Ich möchte hier mal einen Vorfall beschreiben, der mir widerfahren ist. Es stäuben sich die Nackenhaare. Ich werde, da es sich um einen laufenden Fall handelt keine Namen nennen , genauso den Ort wo es passiert ist nicht. Nur es war nicht bei mir zu Hause.

In der Nacht zum 27.09.2010 bin ich leider an eine falsche Person geraten. Den Umstand möchte ich nicht näher erläutern, da es sich, wie gesagt, noch um laufende Ermittlungen handelt. Nur kurz gesagt, der Verdacht liegt nahe, dass KO-Tropfen mit im Spiel waren.

Es fehlten am nächsten Tag eine DSLR mit Objektiv, iPhone, Geld, Notebook, Netbook, externe Festplatte. Allerdings hat er  einiges übersehen, z.B. MacBook Pro, weitere Objektive, Blitze etc.

Anzeige habe ich selbstverständlich erstattet.

Frohen Mutes, dass ich ja eine Fotoversicherung habe und ich wenigsten die Kamera nebst Objektiv ersetzt bekomme, habe ich das natürlich am nächsten Tag gleich mit allen Unterlagen beim Makler gemeldet. Da das Objektiv noch nicht gemeldet war und der Wert >2.000 € ist, wurde es an die Versicherung weitergegeben.

Wie ist jetzt der Stand?

1. am 18.10.2010 kam die Versicherung auf die Idee, da es sich ja evtl. um einen Raub handelt, dass ich die Hausratversicherung einschalten sollte.

2. am 03.11.2010 kam die Hausratversicherung auf die Idee, dass ich ja eine Fotoversicherung habe und diese erstmal zahlen solle und die Hausrat sich dann um den Rest kümmert. Hier handelt es sich aber eine sogenannte Subsidiärhaftung. D.h. erstmal soll die Hausrat ausgleichen.

3. am 11.11.2010 bekam ich dann den Hinweis der Hausrat, da die ursprüngliche Strafanzeige auf Diebstahl lautet, sie nicht dafür verantwortlich zeichnet und ich denen den Endbericht der Polizei zukommen lassen soll. Ich muss allerdings dazu sagen, dass der Sachbearbeiter schon weiß, dass wegen Raub (und bei Raub schon die Hausrat zuständig ist) ermittelt wird und daher auch noch kein Endbericht vorliegen kann!

4. zwischenzeitlich habe ich immer wieder versucht per Email und Telefon Kontakt zum ermittelnden Beamten aufzunehmen. Immer ohne Erfolg, da er zwischenzeitlich im Urlaub war und noch bis zum 29.11.2010 krank ist. Einen anderen Ansprechpartner gibt es nicht!

Sicher ist der ganze Vorgang verworren und auch der Tathergang ist nicht alltäglich, allerdings hätte ich damit gerechnet, dass die Fotoversicherung erstmal ausgleicht und je nachdem, wie die Ermittlungen ausgehen, dann entsprechend weiter vorgehen. So kenne ich es bei Autoversicherungen, wo die Schuldfrage noch nicht 100%ig geklärt ist.

Dass ich aber zwischen den Versicherungen (ich gehe derzeit davon aus, dass die noch nicht miteinander gesprochen haben) stecke ist nur schwer nachvollziehbar. Was wäre, wenn ich Berufsfotograf wäre und ich im Prinzip erst eine neue Kamera erhalte, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind? Das kann bis zu einem halben Jahr dauern.

Das soll nur ein Erfahrungsbericht sein und ich warte aber erstmal bis der ermittelnde Beamte aus der Krankheit wieder ansprechbar ist bzw. wie die Versicherungen auf meine Schreiben reagieren, bevor ich den Anwalt einschalte. Die Versicherungspolicen liegen schon bereit.