Masterclass mit Thomas Leuthard

Masterclass mit Thomas Leuthard

Letztes Wochenende habe ich an einer Masterclass mit Thomas Leuthard in Düsseldorf teilgenommen. Ich hatte mich dazu von Thomas und Stephan überreden lassen, die im letzten Jahr an einem Workshop mit Thomas Leuthard teilnahmen. Es waren eigentlich für die Teilnahme die folgenden Voraussetzungen notwendig, die ich kaum erfüllt habe.

  • Du kannst Deine Kamera selbständig bedienen und weisst damit umzugehen
  • Du bist schon mindestens 1 Jahr in der Street Fotografie tätig
  • Du hast ein Portfolio von mindestens 50 Bildern
  • Du bist bereit, konstruktive Kritik aus der Gruppe annehmen
  • Du kannst klar definieren, wo Deine Herausforderungen liegen
  • Du bist bereit, an Dir zu arbeiten und konstruktive Vorschläge anzunehmen

Zumindest was die Erfahrungen mit der Streetphotography angeht.

Nichtsdestotrotz durfte ich an der Masterclass teilnehmen, vor allem, weil auch Thomas und Stephan versprachen, dass wir mal zusammen üben gehen. Leider haben wir keinen gemeinsamen Termin gefunden, sodass ich mit unguten Gefühl nach Düsseldorf gefahren bin.

Allerdings sollten wir auch Hausaufgaben vorbereiten. Zur Anmeldung sollten wir fünf Bilder zu Thomas schicken, der uns dann einen Audiokommentar zurückgeschickt hat.

An diesem Bildern merkt man halt, dass die eher beiläufig bei einer Tour passiert sind. Das ist auch das große Problem was ich neben meiner Scheu einfach mal ein paar Menschen auf der Straße abzuschießen habe, dass ich meist nicht alleine unterwegs bin und daher eher beiläufig ein paar „Street“-Fotos mache.

Eine Woche vor dem großen Termin – ich hatte immer noch starke bedenken, ob das alles so richtig ist – sollten wir nochmals fünft Bilder zusenden, die Thomas ausdrucken und vor Ort besprechen wollte.

Um es vorab zu nehmen, die Kritik hier war nicht mehr ganz so vernichtend, um nicht zu sagen, bei dem einen oder anderen Bild kam auch mal sowas wie ein Lob. 😉

Am Freitag hatten wir – Streetdödel – uns schonmal getroffen, um ein schönes Wochenende einzuläuten. Und am Samstag ging es dann auch los. In einer gemütlichen Runden haben wir dann alle getroffen und Thomas hat mit seiner Masterclass begonnen. Thomas kannte ich bisher nur von seinem Podcast und kann schonmal vorab sagen, dass er es auf seiner ruhigen schweizer Art sehr angenehm, aber auch sehr direkt gemacht hat.

Vorab ist er erstmal auf die Herausforderungen eingegangen, um dann nachher die eingesandten Bilder zu besprechen. Er hatte diese zwar ausgedruckt, allerdings war es schon einfacher, diese an der Leinwand zu besprechen. Hier war das angenehme, dass nicht nur Thomas seinen Senf abgegeben hat, sondern jeder war aufgefordert.

Gegen Mittag ging es dann auf die Straße, um das neu gelernte unter Anleitung umzusetzen. Das war sehr angenehm, da Thomas schon gute Tipps live vor Ort gegeben hat.

Allerdings war die Gruppe recht groß, sodass ich mich dann etwas abgesondert hatte. Allerdings lag es auch daran, dass ich mal kurz bei einem Leica-Händler an der Kö vorbeischauen wollte.

Aprospos Leica, ich habe die Masterclass mit meiner Leica M Typ 262 und dem Summarit M 50mm f/2.5 bestritten. 50mm, weil mit die 28mm doch zu weitwinklig erschien und ich erstmal meine Scheu ablegen wollte, da man bei 28mm den Menschen schon recht nah auf die Pelle rücken müsste. Auch musste ich feststellen, dass der Messsucher auch nicht immer Vorteile hat, wenn man was in den Vordergrund nehmen möchte, da ja der Sucheraustritt nicht mit dem Objektiv übereinstimmt. Hier gilt es, wie immer im Leben, üben, üben, üben. Dass ich manuell scharf stellen musst, hatte mich weniger gestört, da man bei Street meist eh leicht abblendet. Auch hat man es recht schnell raus, in welche Richtung man wie weit drehen muss, um das Subjekt in den Fokus zu bekommen.

Ich muss sagen, dass das schon alles eine große Herausforderung war, wenn es auch sehr viel Spass gebracht hat. Allerdings ist so eine Ausbeute von ein paar Stunden auf der Straße schon recht übersichtlich ist. Aber es ist schonmal eine schöner Anfang. Mal gucken, ob ich das 28er noch gegen ein 35er tausche, um dem Klischee der Streetphotography gerecht zu werden oder ich erstmal mit dem 50er weitermache. Man muss ja nicht immer alles mitmachen 😉

Leider blieb die Bildbesprechung dann mangels Zeit aus, aber diese wird noch nachgeholt. Nach der Masterclass ging es dann noch gemütlich zu einem gemeinsamen Essen, um noch weiter zu fachsimpeln.

Alles in allem war es ein tolles Wochenende und meine anfänglichen Bedenken waren hinterher ausgeräumt, was aber auch an der direkten, schonungslosen, aber fairen Beurteilung von Thomas und den anderen Teilnehmern lag.

Ich kann nur sagen, wenn einer Interesse an Street hat und Thomas nochmals Workshops anbieten sollte, dann mitmachen – es bringt einfach nur Spass und man lernt auch viel.

In diesem Sinne.

Der etwas andere Workshop

Der etwas andere Workshop

Hallo Ihr Lieben,

wer meinen Blog einigermaßen verfolgt, hat mitbekommen, dass ich gerne auf Workshops gehe. Das hat den Hintergrund, weil ich dort mal von Alltag abschalten kann, mich meinem Hobby widmen und ich auch noch interessante Leute kennenlernen kann.

Vor ein paar Wochen habe ich mal einen Workshop von LFI-Online besucht, da ich auch mal außerhalb der üblichen Verdächtigen mal einen besuchen wollte und als Leica-Fan auch mal mit Gelichgesinnten und mit Julia Baier einer Leica-Fotografin als Workshop-Leiterin.

Dem Workshop ging ein paar Abende vorher ein „Artis-Talk“ voraus, wo man (nicht nur Workshop-Teilnehmer) sich schonmal einen Eindruck der Arbeiten der Workshop-Leiterin machen konnte. Diesen fand in den Räumen von LFI-Online statt und es werden auch zukünftig noch weitere stattfinden. Per Newsletter erhält man hier frühzeitig die Information und ich denke, dass ich bei dem einen oder anderen auch nochmals teilnehmen werde.

Nun aber zu Workshop und warum dieser etwas anders war, als die, die ich bisher absolviert habe.

Das Hauptthema war im Prinzip, wie man eine Serie (Projekt) erstellt und die entsprechende Herangehensweise. Hier sollten wir schonmal im voraus uns ein paar Gedanken machen und auch schonmal ein paar Hausaufgaben mitbringen. Leider hatte ich überlesen, dass wir die ausgedruckt mitbringen sollten, sodass ich in Hamburg dann nach dem ersten Abend losgezogen bin, um ein paar Ausdrucke – leider etwas klein – zu machen. Die anderen waren besser vorbereitet.

Bisher kannte ich Workshops, wo im Vorfeld etwas besprochen und erläutert wird und dass man dann mit ein paar Aufgaben alleine oder in Gruppen loszieht. Bei diesem war es anders, weil aufgrund der Vielzahl der zu besprechenden Bilder die zwei Tage Ruckzuck vorbei waren. Ich hatte im Vorfeld, als sich das herauskristallisiert hat, meine Bedenken, die sich aber dann zerschlagen hatten. Es war sehr interessant, die Bilder der anderen zu sehen und zu besprechen, vor allem, weil Julia aus ihrer Erfahrung dann die entsprechenden Tipps und Herangehensweisen erläutert hatte. Im Prinzip ist es auch sehr schwer, bei dem Thema mit einer passenden Aufgabe loszuziehen, da das Thema Serien/Projekte meist ein über einen langen Zeitraum erfolgt.

Ich selber bin dort auch etwas geerdet worden, da ich aufgrund meiner sehr kurzfristigen Anmeldung nur ein Wochenende vorher Zeit hatte mir Gedanken zu  machen und meine Ideen versuchen umzusetzen.

Die erste Idee war Hofeinfahrten zu fotografieren und die zweite auf einem Friedhof (was man sicher noch auf weitere erweitern kann) . Ich habe auch sehr gute Tipps von Julia erhalten, vor allem auch mal näher ran zugehen. OK, die erste Serie war bewusst von mir gestaltet, dass ich aus der Hocke mit 28mm und nicht gekippter Kamera, d.h. mit viel negativer Fläche im Vordergrund und auch meist abschnitten Haus die Fotos geschossen habe. Das ist nicht nur bei Julia nicht so gut angekommen, auch die anderen Teilnehmer fanden es nicht so gut. OK, ich hatte meine Bilder auch nur in 10×15.

Die zweite Serie kam da schon besser an, da ich etwas andere Sichtweisen eines Friedhofes gezeigt hatte. Auch hier kam der Hinweis, vielleicht auch mal näher ranzugehen, was auch möglich war, ich aber gar nicht auf die Idee gekommen bin.

Also weiterhin mit den neuen Erkenntnissen und auch den Ideen der anderen Teilnehmer üben, üben, üben…

Als angenehmen Nebeneffekt konnte man sich auch für den Workshop Leica-Equipment ausleihen. Ich hätte gerne mal das neue Summilux 28mm f/1.4 ausgeliehen, was leider nicht da war und auch ein Noctilux 50mm f/0.95 war leider auch nicht da, allerdings ein Summilux 50mm f/1.4, was mich mal so ein bisschen an die Fotografie mit 50mm herangeführt hat. Ich hatte zwar kurzfristig etwas GAS, aber aufgrund der Preisgestaltung muss mein Summarit 50mm f/2.5 erstmal reichen…

Alles in Allem war es ein sehr interessanter Workshop mit vielen neuen Erkenntnissen und Erfahrungen und werde den Fall beobachten, wenn mal wieder ein deutscher oder wie in dem Fall ein deutsch/englischer Workshop dort stattfindet. Ein rein englischer ist für mich etwas zu anstrengend.

 

 

Mein erster Eindruck der Fuji X70

Mein erster Eindruck der Fuji X70

Hallo Ihr Lieben,

ja es ist mal wieder soweit, ich habe mir eine neue Kamera gegönnt. Ich war lange am Überlegen und Probieren und nun ist es die neue Fuji X70 in einem zärtlichen schwarz geworden.

Aber warum? Ich wollte einfach mal eine „Immerdabei“ Kamera haben, die einen größeren Sensor hat, als das iPhone. Hier kämen nur ein paar für mich in die engere Wahl

Die ersten beiden sind raus, weil sie einfach zu groß und im Prinzip auch zu teuer sind. Zur Leica Q hatte ich auch schonmal nähere Gründe geschrieben.

Die Fuji X100T hat ihren Scharm, allerdings eigentlich auch zu groß und neu auch bereits im vierstelligen Bereich.

Blieben nur noch die Ricoh und Fuji X70 übrig. Erstere hatte ich schonmal in der ersten APS-C-Version, warum ich sie wieder verkauft hatte, weiß ich eigentlich nicht mehr, weil es einen ganz tolle und kompakte Kamera ist. Die GRII hatte ich auch schon kurz bei mir zu Hause, als Fuji die X70 vorgestellt hatte. Nachdem ich mich umfangereich über die Spezifikationen und Größe informiert hatte, ging die GRII wieder zurück. Hier war ich froh, dass ich sie online bestellt hattte.

Die Fuji ist es geworden, obwohl sie etwas größer ist und auch 100g schwerer. Allerdings war die Ausstattung ausschlaggebend, denn sie hat gegenüber der GRII einen Klappmonitor mit Touch und die direkte Anbindung an den Instax-Drucker, den ich extrem sexy finde. Auch ist die Wifi-Funktion m.E.n. bei Fuji besser gelöst.

Also hatte ich bei meinem Händler angerufen, um nach den Lieferzeiten zu fragen und er sagte mir, dass am 12.02.2016 eine Präsentation der Neuigkeiten von Fuji bei ihm in Hause sei und evtl. die X70 auch schon verfügbar sind. Also hatte ich mir gleiche eine in schwarz zurücklegen lassen. Also bin ich am Freitag da hin und konnte mit den Fuji Mitarbeitern schön fachsimpeln alle Neugigkeiten ausprobieren – auch die X-Pro2 (extrem coole Kamera) – und habe dann die X70 gekauft.

Ich hatte ja mal die Fuji X-Pro1 und X-T1, allerdings war ich von der Technik nur wenig begeistert, von den Bildergebnissen her ja. Die X-Pro1 hatte einen extrem langsamen Autofokus, was einen stört, wenn man von einer DSLR kommt oder OM-D. Die X-T1 war nicht viel schneller, dafür waren die Tasten hinten extrem unpräzise, was nach dem Fuji-Aufenthalt nicht viel besser war.

Hier muss ich sagen, hat Fuji seine Hausaufgaben gut gemacht. AF ist auf Höhe der Zeit und die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Hier einen großen Daumen nach oben. Ich konnte Freitag neben der X70 und X-Pro2 auch die X-E2s und die X-T1 testen. Überhaupt kein Vergleich mehr zu „damals“.

Nun aber zur X70. Wie gesagt, sie fühlt sich sehr wertig an und auch der AF ist flott und zielsicher. Der Klappmonitor läßt sich um 180° nach oben klappen, damit auch mal ein Selfie drin ist ;).

Die Aufzählung der technischen Daten erspare ich mir, aber ich will man nach meinen kurzen Spaziergang gestern meine ersten Eindrücke kundtun.

Was ist mir positiv aufgefallen?

  • übersichtliches Menü
  • ein gutes und konfigurierbares Quickmenü
  • programmierbare Tasten (alle)
  • drei programmierbare Auto-ISO-Bereiche
  • das Objektiv bleibt nach dem Einschalten in seiner Position (bei der GR fährt es raus)
  • Klappdisplay
  • Touchdisplay
  • schneller AF
  • einen Hebel vorn für den AF-Modus (DSLR lässt grüßen)
  • ein Rad für die Belichtungszeit
  • ein Rad oben für die Belichtungskorrektur
  • einen Blendenring
  • eine Daumenwippe mit Druck, um auf 100% zu zoomen (das kann man allerdings nicht umprogrammieren)
  • einen Autofokusring, der auch umprogrammierbar ist (hierzu später – extrem cool)
  • JPEGs sind extrem brauchbar, was gut ist, denn Capture One Pro unterstützt leider noch nicht die neuen Xen
  • die Blitze der „großen“ Fujis werden unterstützt

Was ist mir negativ aufgefallen?

  • Gewicht
  • die Gurtösen stehen so häßlich ab
  • die Stativschelle ist nicht in er optischen Achse und man kann keine Platte fest montieren, da man das Akku-/SD-Karten-Fach dann blockiert
    (ist bei allen Xen so, nur bei der X-Pro2 hat Fuji auf die Kunden gehört)
  • die Hi-ISO-Bereiche (>6400) gehen nicht in RAW (allerdings würde ich wahrscheinlich eh nicht höher gehen)
    (im übrigen ist das bei allen Xen so, nur bei der X-Pro2 ist Fuji davon abgewichen)
  • wenn die Kamera in den Ruhezustand geht, dann kann man sie nur über aus- und einschalten wieder erwachen
  • Display lässt sich nicht abschalten, wenn man den optionalen optischen Sucher verwenden möchte
  • nur ein optischer Sucher optional

Mehr fällt mir zu den Pros und Kontras nicht ein. Da kommt mit Sicherheit auch noch was dazu.

Nun aber zu dem Autofokusrad, was eine besondere Erwähnung verdient und ich das bisher auch noch nirgends gelesen habe.

Seitlich ist ein Knopf mit dem ich dem AF-Rad sagen kann, was seine Aufgabe ist. Extrem geile Idee, dann Autofokusverstellung ist wohl eher selten genutzt.

  • Autofokus
  • Filmsimulation für JPEG (leider ohne die die neue Acros)
  • Digitale Telekonverter
  • Standard
  • ISO
  • Weißabgleich

Da ich derzeit nur was mit den JPEGs was anfangen kann, habe ich die Filmsimulation, die auch vier Filterarten (ohne, gelb, rot und grün) in Schwarz-Weiß bereithält, draufgelegt.

Da gestern eher ein Schmuddelwetter war, habe ich mich an den Schwarz-Weiß- Filmsimulationen ausgetobt. Die parallelen RAWs habe ich natürlich trotzdem aufgezeichnet. Hier konnte ich dann entsprechend dem Motiv die Filter aussuchen. Hier würde ich mir eine direktere Funktionsauswahl wünschen.

Beim Touch habe ich mich mangels fehlendem Stabilisator nur auf die AF-Position beschränkt, was aber völlig ausreichend ist. Das Rad für die Belichtungskorrektur könnte etwas leichtgängiger sein und auch etwas weiter rausstehen. Derzeit kann ich es nicht mit einem Finger bedienen. Allerdings braucht man i.d.R. nicht viel damit machen, weil die Belichtungsmessung schon sehr gut ist. Das Zeitenrad kann ich mit einem Finger bedienen, könnte aber auch etwas leichtgängiger sein.

Der Blendenring ist für mich als Leica-Fotograf (ja genau, dazu später mehr) extrem cool und hier hat sich Fuji was richtig Gutes einfallen lassen. Der Blenden-und AF-Ring sind aufgrund des Pancake-Objektives extrem dicht zusammen und eine Verwechslung ist eigentlich vorprogrammiert. Aber einmal läuft der Blendenring strammer und rastet ein und er hat zwei um 180° versetzte „Nasen“ die über den AF-Ring ragen, sodass man immer weiß an welchem Rad man dreht. Außerdem wenn beide waagerecht stehen, dann ist Blende 8 eingestellt und man hat dann blind im Gefühl welche Blende eingestellt ist.

Die gezeigten Bilder habe ich nur etwas in C1 bearbeitet, da sie insgesamt etwas knapp belichtet waren und auch eine leichte Nachschärfung bedarf. Hier scheint Fuji bei den JPEGs sanft ranzugehen und mal gucken, ob ich es in der Kamera voreinstellen kann.

Was ich außerdem recht gu finde, dass man drei unterschiedliche Auto-ISO- Einstellungen habe. Hier habe ich eine von 200-1600, eine von 200-3200 und eine von 200-6400 und kann dann schnell entscheiden, was mir wichtiger ist. Nun muss ich ja eh noch herausfinden, wie gut Fuji im Vgl. zur Olmpus ist. Hier eilt den Fujis ja ein guter Ruf aufgrund des X-Trans-Sensors im APS-C-Format voraus.

So ich denke, das soll es erstmal als erster Eindruck gewesen sei und mal gucken, ob es später mal noch ein paar erwähnenswerte Erfahrungen kommen.

Man liest sich…

Ein kleiner Spaziergang mit der Leica M Monochrom

Ein kleiner Spaziergang mit der Leica M Monochrom

Wie ja viele vielleicht wissen, bin ich ein kleiner Leica-Fan und ich möchte daher auch mal über meine Erfahrungen mit der Leica M Monochrom der ersten Generation berichten.

Normalerweise langweile ich ja bei meinen Berichten selten über die technischen Daten von Kameras oder sonstigen Geräten, da das auf den Herstellerseiten meisten besser beschrieben steht. Nur in diesem Fall will ich mal einen kleine Ausnahme machen, da das Konzept schon was besonderes ist.

Die Basis Leica M Monochrom ist die Leica M9-P, woher sie das Design und die technischen Grundzüge hat. D.h. es ist eine klassische Messsucherkamera, die eben in meinem Fall in einem zärtlichen Schwarz daherkommt und auch nicht dem typischen roten Leica-Punkt vorne hat. Leica hatte schon zu Analog-Zeiten eine P Ausführung, die serienmäßig den „Stealth-Modus“ hat und somit nur von Kennern als Leica erkennbar ist. Ferner ist die Analoge MP eine rein mechanische Kamera, die nur Strom für den Belichtungsmesser braucht und somit eben auch sehr robust ist und natürlich auch in reinen Schwarz oder Silber verfügbar. Die digitalen Ps sind kommen natürlich nicht ohne Strom daher, sind dafür aber etwas robuster gebaut, indem z.B. hinten ein Saphierglas verbaut wird, statt Gorillaglas. Und die Monochrom kann man nur an dem eingravierten Monochrom auf dem Blitzkontakt und dass der geschwungene „Leica-Schriftzug“ auf dem Deckel fehlt.

Oh Mann ganz schön viel zum Design erzählt, aber nun zum eigentlichen Unterschied zur Leica M9-P, denn die Monochrom kann nur, wie der Name schon sagt, nur Schwarz-Weiß. Wenn man sich mal den Aufbau von Sensoren so anschaut, dann nimmt der Sensor eigentlich nur Helligkeitswerte ohne Farben auf. Um die Farbe zu erhalten, wird neben vielen anderen Filtern auch ein sogenannter Bayer-Filter drübergepackt, der in einem regelmäßigen Muster aus grün, blau und rot besteht. Es gibt auch noch andere Systeme, aber dieser ist am weitesten verbreitet. So nun ist Leica hergegangen und einfach diesen Filter weggemacht und die Firmware angepasst und noch ein paar andere Dinge gemacht und hat nun eine Kamera, die nur Helligkeitswerte kann – nicht mehr und nicht weniger, das aber dafür richtig gut.

Was für einen Vorteil hat das? Nun zum einen für die, die sowieso gerne oder nur in Schwarz-Weiß fotografieren, müssen das hinterher nicht mehr in der Nachbearbeitung machen. Wobei das heutzutage eigentlich auch kein Thema mehr ist und einen Nachteil hat die Monochrom, aber dazu später. Nein der Vorteil ist, dass die einzelnen Pixel nicht die unterschiedlichen Farben des sogenannten Bayer-Pattern teilen müssen, sondern das Licht (fast) ungefiltert auf den Sensor trifft. Dass dadurch die Auflösung, Dynamikumfang und Schärfe sehr gut ist, versteht sich von selbst, aber ich wollte es auch nicht so glauben. Schon gar nicht den Dynamikumfang. Man kann sich hier bedenkenlos den hellen Stellen widmen, damit man hier noch Zeichnung hat, denn die Tiefen kann man richtig hochziehen, ohne dass es zu starken Rauschen kommt. Das ist Wahnsinn, was man da in der Nachbearbeitung noch rausbekommt, ohne Banding oder andere lästigen Artefakte, die man sonst so kennt, wenn man übertreibt.

Ja das Thema Rauschen bei der M9-P, da war sie nicht sonderlich gut. Man konnte so bis max. 1200 ISO gehen und alles drüber war nur noch dokumentarischer Natur. Aber auch sie konnte eine Sache gut, dass man die ISO bei 640 oder 800 lässt und dann sich die Belichtung in der Nachbearbeitung wiederholt. Im übrigen, ich rede natürlich nur von RAWs. Tja und die Monochrom ist beim Thema rauschen deutlich besser. Durch den Wegfall des Bayer-Pattern fängt die ISO statt bei 160 erst bei 320 an und endet bei ISO 10000. In den ersten Tests die ich gemacht habe, sind locker 6400 drin und danach geht ein Helligkeitsrauschen (Farbrauschen geht ja nicht 😉 ) los, was aber irgendwie eine andere Charakteristik aufweist. Viel feiner und nicht so störend.

Eine Besonderheit hat die Monochrom noch, das Histogramm auf dem Display zeigt die Helligkeitsverteilung des RAWs an und nicht, wie es sonst üblich ist, das eingebettete JPEG! D.h. in der Praxis, dass wenn das Histogramm rechts oder links abschneidet, dann ist da auch nichts mehr in der Nachbearbeitung zu holen. Da muss man sich im fotografischen Alltag (den ich bei der Kamera noch nicht habe) erstmal dran gewöhnen.

Und nun noch eine Sache, was man bei der Monochrom nicht mehr in der Nachbearbeitung kann und zwar an den Farbregler ziehen. Hier kann man ja normalerweise sich den einen oder anderen Kontrast wieder zurückholen wenn z.B. in der Natur der grüne Baum und die rote Blüte die selbe Helligkeit aufweist. Hier hat die Monochrom (fast) das nachsehen, denn aufgrund der fehlenden Farbinformationen, kann man ja nichts mehr ändern, sodass eine es nunmal grau auf grau bleibt. So und hier kommt die analoge Schwarz-Weiss Fotografie zum Tragen, denn auch hier hatte man früher das Problem und dem konnte man entgegenwirken, indem man einen passenden Farbfilter vor das Objektiv geschraubt hat. Ein gelber holt z.B. noch etwas Kontrast im Himmel zwischen blau und den Wolken hervor. Für Portraits wird die Haut etwas feiner dargestellt. Ein Gelbgrünfilter macht das selbe, macht aber das grün etwas heller. Orange und Rot holen noch mehr Kontrast aus dem Himmel heben aber auch Hautunebenheiten hervor, was sicher für Charakterportraits gut ist, aber ich denke bei den Damen sollte man lieber beim Gelbfilter bleiben. Grün und Blaufilter sind nach meinen bisherigen Recherchen und was ich noch von früher weiß, eher zu vernachlässigen. Ich selber habe mir erstmal einen mittleren Gelbfilter und ein Gelbgrünfilter geholt. Hier will ich mal die Auswirkungen demnächst mal testen. Achja gerade beim Filter muss man darauf achten, dass man optisch gute kauft.

Also insgesamt ein super interessante Kamera, die einen neben dem normalen Herausforderungen einer Messsucherkamera auch noch in Sachen Schwarz-Weiß Fotografie herausfordert. Hier kommt leicht analoges Gefühl wieder hoch.

In diesem Jahr hat Leica im übrigen die zweite Auflage der Monochrom Typ 246 auf Basis der Leica M (Typ240) mit 24MP CMOS-Sensor herausgebracht. Die Leica M9-P und auch meine Monochrom haben noch einen CCD-Sensor. D.h. es kommen wohl demnächst Schwarz-Weiß Videos heraus, denn das ist das was die neue Monochrom neben Liveview und elektronischen Aufstecksucher auch kann. Im übrigen mit noch höheren brauchbaren ISO.

Ich muss sagen, dass so eine Kamera auch nur Leica herausbringen kann, denn die Zielgruppe ist schon recht eingeschränkt und daher kann sich auch eben nur Leica erlauben einen höheren Preis zu verlangen, als den der sowieso schon recht hohen Preise bei Leica. Und Leica hat halt ihre Fans, die gewillte sind diese Preis zu bezahlen. Allerdings ist Leica in dem Fall mal nicht der Erfinder, denn im Vorfeld hatte Phase One mal ein Monochromes Rückteil.

So nun das soll es erstmal gewesen sein, der Artikel wurde nun doch länger als gedacht und was meint Ihr, wäre das eine Kamera für Euch?

2016

2016

Auch wenn ich in diesem Jahr nicht mit einer Rückblende und Aussicht gestartet bin, will ich das wenigstens mal nachholen.

Im letzten Jahr bin ich nicht großartig auf das Vorjahr eingegangen, was ich diesmal aber möchte, da ich mir ja was Vorgenommen hatte.

In 2015 war ich etwas ruhiger, was das Thema Kameraequipment anging, auch wenn ich mich nicht ganz an das gehalten habe, was ich mir vorgenommen hatte. Allerdings sieht man den Trend, da ich ich im Prinzip den Großteil der Bilder mit Leica (2.250) und Olympus (2.350) gemacht habe. In 2014 verteilten sich die Bilder auf Nikon, Olympus, Leica, Fuji, Sony, Ricoh….

Was sich aber ganz klar zeigt, dass ich mich mehr mit der Fotografie beschäftigt hatte, als mit um die Technik zu kümmern. Denn in 2014 habe ich noch 3971 Fotos gemacht und in 2015 waren es 5214 Fotos. Allerdings muss ich dazu sagen, dass hier auch der Brasilienurlaub mitverantwortlich war und ich auch an mehr Workshops teilgenommen hatte. Wobei es ja eigentlich egal ist, wie man seine Praxis und Erfahrungen sammelt.

Ich hatte zwar nicht im Lotto gewonnen, aber trotzdem war eine Leica M-P in meinem „Fuhrpark“. Das lag an dem Sensorproblem, was Leica bei der M9 hatte und ich durch ein Upgrade relativ günstig an die M-P gekommen bin.

Seit April habe ich allerdings eine Olympus OM-D E-M5 MKII, mit der ich die meiste Zeit unterwegs war. Leica hatte eigentlich nur einen so großen Anteil, weil ich sie in den Urlaub mitgenommen hatte.

Capture One Pro bin ich treu geblieben und werde es auch bleiben, weil die Dänen gute Arbeit leisten und das Programm immer weiter entwickeln, und das in die richtige Richtung. Schön ist auch, dass die Reaktionszeit des Supports sehr schnell ist.

Ich hatte mir ja vorgenommen regelmäßiger zu bloggen, sofern es was Interessantes gibt. Die Anzahl der Beiträge in 2015 (24) ist zum Vorjahr (35) zwar zurückgegangen, allerdings bin ich der Meinung, waren diese mit etwas besseren Inhalt. Das sieht man auch, dass ich zwar nicht ganz soviele Besucher in 2015 (23.791) wie in 2014 (25.294) wohl aber in 2015 42.225) mehr Aufrufe erhalten habe, als in 2014 (41.094). Wobei ich eigentlich mit beiden Ergebnissen nicht zufrieden bin. Es zeigt sich hier, dass da noch Luft nach oben ist.

Was sich allerdings bei der Auswertung schon klar abzeichnet, dass die Besucher – also Ihr – meiner Webseite schon eher Technikorientiert sind. Auf dem ersten Platz der Aufrufe ist der Vergleich zwischen Lightroom und Capture One Pro, der zweite Platz ist von meinem Ausflug mit der D750 und der dritte Platz ist der Beitrag mit dem Vergleich zwischen der Leica, Olympus und Sony. Ich denke wohl, dass ich dementsprechend in diese Richtung gehen werde. Es wird aber immer meine Meinung sein und meist eher nicht die 25 Einschätzung der z.B. Nikon D5, sondern eher praxis- und erfahrungsorientiert.

Auch zeitnaher hat eigentlich ganz gut geklappt, allerdings den Brasilienurlaub bin ich schuldig geblieben.

Mit dem Urlaub in Brasilien hat Gott sei Dank geklappt und er war super toll. Ich kann es jedem empfehlen und wer Tipps benötigt, kann sich gerne bei mir melden. Meine Erfahrungen belaufen sich schwerpunktmäßig auf die Nordostküste Ceará (Fortaleza) und Rio Grande do Norte (Natal), ein bisschen Rio und ein bisschen Salvador.

Mit dem Druck und Fotobücher hat leider nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da ist mir leider einiges dazwischen gekommen. Mal gucken, ob ich es in 2016 besser hinbekomme.

Projekte habe ich nicht gemacht, sondern nur so losgezogen bzw. bei vielen Gelegenheiten einfach meine Kamera mitgenommen, was mit sowas wie die Oly eben geht. Im November haben ich aber ein Projekt mit mehreren befreundeten Fotografen begonnen. Ich habe auch einen kleinen Beitrag dazu geschrieben.

Da ich relativ wenig Zeit habe zwischendurch zu fotografieren, habe ich in 2015 einige Workshops besucht, was hiesig Spass gebracht hat. Hier kann man nicht nur was lernen, sondern man lernt neue Leute kennen, erweitert seinen Horizont und es ist dann auch für mich ein kleiner Urlaub vom Alltag. Ferner habe ich auch meinen inneren Schweinehund überwunden und mich mit dem Thema Porträt auseinander gesetzt. Hier habe ich einmal einen Workshop bei Paddy und einmal bei Boris/Happy Shooting teilgenommen. In 2016 werde ich mich wohl auch etwas mit Porträt, aber auch mit der Streetphotography beschäftigen. Beides bedeutet für mich eine gewisse Überwindung. Naja mal schauen.

Das mal ein kurzer Rückblick und kleiner Ausblick in 2016.

Weiß wie Schnee

Weiß wie Schnee

Ich hatte ja mal berichtet, dass ich bei einem Projekt teilnehme, wo ich alle 12 Tage mein Bild zu einem bestimmten Thema präsentieren darf.

Für den Januar ist das Thema „Weiß wie Schnee“.

Weiß wie Schnee

Ich hätte natürlich auch ein paar Tage vorher den schönen weißen Schnee aufnehmen können, allerdings hatte ich mir bei dem Thema auch gedacht, nicht nur die schönen Seiten des Winters und des Schnees einzufangen, sondern auch mal die nicht so schönen Seiten. Hierzu gehört nicht nur, dass der Schnee beim Tauen recht schmuddelig aussieht, sondern auch, dass im Winter mein Lieblingseisitaliener geschlossen hat 😉

Also, bis in 12 Tagen zu diesem Thema…