Inselworkshop

Inselworkshop

Ich stelle gerade fest, dass mich die Umstellung zurück zu WordPress mehr motiviert, wie das Neue (Jimdo), sodass ich jetzt mal so nach und nach das Eine oder Andere nachreiche.

Wie ich in meinem Bericht zum neuen Jahr schon erwähnt hatte, ist ja u.a. noch immer der Besuch beim Inselworkshop von Happy Shooting offen. Da die Location und der Workshop wirklich sehr gut war, will ich es jetzt mal nachholen.

Im September letzten Jahres wurde der Inselworkshop angeboten, der sich für mich sehr interessant anhörte, da man sich aufgrund dieser kleinen Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer zumindest von der Fläche her einschränkt und somit man/ich evtl. auch aus der Komfortzone rauskommen.

Wie so häufig haben Boris und Chris sich erstmal ein Bild von den Teilnehmern gemacht und wurden dann jeweils nach einer kleinen Einführung mit entsprechenden Aufgaben betraut, Nach erfolgter Aufgabenstellung wurden dann die Bilder besprochen, wo sich auch jeder einbringen konnte.

Bei der ersten Aufgabe ging es darum je ein Bild zu erstellen, was im Gegen- und im Mischlicht geschossen wurde. Bei letzteren war ich im Nachteil, denn ich hatte nur die Monochrom mit, sodass ich Mischlicht versuchen durfte in schwarzweiß darzulegen. Hier habe ich eine Glühlampe mit Fensterlicht gemischt.

Bei der zweiten Aufgaben hatten wir den „Eisernen Fotografen“, wobei ich allerdings nicht mehr die Kriterien weiß 😉

Die Dritte Aufgabe hatte die Pareilodie, wo es eben darum ging, dass man in den Bilder z.B. Gesichter o.ä. zu erkennen. Hier ein Gruppe mehr oder weniger gequält dreinschauende Baumstämme.

Bei der vierten Aufgabe ging es um das Thema Licht und Lichtführung. In dem Fall in Verbindung einer Person.

Und bei der letzten Aufgabe ging es um den Mensch und in dem Fall mit „Fensterlicht“, wobei es eher „Türlicht“ war.

Der Workshop ging über zwei Tage, wobei wir schon am Freitag angereist sind und ich hatte u.a. das Glück, auf der Insel übernachten zu können, sodass ich Nachts nicht mehr mit dem Schiff übersetzen musste. Wobei die Fahrten waren sehr gut organisiert, dann wir hatten Sonderfahrten bekommen, sodass nicht so der Zeitdruck da war. Denn normaler Weise ist glaube ich für Nichtinselschläfer gegen 19Uhr Rückfahrt angesagt.

Wie gesagt am Freitag sind wir schon angereist und hier hatte jeder was zu Essen und zu Trinken mitgebracht. Hier war natürlich eine „leichte“ Überversorgung da. Es hätten noch deutlich mehr satt und betrunken werden können.

Am Samstag war dann Frühstück und Mittag angesagt und Abends hatte dann Jean-Robert für uns ein tolles Buffet gezaubert. Allerdings auch schon morgens mit Kaffee versorgt 🙂

Und natürlich haben wir in der Burg eine Podcastfolge aufgenommen.

Ich habe auch mal wieder gemerkt, wie schwer es ist, nach so langer Zeit den Workshop wieder zugeben und werde es nächstes Mal etwas zeitnaher und vielleicht auch ausführlicher machen. Weil mein Gedächtnis lässt etwas zu wünschen übrig.

Aber alles in allem hat es riesig Spass gebracht, auch mal wieder nette Leute kennengelernt und auch Leute wiedergetroffen, die wir uns schon von anderen Workshops kennen. Mal gucken, welche Workshops ich in 2017 besuche. Bisher ist nur der Klostergeister gebucht. Ich denke, dass ich in diesem Jahr weniger Workshops besuche und mir dafür lieber mal wieder einen größeren Urlaub gönne.

Die Macht der Bilder

Die Macht der Bilder

Unter diesem Motto war ich Anfang August auf einem Workshop, der mal etwas anders aufgebaut war. Der Workshop wurde von ChrisAlexander und Moni gehalten. Was hat ihn so anders gemacht?

Um das zu Beantworten gebe ich mal die Berufe der Workshophaltenden preis:

Chris ist Fotograf

Alexander ist Psychologe

Moni leitet eine Abteilung in der Unternehmenskommunikation eines großen deutschen Industrieunternehmens.

Ok, wer öfter bei den Happy Shooting Workshops wie ich teilgenommen hat, kamen viele Dinge sehr bekannt vor. Wer mich verfolgt, wird aber schnell feststellen, dass ich als „Workshop-Junkie“ nicht unbedingt Maßstab bin.

Allerdings muss ich sagen, dass sich och der eine oder andere „Aha-Effekt“ eingestellt hat, wenn Chris aus fotografischer Sicht etwas erklärt hat und dies dann noch aus Psychologen-Sicht untermauert wurde.

Und das dann auch noch von Moni am zweiten Tag aus der Sicht der Kommunikation gefestigt wurde.

Wie üblich wurden die Theorieteile durch Aufgaben ergänzt, sodass wir das gerade vorgetragene fotografisch umsetzen sollten. Zumindest sollte wir es versuchen.

Nun will ich natürlich nicht zu viel von den Inhalten erzählen, denn das sollte ja jeder selber in dem Workshop erlernen, aber trotzdem werde ich mal meine Ergebnisse der Aufgaben mal präsentieren.

In der ersten Aufgabe sollten wir fotografisch mal festhalten, was das menschlich Auge geneigt ist, in den Fokus zu setzen. Das kann Schärfe, Kontrast, Farbe, Gesichter, Schrift sein.

In meinem Falle kann man unschwer erkennen, wo ich der Meinung war es umzusetzen. Bei der Gelegenheit konnte ich mich auch mal zu Hause in der Nachbearbeitung mit Affinity Photo „austoben“. Wobei das innerhalb einer Minute erledigt war. Ich denke, was kann jeder leicht erkennen. Kleine Tipp es sind zwei Dinge, die ich entfernt habe.

Eine Sache konnte ich nicht wirklich umsetzen, was ich aber versucht hatte und das ist Farbe. Leider bei einer Kamera, die nur Schwarz-Weiss kann etwas schwer, sodass eben max. Kontrast dabei rauskommt.

In der zweiten Aufgabe sollten wir mit zwei Bildern nach „Hause“ kommen. Hier sollten wir einmal umsetzen, dass man im Motiv etwas erkennt und das andere sollte eine gewisse Spannung wiedergeben.

Ich denke bei der ersten Teilaufgabe ist es mir gelungen. Es wurde u.a. eine Eule erkannt. Mit dem zweiten Ergebnis bin ich selber nicht so richtig zufrieden. Aber das kann ja jeder selber beurteilen.v

So und nun habe ich mal wieder festgestellt, dass ich mir mehr Notizen machen sollte, denn ich bin mir nicht ganz sicher, ob die dritte Aufgabe irgendwas mit Linien oder auch Blickrichtung im Bild zu tun hat. Wenn ich mir die unterschiedlichen Versuche ansehe, dann wird es so gewesen sein.

Insgesamt hat mir der Workshop riesig Spass gebracht, weil ich dort auch mal Hintergründe erfahren habe, was Bilder so in einem Auslösen kann und wie man vielleicht auch seine Ergebnisse für den Betrachter zukünftig interessanter gestalten kann. Ob es mir gelingt, kann ich nicht beurteilen. Aber schaun wer mal…

Und was auch immer wieder schön ist, dass man bei diesen Workshops immer wieder neue Leute kennenlernt, die genauso bekloppt sind, wie ich und auch, dass man den einen oder anderen Wiederholungstäter wieder trifft.

Eine klare Empfehlung.

Hier noch ein paar Bilder drumherum:

Klostergeister 2016

Klostergeister 2016

Vom 06. bis 11.06.2016 war es mal wieder soweit. Im Kloster Inzigkofen fanden mal wieder die alljährigen Klostergeister von Happy Shooting statt. Ich hatte ja schonmal kurz unser Projektvideo hier im Blog eingestellt.

2010 war ich schonmal mit Begeisterung dabei und leider passte es in den letzten Jahren terminlich nicht, aber in diesem Jahr.

Das Kloster ist ein eine Volkshochschule in der auch parallel zu unserem Kurs auch noch die Kurse „Singen und Wandern“ und „Kalligrafie“ stattfand. Wir hatten teilweise bedenken, dass sich die Kalligrafen evtl. durch die Unruhe, die wir verbreiten in ihrer Konzentration gestört fühlen könnten. Das hatte sich aber Gott sei Dank durch den rücksichts-vollen Umgang untereinander nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, die Gruppen haben sich alle gut miteinander verstanden, sodass der letzte Abend gemeinsam mit der Vorstellung der Projekte bestritten wurde. Die Wanderer haben uns was vorgesungen, wir konnten uns mit den Kalligrafen austauschen und deren Ergebnisse bewundern (und das ist wirklich Kunst) und die Wanderer und Kalligrafen durften sich unsere Ergebnisse ansehen.

In diesem Jahr begann der Kurs mal anders. Normalerweise sind die Workshops immer digital – außer natürlich die explizit als Analog ausgewiesene -, aber in diesem Jahr durften wir mit analogen Boxkameras beginnen. D.h. da es sich um eine Mittelformatkamera mit dem Filmformat 6×9(cm) handelte, durften wir losziehen und 8 (!) Bilder mit nach Hause bringen, die dann abends in der Klosterküche durch Chris und Moni entwickelt wurden. Das besondere an den Boxkameras ist, dass das für auch damalige Verhältnisse eine günstige Kamera war, die millionenfach verkauft wurde und wirklich billig war. Die Bildkomposition konnte man eher schätzen, denn der Sucher war alles andere als gut einzusehen.

Ich könnte noch sehr viel dazu schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Wenn dennoch Interesse besteht, dann einfach in die Kommentare, denn bei der Entwicklung ist noch so einiges passiert.

Am zweiten Tag ging es dann aber wie gewohnt digital weiter. Der Workshop tat seinem Namen alle Ehre denn langweiliges Blah Blah blieb aus, denn Boris und Chris haben es mal wieder geschafft, die der unterschiedliche Gruppe, von mehrfachen Wiederholungstäter, erfahrenen Neulingen und auch unerfahrenen Neulingen unter einen Hut zu bringen, sodass es weder eine Über- noch Unterforderung gab.

Der Workshop unterteilte sich in einmal einer Projektarbeit, die zum Ende der Woche präsentiert werden sollte und auch Einzelthemen, die wir mitgehalten konnten. Hier war dann für jeden was dabei und auch so einiges, wo man richtig aus seiner Komfortzone kommen musste. Ein Herausforderung, allerdings passiert ja nichts, wenn es vielleicht auf Anhieb nicht so klappt. Außer dass das eigene Ego vielleicht einen Rückschlag erfährt. Aber ich kann versichern, das passiert nicht. Vor allem nicht in so einem tollen Umfeld und toller Truppe.

In der ersten Aufgabe durften wir kreativ werden. Hier sucht Moni Zeitungsartikel zusammen, wo wir uns eine Überschrift aussuchen durften, die wir dann kreativ umsetzen sollten. Unsere Dreiergruppe haben sich auf meine Bilder geeinigt, wobei die Ideen dazu gemeinsam entwickelt wurde

Dann gab es einen Spielplatz „Landschaft“. Hier sind wir dann gemeinsam durch die Gegend gelaufen und konnten unter Anleitung unseren Interessen nachgehen. Die Einen haben sich in Panoramafotografie geübt oder eine Drohne steigen lassen. Ich habe einfach die Gegend genossen und die Seele baumeln lassen, denn die Klostergeister ist nicht nur ein Workshop, sondern auch ein Kurzurlaub, bei dem man innerhalb kürzester Zeit seine Akkus wieder aufladen kann.

Im übrigen kann ich nicht mehr ganz nachvollziehen, wann wir was genau gemacht haben, denn entgegen dem ich mir vorgenommen hatte ein Tagebuch zu führen oder auch direkt zu bloggen, habe ich es eben nicht gemacht. Es sollte ja nicht in Stress ausarten.

Wir hatten dann die Aufgabe erhalten in der Gruppe mit natürlichem Licht und Reflektor Portraits zu erstellen. Auch hier hatten wir riesig Spass und für mich auch eine Herausforderung, da ich ja eher selten Portraits fotografiere.

Natürlich durfte auch das Thema Blitzfotografie nicht fehlen. Auch hier hatten wir Spass und konnten auch mal so einiges testen. Also grundsätzlich bringt es schon Spass Portraits zu fotografieren…

Und jeden Tag neben den Aufgaben, Ausflügen und Übungen mussten wir uns auch um unser Projekt kümmern. Insgesamt hatten wir zwar Zeit, aber irgendwie wurde die immer knapper, je näher der Präsentationstermin rückte.

Im übrigen bestand unsere Gruppe aus Thomas und Robert. Wir wollten das Video eigentlich mit iMovie schneiden, aber wir waren nicht wirklich mit dem Ergebnis zufrieden, sodass ich mir FinalCut als Testversion heruntergeladen habe und dann das Video schneiden konnte.

 

Und wie gesagt, am letzten Abend erfolgte dann die Präsentation der Projekte der Kalligrafen und der Fotografen mit musikalischer Untermalung der Wanderer.

Die Woche ging leider wieder viel zu schnell vorbei und ich habe mich allerdings schonmal für das nächste Jahr in die Voranmeldeliste eingetragen.

Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben, weil auch noch sehr viel drumherum lief, aber ich denke, das reicht jetzt erstmal. Daher nachfolgend noch ein paar Impressionen.

Klostergeister 2016: Der Film

Klostergeister 2016: Der Film

In der Woche 06.06. – 11.06.2016 war mal wieder soweit und der Workshop Klostergeister war mal wieder im Kloster Inzigkofen zu Gast.

Ich werde hierzu noch einen separaten Blogeintrag schreiben, aber vorab möchte ich schonmal das Video unserer Projektarbeit veröffentlichen.

Hier sollten wir uns in einer Gruppe eine Projektarbeit erarbeiten und zum Ende präsentieren.

Wir hatten uns überlegt alle Teilnehme zu portraitieren, aber auch bewusst einige Regeln zu brechen, sodass wir alle mit der linken Gesichtshälfte aufgenommen haben.

Berlin Street Day

Berlin Street Day

Eigentlich ist der komplette Name Berlin Street Photography Day & Photowalk mit Marco Larousse, der war mir aber zu lang für den Titel.

 

Zu diesem Tag hatten Probis und Thomas Ludwig von Cosyspeed eingeladen und ich hatte von dem Termin gelesen und mich spontan angemeldet, nachdem mich das Thema Street sehr interessiert und Marco Larousse recht bekannt in der Szene ist.

Nachdem Marco in den Räumen von Probis in Berlin einen kleinen Einführungsvortag gehalten hat, ging es nach einer kleinen Stärkung auch schon auf die Straße. Wir haben uns in drei Gruppen aufgeteilt und Marco hat sich pro Gruppe immer viel Zeit für Tipps genommen. OK, für Street finde ich es eigentlich gar nicht so gut mit mehr als zwei/frei Leuten loszuziehen, aber es geht mir bei solchen Veranstaltung auch um die Gespräche mit den anderen Teilnehmern und Spass. Beides war gegeben und ich habe auch sonst einiges gelernt und mitgenommen.

Wir konnten uns auch Equipment von Fuji ausleihen, welches extra von der Hauptstelle „eingeflogen“ wurde. Da ich leider zu langsam war und alle X-Pro 2 bereits verliehen waren, musste ich mit meine Leica M Vorlieb nehmen, was aber überhaupt nicht weh tat. Im Prinzip hatte das auch den Vorteil, dass ich mich nicht mit die Technik der Kamera auseinander setzen musste, sondern voll auf die Motive. Und das war schon schwer genug.

Nachdem wir ca. 7km gelaufen sind, hat Probis auch noch zu einem kleines Bierchen eingeladen, was wir mit einem gemeinsamen Abendessen verbunden haben. Wobei es wurden insgesamt ein paar mehr Bierchen 😉

Am nächsten Tag haben Marco und ich uns noch getroffen und uns die Ausstellung von Lee Miller anzusehen, die von den Bildern her sehr interessant war, allerdings fand ich die manchmal recht klein, sodass sie etwas an Wirkung verloren haben.

Also insgesamt hat mir das Wochenende in Berlin riesig Spass gebracht und möchte mich daher bei der Organisatoren und Helfern namentlich bei Marco Larousse, Thomas Ludwig, Thomas Pollack, Martin Beck, Benjamin Schmitt, Michael Schön, der extra aus Hamburg angereist ist und natürlich allen anderen, die im Hintergrund auch unterstützt haben.

Und ich ich habe auch wieder neue und vor allem auch nette Leute kennen gelernt. Mal gucken, wann man sich mal wieder trifft.

 

Masterclass mit Thomas Leuthard

Masterclass mit Thomas Leuthard

Letztes Wochenende habe ich an einer Masterclass mit Thomas Leuthard in Düsseldorf teilgenommen. Ich hatte mich dazu von Thomas und Stephan überreden lassen, die im letzten Jahr an einem Workshop mit Thomas Leuthard teilnahmen. Es waren eigentlich für die Teilnahme die folgenden Voraussetzungen notwendig, die ich kaum erfüllt habe.

  • Du kannst Deine Kamera selbständig bedienen und weisst damit umzugehen
  • Du bist schon mindestens 1 Jahr in der Street Fotografie tätig
  • Du hast ein Portfolio von mindestens 50 Bildern
  • Du bist bereit, konstruktive Kritik aus der Gruppe annehmen
  • Du kannst klar definieren, wo Deine Herausforderungen liegen
  • Du bist bereit, an Dir zu arbeiten und konstruktive Vorschläge anzunehmen

Zumindest was die Erfahrungen mit der Streetphotography angeht.

Nichtsdestotrotz durfte ich an der Masterclass teilnehmen, vor allem, weil auch Thomas und Stephan versprachen, dass wir mal zusammen üben gehen. Leider haben wir keinen gemeinsamen Termin gefunden, sodass ich mit unguten Gefühl nach Düsseldorf gefahren bin.

Allerdings sollten wir auch Hausaufgaben vorbereiten. Zur Anmeldung sollten wir fünf Bilder zu Thomas schicken, der uns dann einen Audiokommentar zurückgeschickt hat.

An diesem Bildern merkt man halt, dass die eher beiläufig bei einer Tour passiert sind. Das ist auch das große Problem was ich neben meiner Scheu einfach mal ein paar Menschen auf der Straße abzuschießen habe, dass ich meist nicht alleine unterwegs bin und daher eher beiläufig ein paar „Street“-Fotos mache.

Eine Woche vor dem großen Termin – ich hatte immer noch starke bedenken, ob das alles so richtig ist – sollten wir nochmals fünft Bilder zusenden, die Thomas ausdrucken und vor Ort besprechen wollte.

Um es vorab zu nehmen, die Kritik hier war nicht mehr ganz so vernichtend, um nicht zu sagen, bei dem einen oder anderen Bild kam auch mal sowas wie ein Lob. 😉

Am Freitag hatten wir – Streetdödel – uns schonmal getroffen, um ein schönes Wochenende einzuläuten. Und am Samstag ging es dann auch los. In einer gemütlichen Runden haben wir dann alle getroffen und Thomas hat mit seiner Masterclass begonnen. Thomas kannte ich bisher nur von seinem Podcast und kann schonmal vorab sagen, dass er es auf seiner ruhigen schweizer Art sehr angenehm, aber auch sehr direkt gemacht hat.

Vorab ist er erstmal auf die Herausforderungen eingegangen, um dann nachher die eingesandten Bilder zu besprechen. Er hatte diese zwar ausgedruckt, allerdings war es schon einfacher, diese an der Leinwand zu besprechen. Hier war das angenehme, dass nicht nur Thomas seinen Senf abgegeben hat, sondern jeder war aufgefordert.

Gegen Mittag ging es dann auf die Straße, um das neu gelernte unter Anleitung umzusetzen. Das war sehr angenehm, da Thomas schon gute Tipps live vor Ort gegeben hat.

Allerdings war die Gruppe recht groß, sodass ich mich dann etwas abgesondert hatte. Allerdings lag es auch daran, dass ich mal kurz bei einem Leica-Händler an der Kö vorbeischauen wollte.

Aprospos Leica, ich habe die Masterclass mit meiner Leica M Typ 262 und dem Summarit M 50mm f/2.5 bestritten. 50mm, weil mit die 28mm doch zu weitwinklig erschien und ich erstmal meine Scheu ablegen wollte, da man bei 28mm den Menschen schon recht nah auf die Pelle rücken müsste. Auch musste ich feststellen, dass der Messsucher auch nicht immer Vorteile hat, wenn man was in den Vordergrund nehmen möchte, da ja der Sucheraustritt nicht mit dem Objektiv übereinstimmt. Hier gilt es, wie immer im Leben, üben, üben, üben. Dass ich manuell scharf stellen musst, hatte mich weniger gestört, da man bei Street meist eh leicht abblendet. Auch hat man es recht schnell raus, in welche Richtung man wie weit drehen muss, um das Subjekt in den Fokus zu bekommen.

Ich muss sagen, dass das schon alles eine große Herausforderung war, wenn es auch sehr viel Spass gebracht hat. Allerdings ist so eine Ausbeute von ein paar Stunden auf der Straße schon recht übersichtlich ist. Aber es ist schonmal eine schöner Anfang. Mal gucken, ob ich das 28er noch gegen ein 35er tausche, um dem Klischee der Streetphotography gerecht zu werden oder ich erstmal mit dem 50er weitermache. Man muss ja nicht immer alles mitmachen 😉

Leider blieb die Bildbesprechung dann mangels Zeit aus, aber diese wird noch nachgeholt. Nach der Masterclass ging es dann noch gemütlich zu einem gemeinsamen Essen, um noch weiter zu fachsimpeln.

Alles in allem war es ein tolles Wochenende und meine anfänglichen Bedenken waren hinterher ausgeräumt, was aber auch an der direkten, schonungslosen, aber fairen Beurteilung von Thomas und den anderen Teilnehmern lag.

Ich kann nur sagen, wenn einer Interesse an Street hat und Thomas nochmals Workshops anbieten sollte, dann mitmachen – es bringt einfach nur Spass und man lernt auch viel.

In diesem Sinne.