Die Blüte im Winter – Tag 059

Die Blüte im Winter – Tag 059

Ich hatte ja vor ein paar Tagen mal über das gemeinsame Projekt von www.365fotos.org berichtet. Nun wollte ich nicht jeden Tag auch hier berichten, aber zumindest alle 12 Tage, wenn ich dran bin.

Zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass ich noch einmal mit dem Dezember-Thema „Kontraste“ dran bin. Denn Gedanklich war ich schon beim Januar-Thema.

Da ich Gott sei Dank den zweiten Weihnachtstag dazu genutzt habe, einen kleinen Spaziergang zu machen, war auch u.a. ein Bild dabei, was hier rein fällt.

Die Blüte im Winter

Der Gedanke war nicht der Kontrast zischen hell und dunkel, sondern auch der Kontrast zwischen den Blüten und dem Verblühten.

Aufgenommen mit einer Leica M Monochrom und einem Summarit 50mm f/2.5

Warum ich mir die Leica Q nicht kaufen würde und werde

Warum ich mir die Leica Q nicht kaufen würde und werde

In letzter Zeit liest man relativ viel über die Leica Q und alle, die sie haben oder testen konnten, loben sie über alles. Natürlich bin ich als Leica-Fanboy stark interessiert und konnte sie vor kurzem mal in die Hand nehmen und auch mal ein paar Fotos auf meine Speicherkarte schießen.

Ich finde sie sehr schick und sie ist eben auch sehr gut verarbeitet. Leica eben. Aber letzteres ist aber auch ein Handycap, denn sie ist durch den 35mm-Sensor und dem hochaufgelösten Objektiv auch recht schwer und groß. Wie Ihr dem Beitragsbild entnehmen könnt, ist sie nur etwas kleiner, als eine Leica M. Fairerweise muss ich aber sagen, da das Bild mit meiner Ricoh GR aufgenommen wurde und da sie ein Kleinbildäquivalent von ebenfalls 28mm hat, wirkt die Leica Q größer. Nichtsdestotrotz ist die Leica Q genausowenig hosentaschentauglich, wie eine Leica M und nur bedingt für die Jackentasche. Ok, eigentlich soll sie ja auch immer zur Hand sein 😉

Dann lese ich auch immer mal wieder, dass man mit der Leica Q ein 28mm Summilux bekommt, was für die Leica M alleine schon 6.000€ kostet und mit der Leica Q bekommt man sogar noch eine Kamera dazu und das kostet zusammen knapp 4.000€. Ein Schnäppchen? Dazu später mehr.

Bevor ich zu meinem Kontra komme, will ich erstmals neben der tollen Verarbeitung auch noch ein paar weitere positive Dinge hervorheben. Der integrierte Sucher ist eine Wucht und der Autofokus ist endlich mal auf der Höhe der Zeit, was das Thema Schnelligkeit und Treffsicherheit angeht. Das war bei Leica in der Vergangenheit ein Manko (der Grund, warum ich mich von der Leica T getrennt habe), vor allem, wenn man die Autofokus einer Olympus OM-D kennt und gewohnt ist. Dass das gute Display nicht klappbar ist, kann ich als Zugeständnis des Design verschmerzen, vor allem, weil es auch einen guten Betrachtungswinkel hat.

Die Bedienung ist wie immer bei Leica einfach und übersichtlich. Bei Leica bedarf es weder eine Bedienungsanleitung noch ein Videotutorial, wie man es als Neuling bei Olympus benötigt. Das will ich hier auch nochmals betonen. Auch hier ist Leica groß.

Alles in Allem eigentlich eine tolle Kamera, die auch kurzzeitig einen gewissen Reflex bei mir ausgelöst hat, bis ich die Bilder von der Speicherkarte in Capture One geladen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich bei Capture One standardmäßig die Objektivkorrekturen abgeschaltet habe, da mir oft die nichtkorrigierten Bilder besser gefallen.

Was ich aber jetzt gesehen habe, hat mich doch geschockt und daher kann ich nur sagen, dass das Summilux der Leica Q nicht nur nicht ganz so lichtstark (1:1.7 statt 1:1.4) ist, wie das der M, sondern auch im Zeitalter der digitalen Objektive angekommen ist. Hier laufen viele Korrekturen digital ab, die man bei z.B. Lightroom offensichtlich nicht sieht. Denn keines der Berichte, die ich bisher gelesen habe, hat hierüber berichtet.

Ok in eines der letzten LFI konnte man nachlesen, dass mechanische Objektivkorrekturen nicht nur sehr aufwändig seien, sondern manchmal auch kompromissbehaftet und die elektronische Zuhilfenahme diese ausgleichen kann.

Aber macht Euch selber mal ein Bild. Die Bilder haben nur meinen Standardprozess durchlaufen und unterscheiden sich nur um die eingeschaltete Objektivkorrektur. Am Besten die Bilder anklicken.

Hier sieht man noch nicht soviel, außer, dass der Busch bauchiger wirkt und eine Vignettierung zu sehen ist.

Hier sieht man es schon deutlicher. Fairerweise muss ich auch zugegeben, dass ich das korrigierte Bild auch zusätzlich von meinem Fehler, dass ich die Kamera nicht gerade gehalten habe, befreit habe. Aber man kann schon deutlich die Verzerrung und die Vignettierung erkennen.

Hier sieht man schon recht deutlich, wie gebogen der rechte Baum ist und auch die starke Vignettierung sieht man.

Hier sieht man es schon deutlich.

Hier kann man wieder erkennen, dass man ohne der Korrektur mehr auf dem Bild hat. Ich gehe auch davon aus, dass die korrigierte Variante auch die versprochenen 28mm sind.

Ich habe mir im Vgl. mal Bilder von Leica M Objektiven angesehen und sieht man zwischen Korrektur und Nichtkorrektur meist eher nichts. Ebenso bei der Ricoh GR. Nur beim 12mm Olympus-Objektive konnte ich ähnliches beobachten.

Gut ich muss zugeben, dass trotzdem die Qualität der Bilder, die die Leica Q produziert sehr sehr gut ist und der limitierende Faktor eher der Fotograf ist, aber nichtsdestotrotz irritiert mich das und es ist auch bei mir so eine Kopfsache.

OK, ich könnte natürlich die Korrektur auch standardmäßig wieder einschalten, aber spätestens, wenn ich das Bild ausrichten will, dann sehe ich es, weil Capture One dann den „Speck“ drumherum einblendet.

Ich hatte mich mit dem, der mir die Leica Q mal in die Hand gedrückt hat darüber unterhalten, aber der sieht es deutlich entspannter als ich. Vielleicht bin ich ja doch noch nicht ganz im digitalen Zeitalter angekommen 😉

365fotos.org

365fotos.org

Nein keine Angst, nicht schon wieder ein Projekt von vielen, die jeden Tag ein Foto hochladen und nach kurzer Zeit wieder eingestellt wird.

Auch ich hatte mal so ein Projekt angefangen, nicht nur jeden Tag ein Foto hochzuladen, sondern auch dieses an dem Tag gemacht zu haben. Leider musste ich feststellen, dass das schon sehr anspruchsvoll ist, wenn man auch noch berufstätig ist.

Das jetzige Projekt ist im Prinzip bei Twitter entstanden, wo jemand auch mit dem Projekt begonnen hat und auch leider kurz davor war, dieses als gescheitert zu beenden. Da hatte sich dann relativ schnell die Idee entwickelt, die „Last“ auf mehrere Schultern zu verteilen. Mittlerweile sind wir zu 12. und wir sind abwechseln jeden Tag einer dran.

Das Projekt 365fotos.org ist außerdem auch bei Flickr vertreten und wir haben folgende Regeln:

  1. das Foto sollte in der Woche gemacht worden sein, wo derjenige dran ist.
  2. außer den ersten Monat (November) haben wir auch zusätzlich ein Monatsthema. Im Dezember ist es „Kontraste“ und der Januar „Schnee/Eis – Weiß wie Schnee“
  3. es soll erstmal für 24h in der Flickr-Gruppe ruhen und kann dann auf andere Gruppen und Kanäle verteilt werden. Wobei der Link zum Bild wird durch die Teilnehmer schon entsprechend verteilt

Was bei unserer Truppe richtig genial ist, dass jeder irgendwas macht, ohne dass lange rumgezappelt wird.

Das Projekt hat am 01. November 2015 begonnen und nachfolgend mal meine bisherigen Bilder. Bitte aber auch mal die Bilder der anderen Kollegen betrachten.

Der Himmel brennt

Hier noch ohne Thema und ursprünglich ohne Idee. Da ich seitdem meine Ricoh GR immer im Auto habe, konnte ich nach Ende einer Veranstaltung in Bremerhaven, die GR auf einen Poller legen und diese Aufnahme machen

Einsame Blätter

Auch dieses Bild noch ohne Thema. Hier bin ich mit der D750 und einer „Holga“-Linse los

Lampe

Hier das erste Thema „Kontraste“. Hier hatte ich erst nur wenige Ideen und diese ist zu Hause auf dem Sofa entstanden, als ich mit der Ricoh durch die Wohnung gelaufen bin

Sonne

Auch nochmal das Thema „Kontraste“. Und auch hier erst ohne Idee am selben Tag mit Vorwarnung, dass mein Bild später kommt und den Block meiner Arbeitsstelle gelaufen. Ausserdem konnte ich hier mal die Leica Monochrom testen

Im übrigen haben auch einige der Teilnehmer in die In Explore Gruppe geschafft. Hier kennt allerdings keiner, nach welchen Parametern man dazu kommt.