Photoauge bei der Bildbesprechung

Photoauge bei der Bildbesprechung

Also erstmal ein frohes neues und vor allem ein gesundes Jahr.

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr auch einen kleinen Rückblick machen und vor allem auf die Dinge eingehen, die ich in meinem letztjährigen ersten Blogbeitrag gesagt hatte. Im Kopf habe ich es auch weitestgehend schon soweit fertig, möchte es aber noch etwas verfeinern. Also habt Geduld.

Allerdings möchte ich trotzdem einen kleinen Beitrag schonmal in Ergänzung zu meinem Workshop in der Lüneburger Heide loswerden.

Frank hatte uns gebeten, wenn wir Lust haben, dass Bilder von uns bei seiner Bildbesprechung teilnehmen können, was jetzt auch geschehen ist. Leider haben nur vier Leute Bilder abgegeben.

Aber eines meiner Bilder war auch dabei und ist auch ganz gut weggekommen. Ich hatte eigentlich mit etwas mehr gerechnet, muss aber dazu sagen, dass es schon im Vorfeld dort vor Ort besprochen wurde. Ich habe allerdings nur den Zaun weggenommen und meine mehr oder weniger Standardbearbeitung durchgeführt habe.

Hier mal das Ursprungsbild unbearbeitet über Capture One in JPEG umgewandelt und das besprochene:

Wenn man sich das so ansieht, dann ist es schon Erstaunlich, wie man mit relativ wenig Aufwand eine andere Lichtstimmung hinbekommt. Und bis auf den Zaun, war es wirklich recht schnell. Aus heutige Sicht hätte ich es sogar noch etwas dezenter gemacht.

 

Welches ist besser?

So das nur mal ein kleiner Beitrag.

Warum ich mir die Leica Q nicht kaufen würde und werde

Warum ich mir die Leica Q nicht kaufen würde und werde

In letzter Zeit liest man relativ viel über die Leica Q und alle, die sie haben oder testen konnten, loben sie über alles. Natürlich bin ich als Leica-Fanboy stark interessiert und konnte sie vor kurzem mal in die Hand nehmen und auch mal ein paar Fotos auf meine Speicherkarte schießen.

Ich finde sie sehr schick und sie ist eben auch sehr gut verarbeitet. Leica eben. Aber letzteres ist aber auch ein Handycap, denn sie ist durch den 35mm-Sensor und dem hochaufgelösten Objektiv auch recht schwer und groß. Wie Ihr dem Beitragsbild entnehmen könnt, ist sie nur etwas kleiner, als eine Leica M. Fairerweise muss ich aber sagen, da das Bild mit meiner Ricoh GR aufgenommen wurde und da sie ein Kleinbildäquivalent von ebenfalls 28mm hat, wirkt die Leica Q größer. Nichtsdestotrotz ist die Leica Q genausowenig hosentaschentauglich, wie eine Leica M und nur bedingt für die Jackentasche. Ok, eigentlich soll sie ja auch immer zur Hand sein 😉

Dann lese ich auch immer mal wieder, dass man mit der Leica Q ein 28mm Summilux bekommt, was für die Leica M alleine schon 6.000€ kostet und mit der Leica Q bekommt man sogar noch eine Kamera dazu und das kostet zusammen knapp 4.000€. Ein Schnäppchen? Dazu später mehr.

Bevor ich zu meinem Kontra komme, will ich erstmals neben der tollen Verarbeitung auch noch ein paar weitere positive Dinge hervorheben. Der integrierte Sucher ist eine Wucht und der Autofokus ist endlich mal auf der Höhe der Zeit, was das Thema Schnelligkeit und Treffsicherheit angeht. Das war bei Leica in der Vergangenheit ein Manko (der Grund, warum ich mich von der Leica T getrennt habe), vor allem, wenn man die Autofokus einer Olympus OM-D kennt und gewohnt ist. Dass das gute Display nicht klappbar ist, kann ich als Zugeständnis des Design verschmerzen, vor allem, weil es auch einen guten Betrachtungswinkel hat.

Die Bedienung ist wie immer bei Leica einfach und übersichtlich. Bei Leica bedarf es weder eine Bedienungsanleitung noch ein Videotutorial, wie man es als Neuling bei Olympus benötigt. Das will ich hier auch nochmals betonen. Auch hier ist Leica groß.

Alles in Allem eigentlich eine tolle Kamera, die auch kurzzeitig einen gewissen Reflex bei mir ausgelöst hat, bis ich die Bilder von der Speicherkarte in Capture One geladen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich bei Capture One standardmäßig die Objektivkorrekturen abgeschaltet habe, da mir oft die nichtkorrigierten Bilder besser gefallen.

Was ich aber jetzt gesehen habe, hat mich doch geschockt und daher kann ich nur sagen, dass das Summilux der Leica Q nicht nur nicht ganz so lichtstark (1:1.7 statt 1:1.4) ist, wie das der M, sondern auch im Zeitalter der digitalen Objektive angekommen ist. Hier laufen viele Korrekturen digital ab, die man bei z.B. Lightroom offensichtlich nicht sieht. Denn keines der Berichte, die ich bisher gelesen habe, hat hierüber berichtet.

Ok in eines der letzten LFI konnte man nachlesen, dass mechanische Objektivkorrekturen nicht nur sehr aufwändig seien, sondern manchmal auch kompromissbehaftet und die elektronische Zuhilfenahme diese ausgleichen kann.

Aber macht Euch selber mal ein Bild. Die Bilder haben nur meinen Standardprozess durchlaufen und unterscheiden sich nur um die eingeschaltete Objektivkorrektur. Am Besten die Bilder anklicken.

Hier sieht man noch nicht soviel, außer, dass der Busch bauchiger wirkt und eine Vignettierung zu sehen ist.

Hier sieht man es schon deutlicher. Fairerweise muss ich auch zugegeben, dass ich das korrigierte Bild auch zusätzlich von meinem Fehler, dass ich die Kamera nicht gerade gehalten habe, befreit habe. Aber man kann schon deutlich die Verzerrung und die Vignettierung erkennen.

Hier sieht man schon recht deutlich, wie gebogen der rechte Baum ist und auch die starke Vignettierung sieht man.

Hier sieht man es schon deutlich.

Hier kann man wieder erkennen, dass man ohne der Korrektur mehr auf dem Bild hat. Ich gehe auch davon aus, dass die korrigierte Variante auch die versprochenen 28mm sind.

Ich habe mir im Vgl. mal Bilder von Leica M Objektiven angesehen und sieht man zwischen Korrektur und Nichtkorrektur meist eher nichts. Ebenso bei der Ricoh GR. Nur beim 12mm Olympus-Objektive konnte ich ähnliches beobachten.

Gut ich muss zugeben, dass trotzdem die Qualität der Bilder, die die Leica Q produziert sehr sehr gut ist und der limitierende Faktor eher der Fotograf ist, aber nichtsdestotrotz irritiert mich das und es ist auch bei mir so eine Kopfsache.

OK, ich könnte natürlich die Korrektur auch standardmäßig wieder einschalten, aber spätestens, wenn ich das Bild ausrichten will, dann sehe ich es, weil Capture One dann den „Speck“ drumherum einblendet.

Ich hatte mich mit dem, der mir die Leica Q mal in die Hand gedrückt hat darüber unterhalten, aber der sieht es deutlich entspannter als ich. Vielleicht bin ich ja doch noch nicht ganz im digitalen Zeitalter angekommen 😉

Spaziergang mit der OM-D E-M10

Spaziergang mit der OM-D E-M10

Mich hat letzte Woche mal wieder G.A.S gepackt und weil mich die OM-D E-M10 bei Saturn angeschrien hat: „Nimm mich mit“ 😉

Nein im Ernst, da meine digitale Fotografie mit Olympus begonnen hat, ich immer wieder von dieser Marke fasziniert bin und ich immer ein kleine „Immerdabei“ haben wollte, kam mir die E-M10 zugegen. Da ich ja schonmal die E-M5 mein Eigen nannte und ich auch vor ein paar Wochen die E-M1 testen konnte, musste ich nicht lange überlegen. Noch ein bisschen kleiner als die E-M5, aber ohne Abstriche in der Bildqualität, da musste ich nicht lange nachdenken.

E-M5 vs. E-M10

E-M1 vs. E-M10

Df vs. E-M10

Was ich bei Ihr gut finde:

  1. schön kompakt
  2. Wifi
  3. interner Blitz
  4. handlicher als die E-M5

Wa sie nicht hat, ich aber auch nicht vermisse:

  1. 5-Achsen Stabilisator
  2. Abdichtung
  3. Phasen AF der E-M1
  4. Bildrate

Wie bei Olympus üblich musste ich mich erstmal durch das Menü arbeiten, um sie für mich einzustellen. Wobei man es ja eigentlich mittlerweile bei jeder Kamera machen muss.

Während meines kleinen Ausfluges gestern, habe ich noch etwas Feintuning durchgeführt und nun passt so ziemlich alles und ich kann mich auf das Fotografieren konzentrieren. OK, es wird noch etwas dauern, bis alles in Fleisch und Blut übergegangen ist.

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Ich habe die Oly erstmal mit dem Kitobjekitv 14-42 f/3.5-5.6 gekauft, was ein schöner Kompromiss darstellt. Schön ist die Kompaktheit im ausgeschalteten Zustand. Außerdem gibt es da so einen schönen Objektivdeckel, der im ausgeschalteten Zustand die Linse schützt und sie bei Einschalten freigibt. Leider habe ich keine Streulichblende, was man den Bildern oftmals ansieht. Es ist schon sehr anfällig. Hier muss ich mir wohl doch was einfallen lassen und wenn es das Abschatten mit der Hand ist.

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Insgesamt ist sie, obwohl kompakter, etwas handlicher als die E-M5. Das liegt wahrscheinlich an der besser und ausgeprägteren Daumenstütze. Bei der Bedienung hat Olympus auch auf ihre Kunden gehört und die kleinen Knöpfe etwas besser positioniert.

Cool ist die Funktion des Wifi, wo man per QR-Code die Kopplung mit dem Smartphone durchführt. Hier kann sich Sony mal eine Scheibe abschneiden, meine damalige A7 hat es nicht mal mit einem Xperia Z per NFC geschafft sich zu pairen. Man kann mit der passenden App dann schön die Kamera fernsteuern, was allerdings bei einem Photowalk nicht so viel Sinn ergibt, wohl aber, dass man die GPS-Daten auf die Bilder spielt. Allerdings hat das nicht so richtig geklappt, was aber auch ein Bedienerfehler sein konnte. Ich werde es nochmals gesondert testen. Was doof ist, dass man zwar die Route per E-Mail exportieren kann, das aber nur als .log-Datei und nicht als .gpx, was Lightroom lesen kann.

Photowalk (10 von 26)

Was ich bei der E-M5 und bei der E-M1 schon richtig gut fand, ist der Klappmonitor und der Touch. Hier bekommt man gute Perspektiven hin, die ich mit der Df nur bäuchlings hinbekommen würde und aus dem Alter bin ich raus 😉

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Photowalk (9 von 26)

Alles im allem eine coole Kamera, die nicht nur als Zweitkamera richtig gut ist, sondern auch als Erstkamera. Ich hoffe ja nicht, dass meine Df zu kurz kommt. Aber diese Wochenende bleibt es nur beim Streicheln 😉

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Olympus OM-D Workshop

Olympus OM-D Workshop

Gestern habe ich einen Workshop von Olympus besucht. Wie Ihr wisst bin ich der Marke ja auch nicht ganz abgeneigt und daher habe ich mal die Gelegenheit genutzt unter Anleitung eines Profifotografen Pavel Kaplun die OM-D E-M1 ausführlich in Hannover testen zu können.

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Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns am Rathaus getroffen, wo wir die E-M1 mit einer Speicherkarte, die wir behalten durften, in Empfang genommen haben. Leider habe ich nur eine mit dem Kit-Objektiv 12-50mm f/3,5-6,3 bekommen, nicht das 12-40 f/2,8. Pavel sagte zwar, dass wir auch mal tauschen sollen, aber ich habe es irgendwie nicht gemacht.

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Wir sind dann so langsam um das Rathaus zum Maschteich, wo wir uns mit der Kamera und den Einstellmöglichkeiten vertraut machen konnten. Wobei, bei diesen vielen Möglichkeiten, war ich auch nach vier Stunden nicht vertraut. Und man darf nicht vergessen, ich hatte schonmal eine E-M5 😉

Aber dadurch konnte ich meine für mich wichtigen Einstellungen doch schnell finden.

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Wir sind dann langsam um den Teich, über eine Brücke zum Maschsee gewandert, wo wir den Sonnenuntergang genießen konnten. Wir hatten immer genug Zeit zum Fotografieren und Pavel hat uns immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und uns auch hilfreiche Tipps gegeben.

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Nun zur Kamera. Die E-M1 liegt deutlich besser in der Hand, als die E-M5, ist dabei aber auch spürbar größer. Vom Gewicht habe ich nicht soviel Unterschied gemerkt, muss aber sagen, dass ich eine E-M5 schon länger nicht in der Hand hatte.

Die Bedienung war sehr vertraut, auch wenn die Anordnung der Knöpfe im Vergleich etwas verändert wurden.Ferne habe ich mich, obwohl ich ja die Df mein eigen nenne, sofort wieder wohl gefühlt. Allerdings müsste man sich eigentlich erstmal ne Stunde hinsetzen, damit man sich die Kamera so hinprogrammiert, wie man sie für sich haben möchte. Man darf auch nicht vergessen, dass die Vormittagsgruppe die Kameras reell verkurbelt hatten.

Insgesamt hat mir die Oly sehr gut gefallen, den AF empfand ich nochmals eine Spur schneller und präziser, als der, der E-M5. Ein paar witzige Features, wie z.B. Colagen sind zu den anderen Art-Filtern dazu gekommen. Hier kann man seinen Spieltrieb freien Lauf lassen. Der Vorteil, wenn man in RAW fotografiert, dass zusätzlich zu den Filtern oder Colagen die RAWs gespeichert werden. D.h. man hat  die einzelnen RAWs gespeichert und die Collage als JPEG.

E-M1 Colage

Weil ich ja vorbereitet zum Workshop gegangen bin, hatte ich die App von Olympus bereits auf meinem iPhone, sodass ich die Wififunktion und deren Bedienung/Kopplungen probieren konnte. Ich muss sagen, dass es zwar nicht super intuitiv ist, man wird aber gut durch die App und der E-M1 geleitet, sodass ich nach recht kurzer Zeit aufgrund des QR-Codes die Oly mit dem iPhone koppeln konnte.  Da hat Oly echt gut gearbeitet. Mit meiner Sony A7 und dem Xperia Z1 und dem „tollen“ NFC-Chip hat es nicht geklappt. Oder ich bin zu doof für diese Technik. Auch die manuelle Kopplung war sehr instabil. Nicht so bei der Olympus, einmal gekoppelt stand die Verbindung super stabil. Pavel war so begeistert, dass er sich die App auch gleich runtergeladen und das auch probiert hat. Auch mit einem Android war es überhaupt kein Problem. OK für Landschaftsfotografie ohne Stativ ist es eher Spielerei, aber wenn ich mir vorstelle, dass die Kamera auf einem Stativ im Gebüsch steht und ich etwas abseits und kann mit der App u.a. auch die Kameraeinstellungen verändern und auslösen, finde ich das ja mal richtig hilfreich. Soweit ich weis, soll man auch mit den Powerzooms auch zoomen könen. Das habe ich aber mit dem Kitzoom nicht hinbekommen. Vielleicht fehlte da aber noch eine Firmwareupdate.

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Alles in Allem war es ein sehr gemütlicher Nachmittag und auch Pavel mit seiner Begleiterin Olga waren sehr angenehme Workshopleiter. Die Gruppe selber empfand ich auch als sehr angenehm.

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Abschließend möchte ich aber noch ein paar Plus- und Minuspunkte zur OM-D aufführen:

Positiv:

  • Autofokus ist super schnell und treffsicher. Ich konnte keinen Unterschied zu meiner Df ausmachen
  • der Sucher ist schön groß und klar und hat den Vorteil, ich sehe gleich das Ergebnis vor dem Schuss
  • Ergonomie
  • Geräusch ist schön leise
  • Bildqualität
  • Handhabung insgesamt
  • Art-Filter und Photostory
  • Wifi-Anbindung ans Smartphone
  • individuelle Einstellmöglichkeiten die Kamera seinen Bedürfnissen anzupassen
  • Eine Objektivpalette, die kaum Wünsche offen lässt. Auch die Möglichkeit die FourThird-Objektive mit schnellem AF zu adaptieren macht Lust auf mehr
  • mehr Schärfentiefe bei Offenblende

Negativ:

  • sehr verspieltes Menü
  • etwas Rauschanfällig aufgrund des kleinen Sensors
  • etwas eingeschränkte Freistellmöglichkeit

Die Aufstellung hat sicher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber das ist eben mein Empfinden.

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Alles in Allem kann ich nur sagen, dass Olympus auch mit diesen Aktionen sicher einige Kunden überzeugen kann, dass die sich die Kamera zulegen werden. Ich hatte mit GAS (Gear Acquisition Syndrome) sehr zu kämpfen, hatte aber wohlweislich meine Df dabei und habe auf dem Rückweg zum Auto auch noch ein paar Bilder gemacht. 😉

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Nikon Df nun doch

Nikon Df nun doch

Ich glaube, wenn Ihr den Bericht jetzt lest, dann werdet Ihr sagen, dass ich lieber mal fotografieren gehen und mich nicht nur mit Technik beschäftigen soll.

Ja, ich habe jetzt die Nikon Df

Warum zum Teufel?

Erst die OM-D, dann die Sony A7 und jetzt die Nikon Df – hat der nichts besseres zu tun?

Doch eigentlich schon. Ich hatte ja in meinem Bericht zur OM-D geschrieben, war ja der Grund hauptsächlich in dem kompakten Format des Micro Four Third System begründet. Auch war die Bedienung sehr intuitiv und der Autofokus empfand ich als recht zügig und genau. Auch wenn er mal etwas enttäuschte, fand und finde ich immer noch die OM-D sehr gut.

Dann kam ja die A7 raus und ich musste sie eigentlich nicht haben, was ich in einem kleinen Vergleich geschrieben hatte. Und auch als die Nikon Df rauskam, haben sich nicht unbedingt Begehrlichkeiten geweckt.

Auslöser dafür war, dass mir bei der Sony aufgefallen ist, dass ich ich jedes Objektiv oder Adapter an der A7 ohne großen Kraftaufwand im Bajonett nach oben oder unten sowie auch seitlich verschieben konnte und ich meine nicht das leichte Verdrehen. Das ist mir bisher bei keiner Kamera in meiner Laufbahn aufgefallen.

Ich hatte mich etwas umgehört und leider sehr viele unterschiedliche Aussagen gehört. Da die Händler und Fachmärkte in Bremerhaven keine keine A7 haben, konnte ich auch nicht live vergleichen, sodass ich beschloss, dass die Kamera im neuen Jahr zum Händler und somit zum Service geht, wo sie jetzt auch ist. Da ich aber auch in Bremen war, bin noch kurz zu Saturn gefahren, da ich wusste, dass sie die A7 da haben.

Naaa Klasse, die A7 beim Saturn war genauso, wie meine. Also ist es ein generelles Probleme! 🙁

Dann hatten die auch noch eine silberne Nikon Df in der Ausstellung und somit auch zum Rumspielen. Auch hat der Verkäufer auch noch eine schwarze zum Vergleich geholt. Oh weh, ich hab mich sofort zu Hause gefühlt. Alles an seinem Platz, wie ich es von Nikon so gewohnt war. Dann auch noch die zusätzlichen Rädchen, die dem Retro geschuldet sind und das Design – ich war verliebt. Ein bisschen hatte ich gehofft, dass ich mich beruhige, aber die nächsten Tage drehten sich darum und dann noch das zusätzliche Bauchwehgefühl bei der Sony.

Dann habe ich mich etwas mit der Df beschäftigt und obwohl die Sony noch nicht wieder da war und das Ergebnis noch nicht feststand, beschloss ich, dass es die Df sein soll. Aber nicht neu, weil ich wollte nicht zuviel Geld verbrennen, sodass ich dann eine gefunden habe, die von dem Vorbesitzer richtig gepflegt wurde. Man kann keine Gebrauchspuren erkennen.

Leider konnte ich aber bis auf ein paar Produktbilder des zu verkaufenden Sonyzubehörs noch nicht viel mit ihr machen. Ich hoffe aber, dass ich morgen mal einen kleinen Photowalk damit unternehmen kann.

Aber meinen ersten Eindruck will ich Euch nicht vorenthalten.

  • das Design finde ich klasse
  • Ergonomie ist nicht so gut, wie bei den anderen Nikons, aber besser als bei der OM-D und den oben aufgesetzten Auslöser bin ich von der Sony gewohnt.
  • im Menü konnte ich mich sofort zurechtfinden, da es Nikon typisch ist
  • die Knöpfe hinten sind besser angeordnet, als bei der D600, weil auch endlich wieder die AE-L/AF-L Taste und die AF-on Taste wieder getrennt.
  • ich kann bei der Bildwiedergabe durch Druck auf die OK-Taste wieder reinzoomen. Den Zoomfaktor kann ich im Menü einstellen. Das ging ja bei der D600 nicht mehr, ich war es aber von der D700 gewohnt
  • die Objektive sitzen bombenfest im Bajonett. Selbst für das leichte Verdrehen muss ich deutlich mehr Kraft aufwenden, als bei der Sony.
  • das vordere Drehrad ist etwas gewöhnungsbedürftig
  • die SD-Card ist im Batteriefach untergebracht und muss etwas umständlicher getauscht werden, als bei anderen Kameras. Aber wer, wie ich, eine Leica hatte, kennt das. Hier finde ich, Design vor Praktikabilität 😉
  • die rechte Gurtöse stört etwas, weil sie liegt zwischen Zeige- und Mittelfinger und da ich keinen Gurt dran habe, drückt das Ding am Mittelfinger. Die werde ich wohl entfernen – allerdings weiss ich noch nicht, ob ich bei der Df von meinem Sun-Sniper abweiche und einen klassischen Leder-Nackenstrappen nehmen soll. Würde ja besser zum Retrodesign passen…
  • ich habe da noch zwei AIS-Nikkore rumliegen, die gut zu ihr passen
  • ich kann so richtig auf Objektive von Nikon zurückgreifen, ohne mich um irgendwelche Adapterlösungen zu kümmern. Dazu ist die Vielfalt einfach zu groß
  • ich kann „native“ Weitwinkel-Objektive ohne zu Adaptieren und ohne Probleme (übermäßige Vignettierung, übermäßige Randunschärfe und die Rosa Ecken), die sich aufgrund des geringen Auflagemaßes bei bei den Spiegellosen ergeben, zu haben verwenden.
  • und sicher noch einiges mehr, was mir derzeit noch nicht aufgefallen ist, aber hier werde ich sicher nochmals zu einem späteren Zeitpunkt drauf eingehen

Ich denke, das soll es erstmal für den Grund und dem ersten Eindruck gewesen sein und ich werde morgen damit mal losziehen und berichten.

Aber eines möchte ich noch loswerden. Ich habe ja irgendwie nach dem Diebstahl meiner D700 irgendwie nicht wieder die richtige Kamera gefunden. Zwischendurch habe ich sogar mal nach einer D700 gesucht, weil sie für mich genau die richtige Kamera war. Die D700 war ja im Prinzip eine abgespeckte D3. Gleicher Sensor, gleiches AF-Modul, kleineres Gehäuse, langsamere Bildfrequenz, keinen 100% Sucher, günstiger und einfach geil. Einen Nachfolger der D700 gibt es nicht. Die D800 ist mit ihren 36MP ein Pixelmonster und die D600/610 ist zu weit von der D4 weg, Bedienelemente, AF-Modul usw. – ich bin mit ihr nie richtig warm geworden.

Ein bisschen kam nach ein paar Stunden rumtüddeln mit der Df Erinnerungen an die D700 auf. Das hatte ich nach dem Diebstahl nie wieder. Sensor der D4, langsamere Bildfrequenz, professionelle Bedienelemente, Zoom ins Bild, kleiner, leichter und günsitger, nur das AF-Modul ist nicht das der D4. Das ist natürlich ein reiner subjektiver und emotionaler Eindruck.

So Bilder gibt´s die Tage…