Fuji X-Roadshow

Fuji X-Roadshow

Am 26.11.2017 war in Hamburg der letzte Termin der Fuji X-Roadshow. Da ich derzeit zufriedener X-T2 Nutzer bin, habe ich das trübe Wetter genutzt und nach Hamburg gefahren.

In gemütlicher Atmosphäre konnte man u.a. seine Kamera mit Objektiv zum Clean&Check abgeben und auch die eine oder andere Kamera ausleihen. Ich habe mich für die X100F entschieden. Die GFX stand leider nicht zum Leihen zur Verfügung, aber man konnte sie an den Ständen ausprobieren. Aber dazu später mehr.

Die Veranstaltung wurde mit der Firma Hensel gemeinsam veranstaltet, aber aufgrund evtl. GAS habe ich mir die Produkte nicht näher angeschaut. 😉
Neben den Produkten von Fuji und Hensel wurden auch Vorträge gehalten. Peter Hawk hatte ein Live-Shooting abgehalten und ein wenig über die Besonderheiten der Fuji Kameras referiert, aber auch über die Vorgehensweise mit dem Umgang von Models.

Der Vortrag von Philip Rathmer fand ich noch interessanter, weil er einen Auszug seiner Fotografie gezeigt hat. Hier eher seine freien Arbeiten, nämlich seine Reise-Fotografie. Und auch seine „Arbeit“ – Fashion und People kam nicht zu kurz. Dem Vortrag fand ich persönlich sehr interessant und mit tollen Bildern hinterlegt. Natürlich kamen die Informationen mit welcher Fuji-Kamera was geschossen wurde nicht zu kurz. Er hat aber nicht nur Bilder von aktuellen Kameras gezeigt, sondern auch von älteren Fujis, was mal wieder gezeigt hat, dass die Bilder nicht schlechter werden, nur weil ein neues Model rausgekommen ist.

Bernd Ritschel habe ich nicht mehr mitbekommen, weil ich dann doch irgendwann wieder nach Hause wollte. OK, ich hätte mir noch eine andere Kamera leihen können und draußen noch mehr Bilder von der m.E.n. tollen Gegend einfangen können, aber die X100F hat schon für genug GAS gesorgt. 😉

Auch die GFX hat für leichten GAS gesorgt, was aber aufgrund des Preises schnell wieder erloschen ist. Die Kamera liegt super in der Hand, ist im Verhältnis zu einer D850 sehr leicht und macht vom Handling her Spass. Sie funktioniert einfach. Ich finde sie aber im Vgl. zur Hasselblad X1D doch recht dick. Das nächste „Problem“ ist in meinem Fall auch der von mir verwendete RAW-Converter, denn Capture One Pro unterstützt keine anderen Mittelfomatkameras, sodass mir der Aufwand der Entwicklung zu groß ist und ich im Prinzip auch keine 50MP brauche.

Alles in Allem fand ich die Veranstaltung sehr gut, auch wenn sie nicht an ein Olympus Playground herankommt. Und man kommt auch schön mit Gleichgesinnten (oder Gleichbekoppten) zusammen und zum Schnacken.

Phase One ist komisch

Phase One ist komisch

Wie vielleicht der Eine oder Andere weiß, bin ich Nutzer der Software Capture One Pro, nachdem sich Apple entschlossen hat Aperture nicht mehr weiter zu entwickeln. Ein Vergleichstest hatte bestätigt, dass zwar Capture One in der Verwaltung nicht an Aperture oder Lightroom herankommt, aber die Bildergebnisse für mich eben besser waren und das ist für mich das Wichtige.

Da der Entwickler der Software auch Mittelformatkameras herstellt, ist es eine Unternehmensentscheidung andere Hersteller von Mittelformatkameras nicht zu unterstützen. Da kann man gut finde oder nicht, ich kann es etwas nachvollziehen. Allerdings muss man sagen, dass es eine Software ist, für die man bezahlen muss und das auch noch mehr, als bei den meisten Wettbewerbern.

Ich nutze zwar keine Mittelformatkameras, trotzdem beobachte ich den Markt. Vor allem, da mit Pentax, Hasselblad und auch Fuji mittlerweile einigemaßen bezahlbar Kameras herausgebracht haben. Es ist zwar nicht das „richtige“ Mittelfomat (6×6), aber es ist nunmal größer als das 35mm Format. Aber das soll nicht das Thema sein.

Als Pentax mit der 645Z rauskam, war es schon sehr interessant, da diese immerhin unter 10.000€ kostete und auch u.a. in DNG seine RAWs abspeichert. So nun schnell man ein paar Originaldateien runterladen und in C1 mal testen, wie man die so bearbeiten kann. Ups, C1 erkennt sie nicht, obwohl DNG. Auch wenn eine Kamera mit DNG nicht unterstützt wird, kann Ca DNG-neutral – eigentlich, aber die Pentax nicht. Sehr komisch, denn die DNGs der Leica S werden als DNG-neutrag erkannt. Dann habe ich mal mit einem Exif Editor das „z“ aus dem Namen der Kamera gelöscht und siehe da, das DNG-neutral wird erkannt.

Irgendwie lächerlich, als ob die 645z ein Wettbewerb des XF-System wäre…

Nun habe ich mir mal die Dateien der Hasselblad X1D und der Fuji GFX50s besorgt, als DNG umgewandelt und versucht mit C1 zu importieren. Aber auch diese werden nicht erkannt. Mit dem Exif Editor muss ich sogar noch den Schritt vollziehen, den Namen der Kamera und des Herstellers rauszulöschen, damit sie als DNG-neutral erkannt werden. Geil ist aber, dass in den Exif-Daten nach dem Import sowohl Hersteller, als auch die Kamera sehen.

Ich könnte diese Einschränkungen nachvollziehen, wenn die Software, wie die Phocus-Software von Hasselblad kostenlos wäre, ist sie aber nicht. Und liebe Leute von Phase One, ist das nicht peinlich, dass Ihr Angst habt vor dem Wettbewerb, der keiner ist? Vor allem, als ob diese Einschränkung jemand abhalten würde, eine dieser Kameras zu kaufen.

Capture One Pro könnte jetzt, wenn sie Gas geben würde, wo man von Lightroom große Unzufriedenheit hört, deutlich dazugewinnen können.

Alles nicht nachvollziehbar.

Photowalk von Foto TV

Photowalk von Foto TV

Zum zehnjährigen Geburtstag von Foto TV veranstaltet Marc in Deutschland verschiedene Photowalks mit dem Thema Reportage.

Den Auftakt bildete Hamburg, der mit Hilfe von Marco Larousse organisiert wurde. Marco hatte ein „schlechtes“ Gewissen, als er meinen Namen bei den Teilnehmern gelesen hatte, da ich ja bereits beim Photowalk von Cosyspeed dabei war. Da ich aber zu spät kam, habe ich den bekannten Anfang verpasst, sodass ich zu den weniger bekannten Orten kam. Allerdings wäre das eh kein Problem gewesen, da diese Walks auch eher um die Sache und Kommunikation geht sowie neue Leute kennen zu lernen, als um die wettbewerbsmäßige Fotografie geht.

Was auch sehr witzig war, dass mich einen Tag vorher ein Kunde anrief, der eigentlich was anderes wollte und nur sagte: „übrigens morgen sehen wir uns“. Ich wusste zwar, dass er auch ein wenig fotoverrückt ist, aber damit hätte ich nicht gerechnet.

Wir hatten stark wechselhaftes Wetter, aber als Norddeutscher ist ja erst starker Regen, wenn dieser waagerecht in der Luft ist. Alles andere ist eher hohe Luftfeuchtigkeit 😉

Ich war mit der Fuji X-T2 und dem XF 16mm f/1.4 WR unterwegs und beide sind wasserfest. Wobei die „normalen“ Kameras mehr abkönnen, als die meisten denken. Ich hatte zwar auch mal das 27er drauf, aber ich habe gemerkt, dass ich eher der weitwinklige Typ bin und schnell wieder gewechselt

Der (verpasste) Treffpunkt war beim Rathausplatz, ging dann Richtung Planen un Bloomen über die „Schanze“ zur Hafencity, wo wir dann noch zu Essen eingekehrt sind. Da der Weg doch ziemlich weit war und auch die Teilnehmer recht viele waren, hatte es doch länger gedauert als gedacht, was mir aber auch schon fast klar war.

Wie gesagt war die Aufgabe eine Reportage zu erstellen und fünf Bilder nachher in die geschlossen Facebook-Gruppe zu stellen. Hier sind echt viele interessante Reportagen zusammen gekommen. Ich habe mich für „Urban Jungle“ entschieden, da es in Städten immer Ecken gibt, wo es entweder angepflanzten „Dschungel“ gibt oder sich die Natur ihren Lebensraum zurückholt. Hier mal meine Bilder.

Ich kann nur sagen, dass es mal wieder viel Spass gemacht hat und möchte mich bei der Organisation bei Marc, Heike und Marco bedanken und kann nur ermutigen in den anderen Städten dabei zu sein.

Alles in allem ein schöner runder Nachmittag mit vielen netten Menschen und in Ruhe seinem Hobby nachkommen.

Mein erster Eindruck der Fuji X70

Mein erster Eindruck der Fuji X70

Hallo Ihr Lieben,

ja es ist mal wieder soweit, ich habe mir eine neue Kamera gegönnt. Ich war lange am Überlegen und Probieren und nun ist es die neue Fuji X70 in einem zärtlichen schwarz geworden.

Aber warum? Ich wollte einfach mal eine „Immerdabei“ Kamera haben, die einen größeren Sensor hat, als das iPhone. Hier kämen nur ein paar für mich in die engere Wahl

Die ersten beiden sind raus, weil sie einfach zu groß und im Prinzip auch zu teuer sind. Zur Leica Q hatte ich auch schonmal nähere Gründe geschrieben.

Die Fuji X100T hat ihren Scharm, allerdings eigentlich auch zu groß und neu auch bereits im vierstelligen Bereich.

Blieben nur noch die Ricoh und Fuji X70 übrig. Erstere hatte ich schonmal in der ersten APS-C-Version, warum ich sie wieder verkauft hatte, weiß ich eigentlich nicht mehr, weil es einen ganz tolle und kompakte Kamera ist. Die GRII hatte ich auch schon kurz bei mir zu Hause, als Fuji die X70 vorgestellt hatte. Nachdem ich mich umfangereich über die Spezifikationen und Größe informiert hatte, ging die GRII wieder zurück. Hier war ich froh, dass ich sie online bestellt hattte.

Die Fuji ist es geworden, obwohl sie etwas größer ist und auch 100g schwerer. Allerdings war die Ausstattung ausschlaggebend, denn sie hat gegenüber der GRII einen Klappmonitor mit Touch und die direkte Anbindung an den Instax-Drucker, den ich extrem sexy finde. Auch ist die Wifi-Funktion m.E.n. bei Fuji besser gelöst.

Also hatte ich bei meinem Händler angerufen, um nach den Lieferzeiten zu fragen und er sagte mir, dass am 12.02.2016 eine Präsentation der Neuigkeiten von Fuji bei ihm in Hause sei und evtl. die X70 auch schon verfügbar sind. Also hatte ich mir gleiche eine in schwarz zurücklegen lassen. Also bin ich am Freitag da hin und konnte mit den Fuji Mitarbeitern schön fachsimpeln alle Neugigkeiten ausprobieren – auch die X-Pro2 (extrem coole Kamera) – und habe dann die X70 gekauft.

Ich hatte ja mal die Fuji X-Pro1 und X-T1, allerdings war ich von der Technik nur wenig begeistert, von den Bildergebnissen her ja. Die X-Pro1 hatte einen extrem langsamen Autofokus, was einen stört, wenn man von einer DSLR kommt oder OM-D. Die X-T1 war nicht viel schneller, dafür waren die Tasten hinten extrem unpräzise, was nach dem Fuji-Aufenthalt nicht viel besser war.

Hier muss ich sagen, hat Fuji seine Hausaufgaben gut gemacht. AF ist auf Höhe der Zeit und die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Hier einen großen Daumen nach oben. Ich konnte Freitag neben der X70 und X-Pro2 auch die X-E2s und die X-T1 testen. Überhaupt kein Vergleich mehr zu „damals“.

Nun aber zur X70. Wie gesagt, sie fühlt sich sehr wertig an und auch der AF ist flott und zielsicher. Der Klappmonitor läßt sich um 180° nach oben klappen, damit auch mal ein Selfie drin ist ;).

Die Aufzählung der technischen Daten erspare ich mir, aber ich will man nach meinen kurzen Spaziergang gestern meine ersten Eindrücke kundtun.

Was ist mir positiv aufgefallen?

  • übersichtliches Menü
  • ein gutes und konfigurierbares Quickmenü
  • programmierbare Tasten (alle)
  • drei programmierbare Auto-ISO-Bereiche
  • das Objektiv bleibt nach dem Einschalten in seiner Position (bei der GR fährt es raus)
  • Klappdisplay
  • Touchdisplay
  • schneller AF
  • einen Hebel vorn für den AF-Modus (DSLR lässt grüßen)
  • ein Rad für die Belichtungszeit
  • ein Rad oben für die Belichtungskorrektur
  • einen Blendenring
  • eine Daumenwippe mit Druck, um auf 100% zu zoomen (das kann man allerdings nicht umprogrammieren)
  • einen Autofokusring, der auch umprogrammierbar ist (hierzu später – extrem cool)
  • JPEGs sind extrem brauchbar, was gut ist, denn Capture One Pro unterstützt leider noch nicht die neuen Xen
  • die Blitze der „großen“ Fujis werden unterstützt

Was ist mir negativ aufgefallen?

  • Gewicht
  • die Gurtösen stehen so häßlich ab
  • die Stativschelle ist nicht in er optischen Achse und man kann keine Platte fest montieren, da man das Akku-/SD-Karten-Fach dann blockiert
    (ist bei allen Xen so, nur bei der X-Pro2 hat Fuji auf die Kunden gehört)
  • die Hi-ISO-Bereiche (>6400) gehen nicht in RAW (allerdings würde ich wahrscheinlich eh nicht höher gehen)
    (im übrigen ist das bei allen Xen so, nur bei der X-Pro2 ist Fuji davon abgewichen)
  • wenn die Kamera in den Ruhezustand geht, dann kann man sie nur über aus- und einschalten wieder erwachen
  • Display lässt sich nicht abschalten, wenn man den optionalen optischen Sucher verwenden möchte
  • nur ein optischer Sucher optional

Mehr fällt mir zu den Pros und Kontras nicht ein. Da kommt mit Sicherheit auch noch was dazu.

Nun aber zu dem Autofokusrad, was eine besondere Erwähnung verdient und ich das bisher auch noch nirgends gelesen habe.

Seitlich ist ein Knopf mit dem ich dem AF-Rad sagen kann, was seine Aufgabe ist. Extrem geile Idee, dann Autofokusverstellung ist wohl eher selten genutzt.

  • Autofokus
  • Filmsimulation für JPEG (leider ohne die die neue Acros)
  • Digitale Telekonverter
  • Standard
  • ISO
  • Weißabgleich

Da ich derzeit nur was mit den JPEGs was anfangen kann, habe ich die Filmsimulation, die auch vier Filterarten (ohne, gelb, rot und grün) in Schwarz-Weiß bereithält, draufgelegt.

Da gestern eher ein Schmuddelwetter war, habe ich mich an den Schwarz-Weiß- Filmsimulationen ausgetobt. Die parallelen RAWs habe ich natürlich trotzdem aufgezeichnet. Hier konnte ich dann entsprechend dem Motiv die Filter aussuchen. Hier würde ich mir eine direktere Funktionsauswahl wünschen.

Beim Touch habe ich mich mangels fehlendem Stabilisator nur auf die AF-Position beschränkt, was aber völlig ausreichend ist. Das Rad für die Belichtungskorrektur könnte etwas leichtgängiger sein und auch etwas weiter rausstehen. Derzeit kann ich es nicht mit einem Finger bedienen. Allerdings braucht man i.d.R. nicht viel damit machen, weil die Belichtungsmessung schon sehr gut ist. Das Zeitenrad kann ich mit einem Finger bedienen, könnte aber auch etwas leichtgängiger sein.

Der Blendenring ist für mich als Leica-Fotograf (ja genau, dazu später mehr) extrem cool und hier hat sich Fuji was richtig Gutes einfallen lassen. Der Blenden-und AF-Ring sind aufgrund des Pancake-Objektives extrem dicht zusammen und eine Verwechslung ist eigentlich vorprogrammiert. Aber einmal läuft der Blendenring strammer und rastet ein und er hat zwei um 180° versetzte „Nasen“ die über den AF-Ring ragen, sodass man immer weiß an welchem Rad man dreht. Außerdem wenn beide waagerecht stehen, dann ist Blende 8 eingestellt und man hat dann blind im Gefühl welche Blende eingestellt ist.

Die gezeigten Bilder habe ich nur etwas in C1 bearbeitet, da sie insgesamt etwas knapp belichtet waren und auch eine leichte Nachschärfung bedarf. Hier scheint Fuji bei den JPEGs sanft ranzugehen und mal gucken, ob ich es in der Kamera voreinstellen kann.

Was ich außerdem recht gu finde, dass man drei unterschiedliche Auto-ISO- Einstellungen habe. Hier habe ich eine von 200-1600, eine von 200-3200 und eine von 200-6400 und kann dann schnell entscheiden, was mir wichtiger ist. Nun muss ich ja eh noch herausfinden, wie gut Fuji im Vgl. zur Olmpus ist. Hier eilt den Fujis ja ein guter Ruf aufgrund des X-Trans-Sensors im APS-C-Format voraus.

So ich denke, das soll es erstmal als erster Eindruck gewesen sei und mal gucken, ob es später mal noch ein paar erwähnenswerte Erfahrungen kommen.

Man liest sich…

Meine Erkenntnisse der unterschiedlichen Kamerasysteme

Meine Erkenntnisse der unterschiedlichen Kamerasysteme

Wer in letzter Zeit meinen Blog oder mich auf Twitter & Co. verfolgt hat, konnte mitbekommen, dass ich mit unterschiedlichen Kameras und auch Kamerasystemen unterwegs war.

Der Grund war nicht, dass ich den Zeitschriften Konkurrenz machen möchte, sondern eher, dass ich nach dem Diebstahl meiner Nikon D700 irgendwie nicht das Richtige für mich gefunden habe.

Vorab kann ich nur sagen, ich hätte mir wieder eine D700 kaufen sollen.

Da ich so einiges probiert habe, will ich auch jetzt mal was dazu schreiben. Warum soll ich meine persönlichen Eindrücke für mich behalten.

Vorab, es handelt sich nicht um einen professionellen Test, sondern „nur“ um meine Erfahrungen und meine persönlichen Eindrücke. Natürlich kann es bei jedem anderen anders ausfallen. Aber vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen bei der Findung seiner Kameraausrüstung.

Die nachfolgenden Eindrücke sind nicht chronologisch aufgebaut, sondern nach den Herstellern.

Starten tue ich mal mit Sony:

Hier hatte ich die Nex 7, die Nex 6 und die A7.

Mit den beiden Nexen bin ich nicht warm geworden, da das Bedien- und Menükonzept nicht für mich geeignet war. Auch empfand ich das Kit-Objektiv als eine Zumutung, denn das kann man nur gebrauchen, wenn der RAW-Konverter über die entsprechenden Korrekturen verfügt, was bei Aperture nicht der Fall war. Sorry, nur noch über Software zu arbeiten ist m.E.n. der falsche Weg.

Auch empfand ich, dass das Rauschverhalten gegenüber Olympus etwas schlechter. Ich habe aber keinen direkten Vergleich gemacht, sondern es ist nur ein Bauchgefühl.

Ansonsten macht Sony schon einen guten Job, was die Größe (Kompaktheit) des Nex-Systems angeht. Auch dass ein elektronischer Sucher integriert ist empfinde ich als sehr gut.

Auch nannte ich nach Unterbrechung eine A7 mein Eigen, da ich gerne wieder eine Vollformat haben wollte.

Vom Prinzip her finde ich den Schritt von Sony mutig und sehr gut. Ich denke, dass auch die anderen spätestens jetzt mal über ein spiegelloses System nachdenken. Damit meinte ich vor allem Canikon.

Ich empfand die Kompaktheit für eine Vollformat sehr gut. Auch das Bedienkonzept hat bei mir gut funktioniert. Vor allem, weil man sich so ziemlich alle Knöpfe, Schalter und Drehräder für sich konfigurieren kann.

Leider hört die Kompaktheit bei den Objektiven auf. Das ist aber eben dem Sensor und nicht Sony anzulasten. Großer Sensor = große Objektive. 😉

Ich hatte den 70. Geburtstag meiner Mutter fotografiert und leider hatte ich hier Probleme mit einem unzuverlässigen Autofokus, Blitz und auch das Rauschverhalten empfand ich im Vergleich zu den Bildern, die ich mit der D750 mache nicht so doll.

Der Grund, warum ich mich von ihr wieder getrennt habe, lag darin, dass sich die Objektive im Bajonett seitlich verschieben ließen und auch beim leichten Druck von oben gesehen nach links ein leichter Spalt zwischen Kamera und Objektiv zu sehen war. Der Sony-Service hatte angeblich nichts gefunden und nach telefonischer Rückfrage lapidar gefragt, „was steht denn im Bericht?“ „Dann ist es so“! Eine Frage bei Sony ergab, was der Servicepartner sagt ist richtig. Irgendwie habe ich mich nicht ernst genommen gefühlt. Daher ist Sony für mich gestorben.

 

Fuji

Hier hatte ich eine X-T1 und eine X-Pro1. Beide empfand ich als angenehme Kameras mit guten Objektiven. Die Bildqualität empfand ich als sehr gut, auch in Bezug auf das Rauschverhalten. Leider bin ich mit dem Bedienkonzept nicht zurecht gekommen. Auch war das Steuerkreuz bei der X-T1 hinten sehr weich mit wenig bis keine Rückmeldung. Hier hatte ich sie auch eingesandt und obwohl das Problem bei Fuji bekannt war, wurde auch hier keine Hand angelegt. Vor allem wenn man im Wechsel zur X-Pro1 gearbeitet hat, fiel das auf. Bei der X-Pro1 war der langsame Autofokus etwas nervig, aber ansonsten von der Verarbeitung her besser, als sie X-T1.

Was Fuji nicht kann/konnte ist blitzen. Da ich ehrenamtlich Veranstaltungen fotografiere, habe ich es schmerzlich bemerkt, denn einen vernünftigen Blitz wurde seitens Fuji nicht angeboten und Nissin den i40 noch nicht im Angebot.

 

Olympus

Hier muss ich sagen, dass Olympus derzeit alles richtig macht. Kompakte Bauweise, tolle Objektive und eine Klasse Bildqualität. Beim Rauschen bis 1600 sehr gut und bis 3200 noch brauchbar. Für meine Veranstaltungen nicht ganz so gut. Blitz war soweit auch gut. Nach der Einarbeitung in die Bedienung eine ganz tolles Konzept. Für mich besser als die A7. Autofokus schnell und zielsicher. Bei wenig Licht mit leichten Problemen. Aber m.E.n. besser als die A7 und mit Abstand besser als die Fujis. Und ich hatte nichtmal die E-M1!

Olympus hat ein gutes Konzept in Sachen Bedienung, Qualität, Zubehör. Ich würde sie immer wieder kaufen. Und auch nicht ausschließen, dass das passieren wird. Denn in der Summe der Eigenschaften finde ich sie wirklich toll. Kompakt, gute Bedienung, schneller AF (mit Gesichts- und Augenerkennung), gute Objektive.

Mehr kann ich gar nicht zu Olympus schreiben, außer dass das eine absolute Kaufempfehlung ist!

 

Nikon

Naja zu Nikon könnte ich Romane schreiben, da ich im Prinzip schon zur analogen Zeit mit Nikon fotografiert hatte. Meine erste SLR war zwar eine EOS 100, aber mein Händler hat mich schnell zu Nikon gebracht.

Und eigentlich hat sich seitdem bei Nikon nicht so viel verändert. OK man hat umfangreichere Menüs bei den Digitalen, als bei den Analogen ;). Was auf der einen Seite gut ist, denn man findet sich als Nikonfotograf schnell mit einer neuen Nikon DSLR zurecht, findet aber derzeit auf dem großen Markt der Systemkameras manchmal als wenig innovativ. Denn den spiegellosen Markt hat Nikon bisher verpennt. Die 1er sehe ich nicht als ernstzunehmenden Wettbewerb zu Olympus, Fuji und Sony. Canon kann das aber auch nicht.

Aber Nikon ist eben grundsolide. Ein Kollege auf app.net sagte, nachdem ich von der Sony A7 wieder zu Nikon (Df) gewechselt bin, dass meine Bilder lockerer aussehen würde, dass man ihnen ansieht, dass ich mich wieder wohl fühle. Das ist auch so.

Zur Nikon Df hatte ich schon was geschrieben, sodass ich es mir hier erspare, nochmals was zu schreiben, denn es hat sich im Prinzip nichts geändert.

Nikon scheint sich derzeit sehr auf den Vollformatsektor zu fixieren, denn sie haben hier ein sehr umfangreiches Angebot: D610, D750, D810, Df und die D4s. Ich kann im Prinzip alle empfehlen, denn hier ist m.E.n. der Geldbeutel der entscheidet (D610 als Einsteiger) oder aber auch vielviel Video (D750 und D810) möchte ich machen oder Sport (D4s) bzw. Fashion (D810). Die Df ist für mich ein für jemand der ein „Retrodesign“ mit einem guten Sensor benötigt.

Für ambitionierte Einsteiger, die kein Vollformat haben wollen, würde ich aber eher zur Olympus raten. Allerdings gilt hier immer, nimm die Kameras, die in Frage kommen in die Hand und entscheide, wie gut Du damit zurecht kommst. Ggf. was haben Deine Freunde und Bekannte für Marken, denn dann kann man sich besser austauschen.

Leica

Tja, was soll ich dazu schreiben. Wie der Eine oder Andere weiß, bin ich Leica-Fan und sehe auch manches durch die rosarote Leica-Brille. Finde ich aber nicht schlimm, dafür ist man ja Fan.

Ich fange mal mit der Leica X Reihe mal an. Leica hatte mit der X1 seinerzeit einen neuen Markt mit kompakten Kameras, mit Festbrennweite und großem (APS-C) Sensor rausgebracht. Fuji folgte mit der X100 kurz danach. Ich selber hatte die X1, X2 und auch kurz die X-Vario. Die X1 empfand ich zu der damaligen Zeit, dass sie absolut auf der Höhe war. Geringes Rauschen, einigermaßen guter AF, tolle Bedienung und auch eine tolle Bildqualiät. Bis auf den AF konnte Leica das X-Konzept immer wieder leicht verbessern. Mehr aber auch nicht. Denn der AF ist in der heutigen Zeit absolut nicht auf der Höhe der Zeit und man merkt, Leica kann kein AF. Wie die Aktuelle ist, weiß ich nicht, werde ich aber eher nicht ausprobieren, da sie mittlerweile ganz schön groß geworden ist.

Wo wir auch beim Thema Autofokus sind, warum ich die Leica T nur kurz hatte. Eine tolle Kamera, mit einem tollen Bedienkonzept, aber ein grottenschlechter Autofokus. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen langsam und trifft nicht. Leider kann sie auch kein Fokuspeaking, sodass ein manuelles Scharfstellen bei schlechtem Licht auch eher unmöglich ist. Ich werde aber noch einen gesonderten Bericht schreiben. Gott sei Dank konnte ich sie gebraucht erwerben und konnte sie wieder einigermaßen gut loswerden.

Warum bin ich aber Leica-Fan? Weil Leica kann eben Leica M – Messsucherkameras. Leica hat es geschafft, dass mittlerweile 60 Jahre alte Messsucherprinzip auch in der digitalen Welt zu etablieren. Für manchen ist Leica zwar auch eher ein überteuertes Retroobjekt, aber für ich ist eine M eben auch ein Präzisionsobjekt. Denn der Messsucher ist u.a. das, was die Kamera so teuer macht.

Wenn man sich darauf einlässt, dann fotografiert man sehr viel bewusster, da man sich deutlich mehr mit dem Bild beschäftigen kann und muss. Denn Autofokus gibt´s da eben nicht. Zur M werde ich wahrscheinlich aber noch einen gesonderten Bericht schreiben. Denn hier würde es zu lang werden.

Aber warum habe ich mich immer wieder von der M (M8, M9, M9P) getrennt? Anfangs konnte ich ich mich nicht damit arrangieren, dass die Naheinstellgrenze konstruktionsbedingt nur bei 70cm ist. Darunter geht es nur mit Macro-Adapter. Auch fotografiere ich öfter mal Veranstaltungen. Und hier war es auch ein Kopfthema. Denn wenn ich mir die Bilder mal ansehe, die ich bei Veranstaltungen angefertigt habe, kann ich nur sagen, es geht auch mit einer M bzw. es geht auch ohne Zoom und Powerblitz.

Seit der M (Typ 240) hat sich auch noch was geändert. Da sie mittlerweile einen CMOS-Sensor hat, kann sie auch Liveview und somit kann man sie auch mit anderen Objektiven betreiben. Die „alten“ R-Objektive erfahren gerade einen neuen Aufwind. Es werden für gebrauchte derzeit Höchstpreise gezahlt. Gefühlt würde ich sogar sagen, dass der eine oder andere „Geheimtipp“ gebraucht derzeit teurer ist, als damals neu.

Sie kann auch mittlerweile Video, was sie auch noch etwas „altagstauglicher“ macht. Sofern man Video braucht.

Fazit

Das war mal so ein kleiner Abriss meiner Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Sicherlich nicht komplett, weil ich gemerkt habe, je länger es her ist, dass ich die Kameras hatte, desto weniger ist hängen geblieben. Aber vielleicht ist es ja für jemanden, der gerade vor einer Entscheidung steht, eine kleine Hilfe worauf er achten sollte oder kann. Das Thema Kamerasystem ist eh ein sehr emotionales Thema. Das bekommt man auch in den Foren mit, wo man sich schon teilweise die Augen aussticht 😉

Rückblickend, was würde ich wieder kaufen?

Olympus, wenn es um eine alltagstaugliche und reisetaugliche, kompakte Kamera mit einem umfangreichen System dahinter und einer tollen Bildqualität geht. Sie ist aufgrund der Sensorgröße und des damit verbundenen Rauschverhalten nicht ganz für Veranstaltungen in schlechten Lichtverhältnissen geeignet. Wobei es darauf ankommt, wo die Bilder nachher veröffentlicht werden. Es ist aber auch ein Klagen auf sehr hohem Niveau. Es gibt auch Hochzeitsfotografen, die mit der OM-D E-M1 sehr glücklich sind.

Nikon, eine klares Ja, wenn die (Gehäuse) Größe keine Rolle spielt, wohl aber die Sensorgröße. Hier hat man alles, ein sehr umfangreiches System, tolle Bildqualität, tolle Objektive und vor allem für Veranstaltungen in schlechtem Licht ein top Rauschverhalten. Bzgl. meines Brasilienurlaubes habe ich leichte Bedenken, wobei ich 2009 auch schon mit einer D700 (die deutlich größer ist, als eine D750 oder Df) in Brasilien war.

Leica, hier ist derzeit die Leica M-P das Objekt der Begierde. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit der M-P einem 28mm, 50mm und einem 90mm Objektiv nach Brasilien fahre. Denn die Leica M ist nach der Olympus für mich eines der kompaktesten Systemkameras.

Sony kommt für mich nicht in Frage, weil das System noch nicht weit genug ausgebaut ist und auch der Kundendienst schlecht.

Fuji ist zwar ein gutes System, aber wir sind nicht miteinander warm geworden.

So und nun hoffe ich, dass ich nicht zuviel geschrieben habe und es Euch gefallen hat