Gestern habe ich einen Workshop von Olympus besucht. Wie Ihr wisst bin ich der Marke ja auch nicht ganz abgeneigt und daher habe ich mal die Gelegenheit genutzt unter Anleitung eines Profifotografen Pavel Kaplun die OM-D E-M1 ausführlich in Hannover testen zu können.

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Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns am Rathaus getroffen, wo wir die E-M1 mit einer Speicherkarte, die wir behalten durften, in Empfang genommen haben. Leider habe ich nur eine mit dem Kit-Objektiv 12-50mm f/3,5-6,3 bekommen, nicht das 12-40 f/2,8. Pavel sagte zwar, dass wir auch mal tauschen sollen, aber ich habe es irgendwie nicht gemacht.

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Wir sind dann so langsam um das Rathaus zum Maschteich, wo wir uns mit der Kamera und den Einstellmöglichkeiten vertraut machen konnten. Wobei, bei diesen vielen Möglichkeiten, war ich auch nach vier Stunden nicht vertraut. Und man darf nicht vergessen, ich hatte schonmal eine E-M5 😉

Aber dadurch konnte ich meine für mich wichtigen Einstellungen doch schnell finden.

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Wir sind dann langsam um den Teich, über eine Brücke zum Maschsee gewandert, wo wir den Sonnenuntergang genießen konnten. Wir hatten immer genug Zeit zum Fotografieren und Pavel hat uns immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und uns auch hilfreiche Tipps gegeben.

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Nun zur Kamera. Die E-M1 liegt deutlich besser in der Hand, als die E-M5, ist dabei aber auch spürbar größer. Vom Gewicht habe ich nicht soviel Unterschied gemerkt, muss aber sagen, dass ich eine E-M5 schon länger nicht in der Hand hatte.

Die Bedienung war sehr vertraut, auch wenn die Anordnung der Knöpfe im Vergleich etwas verändert wurden.Ferne habe ich mich, obwohl ich ja die Df mein eigen nenne, sofort wieder wohl gefühlt. Allerdings müsste man sich eigentlich erstmal ne Stunde hinsetzen, damit man sich die Kamera so hinprogrammiert, wie man sie für sich haben möchte. Man darf auch nicht vergessen, dass die Vormittagsgruppe die Kameras reell verkurbelt hatten.

Insgesamt hat mir die Oly sehr gut gefallen, den AF empfand ich nochmals eine Spur schneller und präziser, als der, der E-M5. Ein paar witzige Features, wie z.B. Colagen sind zu den anderen Art-Filtern dazu gekommen. Hier kann man seinen Spieltrieb freien Lauf lassen. Der Vorteil, wenn man in RAW fotografiert, dass zusätzlich zu den Filtern oder Colagen die RAWs gespeichert werden. D.h. man hat  die einzelnen RAWs gespeichert und die Collage als JPEG.

E-M1 Colage

Weil ich ja vorbereitet zum Workshop gegangen bin, hatte ich die App von Olympus bereits auf meinem iPhone, sodass ich die Wififunktion und deren Bedienung/Kopplungen probieren konnte. Ich muss sagen, dass es zwar nicht super intuitiv ist, man wird aber gut durch die App und der E-M1 geleitet, sodass ich nach recht kurzer Zeit aufgrund des QR-Codes die Oly mit dem iPhone koppeln konnte.  Da hat Oly echt gut gearbeitet. Mit meiner Sony A7 und dem Xperia Z1 und dem „tollen“ NFC-Chip hat es nicht geklappt. Oder ich bin zu doof für diese Technik. Auch die manuelle Kopplung war sehr instabil. Nicht so bei der Olympus, einmal gekoppelt stand die Verbindung super stabil. Pavel war so begeistert, dass er sich die App auch gleich runtergeladen und das auch probiert hat. Auch mit einem Android war es überhaupt kein Problem. OK für Landschaftsfotografie ohne Stativ ist es eher Spielerei, aber wenn ich mir vorstelle, dass die Kamera auf einem Stativ im Gebüsch steht und ich etwas abseits und kann mit der App u.a. auch die Kameraeinstellungen verändern und auslösen, finde ich das ja mal richtig hilfreich. Soweit ich weis, soll man auch mit den Powerzooms auch zoomen könen. Das habe ich aber mit dem Kitzoom nicht hinbekommen. Vielleicht fehlte da aber noch eine Firmwareupdate.

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Alles in Allem war es ein sehr gemütlicher Nachmittag und auch Pavel mit seiner Begleiterin Olga waren sehr angenehme Workshopleiter. Die Gruppe selber empfand ich auch als sehr angenehm.

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Abschließend möchte ich aber noch ein paar Plus- und Minuspunkte zur OM-D aufführen:

Positiv:

  • Autofokus ist super schnell und treffsicher. Ich konnte keinen Unterschied zu meiner Df ausmachen
  • der Sucher ist schön groß und klar und hat den Vorteil, ich sehe gleich das Ergebnis vor dem Schuss
  • Ergonomie
  • Geräusch ist schön leise
  • Bildqualität
  • Handhabung insgesamt
  • Art-Filter und Photostory
  • Wifi-Anbindung ans Smartphone
  • individuelle Einstellmöglichkeiten die Kamera seinen Bedürfnissen anzupassen
  • Eine Objektivpalette, die kaum Wünsche offen lässt. Auch die Möglichkeit die FourThird-Objektive mit schnellem AF zu adaptieren macht Lust auf mehr
  • mehr Schärfentiefe bei Offenblende

Negativ:

  • sehr verspieltes Menü
  • etwas Rauschanfällig aufgrund des kleinen Sensors
  • etwas eingeschränkte Freistellmöglichkeit

Die Aufstellung hat sicher keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber das ist eben mein Empfinden.

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Alles in Allem kann ich nur sagen, dass Olympus auch mit diesen Aktionen sicher einige Kunden überzeugen kann, dass die sich die Kamera zulegen werden. Ich hatte mit GAS (Gear Acquisition Syndrome) sehr zu kämpfen, hatte aber wohlweislich meine Df dabei und habe auf dem Rückweg zum Auto auch noch ein paar Bilder gemacht. 😉

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