1. internationaler Fotowalk in Prag

1. internationaler Fotowalk in Prag

Am Samstag den 13.05.2017 war der 1. internationale Fotowalk in Prag, der durch den Fotowalker organisiert wurde.

Da ich beruflich am Freitag in Chemnitz war, bot es sich an Samstag die zwei Stunden Fahrt nach Prag in Angriff zu nehmen.

Hotel war gebucht und da es morgens gegen 10 schon losgehen sollte hatte ich es umweit vom Treffpunkt gebucht. Da Prag ähnlich schwierig zum Parken ist, wie Amsterdam war nicht nur der Standort das Kriterium für die Wahl des Hotels, sondern auch ein Parkplatz. Nur hatte ich die Rechnung ohne das Hotel gemacht, denn der Parkpaltz war ca. 20 Gehminuten vom Hotel entfernt. Da es aber ein Umweg gewesen wäre, das Auto wegzustellen und zum Hotel zurück und dann zum Treffpunkt, habe ich mich für das Späteinchecken entschieden. Das war aber auch kein Problem, da die Rezeption 24h besetzt ist. Als ich bei dem Parkplatz (was eigentlich zu einem anderem Hotel gehörte) angekommen war, ging mir auch ein Licht auf, warum die Dame vom Hotel gefragt hatte, ob ich ein großes Auto habe. Also viel breiter als mein Mini hätte das Auto auch nicht sein dürfen.

Eine kleine Anmerkung auch für Pragreisende, blaue Linien bei den Parkplätzen sind für Prager reserviert und Touristen werden relativ schnell mit einer Parkkralle belohnt. Daher wirklich darauf achten, dass das Hotel einen eigenen Parkplatz hat. Und was auch auch bei meinem ersten Mal in Prag war, man sollte kein großes Auto haben.

So Auto geparkt, Fototasche gegriffen und ab zum Treffpunkt. Leider war es ein großer Platz und ich kein regelmäßiger Facebookleser, sodass ich aber mit Hilfe von Slack die Truppe gefunden haben. Gott sein Dank eine entspannte Gruppe, sodass meine kleine Verspätung auch kein Problem darstellte.

Leider war unser „Fremdenführer“ Björn krank, aber er hat als Vertretung seine Freundin geschickt und die Arme durfte uns Fotografen, die an jeder Ecke stehengeblieben sind, durch Prag führen. Da der Tag der offenen Gebäude war, wollten wir auf eines der größten Gebäude an dem Platz, um einen Überblick von Prag zu bekommen. Leider hätte es sehr lange gedauert, um ganz nach oben zu gelangen, da die Menge der Menschen begrenzt war. Als wir rausgegangen waren, mussten wir feststellen, dass der Weg, durch die Dessous-Abteilung des Kaufhauses nicht der offizielle war, denn die Schlange war sehr lang.

Wir sind dann zur Franz-Kafka-Skulptur gelaufen, die schon ein Besuch wert ist, wenn sie sich alle paar Minuten verändert. Im übrigen wurden wir von Boschi immer gefilmt, denn er hat uns immer die GoPro in die Fresse gehalten. Ich persönlich hab da ja kein Problem mit, dass man bei einem Fotowalk oder -Workshop gefilmt oder fotografiert wird, denn das gehört dazu. Nur unser „Fremdenführerin“ war leicht genervt 😉

Natürlich sind wir dann zur Karlsbrücke, denn die gehört zu einem Besuch in Prag einfach dazu. Nur war die gefühlt im Vergleich zum meinem ersten Besuch in Prag deutlich voller.

Bei dem Fotowalk sind wir dann auch in ein typischen Prager Restaurant, wo wir dann die typisch böhmische Küche und einem leckeren Bier genießen konnten.

Danach sind wir dann hoch zur Burg, wo dann schon die ersten Klagen unserer bayrischen Teilnehmer hochkamen, weil wir soviel laufen. Nunja, dass einige Bayern kein Deutsch können ist mir ja bewusst, aber kein Deutsch und kein Englisch ist schon hart, denn irgendwas hat er wohl in dem Wort Fotowalk nicht verstanden ;). Und man muss dazu sagen, dass Chris die ursprünglich von Björn geplant wurde, deutlich entschärft hatte 😉

Nunja oben auf der Burg war dann eine erhöhte Sicherheitskontrolle, um nicht zu sagen, dass da neu war, denn 2014 war dort noch keine. Recht viel Polizei und Militär. Einen kleinen historischen Umzug durften wir dann auch beiwohnen.

Nachdem wir dann den höchsten Punkt erreicht hatten und die Aussicht genossen haben, sind wir dann zum Letná- Park, wo wir dann leider bei Regen die Aussicht über die Moldau genießen durfen. Im übrigen sind wir dann einen Teil mit der Staßenbahn gefahren, was auch für eine große Begeisterung bei einigen Teilnehmern gesorgt hat. Auch habe ich zwischendurch mitbekommen, dass ich gar keine Kronen gewechselt habe, da auch in Prag, ähnlich wie in Amsterdam die EC-Karte ein gängiges Zahlungmsittel gilt. Ich habe jetzt auch bei meiner Sparkasse eine Karte mit NFC-Chip bestellt, da ich diese mitleidigen Blicke nicht mehr ertragen kann, wenn ich die Karte in das Gerät stecken muss 😉

Bevor wir dann zu Björn sind, sind wir aber noch in einem netten Bistro eingekehrt, wo dann einige noch einen Kleinigkeit gegessen haben und wir natürlich wieder ein bis mehr leckere Bierchen genossen habe.

Bei Björn konnten wir dann noch etwas über das Leben in Prag und das Arbeiten bei Olympus erfahren, was ich super interessant fand. Nachdem sich dann die meisten verabschiedet hatten, wurde ich noch von Chris und Björn genötigt, mit den beiden und Boschi einen Podcast aufzunehmen, was auch eine tolle Erfahrung war und auch riesig Spass gebracht hat.

Nach ca. 2,5h Aufnahme war es dann irgendwie 2 oder 3 Uhr morgens und ich habe immer noch nicht eingecheckt und der Koffer war auch noch im Auto. Da ich aber auf einen Umweg keine Lust und ich ja auch kein Geld für ein Taxi hatte, bin ich direkt ohne Klamotten zum Hotel, weil ich einfach nur schlafen wollte.

Also alles in allem ein gelungener Fotowalk, der von Chris sehr gut organisiert war und ich mal wieder einen Schwung nette Leute kennengelernt habe. Schön ist auch, dass sich da im Slack auch eine nette Community aufbaut, wo man sich schön austauschen kann und ich bin gespannt, wo dann der nächste internationale Fotowalk im nächsten Jahr stattfinden wird.

Und Videos existieren auch schon:

Berlin Street Day

Berlin Street Day

Eigentlich ist der komplette Name Berlin Street Photography Day & Photowalk mit Marco Larousse, der war mir aber zu lang für den Titel.

 

Zu diesem Tag hatten Probis und Thomas Ludwig von Cosyspeed eingeladen und ich hatte von dem Termin gelesen und mich spontan angemeldet, nachdem mich das Thema Street sehr interessiert und Marco Larousse recht bekannt in der Szene ist.

Nachdem Marco in den Räumen von Probis in Berlin einen kleinen Einführungsvortag gehalten hat, ging es nach einer kleinen Stärkung auch schon auf die Straße. Wir haben uns in drei Gruppen aufgeteilt und Marco hat sich pro Gruppe immer viel Zeit für Tipps genommen. OK, für Street finde ich es eigentlich gar nicht so gut mit mehr als zwei/frei Leuten loszuziehen, aber es geht mir bei solchen Veranstaltung auch um die Gespräche mit den anderen Teilnehmern und Spass. Beides war gegeben und ich habe auch sonst einiges gelernt und mitgenommen.

Wir konnten uns auch Equipment von Fuji ausleihen, welches extra von der Hauptstelle „eingeflogen“ wurde. Da ich leider zu langsam war und alle X-Pro 2 bereits verliehen waren, musste ich mit meine Leica M Vorlieb nehmen, was aber überhaupt nicht weh tat. Im Prinzip hatte das auch den Vorteil, dass ich mich nicht mit die Technik der Kamera auseinander setzen musste, sondern voll auf die Motive. Und das war schon schwer genug.

Nachdem wir ca. 7km gelaufen sind, hat Probis auch noch zu einem kleines Bierchen eingeladen, was wir mit einem gemeinsamen Abendessen verbunden haben. Wobei es wurden insgesamt ein paar mehr Bierchen 😉

Am nächsten Tag haben Marco und ich uns noch getroffen und uns die Ausstellung von Lee Miller anzusehen, die von den Bildern her sehr interessant war, allerdings fand ich die manchmal recht klein, sodass sie etwas an Wirkung verloren haben.

Also insgesamt hat mir das Wochenende in Berlin riesig Spass gebracht und möchte mich daher bei der Organisatoren und Helfern namentlich bei Marco Larousse, Thomas Ludwig, Thomas Pollack, Martin Beck, Benjamin Schmitt, Michael Schön, der extra aus Hamburg angereist ist und natürlich allen anderen, die im Hintergrund auch unterstützt haben.

Und ich ich habe auch wieder neue und vor allem auch nette Leute kennen gelernt. Mal gucken, wann man sich mal wieder trifft.

 

Masterclass mit Thomas Leuthard

Masterclass mit Thomas Leuthard

Letztes Wochenende habe ich an einer Masterclass mit Thomas Leuthard in Düsseldorf teilgenommen. Ich hatte mich dazu von Thomas und Stephan überreden lassen, die im letzten Jahr an einem Workshop mit Thomas Leuthard teilnahmen. Es waren eigentlich für die Teilnahme die folgenden Voraussetzungen notwendig, die ich kaum erfüllt habe.

  • Du kannst Deine Kamera selbständig bedienen und weisst damit umzugehen
  • Du bist schon mindestens 1 Jahr in der Street Fotografie tätig
  • Du hast ein Portfolio von mindestens 50 Bildern
  • Du bist bereit, konstruktive Kritik aus der Gruppe annehmen
  • Du kannst klar definieren, wo Deine Herausforderungen liegen
  • Du bist bereit, an Dir zu arbeiten und konstruktive Vorschläge anzunehmen

Zumindest was die Erfahrungen mit der Streetphotography angeht.

Nichtsdestotrotz durfte ich an der Masterclass teilnehmen, vor allem, weil auch Thomas und Stephan versprachen, dass wir mal zusammen üben gehen. Leider haben wir keinen gemeinsamen Termin gefunden, sodass ich mit unguten Gefühl nach Düsseldorf gefahren bin.

Allerdings sollten wir auch Hausaufgaben vorbereiten. Zur Anmeldung sollten wir fünf Bilder zu Thomas schicken, der uns dann einen Audiokommentar zurückgeschickt hat.

An diesem Bildern merkt man halt, dass die eher beiläufig bei einer Tour passiert sind. Das ist auch das große Problem was ich neben meiner Scheu einfach mal ein paar Menschen auf der Straße abzuschießen habe, dass ich meist nicht alleine unterwegs bin und daher eher beiläufig ein paar „Street“-Fotos mache.

Eine Woche vor dem großen Termin – ich hatte immer noch starke bedenken, ob das alles so richtig ist – sollten wir nochmals fünft Bilder zusenden, die Thomas ausdrucken und vor Ort besprechen wollte.

Um es vorab zu nehmen, die Kritik hier war nicht mehr ganz so vernichtend, um nicht zu sagen, bei dem einen oder anderen Bild kam auch mal sowas wie ein Lob. 😉

Am Freitag hatten wir – Streetdödel – uns schonmal getroffen, um ein schönes Wochenende einzuläuten. Und am Samstag ging es dann auch los. In einer gemütlichen Runden haben wir dann alle getroffen und Thomas hat mit seiner Masterclass begonnen. Thomas kannte ich bisher nur von seinem Podcast und kann schonmal vorab sagen, dass er es auf seiner ruhigen schweizer Art sehr angenehm, aber auch sehr direkt gemacht hat.

Vorab ist er erstmal auf die Herausforderungen eingegangen, um dann nachher die eingesandten Bilder zu besprechen. Er hatte diese zwar ausgedruckt, allerdings war es schon einfacher, diese an der Leinwand zu besprechen. Hier war das angenehme, dass nicht nur Thomas seinen Senf abgegeben hat, sondern jeder war aufgefordert.

Gegen Mittag ging es dann auf die Straße, um das neu gelernte unter Anleitung umzusetzen. Das war sehr angenehm, da Thomas schon gute Tipps live vor Ort gegeben hat.

Allerdings war die Gruppe recht groß, sodass ich mich dann etwas abgesondert hatte. Allerdings lag es auch daran, dass ich mal kurz bei einem Leica-Händler an der Kö vorbeischauen wollte.

Aprospos Leica, ich habe die Masterclass mit meiner Leica M Typ 262 und dem Summarit M 50mm f/2.5 bestritten. 50mm, weil mit die 28mm doch zu weitwinklig erschien und ich erstmal meine Scheu ablegen wollte, da man bei 28mm den Menschen schon recht nah auf die Pelle rücken müsste. Auch musste ich feststellen, dass der Messsucher auch nicht immer Vorteile hat, wenn man was in den Vordergrund nehmen möchte, da ja der Sucheraustritt nicht mit dem Objektiv übereinstimmt. Hier gilt es, wie immer im Leben, üben, üben, üben. Dass ich manuell scharf stellen musst, hatte mich weniger gestört, da man bei Street meist eh leicht abblendet. Auch hat man es recht schnell raus, in welche Richtung man wie weit drehen muss, um das Subjekt in den Fokus zu bekommen.

Ich muss sagen, dass das schon alles eine große Herausforderung war, wenn es auch sehr viel Spass gebracht hat. Allerdings ist so eine Ausbeute von ein paar Stunden auf der Straße schon recht übersichtlich ist. Aber es ist schonmal eine schöner Anfang. Mal gucken, ob ich das 28er noch gegen ein 35er tausche, um dem Klischee der Streetphotography gerecht zu werden oder ich erstmal mit dem 50er weitermache. Man muss ja nicht immer alles mitmachen 😉

Leider blieb die Bildbesprechung dann mangels Zeit aus, aber diese wird noch nachgeholt. Nach der Masterclass ging es dann noch gemütlich zu einem gemeinsamen Essen, um noch weiter zu fachsimpeln.

Alles in allem war es ein tolles Wochenende und meine anfänglichen Bedenken waren hinterher ausgeräumt, was aber auch an der direkten, schonungslosen, aber fairen Beurteilung von Thomas und den anderen Teilnehmern lag.

Ich kann nur sagen, wenn einer Interesse an Street hat und Thomas nochmals Workshops anbieten sollte, dann mitmachen – es bringt einfach nur Spass und man lernt auch viel.

In diesem Sinne.