Hallo Ihr Lieben,

wer meinen Blog einigermaßen verfolgt, hat mitbekommen, dass ich gerne auf Workshops gehe. Das hat den Hintergrund, weil ich dort mal von Alltag abschalten kann, mich meinem Hobby widmen und ich auch noch interessante Leute kennenlernen kann.

Vor ein paar Wochen habe ich mal einen Workshop von LFI-Online besucht, da ich auch mal außerhalb der üblichen Verdächtigen mal einen besuchen wollte und als Leica-Fan auch mal mit Gelichgesinnten und mit Julia Baier einer Leica-Fotografin als Workshop-Leiterin.

Dem Workshop ging ein paar Abende vorher ein „Artis-Talk“ voraus, wo man (nicht nur Workshop-Teilnehmer) sich schonmal einen Eindruck der Arbeiten der Workshop-Leiterin machen konnte. Diesen fand in den Räumen von LFI-Online statt und es werden auch zukünftig noch weitere stattfinden. Per Newsletter erhält man hier frühzeitig die Information und ich denke, dass ich bei dem einen oder anderen auch nochmals teilnehmen werde.

Nun aber zu Workshop und warum dieser etwas anders war, als die, die ich bisher absolviert habe.

Das Hauptthema war im Prinzip, wie man eine Serie (Projekt) erstellt und die entsprechende Herangehensweise. Hier sollten wir schonmal im voraus uns ein paar Gedanken machen und auch schonmal ein paar Hausaufgaben mitbringen. Leider hatte ich überlesen, dass wir die ausgedruckt mitbringen sollten, sodass ich in Hamburg dann nach dem ersten Abend losgezogen bin, um ein paar Ausdrucke – leider etwas klein – zu machen. Die anderen waren besser vorbereitet.

Bisher kannte ich Workshops, wo im Vorfeld etwas besprochen und erläutert wird und dass man dann mit ein paar Aufgaben alleine oder in Gruppen loszieht. Bei diesem war es anders, weil aufgrund der Vielzahl der zu besprechenden Bilder die zwei Tage Ruckzuck vorbei waren. Ich hatte im Vorfeld, als sich das herauskristallisiert hat, meine Bedenken, die sich aber dann zerschlagen hatten. Es war sehr interessant, die Bilder der anderen zu sehen und zu besprechen, vor allem, weil Julia aus ihrer Erfahrung dann die entsprechenden Tipps und Herangehensweisen erläutert hatte. Im Prinzip ist es auch sehr schwer, bei dem Thema mit einer passenden Aufgabe loszuziehen, da das Thema Serien/Projekte meist ein über einen langen Zeitraum erfolgt.

Ich selber bin dort auch etwas geerdet worden, da ich aufgrund meiner sehr kurzfristigen Anmeldung nur ein Wochenende vorher Zeit hatte mir Gedanken zu  machen und meine Ideen versuchen umzusetzen.

Die erste Idee war Hofeinfahrten zu fotografieren und die zweite auf einem Friedhof (was man sicher noch auf weitere erweitern kann) . Ich habe auch sehr gute Tipps von Julia erhalten, vor allem auch mal näher ran zugehen. OK, die erste Serie war bewusst von mir gestaltet, dass ich aus der Hocke mit 28mm und nicht gekippter Kamera, d.h. mit viel negativer Fläche im Vordergrund und auch meist abschnitten Haus die Fotos geschossen habe. Das ist nicht nur bei Julia nicht so gut angekommen, auch die anderen Teilnehmer fanden es nicht so gut. OK, ich hatte meine Bilder auch nur in 10×15.

Die zweite Serie kam da schon besser an, da ich etwas andere Sichtweisen eines Friedhofes gezeigt hatte. Auch hier kam der Hinweis, vielleicht auch mal näher ranzugehen, was auch möglich war, ich aber gar nicht auf die Idee gekommen bin.

Also weiterhin mit den neuen Erkenntnissen und auch den Ideen der anderen Teilnehmer üben, üben, üben…

Als angenehmen Nebeneffekt konnte man sich auch für den Workshop Leica-Equipment ausleihen. Ich hätte gerne mal das neue Summilux 28mm f/1.4 ausgeliehen, was leider nicht da war und auch ein Noctilux 50mm f/0.95 war leider auch nicht da, allerdings ein Summilux 50mm f/1.4, was mich mal so ein bisschen an die Fotografie mit 50mm herangeführt hat. Ich hatte zwar kurzfristig etwas GAS, aber aufgrund der Preisgestaltung muss mein Summarit 50mm f/2.5 erstmal reichen…

Alles in Allem war es ein sehr interessanter Workshop mit vielen neuen Erkenntnissen und Erfahrungen und werde den Fall beobachten, wenn mal wieder ein deutscher oder wie in dem Fall ein deutsch/englischer Workshop dort stattfindet. Ein rein englischer ist für mich etwas zu anstrengend.