Ich bin ein Compagnon

Ich bin ein Compagnon

Angestachelt von diversen Blogs und Twitterbeiträgen habe ich mich mal etwas mehr mit der Firma Compagnon auseinandergesetzt.
Es handelt sich im Prinzip um zwei Fotografen, die genervt waren, dass es wenig funktionale Fototaschen auf dem Markt gibt, die auch noch gut aussehen. Daraufhin haben sie selber welche aus edelstem Büffelleder entwickelt.

Als Hobbyfotograf bin ich, wie vielen anderen auch, einem kleinen Taschenfetisch ausgesetzt. Ja, das gibts bei Männern auch, nur sind es da Fototaschen, die i.d.R. innen auch gut aufgeräumt sind, da man ja schnell was finden möchte.

Da komme ich auch zum Punkt. Die Compagnon-Taschen sehen nicht nur gut aus, sind aus Leder und auch hochpreisig, nein, sie sind auch noch funktional. Es gibt nur wenige Messenger-Taschen, die von alleine stehen. Kennt Ihr das auch, mal eben absetzen und was rausholen und man ist erstmal damit beschäftigt die Tasche wieder aufzurichten? Bei den Compagnon passiert das nicht, denn es sind am geraden und harten Boden Metallknöpfe angebracht und somit kann man die Tasche auch ohne weiteres abstellen.

Ich selber hatte mir erst die Messenger-Tasche gekauft und hatte gleich festgestellt, dass sie mir zu groß ist, sodass ich nach einer kurzen E-Mail grünes Licht zum Tausch bekam. Auch wenn ich zwar ein Widerrufsrecht bei Internetkäufen habe, mache ich das, vor allem bei kleineren Unternehmen, nicht so gerne. Aber es war überhaupt kein Problem, sodass ich nach kurzer Zeit die Little-Messenger Tasche hatte.

Ich habe sie mir in einem beigen Farbton gekauft, da ich nicht schon wieder eine dunkle bzw. schwarze Tasche haben wollte. Ich finde auch, dass sie noch zu stark nach Fototasche aussieht. Was mich Anfangs etwas gestört hatte, war das doch sehr präsente Logo, aber das hat sich jetzt auch schon gelegt. Die Tasche ist schön kompakt, aber es passt immerhin noch locker eine (spiegellose) Systemkamera mit angesetztem Objektiv, drei bis vier zusätzliche Brennweiten und noch etwas Geraffel rein. Auch ein iPad findet Platz. Hinten ist noch ein Reisverschluss, wo man z.B. Wertsachen reintun kann, weil diese zum Körper gewandt ist. Vorn ein übliches Fach für Speicherkarten, Ladegerät, Akkus usw.. Was ich schade finde, dass die Kleine nicht die Speicherkartenfächer der Großen hat. Aber vielleicht kommt das ja in der nächsten Überarbeitung.

Im übrigen zu dem abgebildeten Inhalt schreibe ich mal bei Gelegenheit. Ich habe zwar nicht im Lotto gewonnen, aber etwas Glück.

Meine Erkenntnisse der unterschiedlichen Kamerasysteme

Meine Erkenntnisse der unterschiedlichen Kamerasysteme

Wer in letzter Zeit meinen Blog oder mich auf Twitter & Co. verfolgt hat, konnte mitbekommen, dass ich mit unterschiedlichen Kameras und auch Kamerasystemen unterwegs war.

Der Grund war nicht, dass ich den Zeitschriften Konkurrenz machen möchte, sondern eher, dass ich nach dem Diebstahl meiner Nikon D700 irgendwie nicht das Richtige für mich gefunden habe.

Vorab kann ich nur sagen, ich hätte mir wieder eine D700 kaufen sollen.

Da ich so einiges probiert habe, will ich auch jetzt mal was dazu schreiben. Warum soll ich meine persönlichen Eindrücke für mich behalten.

Vorab, es handelt sich nicht um einen professionellen Test, sondern „nur“ um meine Erfahrungen und meine persönlichen Eindrücke. Natürlich kann es bei jedem anderen anders ausfallen. Aber vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen bei der Findung seiner Kameraausrüstung.

Die nachfolgenden Eindrücke sind nicht chronologisch aufgebaut, sondern nach den Herstellern.

Starten tue ich mal mit Sony:

Hier hatte ich die Nex 7, die Nex 6 und die A7.

Mit den beiden Nexen bin ich nicht warm geworden, da das Bedien- und Menükonzept nicht für mich geeignet war. Auch empfand ich das Kit-Objektiv als eine Zumutung, denn das kann man nur gebrauchen, wenn der RAW-Konverter über die entsprechenden Korrekturen verfügt, was bei Aperture nicht der Fall war. Sorry, nur noch über Software zu arbeiten ist m.E.n. der falsche Weg.

Auch empfand ich, dass das Rauschverhalten gegenüber Olympus etwas schlechter. Ich habe aber keinen direkten Vergleich gemacht, sondern es ist nur ein Bauchgefühl.

Ansonsten macht Sony schon einen guten Job, was die Größe (Kompaktheit) des Nex-Systems angeht. Auch dass ein elektronischer Sucher integriert ist empfinde ich als sehr gut.

Auch nannte ich nach Unterbrechung eine A7 mein Eigen, da ich gerne wieder eine Vollformat haben wollte.

Vom Prinzip her finde ich den Schritt von Sony mutig und sehr gut. Ich denke, dass auch die anderen spätestens jetzt mal über ein spiegelloses System nachdenken. Damit meinte ich vor allem Canikon.

Ich empfand die Kompaktheit für eine Vollformat sehr gut. Auch das Bedienkonzept hat bei mir gut funktioniert. Vor allem, weil man sich so ziemlich alle Knöpfe, Schalter und Drehräder für sich konfigurieren kann.

Leider hört die Kompaktheit bei den Objektiven auf. Das ist aber eben dem Sensor und nicht Sony anzulasten. Großer Sensor = große Objektive. 😉

Ich hatte den 70. Geburtstag meiner Mutter fotografiert und leider hatte ich hier Probleme mit einem unzuverlässigen Autofokus, Blitz und auch das Rauschverhalten empfand ich im Vergleich zu den Bildern, die ich mit der D750 mache nicht so doll.

Der Grund, warum ich mich von ihr wieder getrennt habe, lag darin, dass sich die Objektive im Bajonett seitlich verschieben ließen und auch beim leichten Druck von oben gesehen nach links ein leichter Spalt zwischen Kamera und Objektiv zu sehen war. Der Sony-Service hatte angeblich nichts gefunden und nach telefonischer Rückfrage lapidar gefragt, „was steht denn im Bericht?“ „Dann ist es so“! Eine Frage bei Sony ergab, was der Servicepartner sagt ist richtig. Irgendwie habe ich mich nicht ernst genommen gefühlt. Daher ist Sony für mich gestorben.

 

Fuji

Hier hatte ich eine X-T1 und eine X-Pro1. Beide empfand ich als angenehme Kameras mit guten Objektiven. Die Bildqualität empfand ich als sehr gut, auch in Bezug auf das Rauschverhalten. Leider bin ich mit dem Bedienkonzept nicht zurecht gekommen. Auch war das Steuerkreuz bei der X-T1 hinten sehr weich mit wenig bis keine Rückmeldung. Hier hatte ich sie auch eingesandt und obwohl das Problem bei Fuji bekannt war, wurde auch hier keine Hand angelegt. Vor allem wenn man im Wechsel zur X-Pro1 gearbeitet hat, fiel das auf. Bei der X-Pro1 war der langsame Autofokus etwas nervig, aber ansonsten von der Verarbeitung her besser, als sie X-T1.

Was Fuji nicht kann/konnte ist blitzen. Da ich ehrenamtlich Veranstaltungen fotografiere, habe ich es schmerzlich bemerkt, denn einen vernünftigen Blitz wurde seitens Fuji nicht angeboten und Nissin den i40 noch nicht im Angebot.

 

Olympus

Hier muss ich sagen, dass Olympus derzeit alles richtig macht. Kompakte Bauweise, tolle Objektive und eine Klasse Bildqualität. Beim Rauschen bis 1600 sehr gut und bis 3200 noch brauchbar. Für meine Veranstaltungen nicht ganz so gut. Blitz war soweit auch gut. Nach der Einarbeitung in die Bedienung eine ganz tolles Konzept. Für mich besser als die A7. Autofokus schnell und zielsicher. Bei wenig Licht mit leichten Problemen. Aber m.E.n. besser als die A7 und mit Abstand besser als die Fujis. Und ich hatte nichtmal die E-M1!

Olympus hat ein gutes Konzept in Sachen Bedienung, Qualität, Zubehör. Ich würde sie immer wieder kaufen. Und auch nicht ausschließen, dass das passieren wird. Denn in der Summe der Eigenschaften finde ich sie wirklich toll. Kompakt, gute Bedienung, schneller AF (mit Gesichts- und Augenerkennung), gute Objektive.

Mehr kann ich gar nicht zu Olympus schreiben, außer dass das eine absolute Kaufempfehlung ist!

 

Nikon

Naja zu Nikon könnte ich Romane schreiben, da ich im Prinzip schon zur analogen Zeit mit Nikon fotografiert hatte. Meine erste SLR war zwar eine EOS 100, aber mein Händler hat mich schnell zu Nikon gebracht.

Und eigentlich hat sich seitdem bei Nikon nicht so viel verändert. OK man hat umfangreichere Menüs bei den Digitalen, als bei den Analogen ;). Was auf der einen Seite gut ist, denn man findet sich als Nikonfotograf schnell mit einer neuen Nikon DSLR zurecht, findet aber derzeit auf dem großen Markt der Systemkameras manchmal als wenig innovativ. Denn den spiegellosen Markt hat Nikon bisher verpennt. Die 1er sehe ich nicht als ernstzunehmenden Wettbewerb zu Olympus, Fuji und Sony. Canon kann das aber auch nicht.

Aber Nikon ist eben grundsolide. Ein Kollege auf app.net sagte, nachdem ich von der Sony A7 wieder zu Nikon (Df) gewechselt bin, dass meine Bilder lockerer aussehen würde, dass man ihnen ansieht, dass ich mich wieder wohl fühle. Das ist auch so.

Zur Nikon Df hatte ich schon was geschrieben, sodass ich es mir hier erspare, nochmals was zu schreiben, denn es hat sich im Prinzip nichts geändert.

Nikon scheint sich derzeit sehr auf den Vollformatsektor zu fixieren, denn sie haben hier ein sehr umfangreiches Angebot: D610, D750, D810, Df und die D4s. Ich kann im Prinzip alle empfehlen, denn hier ist m.E.n. der Geldbeutel der entscheidet (D610 als Einsteiger) oder aber auch vielviel Video (D750 und D810) möchte ich machen oder Sport (D4s) bzw. Fashion (D810). Die Df ist für mich ein für jemand der ein „Retrodesign“ mit einem guten Sensor benötigt.

Für ambitionierte Einsteiger, die kein Vollformat haben wollen, würde ich aber eher zur Olympus raten. Allerdings gilt hier immer, nimm die Kameras, die in Frage kommen in die Hand und entscheide, wie gut Du damit zurecht kommst. Ggf. was haben Deine Freunde und Bekannte für Marken, denn dann kann man sich besser austauschen.

Leica

Tja, was soll ich dazu schreiben. Wie der Eine oder Andere weiß, bin ich Leica-Fan und sehe auch manches durch die rosarote Leica-Brille. Finde ich aber nicht schlimm, dafür ist man ja Fan.

Ich fange mal mit der Leica X Reihe mal an. Leica hatte mit der X1 seinerzeit einen neuen Markt mit kompakten Kameras, mit Festbrennweite und großem (APS-C) Sensor rausgebracht. Fuji folgte mit der X100 kurz danach. Ich selber hatte die X1, X2 und auch kurz die X-Vario. Die X1 empfand ich zu der damaligen Zeit, dass sie absolut auf der Höhe war. Geringes Rauschen, einigermaßen guter AF, tolle Bedienung und auch eine tolle Bildqualiät. Bis auf den AF konnte Leica das X-Konzept immer wieder leicht verbessern. Mehr aber auch nicht. Denn der AF ist in der heutigen Zeit absolut nicht auf der Höhe der Zeit und man merkt, Leica kann kein AF. Wie die Aktuelle ist, weiß ich nicht, werde ich aber eher nicht ausprobieren, da sie mittlerweile ganz schön groß geworden ist.

Wo wir auch beim Thema Autofokus sind, warum ich die Leica T nur kurz hatte. Eine tolle Kamera, mit einem tollen Bedienkonzept, aber ein grottenschlechter Autofokus. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen langsam und trifft nicht. Leider kann sie auch kein Fokuspeaking, sodass ein manuelles Scharfstellen bei schlechtem Licht auch eher unmöglich ist. Ich werde aber noch einen gesonderten Bericht schreiben. Gott sei Dank konnte ich sie gebraucht erwerben und konnte sie wieder einigermaßen gut loswerden.

Warum bin ich aber Leica-Fan? Weil Leica kann eben Leica M – Messsucherkameras. Leica hat es geschafft, dass mittlerweile 60 Jahre alte Messsucherprinzip auch in der digitalen Welt zu etablieren. Für manchen ist Leica zwar auch eher ein überteuertes Retroobjekt, aber für ich ist eine M eben auch ein Präzisionsobjekt. Denn der Messsucher ist u.a. das, was die Kamera so teuer macht.

Wenn man sich darauf einlässt, dann fotografiert man sehr viel bewusster, da man sich deutlich mehr mit dem Bild beschäftigen kann und muss. Denn Autofokus gibt´s da eben nicht. Zur M werde ich wahrscheinlich aber noch einen gesonderten Bericht schreiben. Denn hier würde es zu lang werden.

Aber warum habe ich mich immer wieder von der M (M8, M9, M9P) getrennt? Anfangs konnte ich ich mich nicht damit arrangieren, dass die Naheinstellgrenze konstruktionsbedingt nur bei 70cm ist. Darunter geht es nur mit Macro-Adapter. Auch fotografiere ich öfter mal Veranstaltungen. Und hier war es auch ein Kopfthema. Denn wenn ich mir die Bilder mal ansehe, die ich bei Veranstaltungen angefertigt habe, kann ich nur sagen, es geht auch mit einer M bzw. es geht auch ohne Zoom und Powerblitz.

Seit der M (Typ 240) hat sich auch noch was geändert. Da sie mittlerweile einen CMOS-Sensor hat, kann sie auch Liveview und somit kann man sie auch mit anderen Objektiven betreiben. Die „alten“ R-Objektive erfahren gerade einen neuen Aufwind. Es werden für gebrauchte derzeit Höchstpreise gezahlt. Gefühlt würde ich sogar sagen, dass der eine oder andere „Geheimtipp“ gebraucht derzeit teurer ist, als damals neu.

Sie kann auch mittlerweile Video, was sie auch noch etwas „altagstauglicher“ macht. Sofern man Video braucht.

Fazit

Das war mal so ein kleiner Abriss meiner Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Sicherlich nicht komplett, weil ich gemerkt habe, je länger es her ist, dass ich die Kameras hatte, desto weniger ist hängen geblieben. Aber vielleicht ist es ja für jemanden, der gerade vor einer Entscheidung steht, eine kleine Hilfe worauf er achten sollte oder kann. Das Thema Kamerasystem ist eh ein sehr emotionales Thema. Das bekommt man auch in den Foren mit, wo man sich schon teilweise die Augen aussticht 😉

Rückblickend, was würde ich wieder kaufen?

Olympus, wenn es um eine alltagstaugliche und reisetaugliche, kompakte Kamera mit einem umfangreichen System dahinter und einer tollen Bildqualität geht. Sie ist aufgrund der Sensorgröße und des damit verbundenen Rauschverhalten nicht ganz für Veranstaltungen in schlechten Lichtverhältnissen geeignet. Wobei es darauf ankommt, wo die Bilder nachher veröffentlicht werden. Es ist aber auch ein Klagen auf sehr hohem Niveau. Es gibt auch Hochzeitsfotografen, die mit der OM-D E-M1 sehr glücklich sind.

Nikon, eine klares Ja, wenn die (Gehäuse) Größe keine Rolle spielt, wohl aber die Sensorgröße. Hier hat man alles, ein sehr umfangreiches System, tolle Bildqualität, tolle Objektive und vor allem für Veranstaltungen in schlechtem Licht ein top Rauschverhalten. Bzgl. meines Brasilienurlaubes habe ich leichte Bedenken, wobei ich 2009 auch schon mit einer D700 (die deutlich größer ist, als eine D750 oder Df) in Brasilien war.

Leica, hier ist derzeit die Leica M-P das Objekt der Begierde. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit der M-P einem 28mm, 50mm und einem 90mm Objektiv nach Brasilien fahre. Denn die Leica M ist nach der Olympus für mich eines der kompaktesten Systemkameras.

Sony kommt für mich nicht in Frage, weil das System noch nicht weit genug ausgebaut ist und auch der Kundendienst schlecht.

Fuji ist zwar ein gutes System, aber wir sind nicht miteinander warm geworden.

So und nun hoffe ich, dass ich nicht zuviel geschrieben habe und es Euch gefallen hat

 

2015

2015

Erstmal ein frohes neues Jahr.

Ich habe lange überlegt, was ich so zum Jahreswechsel mache. Noch ein Resümee von 2014? Nee das hat man schon zu genüge in letzter Zeit von anderen Blogs lesen können. Ich denke, das Jahr 2014 gehört der Vergangenheit an und mein Blog ist ja eher ein privater aus Lust und Laune gestalteter Blog, der auch recht übersichtlich ist. Der Schwerpunkt ist zwar die Fotografie, aber auch hier habe ich zu unregelmäßig geschrieben, um ein richtiges Fazit zu ziehen.

Aussicht auf 2015… Auch hier habe ich überlegt, ob ich was schreiben soll. Auch wenn die Fotografie und der Blog reines Hobby sind, muss man glaube ich auch ein paar Ziele haben und hier ist es gut, wenn man sie niederschreibt bzw. andere daran teilhaben lässt, damit man sich zwischendurch mal daran erinnert und den inneren Schweinehund überwindet.

Also was habe ich für 2015 geplant?

  1. Nachdem ich 2013/2014 sehr technisch unterwegs war, will ich mich wieder mehr auf das Fotografieren konzentrieren. D.h. das Equipment, was ich jetzt habe bleibt. Außer, wenn ich im Lotto gewinne,dann könnte passieren, dass ich mir dann eine Leica M-P kaufe. Aber das Geld muss über sein.
  2. Auch werde ich jetzt nach dem vielen hin und her in Bezug auf den RAW-Converter jetzt bei Capture One Pro bleiben. Das wird mich auch unterstützen, was die Konzentration auf das Fotografieren anbelangt. Hier werdeich wohl auch mal was zu schreiben. Für alle, die Flipboard nutzen, sammle ich in meinen Magazinen u.a. was zu C1 bzw. Phase One
  3. Ich möchte regelmäßiger bloggen. Ich habe zwar steigende Zahlen meiner Besucher, obwohl ich drei Einträge weniger in 2014 hatte, als in 2013 (Mist nun doch noch ein Rückblick 😉 ). Aber anscheinend habe ich sie etwas interessanter gestaltet. Regelmäßiger heißt nicht, dass ich irgendwas blogge, nur damit was drinsteht.
  4. Hierzu gehört auch, zeitnaher. Ich habe noch zwei Berichte, die ich schon länger im Hinterkopf bzw. schon vorbereitet habe, aber noch nicht veröffentlicht. Einmal ein Reisebericht zu Prag und ein Resümee (nein, das hat nichts mit einem Jahresrückblick zu tun) über meine letzten 1,5 Jahre in Bezug auf meine Erfahrungen der unterschiedlichen Kamerasysteme. Der Entwurf oxidiert bei mir schon seit ein paar Wochen in WordPress. Mal gucken, was zuerst kommt.
  5. Ich werde etwas mehr an mich denken und mir auch mal einen längeren Urlaub gönnen. In den letzten Jahren habe ich einfach zu wenig gemacht. Hier ist Ostern ein Urlaub in Brasilien geplant.
  6. In 2014 schon begonnen, werde ich mehr Fotos ausdrucken und auch mehr Fotobücher o.ä. machen. Es macht einfach keinen Sinn, dass die Bilder auf der Festplatte „vergammeln“. Macht Ihr da auch mehr? Dann sagt doch einfach mal, was Ihr macht und wenn extern, mit welchen Anbietern und welche Erfahrungen.
  7. Vielleicht doch mal ein Projekt? Da fehlt mir in Moment die Phantasie, was ich da machen soll. Vielleicht einem Monat nur mit einem Objektiv bestreiten? Dann komme ich vielleicht auch mal dazu meine Objektive kennen zu lernen. Habt Ihr vielleicht Vorschläge?

Das soll es erstmal gewesen sein und mal gucken, was so passiert.

Bis demnächst…

 

Ciao NextGen

Wie ich gestern bereits geschrieben hatte, war NextGen dafür verantwortlich, dass sich meine Webseite etwas zäh geöffnet hat. Nun gab es keinen, der sich darüber beschwert hatte, aber mir ist es aufgefallen. Nun war meine gestrige Beschäftigung die Bilder der NextGen-Gallery in die normale Mediathek umzuziehen. Ich habe mir einfach über ein FTP-Programm die Bilder runtergezogen und in die entsprechenden Beiträge eingefügt. Gott sei Dank, waren es noch nicht so viele.

Ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Die gefühlte Geschwindigkeit hat zugelegt und auch die WordPress eigenen Gallerien empfinde ich als nicht so schlecht.

Es hat auch noch den Nebeneffekt, dass ich mir die Jahresgebühr für die Pro-Version spare.

Neue Firmwareupdates

Neue Firmwareupdates

Eigentlich bin ich ja keiner, der wegen jedem Software- oder Firmwareupdate einen Blog-Eintrag schreibt. Da es aber innerhalb von zwei Tagen zwei meiner Kameras betrifft, will ich doch mal was dazu schreiben. Und das noch nichtmal als Erfahrungsbericht, sondern als Information. Falls es was richtig gutes zu Berichten gibt, dann folgt vielleicht auch noch ein Erfahrungsbericht.

Die D750 hat gestern ein Firmware-Update erfahren, wo u.a. ein Fehler in der Kurzzeitsynchonisation behoben wurde. Ich habe auch die Hoffnung, dass an der Startgeschwindigkeit auch was getan hat, denn da ist sie schon manchmal recht träge.

Bei der Leica T wurde u.a. explizit an der Startgeschwindigkeit gearbeitet und da bin ich echt gespannt. Auch was das Thema Autofokus angeht.

Mal gucken, ich denke, dass ich heute abend mal die Update durchführen werde und später berichten.

Meine Leica T

Meine Leica T

Nachdem ich mir doch eine Leica T gegönnt habe, bin ich heute  mal mit ihr unterwegs gewesen. Vorab will ich aber nicht versäumen zu sagen, dass ich mich an die Regel, dass man Mittags nicht fotografieren sollte, nicht gehalten habe. Der Grund war u.a. dass ich ein krasse Schwarz-Weißumwandlung im Hinterkopf hatte. Ihr könnt ja mal Eure Meinung dazu sagen.

Wie sind meine Erfahrungen mit der T? Nunja erstmal will ich etwas meine Enttäuschung über das 18-56mm Objektiv Luft lassen. Nene, nicht weil es mit f/3.5-5.6 recht lichtschwach ist, das wusste ich ja vorher, sondern weil es in der 18mm Stellung ganz gewaltig tonnenförmig verzeichnet. Das hätte ich von einem Objektiv, was regulär 1.500€ kostet und vor allem nicht von Leica gedacht. Ich weiß zwar, dass auch Leica mittlerweile Korrekturen kameraseitig vornimmt, allerdings nur in Bezug auf z.B. Moiré oder bei der Leica M bei extremen Weitwinkelobjektiven, um die lila Ecken in den Griff zu bekommen.

Das erste Bild habe ich mit Capture One entwickelt. C1 kann komischer Weise keine (auch nicht manuell) Objektivkorrekturen bei der Leica. Das zweite Bild ist mit Lightroom entwickelt, ohne dass ich die Korrektur explizit eingeschaltet habe. Man sieht hier eben die Zusammenarbeit von Adobe und Leica.

Krass gell?

Nun aber weiter:

Die Kamera ist ja aus einem Block Aluminium gefräst, poliert und in meinem Fall schwarz. Auch wenn es ein Designbruch ist, habe ich sie mit dem Aufstecksucher. Obwohl ich sagen muss, dass das rückwärtige Display auch bei Sonnenschein gut zu betrachten und zu beurteilen ist. Das habe ich bisher noch bei keiner anderen Kamera gesehen. Den Sucher hätte ich eigentlich heute nicht benötigt. Die Sonne was ziemlich fies. Aber der Sucher hat noch einen Grund, er hat GPS an Bord und das ist Klasse. Ok in der Kamera wäre besser, das ist aber eben dem Design geschuldet, Metall und GPS-Antenne passen nicht. Vor allem, weil diese auch eher oben sein sollte. Seitlich hinter dem Kunststoffdeckel ist die Wifi-Antenne. Im Übrigen das einzige Kunststoffteil. Selbst die Blitzschuhabdeckung ist bei der Leica aus Alu.

Entgegen einigen Testberichten einiger Zeitschriften, liegt die Leica T sehr gut in meiner Hand. Der Griff ist wohlgeformt, sodass meine rechte Hand diesen gut umschließt. Hier sollten die Tester vielleicht mal darauf hinweisen, dass es unterschiedliche Hände gibt. Meine sind recht klein und daher passt es bei mir. Bei jemand anderem mag es anders sein muss aber nicht. Sie liegt mir besser in der Hand, als die Nikon Df. Liegt aber auch mit am Gewicht.

Das Aluminium hat aber bei dieser Witterung ein entscheidenen Nachteil. Es ist saukalt. Hier hoffe ich, dass man bei deutlichen Minustemperaturen mit eine Triefnase nicht am Gehäuse kleben bleibt 😉 . Ich gehe aber davon aus, dass man die Leica auch gut mit Handschuhen bedienen lässt, solange sie nicht zu dick sind und sie kapazitive Touchscreens unterstützen. Die beiden Rädchen auf der Rückseite könnten etwas weiter überstehen, damit man sie auch mit dickeren Handschuhen bedienen kann. Ich hatte keine dabei, daher kann ich nur mutmaßen.

Als ein „Kind“ der Smartphonegeneration komme ich sehr gut mit der Bedienung der Leica T klar. Der Touch ist sehr gut zu händeln. Ich habe mir mein Menü innerhalb kurzer Zeit zusammengebaut. Hier sind dann die wichtigsten Dinge hinterlegt. In der Praxis musste ich am Meisten mit der AF-Auswahl hantieren, da man ja keine Möglichkeit hat, den Fokuspunkt, wie bei z.B. Nikon mit einem Steuerkreuz zu verschieben, habe ich zwischendurch auf Finger-AF umgestellt. Das funktioniert sehr gut. Man kann es auch so einstellen, dass die bei Tippen auslöst, was ich allerdings nicht probiert habe. Bei dem Lampenputzer musste ich aber auf Spot-AF umschalten, weil sonst der Fokus auf dem Feld lag. Wenn ich das Motiv in die Mitte des AF-Punktes nehme, dann sollte auch der Normale richtig fokussieren und ich hoffe, dass Leica da ein Firmware-Update nachschiebt. Die Geschwindigkeit haben sie ja schon gegenüber der Erstauslieferung verbessert. Bei meiner heutigen Art zu fotografieren, kann ich sagen, dass der Autofokus flott und sicher gearbeitet hat. Gefühlt würde ich sagen, dass er bei bewegten Motiven nicht so flott und sicher arbeitet, wie z.B. eine Olympus, aber besser als eine X1 bzw. X2. Gesichts-AF konnte ich nicht probieren.

Beim manuellen Fokussieren, wird das Bild vergrößert. Hier kann man sich aussuchen x3 oder x6. Fokuspeaking habe ich nicht vermisst, da der Bildschirm und auch der Sucher eine gute Auflösung zur Beurteilung aufweisen. Ich würde mir aber ein Splitscreen alá Fuji wünschen, wo links das komplette Bild angezeigt wird und rechts der vergrößerte Teil.

Die Belichtung ist m.E.n. über jeden Zweifel erhaben. Ich habe mit Blendenpriorität und ISO-Automatik gearbeitet und ich musste nur ganz selten mir der Korrektur arbeiten, die ich mir auf das linke der beiden Räder gelegt habe. Hier würde ich mir im übrigen wünschen, dass man die Drehrichtung der Räder ändern kann, denn sie machen es genau andersherum, wie meine Nikons. Sollte ich die Nikons ändern? Naja mal gucken. Was mir nicht so gut gefällt, die Belichtung wird nicht so angezeigt, wie bei anderen Spiegellosen. Bei der Leica  muss man sich eher an das Histogramm halten und nicht so an das angezeigt Bild und bei manueller Einstellung an die Belichtungswaage. Ist für mich aber kein Problem. Was doof ist, wenn ich das Histogramm eingeblendet habe, dann sind die Gitterlinien ausgeblendet und umgekehrt. Beides wäre schön und sicher per Firmwareupdate änderbar. Hier bin ich allerdings nicht so optimistisch, dass das Leica ändert.

Im Netz liest man immer wieder, dass der 16MP-Sensor veraltet sei und ja schon bei der Nex 5 eingesetzt wurde. Ob das so ist, kann ich nicht beurteilen, allerdings ist der Sensor das Eine, aber die Bildverarbeitung dahinter und die Objektive das Andere. Nun gehöre ich nicht zu den Pixelpeepern, aber die Ergebnisse sprechen für sich. Bis auf ein paar Ausnahmen brauchte ich nicht nachschärfen. Das untere Bild ist bei Offenblende und 55mm aufgenommen. Ok, ich habe hier ziemlich an den Kontrasten und an der Klarheit gedreht, aber man kann schon sehen, dass es gleichmäßig scharf ist.

Die ISO-Automatik habe ich im übrigen bei 6400 begrenz, da Lightroom & Co. gut mit der Rauschreduzierung das Bild wieder gut hinbekommt, ohne dass großartig Details verloren gehen. Das können sicher andere Kameras besser, aber ich finde nicht so schlecht, wie man es manchmal so im Netz liest. Wobei ich sie noch nicht richtig bei Dunkelheit testen konnte.

Was ist mir sonst noch aufgefallen? Die Startzeit ist etwas lang und das GPS-Modul benötigt etwas lange bei ersten Start. Wenn die Kamera aufwacht, dann sollte man einen kleinen Moment warten, wenn man GBS-Daten im Bild haben möchte. Es wird einem auf dem Monitor oder im Sucher aber auch angezeigt, ob Verbindung da ist oder nicht.

Wenn man die Leica aus dem Ruhemodus holt, könnte das auch etwas flotter gehen. Man braucht aber nicht auf die Idee zu kommen, die Zeit damit zu überbrücken, dass man sie schon ans Auge nimmt, sofern der Sucher drauf ist. Dieser bleibt dunkel. Erst muss der Monitor aktiv sein, dass der Sensor das merkt. Das finde ich auch irgendwie doof.

Mein Fazit:

Ich freue mich, dass ich das Angebot angenommen habe. Achja, das habe ich ja noch gar nicht erwähnt. Ich habe sie gebraucht von einem Fotohändler erworben. Mein Vorgänger – ein etwas älterer Herr – kam mit der Touchbedienung nicht zurecht und hat sie gegen eine Leica X Vario eingetauscht. Und damit wären wir auch beim Thema. Man muss sich auf die andere Art der Bedienung einlassen. Ein klassischer Leica Fotograf findet es vielleicht nicht so gut. Das ist aber m.E.n. ein Kopfthema. Denn insgesamt ist die T sehr übersichtlich, wie man es auch sonst von Leica gewohnt ist, nur eben mit einer anderen Bedienung. Ich persönlich kam ja bei meiner ersten Begegnung schon gut damit klar und bin für sowas auch immer offen.

Wie gesagt, bis auf ein paar Kleinigkeiten, bin ich mit ihr sehr zufrieden und freue mich schon auf meinen nächsten Ausflug.

Hier noch ein Impressionen: