Photowalk von Foto TV

Photowalk von Foto TV

Zum zehnjährigen Geburtstag von Foto TV veranstaltet Marc in Deutschland verschiedene Photowalks mit dem Thema Reportage.

Den Auftakt bildete Hamburg, der mit Hilfe von Marco Larousse organisiert wurde. Marco hatte ein „schlechtes“ Gewissen, als er meinen Namen bei den Teilnehmern gelesen hatte, da ich ja bereits beim Photowalk von Cosyspeed dabei war. Da ich aber zu spät kam, habe ich den bekannten Anfang verpasst, sodass ich zu den weniger bekannten Orten kam. Allerdings wäre das eh kein Problem gewesen, da diese Walks auch eher um die Sache und Kommunikation geht sowie neue Leute kennen zu lernen, als um die wettbewerbsmäßige Fotografie geht.

Was auch sehr witzig war, dass mich einen Tag vorher ein Kunde anrief, der eigentlich was anderes wollte und nur sagte: „übrigens morgen sehen wir uns“. Ich wusste zwar, dass er auch ein wenig fotoverrückt ist, aber damit hätte ich nicht gerechnet.

Wir hatten stark wechselhaftes Wetter, aber als Norddeutscher ist ja erst starker Regen, wenn dieser waagerecht in der Luft ist. Alles andere ist eher hohe Luftfeuchtigkeit 😉

Ich war mit der Fuji X-T2 und dem XF 16mm f/1.4 WR unterwegs und beide sind wasserfest. Wobei die „normalen“ Kameras mehr abkönnen, als die meisten denken. Ich hatte zwar auch mal das 27er drauf, aber ich habe gemerkt, dass ich eher der weitwinklige Typ bin und schnell wieder gewechselt

Der (verpasste) Treffpunkt war beim Rathausplatz, ging dann Richtung Planen un Bloomen über die „Schanze“ zur Hafencity, wo wir dann noch zu Essen eingekehrt sind. Da der Weg doch ziemlich weit war und auch die Teilnehmer recht viele waren, hatte es doch länger gedauert als gedacht, was mir aber auch schon fast klar war.

Wie gesagt war die Aufgabe eine Reportage zu erstellen und fünf Bilder nachher in die geschlossen Facebook-Gruppe zu stellen. Hier sind echt viele interessante Reportagen zusammen gekommen. Ich habe mich für „Urban Jungle“ entschieden, da es in Städten immer Ecken gibt, wo es entweder angepflanzten „Dschungel“ gibt oder sich die Natur ihren Lebensraum zurückholt. Hier mal meine Bilder.

Ich kann nur sagen, dass es mal wieder viel Spass gemacht hat und möchte mich bei der Organisation bei Marc, Heike und Marco bedanken und kann nur ermutigen in den anderen Städten dabei zu sein.

Alles in allem ein schöner runder Nachmittag mit vielen netten Menschen und in Ruhe seinem Hobby nachkommen.

1. internationaler Fotowalk in Prag

1. internationaler Fotowalk in Prag

Am Samstag den 13.05.2017 war der 1. internationale Fotowalk in Prag, der durch den Fotowalker organisiert wurde.

Da ich beruflich am Freitag in Chemnitz war, bot es sich an Samstag die zwei Stunden Fahrt nach Prag in Angriff zu nehmen.

Hotel war gebucht und da es morgens gegen 10 schon losgehen sollte hatte ich es umweit vom Treffpunkt gebucht. Da Prag ähnlich schwierig zum Parken ist, wie Amsterdam war nicht nur der Standort das Kriterium für die Wahl des Hotels, sondern auch ein Parkplatz. Nur hatte ich die Rechnung ohne das Hotel gemacht, denn der Parkpaltz war ca. 20 Gehminuten vom Hotel entfernt. Da es aber ein Umweg gewesen wäre, das Auto wegzustellen und zum Hotel zurück und dann zum Treffpunkt, habe ich mich für das Späteinchecken entschieden. Das war aber auch kein Problem, da die Rezeption 24h besetzt ist. Als ich bei dem Parkplatz (was eigentlich zu einem anderem Hotel gehörte) angekommen war, ging mir auch ein Licht auf, warum die Dame vom Hotel gefragt hatte, ob ich ein großes Auto habe. Also viel breiter als mein Mini hätte das Auto auch nicht sein dürfen.

Eine kleine Anmerkung auch für Pragreisende, blaue Linien bei den Parkplätzen sind für Prager reserviert und Touristen werden relativ schnell mit einer Parkkralle belohnt. Daher wirklich darauf achten, dass das Hotel einen eigenen Parkplatz hat. Und was auch auch bei meinem ersten Mal in Prag war, man sollte kein großes Auto haben.

So Auto geparkt, Fototasche gegriffen und ab zum Treffpunkt. Leider war es ein großer Platz und ich kein regelmäßiger Facebookleser, sodass ich aber mit Hilfe von Slack die Truppe gefunden haben. Gott sein Dank eine entspannte Gruppe, sodass meine kleine Verspätung auch kein Problem darstellte.

Leider war unser „Fremdenführer“ Björn krank, aber er hat als Vertretung seine Freundin geschickt und die Arme durfte uns Fotografen, die an jeder Ecke stehengeblieben sind, durch Prag führen. Da der Tag der offenen Gebäude war, wollten wir auf eines der größten Gebäude an dem Platz, um einen Überblick von Prag zu bekommen. Leider hätte es sehr lange gedauert, um ganz nach oben zu gelangen, da die Menge der Menschen begrenzt war. Als wir rausgegangen waren, mussten wir feststellen, dass der Weg, durch die Dessous-Abteilung des Kaufhauses nicht der offizielle war, denn die Schlange war sehr lang.

Wir sind dann zur Franz-Kafka-Skulptur gelaufen, die schon ein Besuch wert ist, wenn sie sich alle paar Minuten verändert. Im übrigen wurden wir von Boschi immer gefilmt, denn er hat uns immer die GoPro in die Fresse gehalten. Ich persönlich hab da ja kein Problem mit, dass man bei einem Fotowalk oder -Workshop gefilmt oder fotografiert wird, denn das gehört dazu. Nur unser „Fremdenführerin“ war leicht genervt 😉

Natürlich sind wir dann zur Karlsbrücke, denn die gehört zu einem Besuch in Prag einfach dazu. Nur war die gefühlt im Vergleich zum meinem ersten Besuch in Prag deutlich voller.

Bei dem Fotowalk sind wir dann auch in ein typischen Prager Restaurant, wo wir dann die typisch böhmische Küche und einem leckeren Bier genießen konnten.

Danach sind wir dann hoch zur Burg, wo dann schon die ersten Klagen unserer bayrischen Teilnehmer hochkamen, weil wir soviel laufen. Nunja, dass einige Bayern kein Deutsch können ist mir ja bewusst, aber kein Deutsch und kein Englisch ist schon hart, denn irgendwas hat er wohl in dem Wort Fotowalk nicht verstanden ;). Und man muss dazu sagen, dass Chris die ursprünglich von Björn geplant wurde, deutlich entschärft hatte 😉

Nunja oben auf der Burg war dann eine erhöhte Sicherheitskontrolle, um nicht zu sagen, dass da neu war, denn 2014 war dort noch keine. Recht viel Polizei und Militär. Einen kleinen historischen Umzug durften wir dann auch beiwohnen.

Nachdem wir dann den höchsten Punkt erreicht hatten und die Aussicht genossen haben, sind wir dann zum Letná- Park, wo wir dann leider bei Regen die Aussicht über die Moldau genießen durfen. Im übrigen sind wir dann einen Teil mit der Staßenbahn gefahren, was auch für eine große Begeisterung bei einigen Teilnehmern gesorgt hat. Auch habe ich zwischendurch mitbekommen, dass ich gar keine Kronen gewechselt habe, da auch in Prag, ähnlich wie in Amsterdam die EC-Karte ein gängiges Zahlungmsittel gilt. Ich habe jetzt auch bei meiner Sparkasse eine Karte mit NFC-Chip bestellt, da ich diese mitleidigen Blicke nicht mehr ertragen kann, wenn ich die Karte in das Gerät stecken muss 😉

Bevor wir dann zu Björn sind, sind wir aber noch in einem netten Bistro eingekehrt, wo dann einige noch einen Kleinigkeit gegessen haben und wir natürlich wieder ein bis mehr leckere Bierchen genossen habe.

Bei Björn konnten wir dann noch etwas über das Leben in Prag und das Arbeiten bei Olympus erfahren, was ich super interessant fand. Nachdem sich dann die meisten verabschiedet hatten, wurde ich noch von Chris und Björn genötigt, mit den beiden und Boschi einen Podcast aufzunehmen, was auch eine tolle Erfahrung war und auch riesig Spass gebracht hat.

Nach ca. 2,5h Aufnahme war es dann irgendwie 2 oder 3 Uhr morgens und ich habe immer noch nicht eingecheckt und der Koffer war auch noch im Auto. Da ich aber auf einen Umweg keine Lust und ich ja auch kein Geld für ein Taxi hatte, bin ich direkt ohne Klamotten zum Hotel, weil ich einfach nur schlafen wollte.

Also alles in allem ein gelungener Fotowalk, der von Chris sehr gut organisiert war und ich mal wieder einen Schwung nette Leute kennengelernt habe. Schön ist auch, dass sich da im Slack auch eine nette Community aufbaut, wo man sich schön austauschen kann und ich bin gespannt, wo dann der nächste internationale Fotowalk im nächsten Jahr stattfinden wird.

Und Videos existieren auch schon:

Mein Amsterdam

Mein Amsterdam

In 2016 war ich irgendwie achtmal in Amsterdam. Gott sei Dank immer privat, sodass ich diese Stadt geniessen konnte.
Es war immer ein Wochenende oder ein verlängertes Wochenende. Ich habe überlegt wie soll ich meine Erlebnisse und Erfahrungen niederschreiben, weil ich zwar hier gesagt habe, dass ich mal von der einen oder anderen Reise berichten will. Nur bin ich kein Reiseblogger und habe mir natürlich keinerlei Notizen von Hotels, Kneipen usw. gemacht und es im Nachhinein sehr schwer ist alles so nachzuvollziehen. Aber ich will dann mal einigermaßen strukturiert loslegen.

Anfahrt und Parken:
Ich bin bis auf einmal immer mit dem Auto gefahren, was von Bremerhaven aus i.d.R. recht entspannt geht, da ich erst Landstraße und dann Autobahn gefahren bin. Die Autobahnen in den Niederlanden sind meist entspannt zu fahren. Nur je nach Tageszeit ist manchmal um Groningen Verkehr und nach Amsterdam rein. Letzteres hatte ich nur die ersten beiden Male gemacht, aber parken innerhalb des Stadtrings ist einfach mit 35-45€ pro Tag zu teuer. Falsch parken wird meist mit einer Parkkralle und hohen Strafen quittiert. Durch einen Bekannten bin ich dann auf Diemen gekommen, wo u.a. auch kostenlos P+R-Parkplätze angeboten werden. Hier mal eine Adresse für das Navi:

Diemen Zuid
Diemerdreef 2
1112 CK Diemen
Niederlande

Wie gesagt, derzeit noch kostenlos, ob es so bleibt sei mal dahingestellt. Ich hab allerdings gelesen, dass andere P+R Parkplätze auch nich so teuer sind.

Dieser Parkplatz ist direkt an einer Metrostation, wo man dann für 2,90€ nach Amsterdam Centraal-Station fahren kann.
Einmal bin ich mit Fernbus nach Amsterdam gefahren, muss aber sagen, dass es zwar sehr günstig ist und man sich das Autofahren spart, allerdings kann es auch nervig sein. Auf der Hinfahrt waren ein paar Proleten im Bus, die der Meinung waren, sie sind alleine und die Rückfahrt ging mit deutlicher Verspätung los, sodass ich mit vier Stunden Verspätung in Bremen angekommen bin.

Öffentliche Verkehrsmittel:
Noch ein Grund warum es sich nicht lohnt nach Amsterdam mit dem Auto reinzufahren, sind die guten öffentlichen Verkehrsmittel. Das Auto bleibt eh dort stehen, wo man es (teuer) abgestellt hat, denn Auto fahren lohnt sich nicht, weil Parkplätze findet man eh nicht und der Verkehr ist für einen Provinzler eine Herausvorderung. Radfahrer haben immer Vorfahrt, auch wenn die Straßenverkehrsordnung was anders sagt, in Amsterdam gilt das nicht 😉
Daher lohnt es sich, gleich eine Karte zu kaufen, die man mit einem Guthaben aufladen kann. Beim Einsteigen hält man es vor den Automaten (ja die Holländer haben es mit NFC verstanden) und beim Aussteigen hält man die Karte wieder davor. Es wird dann die Fahrt belastet. Wenn man innerhalb von 30 Minuten wieder fährt, wird ein Umsteigertarif abgerechnet. Wenn man beim Aussteigen vergisst die Karte vorzuhalten, dann ist diese glaube ich mit 8€ belastet. Aber insgesamt ist man entweder zu Fuss unterwegs oder mit ÖPNV. Wenn man mal Taxi fahren will oder muss, bitte darauf drängen, dass das Taxameter eingeschaltet wird, weil man sonst abgezockt wird. Aber auch mit Taxameter hat man den Eindruck 😉

Unterkunft:
Anfangs hatte ich im Hotel übernachtet, nachher Gott sei Dank privat. Hotelempfehlungen kann ich keine richtigen aussprechen, weil sich je nach Veranstaltung das Preis-/Leistungsverhältnis verschieben kann. Ein Hotel, was an einem Wochenende günstig war, kann an einem anderen sehr teuer sein. Vermeintlich günstige können aber auch sehr teuer sein, weil es Absteigen sind. Wenn Ihr eine Tour plant und das eine oder andere Hotel ins Auge gefasst habt, dann fragt mich ruhig, vielleicht kann ich dann was dazu sagen. Zumindest zu der Gegend.
Die Hotels habe ich entweder mit HRS oder booking.com rausgesucht. Man kann zwar auch Hostels nehmen, die aber nur dann günstiger sind, wenn man Mehrbettzimmer bucht. Doppelzimmer sind mindestens genauso teuer, wie ein Hotel. Insgesamt sind die Übernachtungsmöglichkeiten im Zentrum von Amsterdam recht „anspruchsvoll“.
Achja, Frühstück muss man nicht immer mitbuchen, denn man kann eigentlich überall frühstücken. Entweder das Schnelle auf die Faust von Albert Heijn oder Backery. Einen Coffeshop sollte man nicht nehmen, es sei denn man möchte das Gebäck mit Marihuana 😉

Kneipen-/Nachtleben:
Auch hier kann ich keine generellen Tipps abgeben, nur dass ich selten enttäuscht wurde. Das Personal ist eigentlich immer gut gelaunt und sehr aufmerksam und auch beim Essen wurden wir selten enttäuscht. Auch hier kann ich anbieten, dass ihr bei Bedarf einfach mal fragt.
Aber auch tagsüber kann man an jeder Ecke ein kleines Bierchen bekommen und auch bei kaltem Wetter kann man unter Heizsonnen sein Bierchen genießen. Im übrigen mag ich die Niederländischen Biere sehr gerne. Ok kommen vielleicht nicht so ganz an die Prager Bier ran.
Was ich Amsterdam auch sehr gut finde, nicht nur dass in der Innenstadt immer mal Pissoirs sind, nein Abends werden auch noch welche aus dem Boden hochgefahren, wo man als Mann seine Notdurft verrichten kann, anstatt in die Ecke zu pullern. Für die Frauen ist insofern gesorgt, dass man sich in keinem Restaurant oder Kneipe dafür entschuldigen muss, dass man die Toilette benutzen kann. Bezahlung meist negativ.

Shopping:
Da kann ich sehr wenig zu sagen, da ich kein Shopping-Typ bin, nur, dass Amsterdam immer voll ist und auch die Geschäfte Sonn- und Feiertags geöffnet haben. Also Partner in der Shoppingmeile „entlassen“ und an die nächste Ecke nen Bierchen trinken und die Leute beobachten.

Museen und Freitzeit:
Auch kulturell wird in Amsterdam einiges geboten und ich kann gar nicht alles aufzählen, aber zumindest wo wir waren, kann ich empfehlen:

Bolsmuseum: alles um Schnaps

Heinekenmuseum: alles um Bier. Achtung beim Kauf von Klamotten, es waren zu diesem Zeitpunkt eher italienische Schnitte, d.h. selbst XXL saß bei mir eher tailliert. Also in Amsterdam noch anprobieren. Ein Tausch auch hinterher ist überhaupt kein Problem. In meinem Fall mit Geld zurück.

Amsterdammuseum: naja sagt der Name schon und sehr interessant

EYE Filmmuseum: hier muss man an der Centraal-Station auf die andere Seite mit der Fähre wechseln

van Gogh-Museum: habe ich noch nicht geschafft, soll aber sehr interessant sein, auch für Fotografen

Ansonsten kann ich auch den Vondelpark empfehlen. Hier kann man schön die Seele baumeln lassen und mittendrin ist auch ein Veranstaltungszentrum, wo immer mal wieder Live-Events sind. Sehr entspannend.

Ausflüge:
Da waren wir nur einmal außerhalb von Amsterdam in Zaanse Schans, was bei schöne Wetter richtig schön und erholsam ist. Hier kann man schön spazieren gehen, sich Windmühlen und traditionelle Häuser ansehen.

Veranstaltungen:
Man kann immer nach Amsterdam fahren, es gibt glaube ich kein Wochenende, wo nicht irgendeine Veranstaltung ist. Daher ist auch immer was los in Amsterdam. Ob es Kingsday ist oder Bloemchenmarkt, Tulpenfest, Gay-Pride (hier feiert ganz Amsterdam, da sind bei Diesel u.a. zwei männliche Schaufensterpuppen, die sich die Hand halten oder bei Albert Heijn „to go“ heisst dann „to Gay“ und das Personal trägt ausnahmslos entsprechende T-Shirts). Auch das Lightsfestival, was zwischen November und Februar Amsterdam mit Lichtinstallationen von internationalen Künstlern bereichert ist sehenswert. Vor allem vom Wasser aus. In der Weihnachtszeit gibt es keine Weihnachtsmärkte wie wir sie kennen. Lediglich bei Museum-Plejn ist eine Schlittschuhbahn aufgebaut und drumherum ein Weihnachtsmarkt, wo man auch mal einen Glühwein erhält.

Marihuana:
Da ich selber Nichtraucher bin und so ein Zeug auch nicht rauche, kann ich da nur wenig Tipps geben. Es ist ja in den sogenannten „Coffeeshops“ erlaubt Marihuana zu konsumieren, aber Achtung, da es legal ist, ist die Qualität sehr gut und auch nicht gestreckt. Vor allem Amerikaner kommen schnell an ihre Grenzen. Da vor allem im Sommer die Türen immer offen stehen, riecht man überall in Amsterdam den süßlichen Duft von Marihuana. Nach ein bis zwei Tagen hat man sich aber daran gewöhnt.

Redlight Distrikt:
Auch, wenn man die Dienste nicht in Anspruch nehmen möchte, ist er ein Besuch wert, aber bitte aus Respekt vor den Damen keine Fotos!

Homosexualität:
Auch hier ist Amsterdam m.E.n. eine Hochburg. Ich glaube, es gibt keine Stadt, die toleranter ist, als Amsterdam. In Amsterdam wurde im übrigen das erste homosexuelle Paar getraut und hier heisst es auch „verheiratet“ und nicht wie in Deutschland „verpartnert“! Wie oben beschrieben macht die ganze Stadt bei Gay-Veranstaltungen mit. Egal ob Hetero- oder Homosexuell. Aber Achtung für die, die aus einer Provinz kommen, bei z.B. der Gaypride bekommt man schon ziemlich schillernde Gestalten zu sehen. Auch sieht man recht häufig die regenbogenfarbene Flagge vor der einen oder anderen Kneipe. Wer hier ein ein paar Tipps benötigt, kann mich gerne anschreiben.

Fotografie:
Was soll ich dazu schreiben. Für Streetphotographen sicher spannend, aber auch für die Urban-Exploration-Photographen sehr interessant. Ob auch für Architektur kann ich mangels Ahnung wenig sagen, außer, dass da für mich schon sehr interessante Bauwerke stehen. Ich denke, dass es auch interessant sein könnte, mit Models dort hinzufahren, da es einige schöne Hotspots gibt. Nur meist voll. Bis auf meinen ersten Besuch zum Jahreswechsel 2015/2016 habe ich meine Leica M 262 oder 246 dabei gehabt und auch immer nur ein Objektiv. Akku habe ich übers Wochenende nicht leer bekommen und die Speicherkarte (32GB) nicht voll. Der Grund, warum ich nicht alle meine Linsen mitgenommen habe, ich habe nebenbei fotografiert und wollte keinen Stress aufkommen lassen: „Oh welches Objektiv und welche Kamera ist jetzt die Richtige?“ „Ach Mist, verpasst“. Nein mit nur einer Kamera und einem Objektiv schult man sein Blick für die Motive, die damit möglich sind und wenn man seinen Kopf davon freimacht, was man alles verpasst haben könnte, ist es super entspannend und man kommt auch mit keinem vermeintlich verpassten Motiv nach Hause. Probiert es mal.

Also insgesamt muss ich sagen, ist Amsterdam eine sehr schöne Stadt, die Amsterdamer sind meist sehr entspannt und können auch immer Englisch. Mir ist auch aufgefallen, dass sie deutlich weiter sind, als wir Deutschen. Die Mitarbeiter, die arbeiten müssen, fügen sich ihrem Schicksal und sind meist gut gelaunt und sehr freundlich und so geht der Arbeitstag eben schneller und entspannter zu Ende.
Auf Radfahrer muss man auch als Fußgänger aufpassen, denn Rücksicht kennen die nicht und man wird zur Seite geklingelt, aber selten unfreundlich oder aggressiv.

Bargeld benötigt man selten, da man überall mindestens mit EC zahlen kann, egal welcher Betrag. Und auch überall kontaktlos, sofern die Karte das unterstütz. Wenn man ein Niederländisches Konto hat, kann man sich auch einen Betrag von 20€ freischalten lassen, wo man keinen PIN benötigt, sondern einfach vor das Gerät hält. Finde ich sehr gut. Sporadisch oder bei höheren Summen muss man den PIN eingeben.
Was ich auch interessant finde, es wird immer auf- oder abgerundet. 1 oder 2 Cent Stücke gibt´s da im Prinzip nicht.

Apropos Geld, da benötigt man schon recht viel. Für ein verlängertes Wochenende mit Hotel und Verpflegung kann man schon eine Woche Kos all incl. buchen. Wenn man sich die Mieten und Immobilienpreise so ansieht, dann ist Amsterdam kein Schnäppchen.
Puh, ich könnte noch soviel schreiben und Ihr könnt meine Begeisterung von Amsterdam merken und der der schonmal da war vielleicht auch verstehen.
Mal sehen, wie häufig ich in diesem Jahr dort hinfahre, wobei ich mir eigentlich schon ein paar andere Ziele gesetzt habe, denn Europa hat noch ein paar andere schöne Ecken.

 

RAW Festival Worpswede

RAW Festival Worpswede

Ja ich weiß, es ist schon lange her, dass ich das letzte Mal hier was geschrieben habe, aber ich bin derzeit sehr faul. Zwar nicht fotografisch, aber zum Schreiben. Aber das hat man ja mal.

Jetzt hatten wir hier im Norden mal ein Fotofestival und ich habe es zu spät registriert. Ich hatte es zwar in Fotozeitschriften gelesen und gedacht, ich könnte da mal hingehen, aber dabei ist es geblieben. Das Festival ging ja nur vom September bis Oktober 2016!

In dem Künstlerdorf Worpswede haben sich einige zusammengetan, um ein kleines aber feines Fotofestival aufzuziehen. Wie gesagt, ich habe es im Prinzip zu spät richtig war genommen, sodass ich es geschafft habe am letzten Tag mir wenigstens die Ausstellungen anzusehen. Diese waren in unterschiedlichen Lokationen untergebracht, die ich bei schönstem Herbstwetter fussläufig erreichen und so den Sonntag genießen konnte.

Es haben unterschiedlichste Fotografen etwas ausgestellt. Ob es Serien waren über Tankstellen, Street, Kriegsgebiete und alles in einer guten Darstellung. Die Ausstellungen kamen sicher nicht an die Präsentationen einer Leica-Gallerie oder den Hamburger Deichtorhallen heran, aber eben das natürliche machte seinen Reiz aus. Auch die unterschiedlichen  Lokationen, ob es eine ehemalige Tischlerei war oder andere Gewerberäume, empfand ich als sehr angenehm.

Im nächsten Jahr vom 17.09. – 17.10.2017 wird wieder ein Festival aufgezogen und dann alle zwei Jahre. Sie wollen immer im Jahr der „Nichtphotokina“ dieses Festival aufziehen und ich werde mit Sicherheit nicht nur am letzten Tag dabei sein, sondern auch an anderen Tagen, wo auch die Fotografen ihre Werke vorstellen oder auch an Workshop und Präsentationen teilnehmen. Ich fahre ja nichtmal eine halbe Stunde dorthin.

 

Fotomarathon Hamburg

Fotomarathon Hamburg

Puh ich muss sagen, ich hänge etwas hinterher, was das Schreiben hier im Blog angeht. Eigentlich habe ich noch einen kleinen Bericht über mein verlängertes Wochenende in Amsterdam über Himmelfahrt und auch ein etwas ausführlicheren Bericht des Klostergeister 2016 Workshop steht auch noch aus.

Aber aus aktuellem Anlass werde ich meine Erlebnisse vom letzten Samstag einfach mal vorziehen, da die Erinnerungen noch so schön frisch sind und es auch noch ein tolles Erlebnis war.

Ich hatte mich schon vor längerer Zeit mal beim Newsletter des Fotomarathon Hamburg angemeldet und habe mich durch Kollegen von 365fotos.org überreden lassen dort mitzumachen. Da ich recht spät dran war, bin ich erst auf der Warteliste gelandet, aber schnell nachgerückt – es gab kein zurück .

Was ist der Fotomarathon HH? Im Groben ist es 24 Bilder in 12 Stunden digital oder analog zu machen. Hier gibt es allerdings ein paar Einschränkungen, die es interessant machen, mich aber auch teilweise zur Verzweiflung gebracht haben.

Was macht die Sache so interessant und auch herausfordernd? Man bekommt kurz vor Start das Oberthema, was sich durch die Bilder durchziehen sollte und dann erstmal acht Unterthemen, ein Etappenziel und eine Uhrzeit zu der man sich dann den ersten Stempel abholt. Dort erhält man die nächsten acht Aufgaben und das nächste Etappenziel mit der Zeitvorgabe und am letzten Etappenziel erhält man dann die letzten acht Aufgaben und das Ziel. Wie gesagt, vorher war nichts bekannt.

Nun zu den Regeln:

  1. es dürfen nicht mehr als 24 Bilder auf der Speicherkarte oder dem Film sein
  2. es muss die Reihenfolge der Aufgaben eingehalten werden
  3. nur JPEG, keine RAW und auch keine Bearbeitung hinterher (man durfte sich aber schon Styles in der Kamera vor dem Bild einstellen)
  4. Querformat, da auch die Hochformatbilder quer aufgehängt werden
  5. um 10 Uhr war der Start und um 22 Uhr war Zielankunft
  6. kein Smartphone

Ich hatte mir selber auch noch ein paar Regeln auferlegt, die die Sache nicht gerade einfacher gemacht hat:

  1. alles zu Fuss
  2. die Bilder sollten an den Standorten oder auf dem Weg entstehen
  3. pro Aufgabe nicht zuviel probieren, sondern die Idee und max 1-3 Bilder, denn die analogen Kollegen hatten ja auch nicht so den Komfort, dass die sich die Bilder aussuchen konnten.

Das Oberthema war „Die Stadt ist Deine Bühne!“ Hier hatte ich glaube ich das etwas zu eng gefasst, denn „Die Stadt“ war für mich Hamburg. D.h. jedes Bild sollte ein Bezug mit Hamburg haben. Dies und auch die Punkte 1 und 2 haben mir das Leben nicht einfacher gemacht. So nachdem ich ein paar andere Bilder (Tim und Thomas Leuthard) schon gesehen habe und auch die >50.000 Schritte die ich gelaufen bin, hätte es wohl auch gereicht, wenn in den Bilder der Bezug auf „eine Stadt“ gewesen wäre.

Die ersten acht Themen starteten im Schanzenviertel:

  1. Wie es Euch gefällt (hier sollte auf jeden Fall auf dem Bild die Startnummer sein)
  2. Ensemble
  3. Ungeschminkt
  4. Kostüm
  5. Kulisse
  6. Zweitbesetzung
  7. Generalprobe
  8. Lampenfieber

Etappenziel war dann in Eimsbüttel

Die nächsten acht Themen waren dann:

  9. Vorhang auf
10. Rampenlicht
11. Diva
12. Monlog
13. Blackout
14. Souffleuse
15. Drama
16. Abgang

 Ziel war dann in St. Georg

 

Und die letzten acht Themen waren:

17. Szenenwechsel
18. Letzter Akt
19. Heldentod
20. Loge
21. Beifall
22. Verbeugung
23. Zugabe
24. Schlussvorhang

Hier war das Ziel auch wieder Eimsbüttel

Ein besonderen Dank gilt dem Kollegen, der mir erst das Bier (ok es waren zwei) verkauft und sich dann bereit erklärt hatte für mich zu posen. Der Typ war einfach nur cool drauf und wir hatten viel gelacht. Ich würde mich freuen, wenn der zur Ausstellung kommt!

Dann ist mir natürlich auch noch ein Supergau passiert. Wie ich ja schon geschrieben habe, wollte ich ja nur 1 max. 3 Bilder eines Motivs machen. Was im übrigen auch fast immer geklappt hat. Ich habe dann sofort ausgesucht und das Bild über die Kamera geschützt, um ein versehentliches Löschen zu vermeiden. Nun genau das hatte ich beim „Letzter Akt“ vergessen, was ich bei drei Bildern weiter leider schmerzlich merkte, denn die durfte ich wiederholen, was aber leider nicht 1:1 klappte, da ich schon zu weit weg von dem ursprünglichen Standort war und mit die Zeit wegrannte.

Was würde ich nächstes Mal anders machen oder was für Fehler habe ich gemacht?
Ob ich nächstes Mal wieder alles erlaufen werde, weiss ich nicht, aber man verliert Zeit, wobei die Idee von  mir war, dass ich die Motive auf dem Weg finde, was teilweise geklappt hatte, meist aber nicht. Hier hätte ich es mir einfacher machen können, indem ich in Stadtteile gefahren wäre, wo vielleicht etwas besser Motive für die Einzelnen Themen wahrscheinlicher gewesen wäre. Mir fällt da nur die Reeperbahn ein.

Dann vielleicht das Oberthema mal wirken lassen, denn ich habe mir schon das Leben gewaltig schwer gemacht, indem ich statt die bzw. eine Stadt an sich Hamburg zu sehr in den Fokus genommen habe. Ok, manchmal muss man schon suchen und man muss sich in Hamburg auskennen, um es zu erkennen, aber spätestens bei den Astra-Flaschen war der Bezug zu Hamburg wieder da.

Auch wenn ich zwischendurch der Verzweiflung nahe, ich mit den Bilder nicht zufrieden bin und es sehr anstrengend war, hat es riesig Spass gebracht und würde und werde es wohl wieder machen. Mal gucken, vielleicht melde ich mich auch noch beim Fotomarathon Bremen an. Hier ist zwar auch nur noch die Warteliste, aber vielleicht klappt es ja.

Nun noch ein paar Worte zur Ausrüstung. Hier war für mich die Maßgabe, weniger ist mehr, denn 12 Stunden ist eine lange Zeit und der Rücken wird es Danken, wenn man nicht zu schwer unterwegs ist.

Daher hatte ich die Leica M Monochrom mit einem Summicron 1:2/35mm und 1:2/50mm mit Orangefilter dabei. Ferner einen Fuji EF-X 20 Blitz (hatte ich im Einsatz), ein Tischstativ (hatte ich im Einsatz), Akkus (die ich nicht benötigt habe), für den Notfall Ersatzspeicherkarte (brauchte ich nicht), ein Mulitool (brauchte ich nicht), eine Taschenlampe (brauchte ich nicht) und etwas zum Reinigen. Das hatte ich alles in der Cosyspeed Streetomatic Gürteltasche und in der Pacsafe-Gürteltasche hatte ich die Unterlagen, Geldbörse, Wasser und Kleinkram. Die Leica hing diagonal in einem Peakdesing-Gurt. Das hatte alles wunderbar gepasst, sodass ich in Bezug auf Kameratechnik den Kopf absolut frei hatte, was sehr wichtig ist. Ich glaube so einen Marathon mit einer neuen und/oder zu schweren Ausrüstung kann eine große Qual werden. 

So und nun noch zum Schluss, die Bilder aller Teilnehmer werden am Samstag den 27.08.2016 von 13 bis 21 Uhr und Sonntag den 28.06.2016 von 11 bis 17 Uhr in den Mozartsälen in der Moorweidenstraße 36, 20146 Hamburg präsentiert. Eintritt kostet 3€