2016

2016

Auch wenn ich in diesem Jahr nicht mit einer Rückblende und Aussicht gestartet bin, will ich das wenigstens mal nachholen.

Im letzten Jahr bin ich nicht großartig auf das Vorjahr eingegangen, was ich diesmal aber möchte, da ich mir ja was Vorgenommen hatte.

In 2015 war ich etwas ruhiger, was das Thema Kameraequipment anging, auch wenn ich mich nicht ganz an das gehalten habe, was ich mir vorgenommen hatte. Allerdings sieht man den Trend, da ich ich im Prinzip den Großteil der Bilder mit Leica (2.250) und Olympus (2.350) gemacht habe. In 2014 verteilten sich die Bilder auf Nikon, Olympus, Leica, Fuji, Sony, Ricoh….

Was sich aber ganz klar zeigt, dass ich mich mehr mit der Fotografie beschäftigt hatte, als mit um die Technik zu kümmern. Denn in 2014 habe ich noch 3971 Fotos gemacht und in 2015 waren es 5214 Fotos. Allerdings muss ich dazu sagen, dass hier auch der Brasilienurlaub mitverantwortlich war und ich auch an mehr Workshops teilgenommen hatte. Wobei es ja eigentlich egal ist, wie man seine Praxis und Erfahrungen sammelt.

Ich hatte zwar nicht im Lotto gewonnen, aber trotzdem war eine Leica M-P in meinem „Fuhrpark“. Das lag an dem Sensorproblem, was Leica bei der M9 hatte und ich durch ein Upgrade relativ günstig an die M-P gekommen bin.

Seit April habe ich allerdings eine Olympus OM-D E-M5 MKII, mit der ich die meiste Zeit unterwegs war. Leica hatte eigentlich nur einen so großen Anteil, weil ich sie in den Urlaub mitgenommen hatte.

Capture One Pro bin ich treu geblieben und werde es auch bleiben, weil die Dänen gute Arbeit leisten und das Programm immer weiter entwickeln, und das in die richtige Richtung. Schön ist auch, dass die Reaktionszeit des Supports sehr schnell ist.

Ich hatte mir ja vorgenommen regelmäßiger zu bloggen, sofern es was Interessantes gibt. Die Anzahl der Beiträge in 2015 (24) ist zum Vorjahr (35) zwar zurückgegangen, allerdings bin ich der Meinung, waren diese mit etwas besseren Inhalt. Das sieht man auch, dass ich zwar nicht ganz soviele Besucher in 2015 (23.791) wie in 2014 (25.294) wohl aber in 2015 42.225) mehr Aufrufe erhalten habe, als in 2014 (41.094). Wobei ich eigentlich mit beiden Ergebnissen nicht zufrieden bin. Es zeigt sich hier, dass da noch Luft nach oben ist.

Was sich allerdings bei der Auswertung schon klar abzeichnet, dass die Besucher – also Ihr – meiner Webseite schon eher Technikorientiert sind. Auf dem ersten Platz der Aufrufe ist der Vergleich zwischen Lightroom und Capture One Pro, der zweite Platz ist von meinem Ausflug mit der D750 und der dritte Platz ist der Beitrag mit dem Vergleich zwischen der Leica, Olympus und Sony. Ich denke wohl, dass ich dementsprechend in diese Richtung gehen werde. Es wird aber immer meine Meinung sein und meist eher nicht die 25 Einschätzung der z.B. Nikon D5, sondern eher praxis- und erfahrungsorientiert.

Auch zeitnaher hat eigentlich ganz gut geklappt, allerdings den Brasilienurlaub bin ich schuldig geblieben.

Mit dem Urlaub in Brasilien hat Gott sei Dank geklappt und er war super toll. Ich kann es jedem empfehlen und wer Tipps benötigt, kann sich gerne bei mir melden. Meine Erfahrungen belaufen sich schwerpunktmäßig auf die Nordostküste Ceará (Fortaleza) und Rio Grande do Norte (Natal), ein bisschen Rio und ein bisschen Salvador.

Mit dem Druck und Fotobücher hat leider nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da ist mir leider einiges dazwischen gekommen. Mal gucken, ob ich es in 2016 besser hinbekomme.

Projekte habe ich nicht gemacht, sondern nur so losgezogen bzw. bei vielen Gelegenheiten einfach meine Kamera mitgenommen, was mit sowas wie die Oly eben geht. Im November haben ich aber ein Projekt mit mehreren befreundeten Fotografen begonnen. Ich habe auch einen kleinen Beitrag dazu geschrieben.

Da ich relativ wenig Zeit habe zwischendurch zu fotografieren, habe ich in 2015 einige Workshops besucht, was hiesig Spass gebracht hat. Hier kann man nicht nur was lernen, sondern man lernt neue Leute kennen, erweitert seinen Horizont und es ist dann auch für mich ein kleiner Urlaub vom Alltag. Ferner habe ich auch meinen inneren Schweinehund überwunden und mich mit dem Thema Porträt auseinander gesetzt. Hier habe ich einmal einen Workshop bei Paddy und einmal bei Boris/Happy Shooting teilgenommen. In 2016 werde ich mich wohl auch etwas mit Porträt, aber auch mit der Streetphotography beschäftigen. Beides bedeutet für mich eine gewisse Überwindung. Naja mal schauen.

Das mal ein kurzer Rückblick und kleiner Ausblick in 2016.

Ich hätte eine Bitte…

Ich hätte eine Bitte…

Ich gucke mir Zwischendurch mal meine Statistiken an, wieviele, von wo und sich was angucken. Letzteres ist dann ein Grund, mir von Zeit zu Zeit auch diese Artikel anzusehen, ob da noch alles in Ordnung ist.

Bei der letzten „Kontrolle“ ist mir bei dem Artikel „Ausflug mit der D750“ aufgefallen, dass die Bilder nicht mehr im Artikel enthalten waren und ich hoffe nicht all zulange.

Nun gehöre ich zu denen, die nicht gerne ältere Artikel verändere, außer vielleicht Rechtschreibefehler, aber die meine damalige Meinung bleibt, ebenso die gemachten Bilder. Gott sei Dank waren die Bilder immer noch in der WordPressmediathek, sodass ich sie wieder von der Bearbeitung her wieder einstellen konnte. Ob ich die Reihenfolge wieder gefunden habe, weiß ich leider nicht, aber ich denke, dass meine Meinung und auch die damalige Bearbeitung so geblieben ist.

Nun zu meiner Bitte, wenn Ihr beim Durchstöbern meiner Webseite auf Fehler trefft, schreibt es kurz in die Kommentare. Mir ist nämlich auch aufgefallen, dass auch meine älteren Artikel wohl gerne gelesen oder zumindest aufgerufen werden, sodass es umso wichtiger ist, dass diese dann auch ok sind.

Danke schonmal im voraus für Eure Mühe.

Die Leica im Urlaub

Die Leica im Urlaub

Wie Ihr vielleicht wisst, war ich ja vor Kurzem für zwei Wochen in Brasilien im Urlaub. Ich wollte eigentlich einen Urlaubsbericht mit meinen Erfahrungen mit der Leica schreiben. Wenn ich mir aber die Bilder so ansehe und auch so meine Eindrücke Revue passieren lasse, werde ich es aufteilen. Erstmal mit der technischen Erfahrung anfangen und dann auf das tolle Land eingehen. Es würde sonst zu umfangreich werden. Daher habe ich auch nur ein paar Bilder eingefügt.

Außerdem finde ich, dass mein Erfahrungen mit der Leica im Urlaub es auch wert sind, dass ich sie gesondert niederschreibe.

Wem ist es aufgefallen, ich schreibe bewusst Urlaub und nicht Reisen. Der Grund ist, dass für mich Reisen im Zusammenhang mit der Fotografie steht. Wenn ich reise, dann eher mit dem Ziel Fotos zu machen, bestenfalls mit Seinesgleichen ohne Rücksicht auf Familie. Urlaub und Fotos stehen zwar auch im Zusammenhang, aber für mich ist da die Gewichtung eine andere. Im Urlaub liegt der Fokus mehr die Gemeinsamkeit mit der Familie. D.h. ich muss und will da mehr Rücksicht nehmen. Was aber bedeutet, dass ich oft nicht soviel Zeit habe mich um das Motiv zu kümmern. Die Bilder haben dann einen eher dokumentarischen Charakter mit Erinnerungswert. Es sind dann zwar nicht schlechte Bilder, aber ich sehe ihnen an, dass ich das eine oder anderem Mal schon gerne etwas mehr Zeit gehabt hätte.

Wie hat sich denn unter diese Gesichtspunkten die Leica geschlagen? Nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz gut. Ich habe gemerkt, dass man eben mit einer neuen Kamera schon deutlich mehr vorher trainieren sollte, damit wirklich alles in Fleisch und Blut übergeht. Aber Gott sei Dank habe ich ja vor allem in letzter Zeit Erfahrungen sammeln können, mit neuen Equipment schnell umzugehen. 😉

Anfangs hatte ich damit zu kämpfen, dass sie immer leicht unterbelichtet, was der Belichtungsmessung anzukreiden ist. Da ich schnell dahinter gekommen bin, dass ich fest eine ⅔ Blende überbelichten muss, habe ich mich nicht auf Experimente mit den anderen Messmethoden eingelassen. Man muss dazu sagen, dass es in Brasilien extrem hell ist und es von überall her hell zurückreflektiert. Auch wenn es vermeintlich etwas dunkler ist. Leider hatte ich keine andere Kamera dabei, um zu gucken, wie diese sich schlägt. Das iPhone hat es allerdings ganz gut hinbekommen.

Ich hatte meistens das 28mm Objektiv drauf, manchmal das 50er aber nie das 90er. Anfangs hätte ich mir eher das 35er gewünscht, aber nach der ersten Sichtung der Bilder, war das 28er ein guter Kompromiss zwischen dem 35er und einem UWW, wie 24 oder 21mm.

Was gut geklappt hat, war die Scharfstellung mit dem Messsucher. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich meist zwischen Blende 5.6 und 11 fotografiert habe, da es ja meist eher Landschaft war.

Die kompakte Form der Leica war richtig gut. Ich hatte eine kleine Tasche, die mal ursprünglich für mein erstes iPad gekauft hatte und hier fand die Leica im Hauptfach und einem weiteren eingewickelten Objektiv genügend Platz. Ferner noch meine Brieftasche und ein Übersetzer. Achja und Zusatzakku und Speicherkarte. Der Akku der Leica hält echt lange. Alle drei Tage habe ich vorsichtshalber bei ca. 35% getauscht. Hier liegt die Stärke, wie bei einer DSLR, da kein Liveview Strom frisst. Denn den Liveview konnte man auch eher nicht nutzen, da man das Fokuspeaking nicht in der hellen Sonne sehen konnte. Den EVF habe ich natürlich nie dabei 😉

Im Vergleich zu einer OM-D ist die Leica schon schwerer, im Vgl. zu einer Vollformat-DSLR leichter.

So, was hat mich denn unter dem Gesichtspunkt „Urlaubskamera“ gestört?

  • manchmal hat mir der Autofokus, am Besten mit Gesichtserkennung, gefehlt. Einfach mal Kamera hochhalten bzw. aus der Hüfte schießen, war nur schwer möglich
  • jemandem die Kamera in die Hand drücken: „mach mal ein Foto von uns“, klappte eher nicht, denn das Scharfstellen bekommt ein Laie nicht bzw. selten hin. „Wenn ich Dein Gesicht im Mischbild übereinander habe, dann sehe ich im Hintergrund aber zwei statt einer Palme“ 😉
  • manchmal hätte ich mir schon ein Zoom gewünscht

Was zeichnet diese Kamera denn als Reisekamera aus?

  • im Vgl. zu einer Vollformat-DSLR leichter und kompakter – auch die Objektive
  • durch fehlen des AF befasst man sich mehr mit dem Motiv
  • Toller heller Sucher
  • robust
  • da kein Sucher oben drauf, schnell aus einer Tasche gezogen und wieder weggesteckt

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich die Leica wieder mit in den Urlaub nehmen? Zurückblickend auf meine Erfahrungen mit der OM-D in Kopenhagen und der D750 in Prag und diversen Ausflügen mit Begleitung muss ich ehrlich sagen, dass eine OM-D für mich die richtige Urlaubskamera wäre. Diese hat eigentlich nur den Nachteil, dass der Akkuverbrauch sehr hoch ist und dass ihr vielleicht aufgrund des kleinen Sensors vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen die Puste ausgehen könnte. Ich denke auch, dass man den Bildern aus einem Urlaub nicht unbedingt ansieht, ob diese mit einer Leica, DSLR oder einer OM-D entstanden sind, wenn man mal das Format außen vor lässt.

Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich allerdings für den Urlaub eine OM-D vorziehen.

 

 

Meine Erkenntnisse der unterschiedlichen Kamerasysteme

Meine Erkenntnisse der unterschiedlichen Kamerasysteme

Wer in letzter Zeit meinen Blog oder mich auf Twitter & Co. verfolgt hat, konnte mitbekommen, dass ich mit unterschiedlichen Kameras und auch Kamerasystemen unterwegs war.

Der Grund war nicht, dass ich den Zeitschriften Konkurrenz machen möchte, sondern eher, dass ich nach dem Diebstahl meiner Nikon D700 irgendwie nicht das Richtige für mich gefunden habe.

Vorab kann ich nur sagen, ich hätte mir wieder eine D700 kaufen sollen.

Da ich so einiges probiert habe, will ich auch jetzt mal was dazu schreiben. Warum soll ich meine persönlichen Eindrücke für mich behalten.

Vorab, es handelt sich nicht um einen professionellen Test, sondern „nur“ um meine Erfahrungen und meine persönlichen Eindrücke. Natürlich kann es bei jedem anderen anders ausfallen. Aber vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen bei der Findung seiner Kameraausrüstung.

Die nachfolgenden Eindrücke sind nicht chronologisch aufgebaut, sondern nach den Herstellern.

Starten tue ich mal mit Sony:

Hier hatte ich die Nex 7, die Nex 6 und die A7.

Mit den beiden Nexen bin ich nicht warm geworden, da das Bedien- und Menükonzept nicht für mich geeignet war. Auch empfand ich das Kit-Objektiv als eine Zumutung, denn das kann man nur gebrauchen, wenn der RAW-Konverter über die entsprechenden Korrekturen verfügt, was bei Aperture nicht der Fall war. Sorry, nur noch über Software zu arbeiten ist m.E.n. der falsche Weg.

Auch empfand ich, dass das Rauschverhalten gegenüber Olympus etwas schlechter. Ich habe aber keinen direkten Vergleich gemacht, sondern es ist nur ein Bauchgefühl.

Ansonsten macht Sony schon einen guten Job, was die Größe (Kompaktheit) des Nex-Systems angeht. Auch dass ein elektronischer Sucher integriert ist empfinde ich als sehr gut.

Auch nannte ich nach Unterbrechung eine A7 mein Eigen, da ich gerne wieder eine Vollformat haben wollte.

Vom Prinzip her finde ich den Schritt von Sony mutig und sehr gut. Ich denke, dass auch die anderen spätestens jetzt mal über ein spiegelloses System nachdenken. Damit meinte ich vor allem Canikon.

Ich empfand die Kompaktheit für eine Vollformat sehr gut. Auch das Bedienkonzept hat bei mir gut funktioniert. Vor allem, weil man sich so ziemlich alle Knöpfe, Schalter und Drehräder für sich konfigurieren kann.

Leider hört die Kompaktheit bei den Objektiven auf. Das ist aber eben dem Sensor und nicht Sony anzulasten. Großer Sensor = große Objektive. 😉

Ich hatte den 70. Geburtstag meiner Mutter fotografiert und leider hatte ich hier Probleme mit einem unzuverlässigen Autofokus, Blitz und auch das Rauschverhalten empfand ich im Vergleich zu den Bildern, die ich mit der D750 mache nicht so doll.

Der Grund, warum ich mich von ihr wieder getrennt habe, lag darin, dass sich die Objektive im Bajonett seitlich verschieben ließen und auch beim leichten Druck von oben gesehen nach links ein leichter Spalt zwischen Kamera und Objektiv zu sehen war. Der Sony-Service hatte angeblich nichts gefunden und nach telefonischer Rückfrage lapidar gefragt, „was steht denn im Bericht?“ „Dann ist es so“! Eine Frage bei Sony ergab, was der Servicepartner sagt ist richtig. Irgendwie habe ich mich nicht ernst genommen gefühlt. Daher ist Sony für mich gestorben.

 

Fuji

Hier hatte ich eine X-T1 und eine X-Pro1. Beide empfand ich als angenehme Kameras mit guten Objektiven. Die Bildqualität empfand ich als sehr gut, auch in Bezug auf das Rauschverhalten. Leider bin ich mit dem Bedienkonzept nicht zurecht gekommen. Auch war das Steuerkreuz bei der X-T1 hinten sehr weich mit wenig bis keine Rückmeldung. Hier hatte ich sie auch eingesandt und obwohl das Problem bei Fuji bekannt war, wurde auch hier keine Hand angelegt. Vor allem wenn man im Wechsel zur X-Pro1 gearbeitet hat, fiel das auf. Bei der X-Pro1 war der langsame Autofokus etwas nervig, aber ansonsten von der Verarbeitung her besser, als sie X-T1.

Was Fuji nicht kann/konnte ist blitzen. Da ich ehrenamtlich Veranstaltungen fotografiere, habe ich es schmerzlich bemerkt, denn einen vernünftigen Blitz wurde seitens Fuji nicht angeboten und Nissin den i40 noch nicht im Angebot.

 

Olympus

Hier muss ich sagen, dass Olympus derzeit alles richtig macht. Kompakte Bauweise, tolle Objektive und eine Klasse Bildqualität. Beim Rauschen bis 1600 sehr gut und bis 3200 noch brauchbar. Für meine Veranstaltungen nicht ganz so gut. Blitz war soweit auch gut. Nach der Einarbeitung in die Bedienung eine ganz tolles Konzept. Für mich besser als die A7. Autofokus schnell und zielsicher. Bei wenig Licht mit leichten Problemen. Aber m.E.n. besser als die A7 und mit Abstand besser als die Fujis. Und ich hatte nichtmal die E-M1!

Olympus hat ein gutes Konzept in Sachen Bedienung, Qualität, Zubehör. Ich würde sie immer wieder kaufen. Und auch nicht ausschließen, dass das passieren wird. Denn in der Summe der Eigenschaften finde ich sie wirklich toll. Kompakt, gute Bedienung, schneller AF (mit Gesichts- und Augenerkennung), gute Objektive.

Mehr kann ich gar nicht zu Olympus schreiben, außer dass das eine absolute Kaufempfehlung ist!

 

Nikon

Naja zu Nikon könnte ich Romane schreiben, da ich im Prinzip schon zur analogen Zeit mit Nikon fotografiert hatte. Meine erste SLR war zwar eine EOS 100, aber mein Händler hat mich schnell zu Nikon gebracht.

Und eigentlich hat sich seitdem bei Nikon nicht so viel verändert. OK man hat umfangreichere Menüs bei den Digitalen, als bei den Analogen ;). Was auf der einen Seite gut ist, denn man findet sich als Nikonfotograf schnell mit einer neuen Nikon DSLR zurecht, findet aber derzeit auf dem großen Markt der Systemkameras manchmal als wenig innovativ. Denn den spiegellosen Markt hat Nikon bisher verpennt. Die 1er sehe ich nicht als ernstzunehmenden Wettbewerb zu Olympus, Fuji und Sony. Canon kann das aber auch nicht.

Aber Nikon ist eben grundsolide. Ein Kollege auf app.net sagte, nachdem ich von der Sony A7 wieder zu Nikon (Df) gewechselt bin, dass meine Bilder lockerer aussehen würde, dass man ihnen ansieht, dass ich mich wieder wohl fühle. Das ist auch so.

Zur Nikon Df hatte ich schon was geschrieben, sodass ich es mir hier erspare, nochmals was zu schreiben, denn es hat sich im Prinzip nichts geändert.

Nikon scheint sich derzeit sehr auf den Vollformatsektor zu fixieren, denn sie haben hier ein sehr umfangreiches Angebot: D610, D750, D810, Df und die D4s. Ich kann im Prinzip alle empfehlen, denn hier ist m.E.n. der Geldbeutel der entscheidet (D610 als Einsteiger) oder aber auch vielviel Video (D750 und D810) möchte ich machen oder Sport (D4s) bzw. Fashion (D810). Die Df ist für mich ein für jemand der ein „Retrodesign“ mit einem guten Sensor benötigt.

Für ambitionierte Einsteiger, die kein Vollformat haben wollen, würde ich aber eher zur Olympus raten. Allerdings gilt hier immer, nimm die Kameras, die in Frage kommen in die Hand und entscheide, wie gut Du damit zurecht kommst. Ggf. was haben Deine Freunde und Bekannte für Marken, denn dann kann man sich besser austauschen.

Leica

Tja, was soll ich dazu schreiben. Wie der Eine oder Andere weiß, bin ich Leica-Fan und sehe auch manches durch die rosarote Leica-Brille. Finde ich aber nicht schlimm, dafür ist man ja Fan.

Ich fange mal mit der Leica X Reihe mal an. Leica hatte mit der X1 seinerzeit einen neuen Markt mit kompakten Kameras, mit Festbrennweite und großem (APS-C) Sensor rausgebracht. Fuji folgte mit der X100 kurz danach. Ich selber hatte die X1, X2 und auch kurz die X-Vario. Die X1 empfand ich zu der damaligen Zeit, dass sie absolut auf der Höhe war. Geringes Rauschen, einigermaßen guter AF, tolle Bedienung und auch eine tolle Bildqualiät. Bis auf den AF konnte Leica das X-Konzept immer wieder leicht verbessern. Mehr aber auch nicht. Denn der AF ist in der heutigen Zeit absolut nicht auf der Höhe der Zeit und man merkt, Leica kann kein AF. Wie die Aktuelle ist, weiß ich nicht, werde ich aber eher nicht ausprobieren, da sie mittlerweile ganz schön groß geworden ist.

Wo wir auch beim Thema Autofokus sind, warum ich die Leica T nur kurz hatte. Eine tolle Kamera, mit einem tollen Bedienkonzept, aber ein grottenschlechter Autofokus. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen langsam und trifft nicht. Leider kann sie auch kein Fokuspeaking, sodass ein manuelles Scharfstellen bei schlechtem Licht auch eher unmöglich ist. Ich werde aber noch einen gesonderten Bericht schreiben. Gott sei Dank konnte ich sie gebraucht erwerben und konnte sie wieder einigermaßen gut loswerden.

Warum bin ich aber Leica-Fan? Weil Leica kann eben Leica M – Messsucherkameras. Leica hat es geschafft, dass mittlerweile 60 Jahre alte Messsucherprinzip auch in der digitalen Welt zu etablieren. Für manchen ist Leica zwar auch eher ein überteuertes Retroobjekt, aber für ich ist eine M eben auch ein Präzisionsobjekt. Denn der Messsucher ist u.a. das, was die Kamera so teuer macht.

Wenn man sich darauf einlässt, dann fotografiert man sehr viel bewusster, da man sich deutlich mehr mit dem Bild beschäftigen kann und muss. Denn Autofokus gibt´s da eben nicht. Zur M werde ich wahrscheinlich aber noch einen gesonderten Bericht schreiben. Denn hier würde es zu lang werden.

Aber warum habe ich mich immer wieder von der M (M8, M9, M9P) getrennt? Anfangs konnte ich ich mich nicht damit arrangieren, dass die Naheinstellgrenze konstruktionsbedingt nur bei 70cm ist. Darunter geht es nur mit Macro-Adapter. Auch fotografiere ich öfter mal Veranstaltungen. Und hier war es auch ein Kopfthema. Denn wenn ich mir die Bilder mal ansehe, die ich bei Veranstaltungen angefertigt habe, kann ich nur sagen, es geht auch mit einer M bzw. es geht auch ohne Zoom und Powerblitz.

Seit der M (Typ 240) hat sich auch noch was geändert. Da sie mittlerweile einen CMOS-Sensor hat, kann sie auch Liveview und somit kann man sie auch mit anderen Objektiven betreiben. Die „alten“ R-Objektive erfahren gerade einen neuen Aufwind. Es werden für gebrauchte derzeit Höchstpreise gezahlt. Gefühlt würde ich sogar sagen, dass der eine oder andere „Geheimtipp“ gebraucht derzeit teurer ist, als damals neu.

Sie kann auch mittlerweile Video, was sie auch noch etwas „altagstauglicher“ macht. Sofern man Video braucht.

Fazit

Das war mal so ein kleiner Abriss meiner Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Sicherlich nicht komplett, weil ich gemerkt habe, je länger es her ist, dass ich die Kameras hatte, desto weniger ist hängen geblieben. Aber vielleicht ist es ja für jemanden, der gerade vor einer Entscheidung steht, eine kleine Hilfe worauf er achten sollte oder kann. Das Thema Kamerasystem ist eh ein sehr emotionales Thema. Das bekommt man auch in den Foren mit, wo man sich schon teilweise die Augen aussticht 😉

Rückblickend, was würde ich wieder kaufen?

Olympus, wenn es um eine alltagstaugliche und reisetaugliche, kompakte Kamera mit einem umfangreichen System dahinter und einer tollen Bildqualität geht. Sie ist aufgrund der Sensorgröße und des damit verbundenen Rauschverhalten nicht ganz für Veranstaltungen in schlechten Lichtverhältnissen geeignet. Wobei es darauf ankommt, wo die Bilder nachher veröffentlicht werden. Es ist aber auch ein Klagen auf sehr hohem Niveau. Es gibt auch Hochzeitsfotografen, die mit der OM-D E-M1 sehr glücklich sind.

Nikon, eine klares Ja, wenn die (Gehäuse) Größe keine Rolle spielt, wohl aber die Sensorgröße. Hier hat man alles, ein sehr umfangreiches System, tolle Bildqualität, tolle Objektive und vor allem für Veranstaltungen in schlechtem Licht ein top Rauschverhalten. Bzgl. meines Brasilienurlaubes habe ich leichte Bedenken, wobei ich 2009 auch schon mit einer D700 (die deutlich größer ist, als eine D750 oder Df) in Brasilien war.

Leica, hier ist derzeit die Leica M-P das Objekt der Begierde. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit der M-P einem 28mm, 50mm und einem 90mm Objektiv nach Brasilien fahre. Denn die Leica M ist nach der Olympus für mich eines der kompaktesten Systemkameras.

Sony kommt für mich nicht in Frage, weil das System noch nicht weit genug ausgebaut ist und auch der Kundendienst schlecht.

Fuji ist zwar ein gutes System, aber wir sind nicht miteinander warm geworden.

So und nun hoffe ich, dass ich nicht zuviel geschrieben habe und es Euch gefallen hat

 

Neue Firmwareupdates

Neue Firmwareupdates

Eigentlich bin ich ja keiner, der wegen jedem Software- oder Firmwareupdate einen Blog-Eintrag schreibt. Da es aber innerhalb von zwei Tagen zwei meiner Kameras betrifft, will ich doch mal was dazu schreiben. Und das noch nichtmal als Erfahrungsbericht, sondern als Information. Falls es was richtig gutes zu Berichten gibt, dann folgt vielleicht auch noch ein Erfahrungsbericht.

Die D750 hat gestern ein Firmware-Update erfahren, wo u.a. ein Fehler in der Kurzzeitsynchonisation behoben wurde. Ich habe auch die Hoffnung, dass an der Startgeschwindigkeit auch was getan hat, denn da ist sie schon manchmal recht träge.

Bei der Leica T wurde u.a. explizit an der Startgeschwindigkeit gearbeitet und da bin ich echt gespannt. Auch was das Thema Autofokus angeht.

Mal gucken, ich denke, dass ich heute abend mal die Update durchführen werde und später berichten.

Ausflug mit der Nikon D750

Ausflug mit der Nikon D750

Die D750 polarisiert. Die einen sehen sie als Nachfolgerin der D700 an und die anderen als Verbesserung der D610.

Ich persönlich sehe weder das Eine noch das Andere. Das war bei mir schon vor dem „Test“ klar, was sich auch bestätigt hat. Dazu aber im Fazit mehr.

Ich hatte letzten Sonntag einfach mal die D750 bei einem kleinen Ausflug mitgenommen und einfach mal fotografiert.

Was mir aufgefallen ist, das sie erheblich kompakter, als die D700 ist, aber deutlich besser in der Hand liegt, als die D600/D610. Zum „Profigehäuse“ fehlt ihr die Größe und auch die fehlenden Tasten, wie z.B. die separate Taste für AF-On. Die kann man sich aber auf die AEL/AFL-Taste programmieren. Bei der D700 und auch bei der Df nutze ich die Möglichkeit der Belichtungsspeicherung selten, sodass ich eine nur noch eine Taste in der Praxis für AF-On gar nicht so schlimm finde, wie ich es mal fand. Zur Erläuterung, ich habe den Autofokus vom Auslöser genommen und auf die Taste gelegt.

Was mir bei der D600 gefehlt hatte, dass ich beim Druck auf die mittlere Taste im Steuerkreuz eine 100%-Ansicht in der Wiedergabe erhalte. Diese Möglichkeit kann ich wieder programmieren. Das Handling der D750 hat mir ausgesprochen gut gefallen. Nachdem ich sie mir individualisiert hatte, konnte ich sie im Prinzip blind bedienen. OK, ich bin eben ein Nikon-Kind 😉

Was mir in den Einstellungen aufgefallen ist, dass die D750 jetzt auch eine Gesichtserkennung hat, die ausgesprochen gut funktioniert, sofern man nicht nur auf den mittleren AF-Punkt gelegt hat.

Wo wir beim Thema sind, gefühlt hat die D750 bei der Geschwindigkeit und auch bei der Treffsicherheit beim AF deutlich zugelegt. Ich vergleiche derzeit mit der D700 und der Df.

Was ich nicht probiert habe, sind der Liveview und die Videofunktion. Beides will ich mal gesondert machen, wenn ich alleine unterwegs bin. Da muss ich ungestört sein.

Leider muss man derzeit bei den RAWs den Umweg über den DNG-Converter machen, den es derzeit als Beta mit D750-Unterstützung gibt. Die Schnappschüsse hinterlassen einen sehr guten Eindruck. Auch das Rauschverhalten scheint nochmals gegenüber der D700 trotz Verdoppelung der Pixelzahl verbessert worden zu sein. Allerdings muss ich sagen, dass das Rauschen bei den Nikons, die ich in letzter Zeit mal in der Hand hatte eigentlich kein Thema mehr ist. Selbst bei der D7000 sind ISO-Zahlen um die 1600 kein Thema. Bei der Df sind 6400 und ich würde mal sagen bei der D750 sind gefühlt 3200 noch sehr gut nutzbar. Und hier rede ich nicht von irgendwelchen Testaufbauten, sondern gefühlte Praxisbilder. Wenn es um den dokumentarischen Wert eines Bildes geht, dann würde ich die so um ein bis zwei Stufen höher sehen. Aber wie gesagt, dass sind eher gefühlte Werte.

Im übrigen habe ich den Ausflug mit dem Nikkor 24-85mm f/2.8-4 gemacht. Hier bin ich der Meinung, dass die Linse ihren Meister bei dem Sensor gefunden hat. Ich bin aber nicht der Pixelpeeper, aber ich würde mal behaupten, dass in dem Sensor noch deutlich mehr Leistung steckt.

Was mir bei der „Entwicklung“ der Bilder aufgefallen ist, dass die D750 sehr ausgewogen in der Blendenautomatik ohne Belichtungskorrekturen in der Kamera vornehmen zu müssen belichtet. Ich musste in LR, nur sehr wenig korrigieren. Bei der D700 und auch der Df muss ich in Lightroom etwas mehr korrigieren, was ich aber auch nicht schlimm finde. Hand anlegen muss man so oder so.

Eine Sache ist mir negativ aufgefallen, dass die Kamera, wenn ich im Menü bin oder etwas dort ändern möchte, sehr zäh und langsam ist. Ich gehe aber davon aus, dass das ein Thema ist, was nach dem nächsten Firmwareupdate Geschichte ist.

Mein Fazit:
Es ist ja kein richtiger Test, sondern erstmal nur ein Eindruck und ich muss sagen, die D750 hinterlässt einen sehr guten. Sie hat gegenüber der D700 abgespeckt und nicht nur im Gewicht, sondern auch bei den Bedienelementen, aber nicht viel. Gegenüber der D600 hat sie vom Handling her zugelegt. Bildqualität kann ich und will ich nicht vergleichen, macht auch bei den heutigen Kameras keinen Sinn, denn ich denke, dass für schlechte Bilder eher der Fotograf oder aber auch die verwendetet Linse verantwortlich ist. Was mir aber aufgefallen ist, dass Nikon mit der D700 bereits eine tolle Kamera rausgebracht hatte, die noch immer gegen viele aktuelle Kameras anstinken kann.

Warum sehe ich die D750 weder als Nachfolger der D700, noch als Evolution der D610? Als Nachfolger der D700 fehlt ihr so ein bisschen die Gehäusegröße, ein paar Knöpfe und auch Gewicht. Würde sie in einem D810-Gehäuse stecken, dann ja, so aber nicht. Als „nur“ verbesserte D610 sehe ich sie aber auch nicht ganz, weil das Handling, die Bedienung und auch der AF deutlich zugelegt hat. OK, sie ist näher an der D610, als an der D700. Ich denke, dass bei vielen die 750 das Problem sind. Viele haben einen richtigen Nachfolger der D700 erwartet, was aber seitens Nikon nie gesagt wurde. Daher auch D750 und nicht D700s oder D710. Das Problem ist, dass eben zwischen D610 und D810 nunmal irgendwas mit 7 ist ;). Ich denke, dass sich Nikon derzeit in einer kleinen Sackgasse bzgl. ihrer Produktnamen befindet. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Bilder sind im übrigen eher Schnappschüsse…