Kopenhagen

Kopenhagen

Ich habe mich dazu entschlossen auch kleine Kurzberichte über meine Urlaube zu schreiben, da ich auch hier gerne fotografiere. Man kann hier gut beide Leidenschaften mit vereinen.

Vielleicht werde ich auch so nach und nach vergangene Urlaube niederschreiben. Aber zuerst mal Kopenhagen.

Hier bin ich durch einen befreundeten Blog drauf gestoßen worden. Nachdem ich den Bericht gelesen hatte, musste ich da hin und habe mich dazu entschlossen, meinen Brückentag nach Himmelfahrt zu nutzen, um ein verlängertes Wochenende in Kopenhagen zu verbringen.

Von Bremerhaven aus gibt es mehrere Möglichkeiten nach Kopenhagen zu kommen. Wir hatten uns für die Auto-Variante entschlossen, um vor Ort auch flexibel zu sein. Flugzeug war kurzfristig zu teuer und wir hätten nach Hamburg fahren müssen. Bahn und Bus schieden aus, weil die Fahrtzeit einfach zu lang ist und nur unwesentlich günstiger, als mit dem Auto. Reine Fahrtzeit von Bremerhaven aus sind ca. 5,5h. Pausen und Fährverspätungen in Puttgarden nicht mit eingeschlossen. Ich glaube nach gemütlicher Fahrt waren wir in 6,5h dort. Gott sein Dank blieb der befürchtete Stau um Hamburg herum auf der Hin-und Rückfahrt aus.

Angekommen in Kopenhagen wurden wir erstmal enttäuscht. Das hat man davon, wenn man nicht in der City sein Hotel bucht, sondern ca. 6km weg. Ich hatte so etwas den Eindruck eines Retortentrabant. Auch hätte wir uns mal etwas genauer die Zimmerbeschreibung ansehen sollen, eigentlich für eine Person schon zu klein 😉 Zwei Frechheiten gab es dort, das beworbene Wifi hatte so ziemlich kein stabiles Signal und dafür auch noch langsam. Auch empfand die übermäßgig starken Kontrollen, ob man sein Parkticket gezahlt, hat sehr nervig. Auch haben die Kollegen auch das Grüßen nicht gelernt.

Aber nun zu den Angenehmen Dingen. Den Ankunftstag haben wir erstmal zur Orientierung genutzt, um die nächsten Tage zu planen. Das alles bei schönsten Wetter mit etwas Wind. Schön war auch, dass das Hotel einen Stadtplan aus Papier hatte, denn das ist doch irgendwie angenehmer, als mit dem iPhone. Nichtsdestotrotz hatte ich mir mit der App TripAdvicor Offline City Guides eine gute Hilfe vorab in Deutschland heruntergeladen. Denn mein Plan war auch, dass ich kein Travel & Surf Paket der Telekom buchen und daher alles über freies Wifi erledigen wollte. Das hat im Prinzip auch geklappt, man hat i.d.R. in Cafés und Restaurants entweder ein freies bekommen oder auch einen Code, um sich einzubuchen.

Also den ersten Tag haben wir gemütlich mit der Orientierung verbracht und immer schönere Ecken von Kopenhagen entdeckt. Wir haben aber entschlossen am nächsten Tag eine Stadtrundfahrt zu machen, da man da i.d.R. noch weitere Informationen und Orientierung erhält. Wir haben uns dann aber für die Wasservariante entschieden. Und die war schön stressfrei und entspannend. Ja auf dem Wasser ist es wirklich ruhiger, auch der leichte Wind und die Seeluft gaben noch ihr übriges dazu. Wie es immer so ist, haben wir soviel Informationen erhalten, dass ich diese gar nicht mehr wiedergeben kann.

Die Kopenhagener Bevölkerung haben wir als sehr angenehm empfunden. Sie strahlten eine Wahnsinns Ruhe aus. Manchmal fast zu ruhig, denn man braucht sich keine Hoffnung machen, dass sich das Bedienungspersonal stresst. Wenn die Getränke alle sind, dann wird nicht nachgefragt und wenn man bezahlen möchte, dann wird nicht zugesehen, dass man schnell den Platz frei macht. 😉 In Kneipen, wo es schwerpunktmäßig Getränke gibt, da darf man auch direkt am Tresen bestellen und auch gleich bezahlen. Erst befremdlich, aber eigentlich auch so schlecht nicht. Wir mussten uns aber wundern, dass trotzdem zwei bis drei Leute im Service waren, die mit der Begrüßung der Gäste und abräumen beschäftigt waren. Allerdings machten sie manchmal auch einen gelangweilten aber dabei überaus freundlichen Eindruck. Letzteres war im übrigen immer. In Deutschland hat man ja entweder aufmerksames und gutgelauntes Personal oder unaufmerksames und unfreundliches. In Dänemark unaufmerksames aber dafür sehr freundlich. 😉 Was wir nicht als zu negativ empfunden haben.

Alles in allem hat uns der Kurzurlaub sehr gut gefallen und wir würden auch immer wieder hierkommen. Sicher ein anderes Hotel, vielleicht etwas näher an der Innestadt dran. Damit wir auch das machen können, was wir irgendwie nicht geschafft haben, uns Fahrräder zu leihen 😉

Das soll es erstmal als kleinen Bericht über unseren Kurzurlaub gewesen sein und ich hoffe, dass ich es schaffe, vielleicht nochmal den einen oder anderen Reisebericht hier abzugeben.

Nachfolgend noch ein paar Impressionen…

Karfreitag in Groningen

Karfreitag in Groningen

Heute möchte ich mal über etwas anderes schreiben, als nur immer Kameratechnik und anderes Geekige 😉

Da es ja passt, dass man seine Kamera auch bei Ausflügen mitnimmt, habe ich mir gedacht mal eine neue Kategorie und zwar „Ausflüge“ aufzumachen.

Den letzten größeren Ausflug haben wir Karfreitag nach Groningen unternommen, weil dann dort immer der Bloemenjaarmarkt stattfindet. Hier ist in der Stadt nicht nur ein großer Blumenmarkt, sondern auch die anderen Geschäfte sind geöffnet. Daher ist es an Karfreitag ein beliebtes Ausflugsziel für uns Deutsche.

Normaler Weise fährt man von Bremerhaven etwas mehr als zwei Stunden nach Groningen, was aber derzeit leider nicht zu schaffen ist. Im Emstunnel ist eine Baustelle und somit steht pro Richtung statt zwei Spuren nur eine zur Verfügung. Da das halbe Rheinland und auch Bremerhaven, Bremen und Oldenburg dorthin fährt, wurde aus den zwei Stunden eher vier und mehr 🙁

Stau vor dem Emstunnel

In Groningen endlich angekommen bot uns eine recht gute Organisation mit Park & Ride, sodass wir auf dem Parkplatz von IKEA geparkt haben und mit dem Bus dann direkt ins Geschehen gefahren wurden. Das empfanden wir als sehr angenehm, da man sonst wahrscheinlich weitere Stunden mit dem Parken beschäftigt gewesen wäre.

Angekommen haben wir uns erstmal einen kleinen Überblick verschafft. Das Wetter war leider nicht so gut – kalt, aber trocken.

Erstmal Überblick verschaffen

Was ich sehr interessant und gut organisiert empfand, man konnte seine gekauften Blumen im „Bloemen Depot“ kostenfrei zwischenlagern, sodass man nicht die ganze Zeit seine Einkäufe schleppen musste. Hier war auch ein DJ, der hier einen „bunten Strauß“ an Musik aufgelegt hatte.

Bloemen Depot mit DJ

Wir selber hatten nichts gekauft, sondern einfach nur etwas durch die Gegend geschlendert und uns das bunte Treiben so angesehen. Es war zwar voll und obwohl sehr viele Deutsche dort waren, war es recht entspannt und stressfrei.

Auch die Tauben hatten keinen Stress

20140418-Blümchenmarkt Groningen-0005

Was ich sehr Interessant fand, aber leider kein Foto davon habe, dass die holländische Polizei Unterstützung von der deutschen Polizei erhalten hat.

Das bunte Treiben

Natürlich dürfen auch in Groningen nicht die Kanäle fehlen.

Nennt man das in Groningen auch „Gracht“

Und auch die Fahrräder sind überall präsent. 😉

Beim Straßenüberqueren musste man auch immer aufpassen

Alles in Allem hat es uns sehr gut gefallen und es war sicher nicht das letzte Mal, dass wir dort waren. Von Bremerhaven aus ist Groningen nicht weiter weg, als Hamburg oder Hannover, nur in die andere Richtung. 😉 Die Holländer hatten sich von ihrer besten Seite gezeigt. Hier sollten sich einige Deutsche, vor allem in einigen Touristenorten, mal eine gehörige Scheibe abschneiden. Überall waren sehr freundliche und zuvorkommende Menschen unterwegs. In den Cafés überaus aufmerksam und freundlich ohne künstlich zu wirken.

Groningen ist eine Reise wert.