogen habe und ich es auch vorher nicht zu schlimm fand. Allerdings im Vgl. ist C1 beim Sichten und Bewerten schneller zu bedienen, wenn die Vorschauen erstmal gerechnet sind. Aber gut, LR 6 ist eine .0 Version und C1 hat eben mit der GPU-Unterstützung deutlich länger Erfahrung.
  4. Gesichter ist schick, aber leider auch nicht so viel besser, als bei Aperture und iPhoto. Jep das konnte Apple schon länger.
  5. und noch das Eine oder Andere, wo bereits der Kollege Sven Tetzlaff seinen Senf dazu abgegeben hat

Um was beneide ich LR 6? Nichts, was ich nicht auch schon bei LR 5 gut fand:

  1. leichtere Verwaltung, da habe ich mich mittlerweile arrangiert, ich war aber auch sehr von Aperture verwöhnt. Aperture war was die Verwaltung angeht m.E.n. auch besser als LR
  2. beim Kopieren von Stichwörtern eines Bildes auf viele andere, dass ich auch einzelne Stichwörter rausnehmen kann
  3. einfacher nachträglich die GPS-Daten einzufügen
  4. besser Workflow, wenn man von einem Notebook die Bilder mit Bearbeitungen in seinen Hauptkatalog rüberziehen möchte. Allerdings kommt hier LR auch nicht an Aperture ran.
  5. und dann wird es auch schon schwierig, was zu finden

Was finde ich denn bei Capture One besser?

  1. ich komme schneller zu meinen Ergebnissen
  2. neutralere und ehrlichere Farben, vor allem bei der Haut (wobei ich nicht so der Menschenfotograf bin)
  3. lokale Anpassungen auf Ebenen-Basis und ich kann auch den Weißabgleich lokal einfügen. D.h. der Haut im Vordergrund kann eine anderer WB zugeteilt werden, als z.B. dem Hintergrund. Sehr cool, wenn man z.b. vorn anderes Licht hat, als hinten
  4. individuelle Anpassung der Bearbeitungsoberfläche. Auch wenn es erstmal aufwändig erscheint, aber ich kann C1 an mich anpassen
  5. mehrere unterschiedlich Exporteinstellungen gleichzeitig
  6. ist nicht der Platzhirsch und Phase One hört auch noch auf seine Kunden

Bei längerem Überlegen würden mir bei den Vor-und Nachteilen sicher noch mehr einfallen, aber ich denke, das sind erstmal die wichtigsten Dinge.

Bis heute habe ich im übrigen auch den Radialfilter bei Capture One vermisst, aber bei Google+ kam heute eine Ersatzmöglichkeit, die auch fast genauso schnell funktioniert, wie die von LR.

Wenn man sich bei Phase One über C1 informiert, fällt einem der recht hohe Preis auf. Hier der Hinweis, dass es zwischendurch auch mal Angebote gibt und wenn einer, so wie ich, eine alte C1-Version hat, dann fällt der Preis auch entsprechend. Auf alle Fälle sollte jeder, der nicht weiß, mit was er zukünftig arbeiten möchte, sich mal die Testversion herunterladen. Es gibt auch auf deren Webseite gute Tutorials, die auch gut verständlich sind, wenn man so wie ich nicht gut im Englisch ist. Außerdem habe ich auch auf Youtube oder Flipboard mal das Eine oder Andere zu C1 gesammelt.

Wenn sich einer für Capture One entscheiden sollte und auch mal deutschsprachige Hilfe benötigt, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen oder mal bei der G+ Community vorbeischauen.

So im Prinzip habe ich mein Fazit schon fast vorabgenommen, das neue Lightroom ist für mich weit davon entfernt mir Capture One madig zu machen. Wenn mir was bei C1 fehlen sollte, dann bin ich zuversichtlich, dass das irgendwann kommt. Ich bin auch der Meinung, dass die meisten angepriesenen Neuigkeiten keinen Versionssprung rechtfertigen. Ich finde es eher peinlich, dass Adobe auch den Geschwindigkeitszuwachs bewirbt, der ja m.W.n. schon bei der 5er Version kommen sollte. Und was ich so gehört habe, ist das Ergebnis wohl auch ernüchternd. Was ich bei der Gesichtserkennung gut finde, dass der Name auch in die Stichwörter geschrieben werden, sodass man auch nach dem Export aus LR auf diese Daten zurückgreifen kann (man kann es beim Export aber auch rausnehmen).

Von Capture One würde ich mir noch eine bessere GPS-Pflege wünschen, das ist mir derzeit mit dem Umweg über z.B. myTracks etwas umständlich, aber machbar.

Ich werde bei Capture One Pro bleiben!

Und welches Programm das Bessere ist, das ist genau wie der „Glaubenskrieg“ der Kameramarken, vieles ist Geschmacksache und man muss sich eben wohlfühlen.

 

Capture One und die D750

Capture One und die D750

Ja ich lebe noch. Ich war ziemlich mit einem Umzug beschäftigt und zwischen durch auch nicht so viel Motivation.

Ich habe den einen oder anderen Blogpost in Vorbereitung, aber ich brauch da noch was dafür.

Aber ich will mich zumindest mal mit einem kurzen Tipp melden.

Ich habe jetzt komplett zu Capture One 8 gewechselt. Hintergründe hierzu zu einem etwas späteren Zeitpunkt. Derzeit wird die Nikon D750 nicht von Apple, Adobe Lightroom oder auch nicht von Capture One 8 unterstützt. Letzteres kommt aber, leider habe ich von Phase One keinen Zeitpunkt genannt bekommen.

Damit man aber trotzdem mit RAW fotografieren kann und  nicht wieder zwischendurch den RAW-Converter wechseln muss, kann man sich bei Adobe Labs den DNG-Converter als Beta runterladen. Hier kann man sich dann die NEFs der D750 in den entsprechenden Ordner konvertieren. Das klappt auch gut. Ich selber habe mir aber noch eingestellt, dass das Original RAW mit eingebettet wird. Man weiß ja nie.

Ich hatte dann das Problem, dass die Bilder in C1 irgendwie sehr flach und ohne Farbe wirkten und ich musste immer irgendwie am Weißabgleich und an der Sättigung drehen. Das kannte ich eigentlich von C1 überhaupt nicht, denn eigentlich muss ich dort weniger an den Reglern drehen, wie bei LR oder Aperture.

Ich kenne mich aber noch nicht so 100% mit C1 aus, also bin ich mal auf die Suche gegangen und bei den ICC-Profilen in den Basismermalen fündig geworden. Hier ist standardmäßig „DNG-neutral“ eingestellt und das ist wirklich neutral. Man kann sich dort aber auch andere Kameraprofile aussuchen und probieren und ich bin beim Profil der D810 und der D600 hängen geblieben. Das werde ich erstmal nutzen, bis das der D750 draußen ist.

So das war´s erstmal und bis zum nächsten Mal.

Bildschirmfoto 2014-11-13 um 15.34.36

Bildschirmfoto 2014-11-13 um 15.31.15

 

Leider ist es doch passiert

Leider ist es doch passiert

Wie man gestern Abend u.a. auf Appleinsider  vernehmen konnte, stellt Apple die Entwicklung von Aperture und iPhoto aufgrund der neuen Photoverwaltung von OS X Yosemite ein. Das stimmt mich doch etwas traurig. Ich arbeite zwar schon seit längerem mit Lightroom, hatte aber eigentlich nie die Hoffnung aufgegeben, dass Apple doch noch eine neue Version rausbringt.

Der Plan soll wohl sein, dass Aperture noch auf Yosmite läuft und man ein Tool erhält, um seine Aperture-Daten in Lightroom migrieren zu können. Also erstmal muss man nicht in Panik verfallen.

Was mich aber auch noch weiter zum überlegen bringt, Lightroom hat jetzt keinen richtigen Gegenspieler mehr, der genug Nutzer hat, dass Adobe sich bei der Entwicklung seiner Software Mühe gibt. Ok das hat eigentlich Adobe auch bei Photoshop&Co auch nicht und diese Programme sollen ja auch recht gut sein. Nur habe ich meine Bedenken, dass man zukünftig Lightroom auch nur noch im Bundle mit Photoshop als Abo erhält.

Daher sollte man sich man die Alternativen angucken:

Capture One Pro

Lightzone

Darktable

DXO

AfterShots Pro

OnOne

Ich denke, die Liste ist sicher nicht vollständig, aber probieren sollte man es mal.

Ich selber habe mich mal mit Capture One beschäftigt und auch mit DXO. Bei beiden hatte ich mich schwergetan. Aber vielleicht sollte man sich jetzt mal wirklich mit den Alternativen befassen, weil Wettbewerb belebt halt das Geschäft 😉

Also ich werde da am Ball bleiben und wieder berichten