Leider ist es doch passiert

Leider ist es doch passiert

Wie man gestern Abend u.a. auf Appleinsider  vernehmen konnte, stellt Apple die Entwicklung von Aperture und iPhoto aufgrund der neuen Photoverwaltung von OS X Yosemite ein. Das stimmt mich doch etwas traurig. Ich arbeite zwar schon seit längerem mit Lightroom, hatte aber eigentlich nie die Hoffnung aufgegeben, dass Apple doch noch eine neue Version rausbringt.

Der Plan soll wohl sein, dass Aperture noch auf Yosmite läuft und man ein Tool erhält, um seine Aperture-Daten in Lightroom migrieren zu können. Also erstmal muss man nicht in Panik verfallen.

Was mich aber auch noch weiter zum überlegen bringt, Lightroom hat jetzt keinen richtigen Gegenspieler mehr, der genug Nutzer hat, dass Adobe sich bei der Entwicklung seiner Software Mühe gibt. Ok das hat eigentlich Adobe auch bei Photoshop&Co auch nicht und diese Programme sollen ja auch recht gut sein. Nur habe ich meine Bedenken, dass man zukünftig Lightroom auch nur noch im Bundle mit Photoshop als Abo erhält.

Daher sollte man sich man die Alternativen angucken:

Capture One Pro

Lightzone

Darktable

DXO

AfterShots Pro

OnOne

Ich denke, die Liste ist sicher nicht vollständig, aber probieren sollte man es mal.

Ich selber habe mich mal mit Capture One beschäftigt und auch mit DXO. Bei beiden hatte ich mich schwergetan. Aber vielleicht sollte man sich jetzt mal wirklich mit den Alternativen befassen, weil Wettbewerb belebt halt das Geschäft 😉

Also ich werde da am Ball bleiben und wieder berichten

Lightroom Mobile wofür?

Lightroom Mobile wofür?

In den letzten Tagen kam Adobe mit Lightroom Mobile für das iPad raus. Da für mich ja das Thema Lightroom immer noch eine kleine Herzensangelegenheit ist, habe ich es mir natürlich installiert und ein bisschen rumprobiert. Allerdings kam bei mir die Frage auf, wofür oder für wen soll diese App sein?

Wie funktioniert LR-Mobile? Nachdem man sein LR auf die Version 5.4 gebracht und sich die App für das iPad aus dem App-Store geladen hat, muss man sich jeweils mit seiner Adobe ID anmelden. Die ersten 30 Tage kann man es testen ohne Creativ-Cloud-Abo, danach muss man sich entscheiden, ob man mit der „normalen“ Lightroom-Version und ohne Lightroom Mobile weitermacht oder sich das Abo shopped. Und ist m.E.n. auch der Haken, ich brauche z.B. kein Photoshop, weil ich zu fast 100% mit Lightroom bzw. Aperture arbeite.

Also nachdem man sich mit beiden angemeldet hat, kann man sich bei LR eine Sammlung anlegen, die man mit LR-Mobile synchronisieren kann. Im übrigen gehen Smartsammlungen bei der 1.0 noch nicht, aber vielleicht kommt das ja noch.

Wenn man dort Bilder drin hat, werden die sogenannten Smartpreviews mit der Cloud synchronisiert und wenig später hat man dann die Bilder auf seinem iPad. Hier kann man dann die Bilder flaggen, aber leider keine Sterne vergeben 🙁 . Ich denke, Adobe braucht ja auch noch was, um sich weiterzuentwickeln 😉 . Auch so die wichtigsten Bearbeitungen sind möglich, nicht aber, wenn man an den Farben drehen möchte. Ich habe es aber nur überflogen, vielleicht habe ich auch was übersehen. Die Bearbeitungen hat man dann wenig später auf dem Rechner, sofern man sich im WLAN befindet bzw. den Sync über mobile Daten aktiviert hat.

Soweit so gut. Aber was ist anders herum? Ich bin unterwegs und möchte die Bilder auf dem iPad sichern, in LR-Mobile importieren und im besten Fall über die CC auf den heimischen Rechner übertragen. Ja ok, RAWs über das mobile Datennetz zu übertragen birgt ein paar Probleme, aufgrund der vielleicht begrenzten Bandbreite und auch der Limitierung des mtl. Volumens. Das geht nicht. Wenn ich das Bild über das CameraConnection Kit in die Camera Roll vom iPad gebracht habe, kann man sich ein Bild in LR-Mobile importieren. Es kommt aber leider nur ein JPG (und ich gehe nicht davon aus, dass es sich um eine Smartpreview handelt) an, sodass mein Grundgedanke schonmal nicht funktioniert. Ich muss zu Hause meine Bilder eben doch in Lightroom importieren und ich wage zu Bezweifeln, dass es Lightroom schafft einen Bezug zwischen dem RAW und dem über die Cloud eingegangenen JPG hinbekommt.

Über app.net hat mir dann einer gesagt, dass er jetzt endlich auf leichte Art seine Bilder auf das iPad bekommt und er eben nicht immer sein Notebook dabei haben muss, um die Bilder bei Bedarf zu präsentieren. Naja, da würde ich mir einen Export auf die Festplatte einrichten und als Ziel einen Bilderordner auf die Dropbox konfigurieren und habe dann genauso die Bilder dabei, ohne, dass ich die Creative Cloud abonnieren muss. Wenn die Dropbox vom Platz her begrenzt ist, kann man auch seinen Flickr-Account nutzen. Allerdings fehlt dann die Möglichkeit der Bearbeitung. Aber mal ehrlich, will man wirklich auf dem iPad eine hochwertige Bildbearbeitung durchführen? Ich persönlich nicht. Aber es soll ja auch welche geben, die iMovie, iPhoto und/oder Garageband auf dem iPad nutzen.

Also wenn sich die Tage nicht irgendein triftiger Grund auftut, werde ich das nicht nutzen:

  1. wenn ich die Bilder schon in Lightroom importiert habe, dann gibt es andere Möglichkeiten, diese auf das iPad/iPhone zu bekommen
  2. wenn ich unterwegs meine Bilder sichern möchte, würde ich eher mein MacBook Pro mit einer richtigen Lightroom-Version verwenden
  3. wenn kein MacBook Pro zur Hand ist und nur mein iPad, dann würde ich die Bilder eher in Verbindung mit Photosmith verwenden. Weil ich dann auf dem iPad die wichtigsten Arbeiten, wie z.B. sortieren, verschlagworten, bewerten usw. durchführen und dann zu Hause auf den Rechner mit diesen Bearbeitungen übertragen kann

Alles in Allem ein interessanter Schritt von Adobe und man darf auch nicht vergessen, dass es sich um eine 1.0 Version handelt, aber der Grundgedanke geht zumindest an mir vorbei.

So und abschliessend könnte es für Apple mal die Chance sein, so ein Cloud-Konzept in Verbindung mit Aperture besser umzusetzen. (die Hoffnung stirbt zuletzt ;))

Aperture oder Lightroom?

Aperture oder Lightroom?

ja das ist immer wieder eine Frage, die sich einige im Netz oder auch sonst fragen. Ich auch.

Ich konnte jetzt mal mehr oder weniger vergleichen und möchte mal ein paar Gedanken hierzu loswerden.

Wie vielleicht der Eine oder Andere weiß, bin ich Aperture-Anwender der ersten Stunde. D.h. ich bin leidensfähig. Wer die 1.0 kennt weiß was ich meine 😉

Da ich (mal wieder) eine Leica mein Eigen nannte, hatte ich die Möglichkeit Lightroom ausgiebig testen zu können. Unter Zuhilfenahme von einigen der vielen Tutorials im Netz konnte ich mich da einigermaßen schnell einarbeiten.

Was meinen Workflow angeht muss ich sagen, LR kommt an Aperture trotz der Version 4 oder auch mittlerweile 5 beta nicht ran. Mir gefällt halt, dass die gesamte Verwaltung der Dateien auf Wunsch Aperture übernimmt. Ich muss mir über Dateistruktur überhaupt keine Gedanken machen, aber ich kann, wenn ich will. Ich ordne in Aperture nur nach Hauptordnern (z.B. Workshops, Photowalk, Veranstaltungen usw.), hier drin dann nach Projekten und innerhalb der Projekte vielleicht noch Alben. Ferner liebe ich es, dass man egal wo man ist (z.B. Diashow, Druck, Fotobuch usw. immer dort auch die Bilder bearbeiten kann, ohne dass ich in das Bearbeitenmodul muss. Auch finde ich es einfacher Projekte, die ich z.B. auf meinem MacBook Pro angelegt, teilweise bearbeitet habe zu exportieren und zum iMac zu importieren. Hier finde ich LR etwas komplizierter, da ich mir hier vorher Gedanken machen muss, ob ich einen Katalog exportiere oder eine Sammlung. Hier muss ich dann auf dem anderen Rechner dann auch einen leichten Eingriff in meine Dateistruktur machen. Es ist nicht soooo schlimm, aber eben m.E. etwas umständlicher.

Was ich an LR deutlich besser finde, allerdings erst ab der Version 4, dass sind die Themen, Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz und nicht zu vergessen Klarheit. Auch Verläufe erleichtert einen das Leben ungemein, wenn man es nutzt. Leider konnte man bei der 4er Version nur Staub, Pickel usw. nur Wegstempeln, was sich allerdings bei der 5er geändert hat. Hier kann ich jetzt auch endlich mal eine Narbe wegbekommen oder auch mal einen Baum usw.. Das geht auch bereits mir Aperture, aber im Vgl. nicht so gut, wie mit LR5. Alle anderen Bearbeitungen sind m.E. bei den beiden Programmen auf Augenhöhe.

Nik-Filter oder auch andere lassen sich bei beiden Programmen integrieren und auch der Export zu Flickr, Facebook & Co. ist bei beiden möglich. Orte kann LR mittlerweile auch, nur Gesichter noch nicht.

Warum habe ich jetzt seit Anfang des Jahres LR nicht nur probiert, sondern auch aktiv genutzt?

Ganz einfach, ich habe die Ergebnisse von LR der DNGs der Leica mit Aperture nicht nachbilden können. Oder ich habe die entsprechenden Regler nicht gefunden 😉

Aber warum stelle ich diesen Vergleich jetzt an und LR wieder in Frage?

Naja, nun bin ich die ganze Zeit mit der Bedienung nicht ganz warm geworden. Ferner fotografiere ich derzeit wieder mit der D600 und nicht mehr mit der Leica (sie wird wieder verkauft – die Gründe hierfür werde ich bei Gelegenheit auch mal niederschreiben) und hatte mir gestern mal den Spass gemacht und ein paar Bilder sowohl mit LR entwickelt, wie auch mit Aperture und da konnte ich kaum Unterschiede ausmachen, aber mal wieder im Workflow. Hier ist für mich Aperture einfach besser.

Was ich aber auch feststellen musste, LR hat auch Kamera- und Objektivkorrekturprofile integriert, die ich aber bei Leica aufgrund der Top Objektive nunmal nicht benötige, bei dem 24-120 von Nikon eigentlich schon. Das aber nur im direkten Vergleich. Mal gucken, wie sich die Festbrennweiten von Nikon so schlagen.

So was tun? Ich bin hin- und hergerissen. Wenn ich wüsste, was Apple nun mit Aperture macht. Lassen sie es sterben oder kommt da noch was? Wenn letzteres, dann würde ich Aperture auf jeden Fall weiter nutzen. Wenn der erste Fall eintritt, dann natürlich mit LR. Denn mit der 5er Version wird auf jeden Fall Aperture Adobe davonziehen.