365fotos

365fotos

Ja ich weiß, es ist schon recht lange her, dass ich was geschrieben hatte, aber leider bin ich derzeit recht faul und mal gucken, ob ich es mal wieder schaffe mehr zu schreiben.

Ich hatte ja mal kurz in meinem „alten“ Blog kurz über ein Projekt berichtet, an dem ich teilgenommen habe, was aber mittlerweile beendet ist und ich darüber mal ein Fazit loswerden will.

Irgendwie nimmt man oder will man sich ein Jahresprojekt vornehmen, was man oftmals nicht beendet, weil es doch zu viel wird. Ein gern genommenes Thema ist das Projekt 365, was aber gerne mal scheitert, weil es schon recht viel ist, jeden Tag ein Foto zu schießen und irgendwo hochzuladen. Auch ich hatte mal eines begonnen, aber auch schnell wieder beendet. Da das Problem einige haben und hatten, fanden sich nach einer kurzen Unterhaltung und ein kleiner Aufruf bei Twitter 12 Leute (jeden Tag ein anderer), die dann nach kurzer Beratung am 01.November 2015 angefangen haben. Da natürlich keiner an das Schaltjahr 2016 gedacht hatte, wurde das letzte Foto am 30 .Oktober 2016 hochgeladen.

Anfangs hatten wir ein freies Thema, um dann mtl. über Themen abzustimmen. Bevor ich zu meinen Erkenntnissen und Fazit komme, will ich mal anhand meiner Bilder die Themen vorstellen:

November: Freies Thema
Zum Eingewöhnen konnten wir uns erstmal etwas aussuchen

Dezember: Kontraste
Hier musste und konnte man dann auch schonmal um die Ecke denken

Januar: Eis/Schnee/Weiss wie Schnee

Februar: Bunt

Manchmal kam es auch vor, dass mal einer einspringen musste, so auch ich:

März: Kleine Details aus der Natur

April: Monochrom

hier bin ich mir nicht sicher, ob ich da auch für jemanden eingesprungen bin

Mai: Minimalistisch

Juni: Licht

Juli: Weitwinkel

August: Linien

September: Unscharf

Oktober: Bild zum Song
Das war eines der interessantesten Themen, da wir ein Bild zu einem Song schießen sollten und mit einem entsprechendem Ling versehen sollte

Wie ist es mir in der Zeit gegangen? Nunja, ich bin froh, dass ich es durchgehalten habe, aber ich denke, dass es auch für mich und meiner Fotografie etwas gebracht hat. Ganz toll fand ich auch die Gruppendynamik, dass im Prinzip jeder was übernommen hat. Es hat sich einer um die Webseite (die leider manchmal etwas hakt) gekümmert, um Flickr, den Gruppenkalender oder aber auch um die monatliche Umfrage.

Kommuniziert hatten wir Anfangs die Gruppenchat-Funktion von Skype genutzt, was aber leider eher suboptimal lief und nachher über Slack, was dann sehr gut lief.

Vor allem habe ich tolle Menschen kennen gelernt, wobei wir uns leider noch nicht alle getroffen haben und ich nur einige persönlich kenne. Wir hatten zwar mal vor und zu treffen und es ist nach dem Projekt auch vorgesehen, aber es ist schwierig bei 12 Leuten (eigentlich 13, da einer aus persönlich Gründen aufhören musste, aber für Ersatz gesorgt hat) alle unter einen Hut zu bringen. Wir sind halt über die gesamte Republik und auch darüber hinaus verteilt. Aber vielleicht klappt es ja noch. Es würde mich auf jeden Fall sehr freuen.

Wie geht es weiter? Das haben wir uns natürlich auch gefragt und für mich, wie auch für die anderen, war es ein Projekt und Projekte haben ein Ziel und meist auch ein Ende. So auch dieses. Allerdings haben sich vier wieder zusammengetroffen, um ein nächstes Projekt in Angriff zu nehmen, was im Januar startet. Hier werden wir aber die Plattformen Instagram und Tumblr nehmen, da die beiden u.E.n. gut auch mobil zu befeuern sind, aber dazu später mehr.

So mal gucken, ob ich dies Jahr noch einen Blogeintrag mache, ansonsten wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Die Macht der Bilder

Die Macht der Bilder

Unter diesem Motto war ich Anfang August auf einem Workshop, der mal etwas anders aufgebaut war. Der Workshop wurde von ChrisAlexander und Moni gehalten. Was hat ihn so anders gemacht?

Um das zu Beantworten gebe ich mal die Berufe der Workshophaltenden preis:

Chris ist Fotograf

Alexander ist Psychologe

Moni leitet eine Abteilung in der Unternehmenskommunikation eines großen deutschen Industrieunternehmens.

Ok, wer öfter bei den Happy Shooting Workshops wie ich teilgenommen hat, kamen viele Dinge sehr bekannt vor. Wer mich verfolgt, wird aber schnell feststellen, dass ich als „Workshop-Junkie“ nicht unbedingt Maßstab bin.

Allerdings muss ich sagen, dass sich och der eine oder andere „Aha-Effekt“ eingestellt hat, wenn Chris aus fotografischer Sicht etwas erklärt hat und dies dann noch aus Psychologen-Sicht untermauert wurde.

Und das dann auch noch von Moni am zweiten Tag aus der Sicht der Kommunikation gefestigt wurde.

Wie üblich wurden die Theorieteile durch Aufgaben ergänzt, sodass wir das gerade vorgetragene fotografisch umsetzen sollten. Zumindest sollte wir es versuchen.

Nun will ich natürlich nicht zu viel von den Inhalten erzählen, denn das sollte ja jeder selber in dem Workshop erlernen, aber trotzdem werde ich mal meine Ergebnisse der Aufgaben mal präsentieren.

In der ersten Aufgabe sollten wir fotografisch mal festhalten, was das menschlich Auge geneigt ist, in den Fokus zu setzen. Das kann Schärfe, Kontrast, Farbe, Gesichter, Schrift sein.

In meinem Falle kann man unschwer erkennen, wo ich der Meinung war es umzusetzen. Bei der Gelegenheit konnte ich mich auch mal zu Hause in der Nachbearbeitung mit Affinity Photo „austoben“. Wobei das innerhalb einer Minute erledigt war. Ich denke, was kann jeder leicht erkennen. Kleine Tipp es sind zwei Dinge, die ich entfernt habe.

Eine Sache konnte ich nicht wirklich umsetzen, was ich aber versucht hatte und das ist Farbe. Leider bei einer Kamera, die nur Schwarz-Weiss kann etwas schwer, sodass eben max. Kontrast dabei rauskommt.

In der zweiten Aufgabe sollten wir mit zwei Bildern nach „Hause“ kommen. Hier sollten wir einmal umsetzen, dass man im Motiv etwas erkennt und das andere sollte eine gewisse Spannung wiedergeben.

Ich denke bei der ersten Teilaufgabe ist es mir gelungen. Es wurde u.a. eine Eule erkannt. Mit dem zweiten Ergebnis bin ich selber nicht so richtig zufrieden. Aber das kann ja jeder selber beurteilen.v

So und nun habe ich mal wieder festgestellt, dass ich mir mehr Notizen machen sollte, denn ich bin mir nicht ganz sicher, ob die dritte Aufgabe irgendwas mit Linien oder auch Blickrichtung im Bild zu tun hat. Wenn ich mir die unterschiedlichen Versuche ansehe, dann wird es so gewesen sein.

Insgesamt hat mir der Workshop riesig Spass gebracht, weil ich dort auch mal Hintergründe erfahren habe, was Bilder so in einem Auslösen kann und wie man vielleicht auch seine Ergebnisse für den Betrachter zukünftig interessanter gestalten kann. Ob es mir gelingt, kann ich nicht beurteilen. Aber schaun wer mal…

Und was auch immer wieder schön ist, dass man bei diesen Workshops immer wieder neue Leute kennenlernt, die genauso bekloppt sind, wie ich und auch, dass man den einen oder anderen Wiederholungstäter wieder trifft.

Eine klare Empfehlung.

Hier noch ein paar Bilder drumherum:

Klostergeister 2016

Klostergeister 2016

Vom 06. bis 11.06.2016 war es mal wieder soweit. Im Kloster Inzigkofen fanden mal wieder die alljährigen Klostergeister von Happy Shooting statt. Ich hatte ja schonmal kurz unser Projektvideo hier im Blog eingestellt.

2010 war ich schonmal mit Begeisterung dabei und leider passte es in den letzten Jahren terminlich nicht, aber in diesem Jahr.

Das Kloster ist ein eine Volkshochschule in der auch parallel zu unserem Kurs auch noch die Kurse „Singen und Wandern“ und „Kalligrafie“ stattfand. Wir hatten teilweise bedenken, dass sich die Kalligrafen evtl. durch die Unruhe, die wir verbreiten in ihrer Konzentration gestört fühlen könnten. Das hatte sich aber Gott sei Dank durch den rücksichts-vollen Umgang untereinander nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, die Gruppen haben sich alle gut miteinander verstanden, sodass der letzte Abend gemeinsam mit der Vorstellung der Projekte bestritten wurde. Die Wanderer haben uns was vorgesungen, wir konnten uns mit den Kalligrafen austauschen und deren Ergebnisse bewundern (und das ist wirklich Kunst) und die Wanderer und Kalligrafen durften sich unsere Ergebnisse ansehen.

In diesem Jahr begann der Kurs mal anders. Normalerweise sind die Workshops immer digital – außer natürlich die explizit als Analog ausgewiesene -, aber in diesem Jahr durften wir mit analogen Boxkameras beginnen. D.h. da es sich um eine Mittelformatkamera mit dem Filmformat 6×9(cm) handelte, durften wir losziehen und 8 (!) Bilder mit nach Hause bringen, die dann abends in der Klosterküche durch Chris und Moni entwickelt wurden. Das besondere an den Boxkameras ist, dass das für auch damalige Verhältnisse eine günstige Kamera war, die millionenfach verkauft wurde und wirklich billig war. Die Bildkomposition konnte man eher schätzen, denn der Sucher war alles andere als gut einzusehen.

Ich könnte noch sehr viel dazu schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Wenn dennoch Interesse besteht, dann einfach in die Kommentare, denn bei der Entwicklung ist noch so einiges passiert.

Am zweiten Tag ging es dann aber wie gewohnt digital weiter. Der Workshop tat seinem Namen alle Ehre denn langweiliges Blah Blah blieb aus, denn Boris und Chris haben es mal wieder geschafft, die der unterschiedliche Gruppe, von mehrfachen Wiederholungstäter, erfahrenen Neulingen und auch unerfahrenen Neulingen unter einen Hut zu bringen, sodass es weder eine Über- noch Unterforderung gab.

Der Workshop unterteilte sich in einmal einer Projektarbeit, die zum Ende der Woche präsentiert werden sollte und auch Einzelthemen, die wir mitgehalten konnten. Hier war dann für jeden was dabei und auch so einiges, wo man richtig aus seiner Komfortzone kommen musste. Ein Herausforderung, allerdings passiert ja nichts, wenn es vielleicht auf Anhieb nicht so klappt. Außer dass das eigene Ego vielleicht einen Rückschlag erfährt. Aber ich kann versichern, das passiert nicht. Vor allem nicht in so einem tollen Umfeld und toller Truppe.

In der ersten Aufgabe durften wir kreativ werden. Hier sucht Moni Zeitungsartikel zusammen, wo wir uns eine Überschrift aussuchen durften, die wir dann kreativ umsetzen sollten. Unsere Dreiergruppe haben sich auf meine Bilder geeinigt, wobei die Ideen dazu gemeinsam entwickelt wurde

Dann gab es einen Spielplatz „Landschaft“. Hier sind wir dann gemeinsam durch die Gegend gelaufen und konnten unter Anleitung unseren Interessen nachgehen. Die Einen haben sich in Panoramafotografie geübt oder eine Drohne steigen lassen. Ich habe einfach die Gegend genossen und die Seele baumeln lassen, denn die Klostergeister ist nicht nur ein Workshop, sondern auch ein Kurzurlaub, bei dem man innerhalb kürzester Zeit seine Akkus wieder aufladen kann.

Im übrigen kann ich nicht mehr ganz nachvollziehen, wann wir was genau gemacht haben, denn entgegen dem ich mir vorgenommen hatte ein Tagebuch zu führen oder auch direkt zu bloggen, habe ich es eben nicht gemacht. Es sollte ja nicht in Stress ausarten.

Wir hatten dann die Aufgabe erhalten in der Gruppe mit natürlichem Licht und Reflektor Portraits zu erstellen. Auch hier hatten wir riesig Spass und für mich auch eine Herausforderung, da ich ja eher selten Portraits fotografiere.

Natürlich durfte auch das Thema Blitzfotografie nicht fehlen. Auch hier hatten wir Spass und konnten auch mal so einiges testen. Also grundsätzlich bringt es schon Spass Portraits zu fotografieren…

Und jeden Tag neben den Aufgaben, Ausflügen und Übungen mussten wir uns auch um unser Projekt kümmern. Insgesamt hatten wir zwar Zeit, aber irgendwie wurde die immer knapper, je näher der Präsentationstermin rückte.

Im übrigen bestand unsere Gruppe aus Thomas und Robert. Wir wollten das Video eigentlich mit iMovie schneiden, aber wir waren nicht wirklich mit dem Ergebnis zufrieden, sodass ich mir FinalCut als Testversion heruntergeladen habe und dann das Video schneiden konnte.

 

Und wie gesagt, am letzten Abend erfolgte dann die Präsentation der Projekte der Kalligrafen und der Fotografen mit musikalischer Untermalung der Wanderer.

Die Woche ging leider wieder viel zu schnell vorbei und ich habe mich allerdings schonmal für das nächste Jahr in die Voranmeldeliste eingetragen.

Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben, weil auch noch sehr viel drumherum lief, aber ich denke, das reicht jetzt erstmal. Daher nachfolgend noch ein paar Impressionen.

Klostergeister 2016: Der Film

Klostergeister 2016: Der Film

In der Woche 06.06. – 11.06.2016 war mal wieder soweit und der Workshop Klostergeister war mal wieder im Kloster Inzigkofen zu Gast.

Ich werde hierzu noch einen separaten Blogeintrag schreiben, aber vorab möchte ich schonmal das Video unserer Projektarbeit veröffentlichen.

Hier sollten wir uns in einer Gruppe eine Projektarbeit erarbeiten und zum Ende präsentieren.

Wir hatten uns überlegt alle Teilnehme zu portraitieren, aber auch bewusst einige Regeln zu brechen, sodass wir alle mit der linken Gesichtshälfte aufgenommen haben.

„Du bist ja immer nur unterwegs“

„Du bist ja immer nur unterwegs“

Diese Frage höre ich in letzter Zeit öfter. Der Hintergrund ist, dass die Bilder, die ich über Instagram poste und auch über TwitterTumblr und Facebook verteilt werden mit Geotags versehen sind. Dadurch entsteht der Eindruck, dass ich zu dem Zeitpunkt an dem Ort bin.

Das ist aber ein „Fake“, denn ich habe es gerne, wenn die Bilder mit GPS-Daten versehen sind und ich sehen kann, wo ich überall war.

Durch die o.g. Fragen, möchte ich mal meinen „Workflow“ aufzeigen, wie ich die Bilder, die ich nicht mit dem iPhone oder der SL schieße nachträglich mit den Daten versehen. Da ich kein Lightroom verwende, muss ich leider einen Schritt (ist es wirklich ein Schritt?) mehr tun bzw. außerhalb meines RAW-Converters.

Ich verwende ja Capture One Pro, welches zwar (noch) kein Kartenmodul hat, aber die Geo-Daten in den Exif anzeigt und auf Klick auf Maps geht.

Auf dem iPhone habe ich GeotagPhotos, was den Vorteil hat, dass es wenig Strom verbraucht und ich auch die Uhrzeit mit Sekunden angezeigt bekomme, d.h. ich kann die Uhrzeit der Kamera mit der App abgleichen. Ferner kann ich auch noch einstellen, wie oft getagt werden soll. Ich habe genau eingestellt, was zwar mehr Strom verbraucht, aber mit dem iPhone 6/6s komme ich über den Tag, beim SE brauche ich evtl. eine Powerbank, je nachdem, was ich noch so nebenbei mit dem iPhone mache.

Wenn ich die Aufzeichnung stoppe, wird automatisch eine GPX-Datei zum eigenen Dienst hochgeladen oder man kann auch die Dropbox oder iCloud-Drive (verwende ich) auswählen. Es wir diese Datei immer aktuallisiert, solange ich keine neue Route anlege.

Wenn ich dann zu Hause bin, lade ich als erstes die Bilder in Capture One. Irgendwann öffne ich dann myTracks und ziehe mir die GPX-Daten aus der iCloud-Drive und die Bilder aus dem Finder dort rein.

Dann kann ich kontrollieren, ob es einigermaßen passt und dann die Route mit den Bildern „verbinden“. Kurz danach werden die Koordinaten in Capture One Pro angezeigt.

Ich glaube, der einzige Unterschied zu Lightroom ist, dass ich einmal aus Capture One rausmuss, aber ich glaube der Aufwand im Kartenmodul ist ähnlich.

So und wisst Ihr, dass ich zwar mal an dem Ort, wo das Bild entstanden ist war, aber es muss nicht aktuell sein, aber es kann. Ich denke, die Verwirrung bleibt und das ist auch gut so 😉

 

Spaziergang mit der X-Pro 2

Spaziergang mit der X-Pro 2

Es hat sich bei meinem Spaziergang mal wieder gezeigt, dass man „Aufträge“ mit einer Kamera durchführen sollte, mit der man sich auskennt und die Technik im Griff hat und nicht umgekehrt. In meinem Fall war es leider die Technik, die die Herrschaft über mich genommen hat 😉 Aber eins nach dem anderen.

Mein Fraktionsvorsitzender hatte mich vor ein paar Tage gefragt, ob ich für eine Parteizeitung, wo er einen Bericht schreiben sollte, mit ein paar Bilder beitragen könne. Sowas mache ich ja immer gerne. Der einzige Haken war, der Anruf war Donnerstag nachmittag und die Bilder sollten heute (Sonntag) fertig sein. Also bin ich dann gestern nachmittag los, bei kalten und sonnig bewölkten Himmel. Gute Voraussetzungen für ein paar schöne Bilder.

Ich hatte die Wahl zwischen der Leica M und der Fuji X-Pro 2 und ich Dussel hab mich für die Fuji entschieden. Wobei die Fuji nichts dafür kann. Ich trage ja die Kameras gerne mit einem Diagonalgurt von Peak Design. Den Gurt kann man an den Aufnahmen für den Original Nackenstrappen, Kameraplatte oder eine Kombination aus beidem und ich hatte ihn erst wie bei der Leica mit der Version 1 befestigt, was mir fast den Auftrag verhagelt hat:

Die Fuji hat ja hinten so einige Einstellknöpfe und -Räder, die man bei der Tragweise leicht verstellen oder betätigen kann, was auch passiert ist. Gleich als erstes stand die Kamera auf einmal auf „Lochkamera“ in dem erweiterten Modus für diese verspielten Filter und ich habe nicht den Punkt gefunden, das abzustellen. Auch wenn das sicher ein interessanter Filter ist, hätte den mein „Chef“ wohl nicht so toll gefunden. Leider ist die Fuji dann automatisch auf JPEG und kann dann nicht parallel RAW und JPEG, was ich eigentlich eingestellt habe. Gott sei Dank hatte ich das Handbuch in Evernote auf meinem iPhone, sodass ich den Filter ausschalten konnte. Nur war dann der RAW-Modus immer noch aus und ich hatte da nicht drauf geachtet. Daher, sind alle Bilder die Bilder, wie sie Fuji erschaffen hat, nur manchmal noch versucht etwas aus den Tiefen zu holen. Nur hat das nicht viel gebracht und mehr „Dramatik“ im Himmel geht leider gar nicht. Hier zeigte sich mal wieder die riesen Vorteile von RAW.

Nachdem ich später der Fokuspunkt immer verstellt war, habe ich den Gurt an der Kameraplatte einseitig befestig und die andere Seite an der Kameragurtaufnahme gelassen. So hängt sie nun perfekt, gut griffbereit und die Tasten werden nicht mehr ausversehen betätigt.

So nun aber zum richtigen Bericht. Die Fuji liegt sehr gut in meiner Hand, vorn hat sie eine leichte Griffmulde und hinten eine kleine Daumenaufnahme. Von dort kann man gut (fast) alle Tasten gut und auch mittlerweile blind erreichen. Nur die Taste für die Umstellung vom Display auf den Monitor ist etwas weit weg, aber die betätige ich eher selten.

Die Menüführung sehr gut, vor allem wenn man von Olympus kommt, ist man froh, dass man sich seine Kamera auch in relativ kurze Zeit einstellen kann. Denn die heutigen vor allem spiegellosen Systemkameras sind ja recht verspielt was die Möglichkeiten der individuellen Einstellmöglichkeiten angeht. Nur dass die erweiterten Filter unter dem Punkt für „Drive“ sind verstehe ich irgendwie nicht. Was hat das mit Serienbilder, Belichtungsreihe und Mehrfachblichtung zu tun?

Dass man auch übersichtliche Menüs „bauen“, beweist Leica mit der 2 Minuten Konfiguration. Aber hier werde ich zum späteren Zeitpunkt mal einen „Vergleichstest“ schreiben.

Wie auch die Fuji X-Pro 1 hat sie auch wieder diesen Hybridsucher, wo ich entweder das optische Bild, wie bei einer Messsucherkamera mit entsprechenden Rahmen der verwendeten Brennweite oder einen elektronischen Sucher habe. Das hat seinen Charm, wobei ich gestern nur den elektronischen verwendet hab. Denn das optische Bild hat einen Nachteil der verschobenen Parallaxe, vor allem im Nahbereich. Denn wenn man im Nahbereich auf einen Punkt per AF scharfstellt, dann verschiebt sich der Rahmen entsprechend der Parallaxe, aber leider auch der Fokuspunkt. D.h. es ist nicht das scharf, was ich eigentlich sollte. Man kann sich aber auch auch den Fokuspunkt für die Naheinstellgrenze einblenden lassen und irgendwo dazwischen stellt sie dann scharf. Dass hatte mich bei der 1er schon tiersich genervt. Aber die 2er hat noch was guten eingebaut, man kann sich im optischen Sucher unten rechts das Bild des Fokuspunktes einblenden lassen. Klasse hier wird auch Peaking bei manuellem Fokus angezeigt. Wohl gemerkt der Rest des Bildes ist das Optische! Auch kann man sich im optischen Sucher ein elektronisches Schnittbild für manuellen Fokus entweder schwarz-weiß oder in Farbe einblenden lassen. Das irritiert mich aber zu sehr. Alles in allem ein tolle Lösung. Aber auch der elektronische Sucher ist ein Genuss. Ich musst mir ihn aber etwas wärmer einstellen, da er mir zu kühl erschien.

Aber warum überhaupt diese Lösung, wenn eigentlich der elektronische Sucher alles fehlerfreier hinbekommt, als der optische? Ich sehe bei dem elektronischen doch auch noch der Ergebnis vor dem Auslösen. Nunja, manchmal ist der optische Sucher angenehmer für die Augen und dem Fall der Fuji sehe ich auch noch das Umfeld außerhalb des Rahmens des verwendeten Objektives, wie bei einer richtigen Messsucherkamera. Im übrigen unterstützt der Sucher bis 140mm Brennweite!

Leider hat Fuji versäumt ein Klappdisplay zu verbauen. Ein großer Kritikpunkt, den vor allem die Streetfotografen zu recht reklamieren. Vor allem soll die Fuji ja auch gerade für die sein. Aber was solls, Olympus bring die Pen F auf dem Markt bewirbt diese als Streetkamera und verbaut ein Schwenkdisplay, wie das der E-M5 MKII! Auch ziemlich bekloppt, mal eben schnell aus Bauchhöhe fotografieren ist nicht, denn man schwenkt nicht aus. Allerdings muss ich sagen, dass auch das Display erkennt, wenn man es nicht auf Augenhöhe hat.

Was ist mir noch so in Bedienung aufgefallen? Fuji hat extra für die Verschiebung des Fokuspunktes einen Joystick verbaut, der auch noch optimal liegt. Klasse Lösung, vor allem weil die Fuji auch so viele hat. Sonst setzt Fuji immer noch auf die Möglichkeiten, dass man die wichtigsten Parameter direkt einstellen kann. Die Blende wird direkt am Objektiv eingestellt und für die Belichtungszeit ist oben ein Rad, welche auf „A“ blockiert ist, aber sonst gut mit dem Zeigefinger verstellt werden kann. Da man hier nur in ganzen Stufen verstellen kann, kann man für die Drittelstufen das vordere Einstellrad verwenden. Apropos „A“, wenn ich die Blende und die Zeit auf „A“ stehen habe, dann habe ich die Programmautomatik aktiviert. Klasse Lösung, die ich sonst nur bei Leica gesehen habe. Die ISO kann ich auch über das Zeitenrad indem ich das hochziehe einstellen. Mit etwas Übung geht das auch ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. Wobei ich die die Fuji eh AV Modus und ISO-Automatik verwende und mit dem Korrekturrad arbeite. Ich habe auch drei ISO-Automatik-Möglichkeiten, die ich mir individuell einstellen kann. Finde ich auch Klasse.

Was ich auch sehr gut finde, ist das Quickmenü, wo ich mir die wichtigsten Einstellungen reinpacken kann und auch hat die X-Pro 2 „Mein Menü“ wo ich mir die Zweitwichtigsten Menüpunkte reinlegen kann und beim Betätigen der Menütaste, bin ich erstmal da drin. Das fand ich bei Nikon auch schon immer Klasse.

Insgesamt hätte ich mir aber auch gewünscht, dass man sich eine Erklärung der einzelnen Menüpunkte einblenden lassen kann, denn manchmal erschliessen sich die Abkürzungen nicht automatisch. Das kann Olympus und Nikon ganz gut.

Die X-Pro 2 hat jetzt auch zwei SD-Karten-Slots, was viele freut. Mir ist das nicht so wichtig.

An dem Autofokus hat Fuji auch richtig gearbeitet, er ist war noch nicht da, wo Olympus ist, aber für mich völlig ausreichend und kein Vergleich mehr zur X-Pro 1 und der X-T1 (vor dem Firmwareupdate). Allerdings kann ich noch nichts dazu sagen, wenn das Licht nicht so optimal ist. Mal gucken, wie sie sich so bei Veranstaltungen schlägt. Übrigens für die Freunde des „Backbotton-Fokus“ hat Fuji auch eine gute Lösung. Man stellt vorn an dem Rad auch manuell, sodass der Auslöser den AF nicht mehr betätigt, allerdings die AF-L-Taste. Wobei ich mir den AF-L auf die AE-L Taste gelegt haben, weil besser erreichbar. Wenn jemand anderes mal ein Foto machen soll, einfach vorn wieder auf AF und gut. Nichts mit Menü usw. Einfach und effektvoll.

Auf die Bildqualität gehe ich nicht so groß ein, denn in der heutigen Zeit gibt´s keine, vor allem im Premiumpressegment, Kamera, die eine schlechte Bildqualität bietet. Kann sich keiner mehr erlauben. Man sagt sogar, dass die Bilder sich vor Bilder einer 35mm Kamera nicht verstecken brauchen und sogar wohl besser sein soll. OK das Fass will ich gar nicht erst aufmachen.

Leider unterstützt Capture One noch nicht vollumfänglich die X-Pro 2, sodass ich derzeit nicht mit komprimierten RAWs arbeiten kann und auch die Regler der Objektivkorrekturen sind ausgegraut. Hier hat mir aber der Support von Phase One die 9.1.2 in Aussicht gestellt, wo dann die X-Pro 2 komplett unterstützt wird. Ich hoffe die Version kommt bald. Denn leider gehört das 35mm f/2 zu den elektronisch korrigierten Linsen, was sich leider bei Linien stark bemerkbar macht.

Hier mal ein Vergleich:

Man könnte sich zwar über den Umweg der DNG-Umwandlung helfen, nur sind dann die Farben ein Brechmittel. Also harren wir die Dinge die da kommen. Und wenn ich dann meinen Workflow gefunden habe, werde ich auch etwas mehr zur Bildqualität sagen können. Vor allem auch im Hi-ISO-Bereich. Hier arbeitet die Fuji jetzt auch im erweiterten Bereich mit RAWs, was die anderen nicht machen. Hier kann ich nur im „nativen“ ISO-Bereich mit RAW arbeiten. Habe ich auch irgendwie nicht verstanden.

Was ich bei Fuji klasse finde, dass man auch die JPEGs ohne großartige Bearbeitung schon gut verwenden kann. Man kann sich dann auch schon einen typisch Fuji-Filmlook einstellen. Entweder bunt, neutral und schwarz-weiß in verschiedenen Ausprägungen.

Uff ganz schön lang geworden und daher jetzt das Fazit:

Mit der X-Pro 2 hat Fuji eine m.E.n. zurecht als Profikamera beworbene Kamera auf dem Markt geworfen. Sie hat ein tolle Design und eine sehr gute Bedienung. Sie wirft kaum Fragen auf.

Am Autofokus hat Fuji richtig gut gearbeitet. Sie ist zwar nicht Spitzenreiter, aber schon recht weit vorn dabei.

Sie ist sehr schnell betriebsbereit und mit 8Bilder/s gibt sie richtige Gas.

Video kann sie auch, aber kein 4K, was der Prozessor wohl leisten könnte, aber sie soll eher die Fotografen, als die Videografen ansprechen. Naja, Fuji war nie bei den Digitalen für Video bekannt. Wem das wichtig ist bei Panasonic, Sony und mittlerweile auch bei Olympus besser aufgehoben. Mir geht das am Ar… vorbei. Ich habe mir sogar die Videotaste umprogrammiert.

Also alles in allem ist die X-Pro 2 eine tolle Kamera mit Charakter, wobei Fuji das gut hinbekommen hat, dass man den Charakter nicht zu sehr als Ausrede für grobe Schwächen vorschieben muss, denn grobe Schwächen leistet sie sich überhaupt nicht.