Capture One und die D750

Capture One und die D750

Ja ich lebe noch. Ich war ziemlich mit einem Umzug beschäftigt und zwischen durch auch nicht so viel Motivation.

Ich habe den einen oder anderen Blogpost in Vorbereitung, aber ich brauch da noch was dafür.

Aber ich will mich zumindest mal mit einem kurzen Tipp melden.

Ich habe jetzt komplett zu Capture One 8 gewechselt. Hintergründe hierzu zu einem etwas späteren Zeitpunkt. Derzeit wird die Nikon D750 nicht von Apple, Adobe Lightroom oder auch nicht von Capture One 8 unterstützt. Letzteres kommt aber, leider habe ich von Phase One keinen Zeitpunkt genannt bekommen.

Damit man aber trotzdem mit RAW fotografieren kann und  nicht wieder zwischendurch den RAW-Converter wechseln muss, kann man sich bei Adobe Labs den DNG-Converter als Beta runterladen. Hier kann man sich dann die NEFs der D750 in den entsprechenden Ordner konvertieren. Das klappt auch gut. Ich selber habe mir aber noch eingestellt, dass das Original RAW mit eingebettet wird. Man weiß ja nie.

Ich hatte dann das Problem, dass die Bilder in C1 irgendwie sehr flach und ohne Farbe wirkten und ich musste immer irgendwie am Weißabgleich und an der Sättigung drehen. Das kannte ich eigentlich von C1 überhaupt nicht, denn eigentlich muss ich dort weniger an den Reglern drehen, wie bei LR oder Aperture.

Ich kenne mich aber noch nicht so 100% mit C1 aus, also bin ich mal auf die Suche gegangen und bei den ICC-Profilen in den Basismermalen fündig geworden. Hier ist standardmäßig „DNG-neutral“ eingestellt und das ist wirklich neutral. Man kann sich dort aber auch andere Kameraprofile aussuchen und probieren und ich bin beim Profil der D810 und der D600 hängen geblieben. Das werde ich erstmal nutzen, bis das der D750 draußen ist.

So das war´s erstmal und bis zum nächsten Mal.

Bildschirmfoto 2014-11-13 um 15.34.36

Bildschirmfoto 2014-11-13 um 15.31.15

 

Ausflug mit der Nikon D750

Ausflug mit der Nikon D750

Die D750 polarisiert. Die einen sehen sie als Nachfolgerin der D700 an und die anderen als Verbesserung der D610.

Ich persönlich sehe weder das Eine noch das Andere. Das war bei mir schon vor dem „Test“ klar, was sich auch bestätigt hat. Dazu aber im Fazit mehr.

Ich hatte letzten Sonntag einfach mal die D750 bei einem kleinen Ausflug mitgenommen und einfach mal fotografiert.

Was mir aufgefallen ist, das sie erheblich kompakter, als die D700 ist, aber deutlich besser in der Hand liegt, als die D600/D610. Zum „Profigehäuse“ fehlt ihr die Größe und auch die fehlenden Tasten, wie z.B. die separate Taste für AF-On. Die kann man sich aber auf die AEL/AFL-Taste programmieren. Bei der D700 und auch bei der Df nutze ich die Möglichkeit der Belichtungsspeicherung selten, sodass ich eine nur noch eine Taste in der Praxis für AF-On gar nicht so schlimm finde, wie ich es mal fand. Zur Erläuterung, ich habe den Autofokus vom Auslöser genommen und auf die Taste gelegt.

Was mir bei der D600 gefehlt hatte, dass ich beim Druck auf die mittlere Taste im Steuerkreuz eine 100%-Ansicht in der Wiedergabe erhalte. Diese Möglichkeit kann ich wieder programmieren. Das Handling der D750 hat mir ausgesprochen gut gefallen. Nachdem ich sie mir individualisiert hatte, konnte ich sie im Prinzip blind bedienen. OK, ich bin eben ein Nikon-Kind 😉

Was mir in den Einstellungen aufgefallen ist, dass die D750 jetzt auch eine Gesichtserkennung hat, die ausgesprochen gut funktioniert, sofern man nicht nur auf den mittleren AF-Punkt gelegt hat.

Wo wir beim Thema sind, gefühlt hat die D750 bei der Geschwindigkeit und auch bei der Treffsicherheit beim AF deutlich zugelegt. Ich vergleiche derzeit mit der D700 und der Df.

Was ich nicht probiert habe, sind der Liveview und die Videofunktion. Beides will ich mal gesondert machen, wenn ich alleine unterwegs bin. Da muss ich ungestört sein.

Leider muss man derzeit bei den RAWs den Umweg über den DNG-Converter machen, den es derzeit als Beta mit D750-Unterstützung gibt. Die Schnappschüsse hinterlassen einen sehr guten Eindruck. Auch das Rauschverhalten scheint nochmals gegenüber der D700 trotz Verdoppelung der Pixelzahl verbessert worden zu sein. Allerdings muss ich sagen, dass das Rauschen bei den Nikons, die ich in letzter Zeit mal in der Hand hatte eigentlich kein Thema mehr ist. Selbst bei der D7000 sind ISO-Zahlen um die 1600 kein Thema. Bei der Df sind 6400 und ich würde mal sagen bei der D750 sind gefühlt 3200 noch sehr gut nutzbar. Und hier rede ich nicht von irgendwelchen Testaufbauten, sondern gefühlte Praxisbilder. Wenn es um den dokumentarischen Wert eines Bildes geht, dann würde ich die so um ein bis zwei Stufen höher sehen. Aber wie gesagt, dass sind eher gefühlte Werte.

Im übrigen habe ich den Ausflug mit dem Nikkor 24-85mm f/2.8-4 gemacht. Hier bin ich der Meinung, dass die Linse ihren Meister bei dem Sensor gefunden hat. Ich bin aber nicht der Pixelpeeper, aber ich würde mal behaupten, dass in dem Sensor noch deutlich mehr Leistung steckt.

Was mir bei der „Entwicklung“ der Bilder aufgefallen ist, dass die D750 sehr ausgewogen in der Blendenautomatik ohne Belichtungskorrekturen in der Kamera vornehmen zu müssen belichtet. Ich musste in LR, nur sehr wenig korrigieren. Bei der D700 und auch der Df muss ich in Lightroom etwas mehr korrigieren, was ich aber auch nicht schlimm finde. Hand anlegen muss man so oder so.

Eine Sache ist mir negativ aufgefallen, dass die Kamera, wenn ich im Menü bin oder etwas dort ändern möchte, sehr zäh und langsam ist. Ich gehe aber davon aus, dass das ein Thema ist, was nach dem nächsten Firmwareupdate Geschichte ist.

Mein Fazit:
Es ist ja kein richtiger Test, sondern erstmal nur ein Eindruck und ich muss sagen, die D750 hinterlässt einen sehr guten. Sie hat gegenüber der D700 abgespeckt und nicht nur im Gewicht, sondern auch bei den Bedienelementen, aber nicht viel. Gegenüber der D600 hat sie vom Handling her zugelegt. Bildqualität kann ich und will ich nicht vergleichen, macht auch bei den heutigen Kameras keinen Sinn, denn ich denke, dass für schlechte Bilder eher der Fotograf oder aber auch die verwendetet Linse verantwortlich ist. Was mir aber aufgefallen ist, dass Nikon mit der D700 bereits eine tolle Kamera rausgebracht hatte, die noch immer gegen viele aktuelle Kameras anstinken kann.

Warum sehe ich die D750 weder als Nachfolger der D700, noch als Evolution der D610? Als Nachfolger der D700 fehlt ihr so ein bisschen die Gehäusegröße, ein paar Knöpfe und auch Gewicht. Würde sie in einem D810-Gehäuse stecken, dann ja, so aber nicht. Als „nur“ verbesserte D610 sehe ich sie aber auch nicht ganz, weil das Handling, die Bedienung und auch der AF deutlich zugelegt hat. OK, sie ist näher an der D610, als an der D700. Ich denke, dass bei vielen die 750 das Problem sind. Viele haben einen richtigen Nachfolger der D700 erwartet, was aber seitens Nikon nie gesagt wurde. Daher auch D750 und nicht D700s oder D710. Das Problem ist, dass eben zwischen D610 und D810 nunmal irgendwas mit 7 ist ;). Ich denke, dass sich Nikon derzeit in einer kleinen Sackgasse bzgl. ihrer Produktnamen befindet. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Bilder sind im übrigen eher Schnappschüsse…

Wie ich Licht sehe – ein Review

Nach einem Workshop bei Paddy, hatte ich die Möglichkeit mal sein Videotraining „Wie ich mit Lightroom arbeite“ zu testen und ihm ein Feedback zu geben. Das hatte ich auch gleich als Gelegenheit genutzt ein kleines Review zu schreiben.

Nun hat mich Paddy gebeten vielleicht noch eins zu schreiben. Ich fühlte mich geehrt und habe natürlich zugesagt. Ich konnte mir eins aussuchen. Da ich nicht so der Portraitfotograf bin, mich das aber interessiert und ich mich auch das natürliche Licht toll finde, habe ich mich für das Online-Training  „Wie ich Licht sehe – Portraitfotografie mit Available Light“ entschieden.

Der Trailer zum Film:

Das Training ist sehr gut und auch mit einem recht hohen Aufwand produziert. Es kam nicht nur aufgrund des Themas keine Langeweile auf, das Auge isst ja schließlich mit. Auch Paddys professionelle und auch gleichzeitig lockere Art tragen zu dem hochwertigen Eindruck bei.

Die Videos sind so aufgebaut, dass man sie nicht unbedingt der Reihe nach ansehen muss, sondern man kann sie sich auch nach den Überschriften oder Länge aussuchen. Wobei ich sie schon der Reihe nach auf mehrere Tage verteilt angesehen habe.

Nach dem ersten Video hatte ich gedacht, dass das schon recht viel Stoff ist für einen Anfänger. Stopp, ich war da mit meinen Gedanken noch bei dem Training „Einführung in die People und Portrait Fotografie„, was an Anfänger adressiert ist. Das hatte ich ursprünglich auch in engere Wahl genommen. Also gedanklich wieder in die richtige Richtung, denn dieses Training ist für erfahrenere Fotografen. D.h. man sollte sich schon mit Blende, Zeit, ISO, Brennweite usw. und deren Verhältnisse auskennen. Ebenso mit der Nachbearbeitung.

Mit den frischen Gedanken also weitergeguckt und immer tiefer in die Materie versunken. Mit vielen sehr hilfreichen Tipps, die man nicht nur in der Portraitfotografie anwenden kann, sondern auch in der Landschaft-, Street- und überall wo man mit natürlichem Licht zu kämpfen hat. Alleine den Tipp bei bedecktem Himmel die Lichtrichtung herauszufinden ist Gold wert. Wie oft habe ich doof hochgeguckt und es nur durch Zufall herausgefunden. Nein ich nenne den Tipp nicht. 😉

In den Videos gibt es eine kleine Einleitung, ein mit toller Musik untermaltes Shooting, dann wird nochmals am Set auf die Besonderheiten eingegangen. Danach wird in Lightroom wieder auf die Besonderheiten und auch kurz auf die Bearbeitung hingewiesen und erklärt. Auch hier ist ein gewisses Grundwissen in Lightroom, aber auch andere RAW-Programm sehr hilfreich.

Das Training hat mir insgesamt sehr gut gefallen und ich hätte mir am Liebesten jemanden geschnappt um das gelernte versuchen umzusetzen. Hier muss ich aber noch an mir arbeiten, denn Portraitfotografie ist schon eine Sache für sich und ich muss da noch den einen oder anderen Schweinehund überwinden. Aber wie gesagt, ich lauf schon mit offeneren Augen durch die Gegend und sehe das vorhandene Licht irgendwie besser, um es auch bei meinen Photowalks besser einzusetzen. Manchmal kann ein anderer Schattenwurf die Bildwirkung nunmal drastisch verändern.

Auch wurde mir bei dem Training bewusst, dass das Fotografieren nur die halbe Miete, wenn auch die Grundvoraussetzung für tolle Bilder ist. Denn die Nachbearbeitung trägt sehr stark dazu bei. Paddy hat bei vereinzelnden Bildern einen Vorher-/Nachhervergleich gemacht und ist auf die einzelnen Bearbeitungsschritte eingegangen. Hier hätte ich mir manchmal etwas mehr gewünscht, aber es war ja kein Lightroom-Training. 😉

Allerdings möchte ich auch nochmals darauf hinweisen, dass das Training wirklich eher was für Fortgeschrittene ist. Das wird aber auch in der Beschreibung erwähnt.

Mein Fazit: Ich spreche hier eine klare Kaufempfehlung für die aus, die gerne ihr Wissen in Available-Light-Fotografie vertiefen möchten und auch sehr Hilfreiche Tipps in Portraitfotografie benötigen. Auch die, die sich hier vielleicht zukünftig mehr mit beschäftigen möchten. Für die, die in der Nachbearbeitung nur das Wichtigste gemacht haben, werden angefixt, zukünftig etwas mehr zu machen. Paddy hat alles in Lightroom bearbeitet. Allerdings hat er hier auch gekaufte Presets verwendet. Und es waren schon sehr cool dabei. Die Kreditkarte sollte schon etwas entfernt gelagert sein. 😉

Ich könnte mir noch eine Art Fortsetzung vorstellen, wo Paddy noch mehr auf die Bearbeitungen eingeht und auch die Zuhilfenahme der möglichen Presets.

Also KAUFEN 😉

 

Aperture Alternativen

Aperture Alternativen

In Ergänzung zu meinen letzten Beitrag wollte ich mir ja mal die eine oder andere Alternative zu Aperture (AP) ansehen und berichten.

Als erstes möchte ich erstmal die Anforderungen, die ich an die Alternative stelle erwähnen.

  • Fotoverwaltung
  • RAW-Entwicklung
  • Nondestruktive Bildbearbeitung
  • einigermaßen intuitiv
  • gutes Entrauschen
  • sollte mit allen gängigen Kameratypen funktionieren
  • eine vernünftige Möglichkeit die Bilder in einem entsprechend benötigten Format zu exportieren

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das kein wissenschaftlicher Test ist, sondern meine Meinung und meinen Eindruck widerspiegelt. Ich habe auch keine aufwändige Fototestreihe gemacht und werde daher am Ende nur mal drei Ergebnisse präsentieren.

Ich war am überlegen, ob ich vorab schonmal mein Ergebnis nennen soll? Ich denke ja.

Es bleibt eigentlich nur Lightroom übrig, weil es die einzige Software ist, die meine Anforderungen erfüllt. Die beklagten Geschwindigkeitsprobleme habe ich mit einem MacBook Pro Retina der ersten Generation mit nem i7 und 2,6GHz und 16GB RAM nicht.

Capture One kommt abgeschlagen auf den zweiten Platz. Es hat eine gute zwar gewöhnungsbedürftige RAW-Entwicklung und Bearbeitungsmöglichkeit. Wenn man sich die Oberfläche angepasst hat, dann ist alles gut. Leider fehlt dort eine vernünftige Bildverwaltung. Wo ich z.b. auch mal für das nachträgliche Ändern der Bilduhrezeit zum Einfügen der GPS-Daten durchführen kann. Auch sonst fehlen mir da ein paar Sachen. Ein kleiner Tipp für diejenigen welchen, die C1 mal testen wollen. Bitte nicht auf die selben Bilderordner zugreifen, auf die LR auch zugreift. C1 ändert die xmp-Dateien und dadurch meckert LR bei den Bildern, dass was mit den Metadaten nicht stimmt und C1 hat sein Problem, dass es jedesmal da wieder was ändern will und wird somit tierisch träge. Also beim Testen eine Kopie des entsprechenden Bilderordners durchführen. Beim ersten Import macht es nichts, dass die LR-xmps dabei sind, da dann viele Sachen, wie Bewertung usw. mit übernommen werden.

Ich habe in Bezug auf die Bilderverwaltung allerdings gehört, dass es sein könnte, dass bei der nächsten Version von C1 das Programm Media Pro integriert werden soll. Media Pro ist die Bilderverwaltung von Phase One, welche man derzeit aber für m.E. recht viel Geld extra erwerben muss.

C1 ist im übrigen für die, die im Studio arbeiten und gleich in den Rechner shooten ein sehr mächtiges Programm. Mit einer zusätzlichen App für das iPad kann sich parallel ein Kunde sich die Bilder ansehen. Wenn ich das richtig mitbekommen auch auch räumlich getrennt. Ist für mich aber nicht wichtig, möchte es aber nicht unerwähnt lassen.

DxO Optics Pro kommt für mich in zweierlei Dingen nicht in Frage. Bilderverwaltung eher suboptimal und auch wird z.B. auch in absehbarer Zeit die X-Trans-Sensoren der Fuji-Kameras nicht unterstützt. Dies habe ich mir auch von DxO bestätigen lassen. Auch ist DxO nicht gerade schnell, man muss aber dazu sagen, dass die Bearbeitungen doch einen guten Eindruck hinterlassen. Die Rauschreduzierung ist sehr gut, wenn auch sehr langsam. Insgesamt hat es mich aber schon genervt, dass man die Reglerbewegung nicht direkt am Bild sehen konnte. Also für mich ist DxO nichts.

AfterShot Pro hiermit bin ich nicht warm geworden. Sie läuft schnell und läuft auch neben Windows und Mac auch unter Linux. Es werden nicht alle Kameratypen unterstützt. Auch Fuji auf absehbarer Zeit nicht. Ich hatte auch den Eindruck, dass bis vor Kurzem die Webseite und somit das Programm auch leicht eingestaubt war. Vielleicht geben sie ja wieder Gas und wittern ihre Chance. Aber für mich auch nichts.

OnOne naja, ich denke, das kann man gut als Effektplugin für Lightroom nutzen, aber als Einzelplatzlösung bin ich überhaupt nicht mit klar gekommen und das Thema intuitiv ist eher was anderes. Also für mich überhaupt nichts.

Darktable und Lightzone habe ich mir mal auf der Webseite angesehen, ist mir aber zu geekig. Also für mich auch eher nichts.

Fazit (für mich):
Ich persönlich werde mich doch weiter mit Lightroom beschäftigen, was ich allerdings auch schon seit längerem mache. Das Programm ist für mich in der Summe der Eigenschaften schon passend für mich, auch wenn mir einiges von Aperture fehlen wird. Das Thema Abo empfinde ich nicht sooo schlimm, nur die Kopplung mit Photoshop, weil ich es derzeit nicht benötige. Allerdings ist es von den Kosten her ok und irgendwie war man bei LR ja schon immer gezwungen immer wieder neue Versionen zu kaufen, weil meist neue Kamera-RAWs nicht mehr von dem Vorgänger unterstützt wurde. Ich hoffe aber, dass Adobe die bestehenden Wettbewerber auch weiter als solche sieht und sich bei der Programmierung Mühe gibt.

Allerdings werde ich auch C1 und deren Entwicklung weiter verfolgen. Das Programm hat m.E.n. neben LR das meiste Potenzial ein guter Nachfolger von Aperture zu werden, wenn die die Verwaltung in den Griff bekommen.

Auch werde ich Anfang nächsten Jahres die Photo.App von Apple genauer betrachten. Vielleicht sind dort ja genug Features, um damit vernünftig  arbeiten zu können. Denn in der Integration ins Betriebssystem war eines der Stärken von Aperture und auch den anderen Apple Programmen.

Mal sehen, was noch so passiert.

Hier mal die drei Bilder, die ich in Aperture, Capture One und Lightroom entwickelt habe. Ich habe hier nur meine Standardbearbeitung angewendet. D.h. Belichtung, Lichter, Schatten, Kontrast und keine lokalen Bearbeitungen.

In der Reihenfolge Aperture, Capture One und Lightroom. Man sieht hier, dass Aperture schon Probleme hat Zeichnung in den Lichtern zurück zu holen. Das können die anderen beiden besser. Den Rest kann jeder mal selber entscheiden.

 

 

Leider ist es doch passiert

Leider ist es doch passiert

Wie man gestern Abend u.a. auf Appleinsider  vernehmen konnte, stellt Apple die Entwicklung von Aperture und iPhoto aufgrund der neuen Photoverwaltung von OS X Yosemite ein. Das stimmt mich doch etwas traurig. Ich arbeite zwar schon seit längerem mit Lightroom, hatte aber eigentlich nie die Hoffnung aufgegeben, dass Apple doch noch eine neue Version rausbringt.

Der Plan soll wohl sein, dass Aperture noch auf Yosmite läuft und man ein Tool erhält, um seine Aperture-Daten in Lightroom migrieren zu können. Also erstmal muss man nicht in Panik verfallen.

Was mich aber auch noch weiter zum überlegen bringt, Lightroom hat jetzt keinen richtigen Gegenspieler mehr, der genug Nutzer hat, dass Adobe sich bei der Entwicklung seiner Software Mühe gibt. Ok das hat eigentlich Adobe auch bei Photoshop&Co auch nicht und diese Programme sollen ja auch recht gut sein. Nur habe ich meine Bedenken, dass man zukünftig Lightroom auch nur noch im Bundle mit Photoshop als Abo erhält.

Daher sollte man sich man die Alternativen angucken:

Capture One Pro

Lightzone

Darktable

DXO

AfterShots Pro

OnOne

Ich denke, die Liste ist sicher nicht vollständig, aber probieren sollte man es mal.

Ich selber habe mich mal mit Capture One beschäftigt und auch mit DXO. Bei beiden hatte ich mich schwergetan. Aber vielleicht sollte man sich jetzt mal wirklich mit den Alternativen befassen, weil Wettbewerb belebt halt das Geschäft 😉

Also ich werde da am Ball bleiben und wieder berichten

Aperture gegen Lightroom Teil 2

Aperture gegen Lightroom Teil 2

Es ist jetzt etwas über ein Jahr her, dass ich mir mal ein paar Gedanken zu dem Thema Aperture vs. Lightroom gemacht habe.

Grundsätzlich hat sich an meiner Meinung nichts geändert. Allerdings nutze ich seit längerem doch Lightroom, obwohl ich den Workflow von Aperture immer noch deutlich besser finde. Da mir bei meinem Kameraroulett aufgefallen ist, dass ich mit Lightroom deutlich bessere Ergebnisse bekomme. Losgelöst, dass es leider bei Apple immer recht lange dauert, dass neue Kameras unterstützt werden. Ok, wenn ich dann endlich mal meine „Endlösung“ der Kameras gefunden habe und die dann vielleicht doch mal unterstützt wird, dann ist auch Ruhe und das auch nicht mehr so wichtig. 😉

Es gibt zwar Anzeichen dafür, dass Apple Aperture noch nicht ganz aufgegeben hat, aber mittlerweile dauert es mir echt zu lange.

Es gibt ja im Prinzip drei Pro-Programme von Apple im Medienbereich. Als erstes wurde Final Cut Pro X im Juni 2011 komplett neu überarbeitet. Es wurde zwar deutlich günstiger, aber auch deutlich „unpro“. Hier hat aber Apple auf seine Kunden gehört und deutlich nachgebessert, sodass ich eigentlich nichts schlechtes mehr höre. Im Juli 2013 hat Apple dann eine komplett neue Version ihres Audioprogrammes Logic Pro X  herausgebracht. Das wohl offensichtlich mit einem deutlich besseren Start. Hier habe ich kaum Negatives gehört.

Aperture 3 kam im Februar 2010 raus und wurde seitdem eigentlich nur leicht weiterentwickelt. Einen größeren Schritt gab es mit dem Rollout von dem Apple Betriebssystem 10.9. Mavericks. Hier wurde Aperture 3.5 rausgebracht, was glaube ich als größtes Feature hat, dass es nur noch unter Mavericks läuft und somit Mountain Lion und davor Anwender in die Röhre gucken. Mensch Apple, wenn Ihr schon die Nutzer verärgert, dann richtig und bringt eine komplett neue Version von Aperture raus und zieht an Lightroom wieder vorbei!

Wenn ich mir den Intervall von Final Cut und Logic Pro ansehe, dann kommt in 2015 ein neues Aperture raus. Aber sorry, das ist zu lang. Immer mehr wechseln zu Lightroom und andere Alternativen, wie z.B. Capture One oder DxO usw..

Kurzzeitig hatte ich gehofft, dass Apple zu Ihrem neuen MacPro, welcher wohl jetzt so langsam in die richtigen Auslieferungen kommt, ein Aperture X rausbringt. Aber still ruht der See.

Wieso bin ich eigentlich der Meinung (und der Hoffnung), dass da noch ein neues Aperture rausbringt? Dazu kann ich folgendes sagen:

  1. nach ca. drei Jahren hat Apple Ende 2013 die Dritthersteller API aktuallisiert
  2. Aperture taucht sehr häufig kurz bei Keynotes von Apple auf, ebenso bei Hardware-Werbung
  3. Apple hat recht viel Energie aufgewandt, den Unterbau zu optimieren. Hier sei z.B. die Zusammenlegung des Mediathekformats von iPhoto und Aperture. Könnten die sich sparen, wenn die Aperture sterben lassen würden
  4. RAW-Formate werden relativ regelmäßig implementiert, sogar für teure Mittelformatkameras
  5. mit dem MacPro scheint sich Apple wieder um seine Pro-Kundschaft zu kümmern

Zu Punkt 4. möchte ich anmerken, dass bis vor Kurzem mtl. ein RAW-Update herausgebracht wurde, allerdings jetzt schon seit über zwei Monaten nicht mehr. Die Anzeichen für einen großen Schlag mit Präsentation von Aperture X oder komplette Resignation?

Was ich mir noch vorstellen könnte, dass die Aperture zur WWDC 2014 herausbringt. Die WWDC, die vom 02.06. – 06.06.2014 stattfindet, ist ja die Entwicklerkonferenz von Apple für Ihre Entwickler, wo eben neue Software, wie z.B. Mac OS x 10.10 oder auch iOS 8 vorgestellt wird. Und hier würde m.E.n. auch eine Software wie Aperture auch passen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wobei, je länger es dauert und je mehr ich mit Lightroom arbeite, desto weiter entferne ich mich natürlich von Aperture.

Derzeit teste ich auch Capture One Pro, da es vor Kurzem ein gutes Angebot gab und ich noch eine alte Version aus meiner Leica M8 Zeit hatte. Da musste ich nicht lange überlegen. Aber zu diesen Erkenntnissen später mehr. Es wäre zu früh, mir ein Urteil zu bilden.

Sicher fragt sich der Eine oder Andere, warum ich mir eigentlich immer noch Gedanken darüber mache und ich nicht einfach Lightroom komplett nutze?

Tja, das habe ich mich auch schon manchmal gefragt. Vielleicht ist es auch die „Angst“, dass Adobe die nächste Lightroom-Version nur noch als Bundle im Abo mit Photoshop rausbringen wird. Keine Angst das Thema Abo werde ich hier nicht breittreten, nur dass ich grundsätzlich kein Problem damit hätte, dass ich Lightroom nur noch als Abo erhalte, aber bitte nur Lightroom, nicht auch noch Photoshop. Warum soll ich für was bezahlen, was ich zu 0,0% nutze? Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal Pixelmator benutzt habe. Eigentlich komme ich mit Aperture/Lightroom und z.B. der Nik-Collection locker aus.

So der Beitrag ist schon sehr lang geworden und eigentlich auch ohne ein richtiges Ergebnis, aber ich wollte einfach nur mal meine Gedanken zu diesem Thema loswerden.