Die Leica für Veranstaltungen

Die Leica für Veranstaltungen

Wie ich in meinem Beitrag über die Entscheidung für die Leica M-P geschrieben hatte, kann man sie auch bei der Art der Veranstaltungen nutzen, die ich von Zeit zu Zeit dokumentieren darf.

Vor Kurzem hatte ich dann mal den ersten Einsatz. Das war eine Infoveranstaltung der MIT-Bremerhaven und der CDU-Bremerhaven zum Wahlkampf für die Kommunalwahl im Lande Bremen im Mai diesen Jahres.

Es fehlt zwar der Luxus eines Zooms und auch der Luxus der hohen ISO im Vgl. zur Nikon D750 bzw. Df, allerdings hat sie sich m.E.n. bis ISO 3200 gut geschlagen. Die Nikons hatte ich nicht mehr wie 6400 genutzt. Die theoretisch höhere Lichtstärke der Festbrennweiten konnte ich nicht ausnutzen, da ich aufgrund der benötigten Schärfentiefe eh auf mindestens f/5.6 abgeblendet habe.

Der Zoom hat mir schon manchmal gefehlt, allerdings die Strategie, zuerst mit 28mm die „Weite“ und die Besucher einzufangen und dann mit 50mm die Redner, funktioniert gut. Wobei es kein Problem ist, zwischendurch auch mal das Objektiv zu wechseln. Die Leica hat ja den Vorteil, dass man die Linsen in der Sakkotasche tragen kann und sie daher schnell griffbereit.

Manchmal hatte ich überlegt, etwas näher dran wäre ganz gut, aber ich habe es gelassen, da es aufgrund der Lichtsituation mit 90mm eher zu verwackelten Bilder gekommen wäre. In dem Falle wäre vielleicht ein 75er auch ganz gut gewesen, aber bei 24MP kann man ja ganz gut croppen. Denn ich brauch hinterher eh nicht mehr wie 1200px Kantenlänge. Also alles gut.

Allerdings werde ich mir wohl doch noch einen kleinen Blitz zur Unterstützung anschaffen. Diesen hatte ich bei den Nikon auch dabei.

Die Leica hat sich allerdings etwas schwer getan mit dem automatischen Weißabgleich. Da ich in RAW fotografiere kein Problem, aber es kostet etwas Zeit in der Nachbearbeitung. Daher hatte ich bei einer kürzlichen Veranstaltung in den selben Räumen gleich den WB entsprechend voreingestellt.

Allerdings muss ich sagen, dass man sich schon daran gewöhnen muss, wenn man bei Veranstaltungen fotografiert und an fast einer Stelle festgemeißelt ist, nur mit Festbrennweiten zu arbeiten. Das ist aber egal, ob Leica oder andere Kamerahersteller.

Freizeitmesse in Bremen

Freizeitmesse in Bremen

Vor ein paar Wochen war ich auf einer kleinen Freizeitmesse in Bremen. Hier wurden neben vielen Outdoor-, Freizeit- und auch Fahrradaktivitäten auch eine kleine Fotomesse gezeigt. Ich glaube die Messe ist alle zwei Jahre und in Bezug auf die Fotomesse ist Foto Bischoff aus Bremen der Initiator.

Es ist immer interessant, weil so ziemlich alle Marken der Kamera- und Zubehörhersteller dort vertreten sind. Das Schöne gegenüber der Photokina ist, dass man viel besser mit den Ansprechpartnern ins Gespräch kommt und auch i.d.R. fachkundiger sind, weil kein kurzfristig angelerntes Standpersonal.

Es war neben der Messe auch eine kleine Fotoausstellung. Leider hatte ich insgesamt wenig Zeit, weil meine Begleitung nach recht kurzer Zeit aufgrund der Völle und sehr genervt war, sodass ich dann auch keine Lust mehr hatte. Das sieht man auch an der Ausbeute der Bilder. Leider war ich nicht schlau genug, dass ich mir am Ausgang einen Stempel hab geben lassen, dann hätte ich etwas später nochmals in Ruhe kommen können. Nunja in zwei Jahren gibt´s wieder eine.

Was ich aber empfehlen kann, wenn Ihr bei Euch in der Region so eine kleine Messe habt, geht da ruhig hin, denn es ist i.d.R. deutlich entspannter, als bei einer großen Messe. Ich war bei der Bremer jetzt schon zum dritten Mal.

DASA Arbeitsweltausstellung

DASA Arbeitsweltausstellung

Am Anfang diesen Jahres war ja der 1. international Bildbeurteilungskongress in Essen. Da einige  und ich auch in Essen übernachtet hatten, wollten wir nicht gleich am nächsten Morgen nach Hause.

Stephan hatte den Vorschlag gemacht, dass wir uns ja mal die Arbeitswelten bei der DASA in Dortmund ansehen könnten. Ich konnte mir eigentlich da so ziemlich gar nichts darunter vorstellen und war Anfangs auch sehr skeptisch. Nun hatte ich mich der Mehrheit (Stephan) gebeugt 😉 .

Vor allem weil Stephan mir auch eine Leitz-Linse für die M9 leihen wollte.

Dort angekommen haben wir uns kurz gesammelt und dann sind wir in die sehr interessante Ausstellung gegangen. Was mich hier sehr faszinierte, es war eine Mischung aus vergangenen Technologien in Verbindung mit den dazugehörigen Berufen. Auch das Thema Arbeitssicherheit stand im Fokus dieser Ausstellung.

Es wurden auch Werkzeuge und deren Gefahrenquellen bzw. -Potentiale gezeigt. Hier habe ich leider kein Foto, was mich sehr ärgert, weil es auch eine Fetisch-Ausstellung hätte sein können 😉 , wenn man sich nur das Werkzeug angesehen hat und nicht die gegenüber dargestellte Gefahr bzw. dessen Ergebnis.

Es wurden auch das Resultat von schweren und sehr bekannten Unfällen gezeigt.

Irgendwann hatten wir allerdings Hunger, sodass wir uns sehr gesund ein CüPo reingetan haben und hinterher zu müde waren, um weiter zu gucken. 😉

Also wer mal in der Nähe von Dortmund ist, dem sei diese Ausstellung, wo Fotografen sehr Willkommen sind, ans Herz gelegt. Man  muss sich aber Zeit mitnehmen, denn wir haben bei weitem nicht alles gesehen.

Ein kleines Wort zur verwendeten Ausrüstung, es war eine Leica M9 und ein Summicron 50mm f/2. Hier war ich sehr verwirrt, als ich die Bilder zu Hause gesichtet habe, dass die meisten eher unscharf bis matschig waren. Ich hatte erst an meiner Fähigkeit scharf zustellen gezweifelt, dann an dem von Stephan geliehenen Objektiv, aber es stellte sich dann doch ein Sensor-Problem heraus. Wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, ob Leica nicht eine M9 aus dem Markt haben wollte. Nunja, das Ergebnis ist ja bekannt.

Hier noch ein paar Impressionen:

 

Erster internationaler Bildbeurteilungs-Kongress

Erster internationaler Bildbeurteilungs-Kongress

Unter diesem Motto wurde von dem Blog und Podcast Bildbeurteilung ein gemeinsames Treffen mit den Hörern im Zeche Zollverein in Essen organisiert.

Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt und konnten somit eine tolle Führung mitmachen. Da wir unter uns waren, hatten wir an den Standorten genügend Zeit zum Fotografieren. Der Führende hatte uns vorher gefragt, ob wir lieber fotografieren wollen oder er uns, wie bei normalen Führungen, etwas über das, was wir zu sehen bekommen, erzählen soll. Wir einigten uns darauf, dass wir fragen, wenn wir was wissen wollten. Dadurch konnten wir in Ruhe unserem Hobby nachkommen und jeder konnte selber seinen Wissenshunger stillen.

Wie man sich vorstellen kann, ist es in solchen Industriegebäuden recht dunkel, sodass man entweder mit hohen ISO arbeiten muss oder mit Stativ. Da ich keine Lust auf Stativ hatte, entschied ich mich für höhere ISO und habe das Rauschen in Kauf genommen. Am Meisten habe ich mit ISO3200 gearbeitet.

Entgegen dem LaPaDu, spielt sich in Essen das Meiste drinnen ab. Zumindest an dem Tag.

Wie in den meisten anderen Berichten möchte ich auch hier etwas über meine Erfahrungen mit dem Equipment berichten, was ich dabei hatte. Vorab möchte ich noch erwähnen, dass der Termin am ersten Januar-Wochenende diesen Jahres war.

Ich hatte eine Leica T mit dem Kit-Objektiv 18-56mm f/3.5-5.6 dabei. Die Kamera finde ich vom Design und Bedienkonzept immer noch sehr gut und die Touchbedienung ließ wirklich keine Fragen offen. Ich konnte (fast) alle Einstellungen sehr schnell erreichen. Vor allem, wenn man sich sein persönliches Menü zurechtgebaut hat. Auch die ISO-Perfomance empfand ich als sehr annehmbar. Auch bei der Sichtung am Rechner fand ich die Entscheidung ohne Stativ zu fotografieren und ISO 1600-6400 zu wählen, als OK. Gut sie kommt nicht an eine Nikon Df oder Nikon D750 heran, aber sie hat sich gut geschlagen. Gefühlt würde ich sagen, besser als einen Nex6 oder OM-D.

Was sich aber als echter Motivverhinderer herausgestellt hatte, war der Autofokus. Trotz des aktuellen Firmwarupdate, wo die AF-Leistung verbessert worden sein soll, war der AF bei den dunklen Räumen eher am Suchen, als am Finden. Selbst die Tricks, die ich mit einer OM-D angewendet habe (einen kontrastreicheren Punkt suchen, der ungefähr auf Höhe des eigentlichen Fokuspunk liegt anvisieren), hatte nicht geklappt. Echt übel. Das manuelle Fokussieren hatte sich aber auch als nicht so gut dargestellt, da durch das dunkle Umfeld das Sucherbild in der Fokusvergrößerung sehr stark gerauscht hatte. Ohne Fokusvergrößerung geht es bei der T aber nicht, da kein Fokuspeaking existiert. Sorry Leica, gerne wie ich die Kamera und das Konzept toll finde, der AF ist echt schlecht und nur bei schönem Wetter zu gebrauchen. Dann lieber gleich eine Kamera, die von Hause aus auf manuelles Fokussieren ausgerichtet ist. Naja das Ergebnis kennt Ihr ja 😉 .

Genug geschimpft, wir hatten und dann Abends im Unperfekthaus in Essen getroffen, wo wir dann in einer etwas „anderen“ aber tollen Atmosphäre, den tollen Tag bei leckerem Essen und leckerem Bier haben ausklingen lassen. Gott sei Dank, war mein Hotel ganz in der Nähe, sodass ich zu Fuss laufen konnte, denn Fahren hätte ich nicht mehr gedurft.

Im übrigen habe ich mich bei der Bearbeitung bewusst gegen Schwarz-Weiß entschieden, allerdings etwas entsättigt.

Am nächsten Tag haben wir uns noch mit ein paar Leuten getroffen, um eine weiter Besichtigung durchzuführen, aber dazu später mehr.

Alles in Allem war es ein tolles Wochenende, wo man auch mal die Leute persönlich kennenlernen konnte, die man sonst nur durch den Podcast oder Twitter&Co. kennt.

An dem Wochenende ist auch die Idee zwischen Thomas Weller und mir gereift, uns die Ausstellung 100 Jahre Leica in Hamburg anzusehen.

Ich hoffe, dass der internationale Kongress nochmals wiederholt wird und das vielleicht bei etwas wärmeren Wetter.

Nachfolgend noch ein paar Ergebnisse: