Leica M(240) vs. OM-D E-M1 vs. Sony A7(R)

Leica M(240) vs. OM-D E-M1 vs. Sony A7(R)

Viele werde sicher denken, was soll dieser Titel. Das sind doch Kameras, die man nur schwer vergleichen kann. Entweder der Preisunterschied oder die Sensorgröße oder oder oder.

Ja im Prinzip ist es so. Aber warum immer Vergleiche anstellen, die sich im Internet und in der Presse immer nur wiederholen? Und mindestens drei Sachen habe die Drei für mich gemeinsam.

  1. spiegellose Systemkameras
  2. kompakt
  3. mir sympathisch

Ich möchte hier eigentlich nicht die einzelnen Spezifikationen runterbeten, denn die wurden und werden im Internet derzeit – speziell bei der Sony – sehr strapaziert. Daher einfach  mal die hinterlegten Links anklicken.

Warum stelle ich den Vergleich noch an? Alle drei Kameras sind für mich sehr interessant und mit allen drei kann ich mich grundsätzlich anfreunden dauerhaft zu fotografieren. Ich will den Preis mal komplett außer acht lassen und auch, dass ich bereits die OM-D E-M5 besitze.

Was gefällt mir an der Leica?

  1. Vollformat
  2. kompakt
  3. hochwertige Verarbeitung
  4. sehr flexibel, da man entweder den Messsucher, Liveview am Display oder den optionalen elektronischen Aufstecksucher verwenden kann
  5. die besten Objektive der Welt, wo ich auch auf dem Gebrauchtmarkt diverse Schätzchen erhalte und auch sehr kompakte Objektive
  6. Adaption der tollen R-Objektive
  7. eine Bildqualität die über jeden Zweifel erhaben ist
  8. übersichtliches Menü
  9. sehr leise
  10. Fokuspeaking
  11. wasserfest

Was gefällt mir nicht?

  1. Naheinstellgrenze geht konstruktionsbedingt nicht unter 70cm
  2. kein Schwenkdisplay

Dass sie keinen Autofokus hat, stört mich bei dieser Art der Fotografie überhaupt nicht!

Was gefällt mir an der OM-D E-M1?

  1. sehr kompakt
  2. hochwertige Verarbeitung
  3. Liveview und integrierter Sucher (der beste elektronische Sucher derzeit)
  4. sehr schneller Autofokus, der auch neben der mFT-Objektive auch die Schätzchen der FT-Reihe (mit Adapter) super schnell unterstützt
  5. Touchdisplay, wo man u.a. auch mit dem Fingerzeig auf das Subjekt fokussiert und auslöst
  6. das Display ist schwenkbar
  7. man kann sich im Menü so ziemlich alles einstellen. Die Tasten sind nicht fest beschriftet und somit für seine Belange programmierbar
  8. tolle kompakte Objektive, auch bei den Kollegen Panansonic
  9. sehr leise
  10. Fokuspeaking
  11. wasserfest

Was gefällt mir nicht?

  1. etwas unübersichtliches Menü
  2. Sensor „nur“ Micro-FourThird (Verlängerungsfaktor 2)

Was gefällt mir an der Sony A7(R)?

  1. Vollformat
  2. kompakt (Größe der OM-D)
  3. hochwertige Verarbeitung
  4. Klappdisplay
  5. Liveview und integrierter Sucher
  6. individuell anpassbar
  7. Fokuspeaking
  8. wasserfest

Was gefällt mir nicht?

  1. die Objektivpalette ist derzeit noch übersichtlich
  2. bis auf ein paar Ausnahmen sind die Objektive sehr groß, was die Kompaktheit der Kamera relativiert
  3. Auslösegeräusch scheint recht laut zu sein
  4. kein Touchdisplay

Wie Ihr seht, sind die Punkte bei der Sony etwas verhaltener gewählt. Das liegt einfach daran, dass ich diese Kamera derzeit noch nicht testen konnte. Die Leica durfte ich schonmal testen und das Eine oder Andere (z.B. die Objektivqualität) kenne ich von dem Vorgänger der M9, die ich selber mal besaß. Die OM-D E-M1 konnte ich auch schonmal testen und auch viele Dinge kenne ich schon durch meine OM-D E-M5.

Was ist mein Fazit?

Als die Sony gestern vorgestellt wurde, war mein erster Gedanke: wow, das ist die Überkamera. Sie hat die Größe der OM-D mit Vollformatsensor vereint. Dann noch wählbar 24MP- oder 36MP-Sensor (also zwei Kameras wählbar). Da wird auch Leica ein Problem bekommen. Nachdem ich mich etwas damit beschäftigt, mir auch die ersten Reviews angesehen und auch die eine oder andere Meinung in den Foren gelesen habe, hat es sich relativiert. Der erste Kaufreflex ist vorüber. Warum? Ich schreibe nachfolgend einfach mal auf, warum ich von der Nikon D600 konsequent auf die OM-D gewechselt bin. Ich denke, dann wird es klarer:

  1. die beste Kamera ist die, die ich dabei habe. Die D600 war einfach zu groß und die OM-D habe ich sehr oft dabei
  2. individuell personalisierbar (welches Rad bzw. welcher Knopf macht was)
  3. Schwenkdisplay
  4. über Touchdisplay auslösbar
  5. gute Objektivpalette, ohne dass ich auf Fremdobjektive ausweichen muss
  6. leise und unauffällig

Merkt Ihr was? Die Sony fällt aufgrund der Punkte 1 (wegen der großen Objektive), 4, 5 und 6 raus. Die Leica im Prinzip nur aufgrund Punkt 3 (das habe ich echt zu schätzen gelernt). Punkt 2 ist für die Leica nicht relevant, da für mich alles genau richtig ist. Auch muss ich gestehen, wenn ich das Geld hätte (Ok, jetzt kommt doch der Preis ins Spiel), könnte ich das Schwenkdisplay mit dem schwenkbaren Sucher ausgleichen 😉

In der Summe der Eigenschaften ist die OM-D für mich die beste Kamera, auch wenn sie keinen Vollformatsensor hat: Wie Paddy von neunzehn72.de auch schon festgestellt hat, hat der kleine Sensor nicht nur Nachteile. Auch haben die Objektive von Oly den Riesenvorteil, wie Leica, sie sind offenblendtauglich!

Hier sind mal ein paar gesammelte Bilder, um die Größen mal zu vergleichen:

A7 vs. Leica MOM-D vs. Leica M

Sony a7 vs. OM-D

 Sony A7 vs. OM-DSony a7 vs. Leica M OMD_vs_A7 Leica-M-R-lens-adapter

 

 

Neues aus dem Four Third Lager

Neues aus dem Four Third Lager

Panansonic bringt auch eine neue Kamera raus, die im Prinzip eine Bridge Kamera (da ohne Spiegel) mit größerem Sensor und Wechselobjektiven ist.

Ich selber hatte mal eine E330 und war bis auf das Rauschen recht angetan von dem Konzept. Sehr interessant, für diejenigen, denen eine DSLR zu groß und schwer ist.