Sonnenstern und das Summaron

Sonnenstern und das Summaron

Asche auf mein Haupt. Bei meinem Bericht über das Summaron hab ich ganz vergessen etwas über Sonnensterne zu erwähnen, denn das ist was das Summaron leider nicht kann. Hier ist es aber in guter Gesellschaft zum z.B. 14-24mm f/2.8 von Nikon.

Zur Erläuterung was Sonnensterne sind, Das ist ein Effekt, der kommt, wenn man das Objektiv sehr weit abblendet und gegen Lichtquellen, wie z.B. Sonne, aber auch Lampen in der Nachtfotografie, fotografiert. Hier sieht die Lichtquelle dann aus, wie ein Stern.

 

Ist das Leica Summaron 28mm nur ein überteuertes Spielzeug?

Ist das Leica Summaron 28mm nur ein überteuertes Spielzeug?

Bei dem Objektiv handelt es sich um ein neu entwickeltes Objektiv, welches als Vorbild das Schraubleica-Objektiv Summaron 1:5.6/28mm hat, was zwischen 1955 und 1963 gebaut wurde. Es sieht diesem Objektiv sehr ähnlich, nur der Fokushebel ist etwas „moderner“ geworden und es hat jetzt statt dem 39mm Schraubgewinde jetzt das M-Bajonett. Im Prinzip basiert auch die optische Rechnung von damals, nur wurde es den modernen Glassorten angepasst. So oder so ähnlich steht es auf der Leica-Seite.

Als ich mit der Fotografie begonnen hatte, gingen die Standard- und Kitzooms i.d.R. bei 28mm los, sodass sich die 28mm bei mir irgendwie „eingebrannt“ haben. Meinen Brasilienurlaub vor zwei Jahren habe ich fast komplett mit 28mm bestritten, daher rückte das Summaron bei der Vorstellung in mein Interesse.

Aber warum will man so ein altes Objektiv, was im Prinzip die Fehler von damals aufweist, dann dazu auch noch lichtschwach ist und noch etwas teurer als das Elmarit 1:2.8/28mm (was zu den am besten korrigierten Linsen bei Leica gehört) ist? Nun ich für meinen Teil finde in erster Linie die Linse einfach schick. Ok an den digitalen Ms (mit Ausnahme der M10) sieht das Objektiv recht verloren aus, aber es ist einfach nur klein kompakt und geil. Es gibt es nur in silber mit einer schwarzen rechteckigen Streulichtblende aus Metall, die aber auch ins Sucherbild reinragt. Da ich aber immer eine Streulichtblende dran habe, habe ich sie durch eine runde aus Metall getauscht. Der Grund für die Streulichtblenden ist eher der Schutz der Frontlinse, als gegen Streulicht. Die Objektivdeckel bleiben i.d.R. in der OVP und die Objektive stehen auf den Streulichtblenden in der Fototasche oder sind an der Kamera.

Aber wie schlägt sich nun das Summaron in der Praxis? Die schwache Anfangsblende merke ich in meinem fotografischen „Alltag“ eher selten, da ich meist eh zwischen Blende 5.6 und 11 unterwegs bin. Bei Blende 5.6 ist schon eine deutliche Vignette sichtbar, die beim Abblenden etwas weniger wird, aber immer noch deutlich vorhanden ist. Da zu 90% meine Bilder ehe eine Vignette erhalten, kommt es mir entgegen. Sollte es dennoch zuviel sein, kann ich es mit Capture One Pro recht einfach verringern oder ganz wegbekommen. Ich bilde mir ein, dass die Bilder einen besonderen Look aufweisen. So richtig beschreiben kann ich es nicht, ich finde nur, dass die Kontraste kräftiger anders sind, was sich bei Farbe stärker bemerkbar macht. Diesen Eindruck machte auch seinerzeit das Elmar M 1:2.8/50mm an meiner M9, sodass ich mich dazu entschlossen habe, mein Summcron 1:2/50mm zu verkaufen. Hier war ich auch nicht 100%ig zufrieden, da es sehr anfällig gegenüber Streulicht war/ist. Aber dazu später mehr.

Also in Moment kristallisiert sich das Summaron zu meiner Lieblingslinse und mal sehen, wie am Ende des Jahres so die Verteilung auf die einzelnen Objektive sein wird.

 

 

 

Geodaten in meinen Bildern

Geodaten in meinen Bildern

Ich hatte ja schonmal kurz beschrieben, dass ich i.d.R. meine Bilder mit Geodaten versehe. Die mache ich nicht mit einem GPS-Tracker in bzw. auf der Kamera, sondern ich nutze die App Geotag Photos 2, die Anfangs die Uhrzeit mit Sekunden anzeigt, was den Vorteil hat, dass man entweder gleich oder in der Software die Uhrzeit der Kamera stellt bzw. die Uhrzeit in den Fotos anpasst, sofern man ein Bild von der Uhr gemacht hat. Der Stromverbrauch der App hält sich auch in Grenzen und man kann auch die Abstände der Punkte einstellen, falls einem der Stromverbrauch doch zu groß sein sollte.

Bisher hatte ich erst die Bilder in Capture One Pro importiert und dann mit der Mac App MyTracks die Geo-Daten in die Exifs der DNGs geschrieben hatte. Die iPhone App lädt die Spur automatisch auf die iCloud Drive und von hier aus importiere ich mir die GPX-Datei in MyTracks als Spur und dann ziehe ich die Bilder per Drag&Drop in das Programm und schreibe die Daten in die Exifs.

Vor Kurzem habe ich aber den Workflow geändert, da ich mich gewundert hatte, dass einige Bilderserien neben den Geo-Koordinaten auch die Ortsbeschreibung in den ITPC-Daten hatte. Das bedeutet, dass nicht nur die reinen Geo-Daten als Zahlen drinstehen, sondern auch Aufnahmeort (meist der Stadtteil), der Ort und das Land.

Das fand ich sehr geil, aber wusste nicht warum das einige Bilder drin hatten und einige nicht. Ich hatte dann mal probiert, erst die Bilder von der Speicherkarte in das Dateisystem zu kopieren, die Geodaten reinzuschreiben und erst dann die Bilder in Capture One zu importieren ohne die Bilder zu verschieben, da sie schon da sind, wo sie sein sollen. Eigentlich nicht mehr Aufwand, aber dafür noch genauere Ergebnisse. Nur darf ich nicht vergessen, die App auf dem iPhone zu starten 😉