Am Freitag den 13.02.1009 hatte ich eine Einladung von Meister Camera für das oben genannte Event in Hamburg im Empire Riverside Hotel erhalten. Hierfür recht vielen Dank.

Hier sollten die neusten Produkte präsentiert werden, u.a.:

Leica S2
Pradovit D1200
und weitere Photokina Neuigkeiten (Leica 8.2 und diverse M-Objektive).

Das Ambiente war sehr schön und ich hatte Gelegenheit die S2 mal in die Hand zu nehmen und zu probieren. Eine eigene Speicherkarte durfte ich nicht reinstecken, das es sich um einen Prototypen handelte, welches wohl der versprochenen Bildqualität noch nicht gerecht wird. Im Nachhinein  denke ich die richtige Entscheidung, denn ich konnte im Menü u.a. ISO 3200 einstellen, aber im Vortrag hatte es geheißen, dass eine endgültige Entscheidung, ob ISO 1600 oder 3200 noch nicht getroffen wurde. Daher gebe ich auch keine Meinung zu dem ab, was ich auf dem Monitor gesehen habe. 

Daher beschränke ich mich auch auf die „Hardware“.  Diese machte auf mich einen sehr hochwertigen Eindruck. Mich hatte auch beeindruckt, dass die Bedienung und das Menü sehr übersichtlich war (kenne ich eigentlich auch schon von der M8). Ich hatte nicht das Bedürfnis eine Bedienungsanleitung in die Hand nehmen zu müssen. 

Die S2 wird mit CF- und auch SD-Karten bestückt. Der Leica Produktmanager war leider etwas neben der Kappe, da der Raum nach seinem Vortrag (der im übrigen sehr trocken war), nicht die Helligkeit hatte, die er sich wohl gewünscht hätte. Ich konnte ihm aber aus den Rippen leiern, dass wohl ein Speichern von RAW (DNG) auf der einen und JPEG auf der anderen Speicherkarte möglich ist. Ich gehe auch davon aus, dass wenn die ein voll ist, auf der anderen weiter gespeichert wird. Was nicht möglich sein wird, dass je ein DNG pro Speicherkarte gespeichert wird, so wie es bei der D3(x) von Nikon möglich ist.

Die S2 ist nicht so groß, wie sie von den Bildern erscheinen mag. Ich würde sagen, etwas größer als meine D700 ohne Griff. Kleiner als eine Nikon D3(x). Es wird die S2 aber auch mit Griff geben. Hier wurden aber keine Vergleiche gezeigt und auch nicht in live. Die S2 lag mir sehr gut in der Hand und die Bedienelemente konnte ich sofort finden und bedienen. Der Sucher ist eine Wucht.

Dem Produktmanager war ein Preis nicht zu entlocken. Er sagte lediglich, dass dieser im Bereich vergleichbarer Mittelformatkamera im 39 MP-Bereich liegen soll.

Es wird zum Start im September zwei Objektive geben. Einmal das LEICA SUMMARIT-S 1:2.5 / 70 MM ASPH. CS, was der Normalbrennweite bezogen auf das KP-Format entspricht und das LEICA APO-ELMAR-S 1:3.5/180 MM CS, was dem 120er Format entspricht. CS heißt im übrigen, dass das Objektiv einen Verschluss integriert hat, was für das Fotostudio interessant sein wird. Weitere Obektive sollen bis Ende des Jahres folgen und insgesamt sollen in 2010 bis auf zwei Sondergläsern (ein TS und das 350er Tele) das gesamt Spektrum der Objektive verfügbar sein. Muss m.E. auch, wenn sie im Profibereich Fuss fassen möchten.

Fazit: Ich denke, wenn Leica seinen Fahrplan einhält (nicht wie seinerzeit beim Digital-Modul) und auch seine Händlernetz entsprechend der Zielgruppe erweitert, dann haben sie eine schlagkräftige Alternative. Denn es ist wirklich so, dass die handlicher ist, als eine z.B. Hasselblad und eben mehr Format bietet, als eine z.B. D3x bzw. 1Ds MKIII. Sicher nicht für schnellen Sport geeignet, aber eben für hohe Auflösung für unterwegs und eben auch für´s Studio)

Da ich leider aufgrund des Schneefalls früher los musste (ich wollte zeitig zu Hause sein), konnte ich den Vortrag zu dem „Beamer“ nicht mehr beiwohnen. Allerdings, dass was ich dort gesehen habe, macht das Teil süchtig.

Eine kleine Anmerkung zu der Veranstaltung. Tolles Ambiente, Herr Meister und seine Mitarbeiter, zeigten großes Interesse, ihren Kunden was Tolles zu präsentieren. Leider hatte ich von Leica den Eindruck, dass die noch Potential haben, solche Veranstaltungen für den Endkunden spannender zu präsentieren. Ich denke, für die Presse war es gut, die waren aber vor „uns“ schon dran.